Satinstallation in denkmalgeschützem Fachwerk

Alt 18.11.2012, 12:10   # 1
hellosat
 
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Hallo zusammen,

nachdem ich nun nach einigem Hin und Her unerwarteterweise doch noch das Okay für die Installation einer Satanlage bekommen habe und gerade mit den Nuten für die E-Installation fertig bin, möchte ich die Chance nutzen und kurzerhand die Satinstallation integrieren - bevor es sich irgendjemand auf der Behörde am Ende noch einmal anders überlegt. Als Installation der Antenne ist ein Teil der Fassade genehmigt, Südseite, keine Bäume oder Häuser im Weg, Höhe etwa 2,50 weil darüber die Schieferfassade beginnt und die ist dann wieder nicht drin.

So nun aber zu meiner Suche und Hoffnung, dass mir jemand helfen kann.
Ich habe 3 Etagen im Haus + EG - im Erdgeschoss wohnen wir zur Zeit und da darf ich solange nichts installieren, bis die oberen Etagen mal fertig sind. Dort sollen einmal in 4 Zimmern Satanschlüsse vorhanden sein.

Das gleiche gilt für die 2.Etage, in der ersten dann 5 und in der dritten Etage sollen 2 Anschlüsse vorhanden sein. Ausserdem möchte ich in einer Werkstatt im Souterrain einen Anschluss haben.

Also
Souterrain: 1 Anschluss
EG: 4 Anschlüsse
1.OG: 5 Anschlüsse
2.OG: 4 Anschlüsse
3.OG: 2 Anschlüsse

Nun habe ich mich wochenlang in E-Standard-Installationen eingearbeitet und auch endlich einen Installateur gefunden, der mich alle Drecksarbeit erledigt hat lassen - zu meinen preislichen Gunsten - aber von der Sat-Installation habe ich keinen Plan und weiss, wie komplex das Thema doch ist.

Natürlich habe ich auch schon in einigen Beiträgen gelesen, aber ich hoffe, man kann mir an dieser Stelle individuell ein paar Tipps geben - und das Thema hat auch keine lange Vorbereitungszeit mehr, was einfach mein Fehler war - denn ich dachte, ich krieg es eh nicht durch.

Also: Zu den Anschlüssen habe ich ja schon etwas geschrieben. Ich denke Twin- oder nicht Twin- ist mir nicht so wichtig, denn wenn ich es richtig verstehe, geht es um gleichzeitig aufnehmen und etwas anderes sehen können, richtig? Das heisst doch, dass ich nur an dem Receiver, an dem aufgenommen wird nur das sehen kann, was aufgenommen wird - und nicht an allen Geräten auf einer Etage, gelle? Entschuldigung für die blöde Frage. Wenn es so ist, wie angenommen, dann keine Doppelkabelbelegung (Twist).

Zu den Satelitten, die ich empfangen möchte. Ich denke mal, dass ich Astra 19,2°E empfangen möchte, also gängige deutschsprachige Sender und dann und da liegt dann schon eher mein Problem: chinesische Sender - da meine Schwiegereltern drei mal im Jahr zu Besuch sind und wahrscheinlich gerne gucken würden.
Da finde ich allerdings jetzt nur viel verwirrendes zu den einzelnen CCTVs
Hotbird 3 13 ° Ost
Eurobird 9A 9.0 ° Ost
Hotbird 6 13.0 ° Ost
Intelsat 707 1.0 ° West
Telstar 12 15.0 ° West

gefunden auf Chinese Satellites in Europe - [www.lcy.net]

Nun möchte ich natürlich nicht, dass alle Empfänger gezwungenermassen Programme desselben Satelliten gucken müssen - dann müsste ich mindestens 6 Monate im Jahr chinesische Seifenopen gucken. Gott bewahre.

Ich weiss nun auch nicht, wie ich da eine Entscheidung treffen soll - angefangen bei der Sat-Schüssel. Eigentlich dachte ich früher einmal an eine Wavefrontier - aber ob die nun geeignet ist? Ich weiss es nicht. Wieviele LNBs brauche ich und welche und warum - Alps? Wenn ich im Keller reinkomme, benötige ich bis zum EG von wo aus die Schlitze verlaufen etwa 20 Meter und dann bis in jeder Etage etwa 4,5m

Entschuldigt die Verwirrung. Übernächste Woche kommt der Eli zur Verkabelung und ich würde gerne loslegen, aber eben auch nicht pfuschen - das ist hier in den letzten Jahren im Haus geschehen, deshalb mach ich gerade alles neu.

Es wäre auch schön, wenn ich bei zu grosser Auswahl erst einmal nur Kabel vom EG aus auf die Etagen und zur Sat-Schüssel an der Fassade im Souterrain verlegen könnte - aber welches Kabel und welche Dosen nehme ich am besten? Und vor allem wieviele Kabel vom EG auf die Etagen - wo sitzen die Verteiler, oder nur ein Verteiler im EG oder im Keller?

Ich danke vielmals für jeden Ratschlag im Voraus
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Alt 18.11.2012, 12:10 # --
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Alt 19.11.2012, 01:11   # 2
King W.
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Hallo und nw welcome

Zitat:
Zitat von hellosat
... bevor es sich irgendjemand auf der Behörde am Ende noch einmal anders überlegt ...
Das könnte passieren. Behörden sind manchmal unberechenbar und treffen gelegentlich Entscheidungen, die man nicht nachvollziehen kann. Die jetzt vorhandene Erlaubnis möglichst schnell auszunutzen, ist deshalb sicher nicht falsch.

So, wie du schreibst, wirst du die Antenne unterhalb der Schieferfassade anbringen. Für die Beurteilung der Erdungspflicht spielt die Entfernung der Schüsseloberkante zur Dachkante eine wichtige Rolle. Sie muß mindestens 2m betragen. Eine weitere Bedingung ist, daß die Schüssel mit ihrem äußersten Teil nicht weiter als 1,50m von der Fassade absteht. Diese Bedingung läßt sich meist gut erfüllen, indem der Wandarm nicht zu lang genommen wird. Bei einer Wand in Südrichtung reicht ein Wandarm von 25 cm Länge, z.B. dieser hier. Da Blitze häufiger in Häuserecken einschlagen, sollte auch von den Ecken ein Sicherheitsabstand von ca. 2m eingehalten werden, auch wenn es keine zwingende Vorschrift ist.

Unabhängig von der Erdung ist ein Potentialausgleich herzustellen. Näheres dazu in diesem Beitrag. Bitte beachten, es dient eurer Sicherheit!

Zur Antenne selbst:
Wenn ich richtig gerechnet habe, benötigst du insgesamt 16 Anschlüsse. Das mit der "Doppelbelegung" siehst du schon richtig. Wenn an einer Stelle etwas aufgenommen werden und gleichzeitig ein anderes Programm gesehen werden soll, ist dort ein Twin-Receiver erforderlich, ansonsten reicht ein Single-Receiver. Ein Twin-Receiver benötigt zwei Anschlüsse, ein Single-Receiver naturgemäß nur einen. Die 16 Anschlüsse beeinflussen sich gegenseitig nicht, d.h. an jedem Anschluß kann völlig unabhängig von allen anderen Anschlüssen alles gesehen werden was der Satellit (die Satelliten) hergeben.

Wenn du jetzt mit 16 Anschlüssen auskommst, wäre ein JRM0516 der optimale Verteilbaustein. Er hat Eingänge für einen Satellit und Ausgänge für 16 Teilnehmer. Ich gehe bei meiner Empfehlung mal davon aus, daß die chinesischen Programme nicht an allen Anschlüssen verfügbar gemacht werden müssen, sondern daß es ausreicht, wenn die Schwiegereltern an einigen (bis zu 4) Fernsehern ihre Programme verfügbar haben und die anderen Anschlüsse nur über Astra verfügen.

In diesem Fall gibt es eine preisgünstige Lösung. Du benötigst eine Antenne und einen Multifeed-Halter dazu. Damit kannst du dann Astra, Hotbird und Eutelsat 9° empfangen. Eventuell funktioniert Intelsat 1° West mit der Antenne, dann aber diesem Halter auch noch. Falls die Position 15° West auch unbedingt erforderlich ist, wäre in der Tat eine spezielle Multifocus-Antenne erforderlich (z.B. die von dir genannte Wave Frontier T90).

Die Antenne ist von hoher Qualität, sehr solide, aber auch mit deutlich über 5 kg nicht gerade leicht. Bitte den Wandarm ordentlich befestigen.

Zum Empfang des Astra-Satelliten brauchst du ein Quattro-LNB und für jeden anderen Satellit ein Quattro-Switch LNB (oft auch QUAD genannt).

Die Ausgänge des Quattros werden mit den Eingängen des Multischalters verbunden (Achtung: Anschlüsse nicht verwechseln) und von den 16 Ausgängen des Multischalters führen 12 direkt auf je eine Antennendose. Die übrigen 4 Anschlüsse verbindest du jeweils mit dem Eingang 1 eines DiSEqC-Schalters. An die anderen Anschlüsse kommt je eine Verbindungsleitung zu den anderen LNB's. Die Ausgänge der DiSEqC-Schalter führen auf die verbliebenen 4 Antennensteckdosen. Dort hat man jetzt Zugriff auf alle installierten LNB's, d.h. man kann die zugehörigen Satelliten empfangen.

Mit höherem Aufwand ist es allerdings auch möglich, sämtliche Steckdosen mit den Signalen aller Satelliten zu versorgen. Dann sind ausschließlich Quattro-LNB's zu installieren und als Multischalter findet ein TechniSat 17x8 Verwendung, der mit einer Kaskade (kostet ungefähr noch einmal so viel und ist auf telefonische Bestellung zu bekommen) auf 16 Kanäle gebracht wird.

Zur Verbindung der einzelnen Teile untereinander benötigst du noch Kabel. Bitte achte auf gute Qualität. Wir empfehlen hier gern das KOKA 110 in Verbindung mit den Kompressionssteckern aus diesem Set. Das Set kannst du nach Gebrauch einfach wieder zurückschicken und bekommst prompt dein Geld wieder, abzüglich der verbrauchten Stecker versteht sich. Eine Leihgebühr gibt es nicht, außer dem Rückporto entstehen keinerlei Kosten. So kommst du zu besonders hochwertigen Steckverbindungen, ohne das Werkzeug dafür kaufen zu müssen. Näheres unter Tel. 02323/61887.

Für ein Projekt in deiner Größenordnung sind ca. 3 - 4 Rollen Kabel erforderlich. Wenn du willst, kannst du für außen auch das besonders wetterfeste schwarze KOKA 110 PE verwenden. Ich denke aber, bei einem denkmalgeschützten Haus spielen auch optische Gegebenheiten eine Rolle und zu einer hellen Antenne und einem hellen LNB paßt das schwarze Kabel nicht. Mit gutem, PVC-isoliertem Kabel kannst du erfahrungsgemäß mit einer Lebensdauer von 10 - 15 Jahren rechnen, bei dem schwarzen PE-Kabel sind es 20 Jahre und mehr.

So, jetzt fällt mir nicht mehr viel ein. Aus den genannten Komponenten werdet ihr eine hochwertige und langlebige Antennenanlage erstellen, die euch viele Jahre ungetrübten Fernsehgenuß liefern wird.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein
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Alt 19.11.2012, 11:05   # 3
hellosat
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Vielen Dank für deine Antwort, das macht mir vieles klarer.

Was ich augenblicklich noch überlege ist folgendes.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, muss ich zu 12 Dosen je ein Kabel legen, an denen kann ich dann Astra empfangen und zu 4 Dosen je ein Kabel - dort kann ich dann auch jeweils chinesische Sender empfangen.

Ich nehme an, wenn ich in einem Wohnzimmer z.B. zwei Dosen setzen möchte, von denen hinterher aber nur 1 benutzt wird (Möbelierungsfrage) - dann reicht es, wenn ich bis zu einer Dose verlege und zum zweiten Optionsanschluss von der ersten Dose einfach nur durchschleife, richtig?

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Ich habe jetzt mal in Metern gemessen, wie lang die Kabelstrecke bis in den Keller wäre, wenn ich es so mache - wie es der Eli vorgeschlagen hat - dann käme ich rechnerisch auf beinah 450 Meter. Da muss ich nochmal drüber nachdenken, ob es keine bessere Möglichkeit gibt - könnte es da Sinn machen - lieber von den LNB's zu einem Multischalter im 1. OG zu verlegen, wenn ich dich richtig verstanden habe - wären das dann 2 Kabel (KOKA 110 PE z.B.) -> 1 LNB für Astra und 1 LNB für die chinesischen? Die Wegstrecke wird so lang, weil ich neben den Geschosshöhen quer durch den Keller muss und das sind einige Meter.

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Nächste Frage wäre, wenn ich die Anlage auf der Basis des Jultec Multischalters (seh1 - 5x16, Jultec, JRM0516T 10020) aufbaue, ist eine nachträgliche Umstellung auf die Version mit der Hirschmann ein grosses Problem? Also mit Kabelnachverlegung verbunden? Ich möchte ungern nochmal alles ändern.

Noch eine Frage: Wenn ich das Ganze trotzdem mit der Wavefrontier aufbauen würde - ändert sich am Gesamtaufbau etwas, also andere Multischalter, oder mehr Kabel verlegen. Mein Vater schwärmt immer von der Wavefrontier, die angeblich bei einem bekannten installiert wurde. Welche Vor- bzw. Nachteile gegenüber der Gibertini hätte ich.

und noch eine: Der Eli, der mir in Kürze die E-Installation verkabeln wird, meinte, es wäre kein Problem die Satkabel mit in die Schlitze der E-installation zu setzen - nun lese ich im Netz immer wieder etwas anderes. Wie siehst du das Ganze.

und dann die letzte: Ich gehe davon aus, dass ich also erst einmal nichts falsch mache, wenn ich schon einmal Kabel zu den Dosen auf den Etagen verlege. Macht es Sinn die Kabel erstmal bis in den Hausflur zu verlegen - also lassen sie sich ohne Probleme später bis zum Ort des Multischalters verlängern und verlegen? Ich kenne ja solche Verlängerungen aus dem Hausgebrauch, wenn ein TV-Kabel zu kurz ist und ins nächste Zimmer verlängert wurde - oder macht es nur Sinn die Kabel direkt zum mindest bis zum Ort des Multischalters durchzulegen - über dessen Ort ich mir noch nicht im Klaren bin, um ehrlich zu sein.

Dann nochmal vielen Dank für deine zahllosen Hinweise und Ratschläge und entschuldigung für dumme Fragen - aber das Kapitel Sat möchte ich eigentlich ungern dem Eli überlassen, weil ich da bei Freunden und Bekannten schon viel Murks und vorallem viel Schnee statt Liveübertragungen gesehen habe.

Ich denke ich werde die Tage dann mal Seh1 anfunken - um die entsprechenden Teile zu ordern - bloss jetzt gehts erstmal um die Verkabelung.
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Alt 20.11.2012, 02:35   # 4
King W.
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Zitat:
Zitat von hellosat Beitrag anzeigen
Wenn ich dich richtig verstanden habe, muss ich zu 12 Dosen je ein Kabel legen, an denen kann ich dann Astra empfangen und zu 4 Dosen je ein Kabel - dort kann ich dann auch jeweils chinesische Sender empfangen.
Ja, genau so ist es. Bei einem QUAD-LNB ist bereits ein Multischalter mit eingebaut (deshalb ist er auch etwas teurer), der es ermöglicht, daß an jedem der 4 Anschlüsse das volle Signal eines Satelliten abgegriffen werden kann. Dieselbe Funktion erfüllt der JRM0516 in Verbindung mit einem Quattro-LNB auch, jedoch für insgesamt 16 Anschlüsse.

Bei der von mir empfohlenen Konfiguration stehen dir also insgesamt 16 Astra-Anschlüsse, 4 Hotbird-Anschlüsse und 4 Eutelsat 9°-Anschlüsse zur Verfügung. Davon werden 12 Astra-Anschlüsse direkt versorgt, d.h. das Kabel wird direkt zur Dose verlegt, die weiteren 4 Anschlüsse werden jeweils per DiSEqC-Schalter mit je einem Anschluß der beiden QUAD-LNB's zusammengeschaltet. Nun erfolgt eine Art Arbeitsteilung: Der Receiver fordert per DiSEqC-Befehl, den der DiSEqC-Schalter ausführt, einen bestimmten Satelliten an und gibt gleichzeitig eine Steuerspannung von 12 oder 18V aus. Diese Steuerspannung entscheidet, ob die horizontale oder vertikale Ebene empfangen werden soll, gleichzeitig dient sie zur Stromversorgung der LNB's und des Multischalters. Vorteil dabei: Falls von einem bestimmten Satellit gerade kein Programm gesehen wird, bekommt das zugehörige LNB auch keinen Strom. Auf die Dauer spart das richtig Geld.

Zusätzlich kann der Receiver der Steuerspannung auch noch einen 22 kHz-Ton überlagern. Das registriert der gerade angesteuerte Multischalter und es wird auf das Hochband geschaltet, so daß auch Sender mit Frequenzen über 11.700 GHz empfangen werden können.

Zitat:
Ich nehme an, wenn ich in einem Wohnzimmer z.B. zwei Dosen setzen möchte, von denen hinterher aber nur 1 benutzt wird (Möbelierungsfrage) - dann reicht es, wenn ich bis zu einer Dose verlege und zum zweiten Optionsanschluss von der ersten Dose einfach nur durchschleife, richtig?
Das wäre nur eine Notlösung und sollte bei einer Neuinstallation vermieden werden. Wenn die Wände ohnehin aufgemacht werden müssen ist es besser, zu jeder der Steckdosen ein eigenes Kabel zu ziehen und, falls du dich für Twin-Dosen entscheidest, auch zwei Kabel oder ein Twin-Kabel. Die Kabel der nicht benötigten Dosen werden zwar auch mit einem Stecker versehen und auch beschriftet, aber nicht an den Multischalter oder einen DiSEqC-Schalter angeschlossen. Später kannst du dann jederzeit eine nicht benötigte Dose stilllegen, und dafür eine andere aufschalten, einfach indem du die Kabel am Multischalter tauschst.

Noch mehr Komfort hättest du, wenn du ein paar Anschlüsse als Reserve vorhalten würdest. Du könntest zum Beispiel einen JRM0508 verwenden und dazu einen JRM0512. Einer der beiden Schalter muß in der Version A vorliegen, der andere als T-Version. Die Schalter werden einfach mit 5 Adaptern zusammengesteckt und es stünden 20 Anschlüsse zur Verfügung.

Zitat:
Ich habe jetzt mal in Metern gemessen, wie lang die Kabelstrecke bis in den Keller wäre, wenn ich es so mache - wie es der Eli vorgeschlagen hat - dann käme ich rechnerisch auf beinah 450 Meter. Da muss ich nochmal drüber nachdenken, ob es keine bessere Möglichkeit gibt - könnte es da Sinn machen - lieber von den LNB's zu einem Multischalter im 1. OG zu verlegen, wenn ich dich richtig verstanden habe - wären das dann 2 Kabel (KOKA 110 PE z.B.) -> 1 LNB für Astra und 1 LNB für die chinesischen? Die Wegstrecke wird so lang, weil ich neben den Geschosshöhen quer durch den Keller muss und das sind einige Meter.
Wo du den Multischalter anbringst, ist weitgehend dir überlassen. Du mußt mit 4 Kabeln vom LNB zum Multischalter bzw. auch mit 4 Kabeln von den beiden anderen LNB's zu den DiSEqC-Schaltern. Es spricht absolut nichts dagegen, die Schalter so anzubringen, daß der Gesamtverbrauch an Kabel minimiert wird. Wie genau das zu geschehen hat, kann ich von hier aus nicht beurteilen, es hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Zitat:
Nächste Frage wäre, wenn ich die Anlage auf der Basis des Jultec Multischalters (seh1 - 5x16, Jultec, JRM0516T 10020) aufbaue, ist eine nachträgliche Umstellung auf die Version mit der Hirschmann ein grosses Problem? Also mit Kabelnachverlegung verbunden? Ich möchte ungern nochmal alles ändern.
Wurde schon beantwortet. Bitte, zu jeder Dose ein separates Kabel, zu den EDS 322 F zwei. Die Kabel müssen nicht sofort angeschlossen werden, es ist aber wichtig, daß sie da sind, wenn sie mal gebraucht werden. Eine überzählige Dose ist weit weniger lästig, als eine Dose die man irgendwann mal gern hätte, die aber nicht da ist.

Zitat:
Noch eine Frage: Wenn ich das Ganze trotzdem mit der Wavefrontier aufbauen würde - ändert sich am Gesamtaufbau etwas, also andere Multischalter, oder mehr Kabel verlegen. Mein Vater schwärmt immer von der Wavefrontier, die angeblich bei einem bekannten installiert wurde. Welche Vor- bzw. Nachteile gegenüber der Gibertini hätte ich.
Für den Empfang der drei vorgeschlagenen Satelliten ist die Gibertini SE die bessere Wahl. Sie ist leichter, stabiler, einfacher aufzubauen und auszurichten und auch nicht so teuer. In der Empfangsleistung steht sie der Wave Frontier in nichts nach. Lediglich für weit (deutlich mehr als 10°) auseinanderliegende Satelliten (brauchst du den Telstar wirklich?) wäre die Wave Frontier besser. Ich selbst verwende in einem solchen Fall viel lieber 2 Antennen. Sicher bist du jetzt der Meinung, ich halte nicht viel von der Wave Frontier. Deine Meinung ist richtig. Zudem empfinde ich eine Wave Frontier auf der Fassade eines denkmalgeschützten Hauses als potthäßlich und allein schon von der Optik her vollkommen deplaziert.

Zitat:
und noch eine: Der Eli, der mir in Kürze die E-Installation verkabeln wird, meinte, es wäre kein Problem die Satkabel mit in die Schlitze der E-installation zu setzen - nun lese ich im Netz immer wieder etwas anderes. Wie siehst du das Ganze.
Bei einem guten Markenkabel wie dem KOKA 110 und hochwertigen Steckern ist die Schirmdämpfung allemal hoch genug, daß ein 220V Kabel in der Nähe keine Störungen verursacht. Umgekehrt wird auch das E-Netz nicht gestört. Bei minderwertigem Kabel und technisch überholten Schraubsteckern bin ich mir nicht mehr sicher ...

In wieweit aber eine gemeinsame Verlegung von Antennen- und Stromleitungen zulässig ist, weiß ich nicht, aber sollte dein Eli entscheiden, er muß es ja verantworten.

Zitat:
und dann die letzte: Ich gehe davon aus, dass ich also erst einmal nichts falsch mache, wenn ich schon einmal Kabel zu den Dosen auf den Etagen verlege. Macht es Sinn die Kabel erstmal bis in den Hausflur zu verlegen - also lassen sie sich ohne Probleme später bis zum Ort des Multischalters verlängern und verlegen? Ich kenne ja solche Verlängerungen aus dem Hausgebrauch, wenn ein TV-Kabel zu kurz ist und ins nächste Zimmer verlängert wurde - oder macht es nur Sinn die Kabel direkt zum mindest bis zum Ort des Multischalters durchzulegen - über dessen Ort ich mir noch nicht im Klaren bin, um ehrlich zu sein.
Wenn es ordentlich gemacht wird, nämlich mit zwei Kompressionssteckern und einer guten Kupplung, ist eine Verlängerung zwar relativ unproblematisch, grundsätzlich sind aber ungestückelte Kabel, wann immer es geht, zu bevorzugen.

Zitat:
entschuldigung für dumme Fragen
Es gibt keine dummen Fragen, höchstens dumme Antworten. Wir tun natürlich alles, um die zu vermeiden.

Zitat:
Ich denke ich werde die Tage dann mal Seh1 anfunken - um die entsprechenden Teile zu ordern - bloss jetzt gehts erstmal um die Verkabelung.
SEH liefert die Ware schnell, zuverlässig und gut verpackt. Und, was noch wichtiger ist, SEH läßt auch nach dem Kauf keinen Kunden im Regen stehen, wenn mal was nicht so funktioniert, wie es soll.

Leider kann man das nicht von allen SAT-Shops behaupten. Hier mal das krasseste, aber beileibe nicht das einzige Beispiel wie es nicht sein soll.
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Albert Einstein
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Alt 20.11.2012, 10:23   # 5
hellosat
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Vielen Dank für deine Zeit und deine Antworten.
Jetzt bin ich klar.
So einen Support kann man nur jedem wünschen und weiterempfehlen.
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