Signalqualität 0% bei RTL, VOX, ...

Alt 30.12.2012, 16:42   # 1
Halbwissen
 
Registriert seit: 30.12.2012
Beiträge: 2
Hallo,

nach langer Recherche in diesem und anderen Foren, möchte ich gerne mein Problem schildern:
  • rechtzeitig zum Einstieg ins digitale SAT Zeitalter haben wir uns eine neue Schüssel, Quattro LNB sowie einen 8 TeilnehmerUmschalter vom Fachunternehmen montieren lassen.
  • der neu angeschaffte Panasonic mit eingebautem SAT-Receiver funktioniert einwandfrei auf allen Kanälen, die wir jemals probieren wollten.
  • unsere Tochter kann über einen Billig-Receiver alle Ihre Wunschprogramme (inkl. ProSieben/VOX etc.) empfangen
  • vor 2 Monaten haben wir einen Grundig mit eingebautem SAT-receiver gekauft und ebenfalls in Betrieb genommen, dies entwickelt sich zum Problemfall.
  • prinzipiell ist am Grundig Empfang möglich, allerdings haben wir nun bemerkt, dass kein VOX, RTL, etc. empfangen wird.

Ganz zu Anfang bemerkte ich schon, dass ARD und ZDF nicht in HD Qualität empfangen werden können, für mich ist unerklärlich weshalb VOX etc. nicht in SD Qualität empfangen werden können.

Bei den Sendern, die ich empfange, habe ich eine Signalstärke von >72% und eine Qualität von 100%, bei den Kanälen, wo kein Empfang möglich ist, liegt die Signalstärke nur bei ca. 55-65% und die Qualität ist 0%.

Ich führe das Grundproblem auf das an dieser "Entnahmestelle" verlegte Antennenkabel (> 30 Jahre alt), zurück. Ich schliesse nicht aus, dass es sogar vom Dachboden (Einspeisung) bis zur Entnahmestelle durch eine alte herkömmliche TV/Radio-Antennendose geht. Fakt ist, als ich vor 2 Monaten das Kabel austauschen wollte, bekam ich es keinen Zentimeter gezogen; ich habe schliesslich aufgegeben, da ich auf alle Fälle einen Abriß vermeiden wollte, da ich dann ohne jegliches Antennenkabel an dieser Entnahmestelle verblieben wäre.

Frage: können die geschilderten Umstände dazu führen, dass bestimmte Sender nicht empfangen werden und andere ohne Probleme, sprich mit ausreichender Qualität empfangen werden?

Mittlerweile habe ich einen Verdacht, wo die vermeintliche zwischengeschaltete Antennendose sich befinden könnte, da muss ich mich zuerst aber noch durchkämpfen. Dass, das Kabel vom Dachboden bis zur Entnahmestelle nicht durchgehend sein kann, sondern aus 2 Stücken bestehen muss, habe ich daran erkennen können, dass auf dem Dachboden ein einfach abgeschirmtes Kabel zu sehen ist und am Ende kommt ein doppelt abgeschirmtes an.

Freue mich auf wertvolle Tipps, die mich vor dem Aufspüren der versteckten Antennendose bewahren könnten. HD Empfang ist für uns kein Thema, SD reicht vollkommen aus.

Danke und Grüße!
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Alt 30.12.2012, 16:42 # --
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Alt 30.12.2012, 20:42   # 2
Isotrop
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Beiträge: 2.158
Hallo,

Zitat:
Ich führe das Grundproblem auf das an dieser "Entnahmestelle" verlegte Antennenkabel (> 30 Jahre alt), zurück. Ich schliesse nicht aus, dass es sogar vom Dachboden (Einspeisung) bis zur Entnahmestelle durch eine alte herkömmliche TV/Radio-Antennendose geht. Fakt ist, als ich vor 2 Monaten das Kabel austauschen wollte, bekam ich es keinen Zentimeter gezogen; ich habe schliesslich aufgegeben, da ich auf alle Fälle einen Abriß vermeiden wollte, da ich dann ohne jegliches Antennenkabel an dieser Entnahmestelle verblieben wäre
Es ist kein Wunder, dass sich bei evtl. vorhandener zusätzlicher Dose die Leitung nicht ziehen lässt

Zitat:
die mich vor dem Aufspüren der versteckten Antennendose bewahren könnten
Da wird man aber nicht drumrum kommen

Also kurz zusammengefasst, es funktioniert alles (Anlage + angeschlossene Endgeräte), bis auf diese eine Teilnehmer Leitung vom Multischalter? Dann ist es eigentlich klar, dass hier (= auf dieser Leitung) der Fehler liegen muss

Gegenprobe: Grundig TV an einer anderen Teilnehmerleitung testen, (z.B. an welcher der Panasonic geht), ob er da einwandfrei funktioniert
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Alt 31.12.2012, 01:17   # 3
raceroad
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Beiträge: 2.162
Zitat:
Zitat von Isotrop Beitrag anzeigen
Gegenprobe: Grundig TV an einer anderen Teilnehmerleitung testen, (z.B. an welcher der Panasonic geht), ob er da einwandfrei funktioniert
Oder umgekehrt, das könnte einfacher sein: "Billig-Receiver" der Tochter am für den Grundig-TV vorgesehenen Anschluss testen. Sollte dieser dort ähnliche Schwierigkeiten wie der Grundig-TV haben, spräche auch das für das alte Kabel als Problemauslöser.

Sinnvoll wäre, vom verwendeten Empfangsgerät an den beiden Anschlüssen angezeigte Signalstärke- und Qualitätswerte für einen Sender im niedrigen Sat-ZF Bereich (wie ZDF SD) und einem im höheren Sat-ZF Beriech (wie Pro7 SD) zu vergleichen.


Zitat:
Zitat von Halbwissen Beitrag anzeigen
[...] da ich auf alle Fälle einen Abriß vermeiden wollte [...]
Hier stellt sich jetzt die Frage, wie man vorgehen sollte, wenn entweder der Grundig an einem anderen Anschluss funktioniert oder ein anderer Receiver am für den Grundig vorgesehen Anschluss auch Ausfallerscheinungen zeigt. Am besten wäre es ohne Frage, das Kabel zu tauschen. Wenn aber die Gefahr besteht, dass man dabei das Kabel total beschädigt im Rohr hinterlässt und man in der Folge Wände aufreißen müsste, sollte man auch Alternativen in Betracht ziehen:

Was ist das für ein Multischalter? Für ein älteres und möglicherweise längeres (Distanz ?) Kabel sollte der entzerren, also die höheren Frequenzanteile im Vergleich zu den niedrigen verstärken, und keine zu hohe Anschlussdämpfung aufweisen. Z.B. wäre ein EXR 158 von Kathrein für ein längeres Altkabel keine optimale Besetzung.

Auch Unicable könnte ein Notnagel sein. Hier müsste je nach Baustein nur eine Frequenzen von etwa 1100 MHz übertragen werden (Ein neuerer Grundig-TV kann bestimmt Unicable.). Zum Vergleich: TP 107 mit dem deutschen Pro7 in SD wird vom Kabel an einer konventionellen Anlage auf 1945 MHz übertragen.
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Alt 31.12.2012, 09:45   # 4
King W.
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Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
(Ein neuerer Grundig-TV kann bestimmt Unicable.)
Auf dem Papier ja, in der Praxis nein. Wenn du es nicht glaubst, frage mal den Inhaber dieses Hotels. Er besitzt eine Anlage mit einem JPS0501-8 Router.

Alle Anschlüsse funktionieren einwandfrei, aber der Grundig-Fernseher in der Rezeption, obgleich er laut Verkäuferangaben "unicable-tauglich" sein sollte, war nicht zum Laufen zu bringen.

Die alte Firma Grundig gibt es ja nicht mehr, die Namensrechte an Grundig gehören dem türkischen Unternehmen Arçelik, besser bekannt unter BEKO. Die "Grundig"- Fernseher werden jetzt in einer Fabrik in Istanbul hergestellt. Über die jetzige Qualität will ich lieber nichts sagen.

Ich befürchte, der "Notnagel" Unicable wird nicht funktionieren.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein
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Alt 31.12.2012, 12:58   # 5
Halbwissen
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Hallo und danke für die schnellen Antworten.

Problem ist soweit gelöst, es lag am Kabel! Zuerst habe ich quer durchs Haus ein sehr langes Antennenkabel gelegt und siehe da, VOX ist nun auch zu empfangen!

Danach habe ich mich an die längst in Vergessenheit geratene Antennendose auf dem Dachboden "herangekämpft", hab den Einsatz entfernt und das von der unteren Etage kommende Kabel mit mittlerer Güte (immerhin schon doppelt abgeschirmt) mit einem anderen oben auf dem Dachboden verfügbaren doppelt abgeschirmten Kabel verbunden (F-Kupplung) und damit funktioniert es.

Das 30 Jahre alte einfach geschirmte Kabel bleibt dann zunächst mal ungenutzt im Rohr auf dem Dachboden und lässt sich wahrscheinlich austauschen.

Interessant ist, dass nun am Grundig nachwievor kein ARD HD möglich ist, da reicht die Signalqualität nicht aus und schwankt im unteren vom Grundig rot markierten Bereich (< 30%).
Möglicherweise liegt das an der Gesamtkabellänge (ca. 20m) und 2 F-Kupplungen?

Danke für die wertvolle Hilfen hier im Forum.
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Alt 31.12.2012, 13:23   # 6
Dipol
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Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 5.328
Zitat:
Zitat von Halbwissen Beitrag anzeigen
Interessant ist, dass nun am Grundig nachwievor kein ARD HD möglich ist, da reicht die Signalqualität nicht aus und schwankt im unteren vom Grundig rot markierten Bereich (< 30%).
Möglicherweise liegt das an der Gesamtkabellänge (ca. 20m) und 2 F-Kupplungen?
Selbst 20 m ungeschäumtes Kabel mit relativ hoher Dämpfung erklären den Effekt nicht.

Welche ARD-Transponder sind betroffen und ist eine normgerechte Erdung + Potanzialausgleich ausgeführt?
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Alt 31.12.2012, 17:29   # 7
raceroad
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 18.12.2011
Beiträge: 2.162
Ich wiederhole meine Frage:
Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Was ist das für ein Multischalter?
Ggf. die low-horizontal Ableitung des LNBs direkt mit der Ableitung für den Anschluss des Grundig verbinden.

Zitat:
Zitat von Halbwissen Beitrag anzeigen
Möglicherweise liegt das an der Gesamtkabellänge (ca. 20m) und 2 F-Kupplungen?
Möglicherweise an den beiden F-Kupplungen: Sind das gerade oder U-förmige für den Einsatz in Schalterdosen?


Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Auf dem Papier ja, in der Praxis nein. Wenn du es nicht glaubst, frage mal den Inhaber dieses Hotels. Er besitzt eine Anlage mit einem JPS0501-8 Router.
Ich glaube das sehr wohl. Nur gibt es auch anderslautende Berichte wie diesen. Es kommt halt auf die Kombination an. Wobei ich keinesfalls behaupten will, dass Jultec aus der Reihe tanzt – ganz gewiss nicht! Ausschließen würde ich aber nicht, dass Router X mit einem nicht normkonformen Steuersignal eines Receivers besser klar kommt als Router Y. Auch könnte - ich weiß ja nicht, wann es in Soest nicht funktioniert hat - inzwischen die Firmware bereinigt worden sein.
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Alt 31.12.2012, 19:41   # 8
King W.
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Registriert seit: 01.01.2006
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Das war im Mai 2012. Der Hotelier hat früher in Herne gewohnt und ist mit Herrn Hampel von SEH gut bekannt und auch ich kannte ihn von früher her. Wir haben uns zufällig bei SEH getroffen und natürlich über die Anlage unterhalten. Der Inhaber hat sie selbst aufgebaut und auch die Kabel selbst verlegt.

Vom Jultec-Router waren es ca. 25m bis zum 1. Abzweig, einem JPT01-17. Von dort aus weitere 20m zum nächsten Abzweig, ebenfalls ein JPT01-17. Dann noch einmal 20m, ein Splitter FTE AS2 und noch einmal gut 10m Kabel. Alles in allem also ca. 75 - 80m Kabel, Hirschmann KOKA 125, die beiden Abzweiger und der Splitter. Die Rechnung ergibt "worst Case", d.h. bei der höchsten vorkommenden Frequenz (1790 MHz), eine Dämpfung der gesamten Strecke von ca. 38 dB. Bei einem Ausgangspegel des JPS0501-8 von 95 dBµV hätte sich also ein Pegel von 57dBµV einstellen müssen. Beim Nachmessen ergaben sich 54 dBµV, anscheinend bedingt durch die (geringen) Verluste an den Schraubverbindungen.

Bei einem Normpegel von 47 - 77 dBµV ist dieser Wert voll im "grünen Bereich", der Fernseher hätte also funktionieren müssen. Hat er aber nicht. Die Gegenprobe mit einem einfachen Receiver (Smart MX 04) ergab einwandfreien Empfang.

Ob es inzwischen ein Firmwareupdate gibt, hat den Hotelier nicht mehr interessiert, er hat den Fernseher zurückgegeben und sich für einen anderen entschieden. Seitdem habe ich nichts mehr von der Sache gehört. Anscheinend funktioniert es jetzt.

Vielleicht war es ja tatsächlich nur eine Unverträglichkeit zwischen dem Fernseher und dem Jultec-Router, allerdings eine ziemlich nervige. Da aber der JPS bisher in allen, mir bekannten Installationen tadellos funktioniert hat, sehe ich den Fernseher als Hauptursache des Problems.
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