Welche Abzweigdämpfung ist besser?

Alt 05.08.2012, 11:40   # 1
elbeas
 
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Hallo erstmal,

und vielen Dank für die vielen tollen Posts und ausführlichen Hilfestellungen, die hier so gepostet werden. Ich glaube, dass ich jetzt weiß, wie meine bestehende 4 Jahre alte Verkabelung (sternförmig mit 4 Multimedia-Kabel-Enddosen) auf SAT umrüstbar ist. Dank der Preiserhöhung von KabelBW und der stabilen LTE-Abdeckung komme ich nun doch früher als gedacht in den Satellitengenuss.



Vielleicht könnt Ihr mir hier meine bisherigen Gedanken bestätigen und meine restlichen Fragen klären, das wäre toll!

Also bisher habe ich mir ausgesucht und bis auf die Schüssel und das LNB alles schon gekauft

fuba DAA850 Schüssel mit Inverto Black Unicable Quad LNB, 2 Legacy, IDLB-QUDL40-UNI2L-OPP.

Davon geht die erste Stichleitung direkt über eine Fensterdurchführung von hama ins Schlafzimmer zu Receiver 1 (smart Zappix HD+), weil die Schüssel direkt vor dem Balkon dort installiert wird und der Weg <1,5m ist.

Die beiden anderen Leitungen werden zunächst in den Hausanschlussraum geführt, als Kabel habe ich smart Titanium HQ DK 110-30K gewählt, 4-fach geschirmt mit 110dB Schirmungsmaß.

Die erste Unicable-Leitung geht dann über eine F-Stecker-Kupplung im Hausanschlussraum in die vorhandene Verkabelung und führt in die Wohnzimmer-Enddose zum Receiver 2: Panasonic DMR-XS400, der dann mit einem Kabel beide HD-Tuner bedienen soll.

Die zweite Unicable-Leitung möchte ich im Hausanschlussraum splitten - dachte an fuba OHA 110/115/120 - und dann mit zwei weiteren vorhandenen Stichleitungen über F-Stecker-Verbindung weiterleiten.

Im dritten Zimmer sitzt dann der Receiver 3 (ganz einfacher skymaster DX7 für die alte Röhre) und das vierte Zimmer bleibt erstmal ohne Receiver.

So viel zum Aufbau

Nun meine Fragen:

- benötige ich wegen der Abzweigung einen vorgeschalteten Verstärker oder ist durch die Unicable-LNB dieses Problem schon gelöst?

- was bedeutet die Abzweigdämpfung bzw. welche ist besser? Kostet alles gleich, egal ob 10, 15 oder 20dB. Nun, höher oder lieber niedriger?

- kann der skymaster DX7 überhaupt was mit dem Legacy-Signal anfangen (der ist mMn nicht unicable-fähig)?

- Muss ich die vorhandenen Multimediadosen austauschen? Wenn ja, warum und gegen welche?

Schon mal vielen Dank, bis Ende des Monats muss alles laufen, sonst sehe ich schwarz

Liebe Grüße elbeas
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Alt 05.08.2012, 11:40 # --
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Alt 05.08.2012, 16:03   # 2
raceroad
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Hallo und nw welcome


Zitat:
Zitat von elbeas Beitrag anzeigen
Davon geht die erste Stichleitung direkt über eine Fensterdurchführung von hama ins Schlafzimmer zu Receiver 1 (smart Zappix HD+), weil die Schüssel direkt vor dem Balkon dort installiert wird und der Weg <1,5m ist.
Wenn die Antenne nicht auf, sondern vor dem Balkon montiert wurde, stellt sich die Frage, ob sich alle Antennenteile max. 1,5 m entfernt von der Hauswand befinden. Nur wenn das der Fall ist und außerdem ein Mindestabstand von 2 m zu allen Dachkanten eingehalten wird, ist die Antenne nicht erdungspflichtig (> siehe gepinnten Erdungsthread).


Zitat:
Die beiden anderen Leitungen werden zunächst in den Hausanschlussraum geführt, als Kabel habe ich smart Titanium HQ DK 110-30K gewählt, 4-fach geschirmt mit 110dB Schirmungsmaß.
Keine gute Wahl, weil noch nicht einmal der Innenleiter aus reinem Kupfer besteht, sondern nur aus verkupfertem Stahl. Da auch das bereits verlegte Kabel zu den Anschlüssen nicht unbedingt von allerbester Qualität sein wird (Ist das schon wenigstens 2-fach geschirmt? Durchmesser Innenleiter? Um welche Distanzen geht es?), hätte man für die Verbindung zum HWS ein höherwertiges Kabel wenigstens mit Reinkupfer-Innenleiter verwenden sollen.

Weiterhin verstehe ich die Planung nicht:

Zitat:
Die erste Unicable-Leitung geht dann über [....]

Die zweite Unicable-Leitung möchte ich im Hausanschlussraum splitten [...]
Das LNB hat nur einen (4-fach) Unicable-Ausgang und zwei Legacy-Ausgänge. Wenn ein Legacy-Ausgang den Receiver im Schlafzimmer versogen soll, muss man das Unicable-Signal auf Wohnzimmer und einen weiteren von HWS aus versorgten Anschluss aufteilen, während für einen anderen Raum das zweite Legacy-Signal übrig bleibt.

Zum Aufteilen eines Unicable-Signals auf zwei Anschlüsse nimmt man einen 2-fach Verteiler wie z.B. Kathrein EBC 10 oder Axing SVE 2-01. Fuba OHA 110/115/120 eigneten sich allesamt nicht, u.a. weil der DC-Durchlass vom Abzweig zum Stamm fehlt.

Zitat:
- Muss ich die vorhandenen Multimediadosen austauschen? Wenn ja, warum und gegen welche?
Da bestimmt keine 4-Loch Mulitmedia-Sat Kombidosen verbaut sind, müssen die Dosen getauscht werden. Eignen würden sich für die Unicable-Anschlüsse die SSD 5-07 von Axing. Mit diesen Dosen könnte man als Verteiler statt des o.g. EBC 10 auch den EBC 110 von Kathrein verwenden, der keine Dioden enthält. Das kann ein kleines Plus bezüglich Spannungsabfall und damit Steuerung des Unicble-LNBs bedeuten.

Wenn man für den verbleibenden, vom HWS versorgten dritten Anschluss auch eine SSD 5-07 verwendet, könnte man bei Bedarf zwischen Unicable- und Legacy-Versorung der beiden Anschlüsse außer dem Wohnzimmer wechseln.
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Alt 05.08.2012, 17:21   # 3
elbeas
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Beiträge: 4
Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Wenn die Antenne nicht auf, sondern vor dem Balkon montiert wurde, stellt sich die Frage, ob sich alle Antennenteile max. 1,5 m entfernt von der Hauswand befinden. Nur wenn das der Fall ist und außerdem ein Mindestabstand von 2 m zu allen Dachkanten eingehalten wird, ist die Antenne nicht erdungspflichtig (...)
Das ist der Fall, da es sich um einen "französischen Balkon" handelt, also eigentlich nur eine an der Außenwand endende Balkontüre mit einem Sicherheitsgeländer. Die Abstände zu den Dachkanten habe ich noch nicht gemessen, 2m werden aber - denke ich - unterschritten.

Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Keine gute Wahl, weil noch nicht einmal der Innenleiter aus reinem Kupfer besteht, sondern nur aus verkupfertem Stahl. Da auch das bereits verlegte Kabel zu den Anschlüssen nicht unbedingt von allerbester Qualität sein wird (Ist das schon wenigstens 2-fach geschirmt? Durchmesser Innenleiter? Um welche Distanzen geht es?), hätte man für die Verbindung zum HWS ein höherwertiges Kabel wenigstens mit Reinkupfer-Innenleiter verwenden sollen.
Heißt keine gute Wahl, dass es besseres gibt (das war mir klar...) oder dass es unter geringen Qualitätseinbußen funktionieren wird? Ich bin nicht gerade der Super-Perfektionist, es sollte einfach ein ordentliches HD-Signal am TV ankommen - sollte das nicht der Fall sein, dann kann ich das Kabel auch noch umtauschen, habs ja erst gestern gekauft.

Die Qualität des liegenden Kabels kenne ich nicht, weil beim Hausbau vom Elektriker verlegt (Bau 2007) und auf Kabel-TV ausgelegt. Die Länge der Sternleitungen liegt grob zwischen 8m für das kürzeste und ca.20m für das längste, das Wohnzimmer liegt irgendwo dazwischen (ca.15m)

Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Weiterhin verstehe ich die Planung nicht:
bravo, ich verstehe mich selbst nicht mal


Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Das LNB hat nur einen (4-fach) Unicable-Ausgang und zwei Legacy-Ausgänge. Wenn ein Legacy-Ausgang den Receiver im Schlafzimmer versogen soll, muss man das Unicable-Signal auf Wohnzimmer und einen weiteren von HWS aus versorgten Anschluss aufteilen, während für einen anderen Raum das zweite Legacy-Signal übrig bleibt.
stimmt, das hatte ich falsch im Kopf - 4fach heißt aber dann dass auch 2 mal 2 geht, oder?

Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Zum Aufteilen eines Unicable-Signals auf zwei Anschlüsse nimmt man einen 2-fach Verteiler wie z.B. Kathrein EBC 10 oder Axing SVE 2-01. Fuba OHA 110/115/120 eigneten sich allesamt nicht, u.a. weil der DC-Durchlass vom Abzweig zum Stamm fehlt.
ich habe gerade gesehen, dass beim LNB so ein Unicable-Verteiler sogar beiliegt, danke trotzdem für diese Info - wozu sind die OHA-Stecker dann gut?


Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Da bestimmt keine 4-Loch Mulitmedia-Sat Kombidosen verbaut sind, müssen die Dosen getauscht werden. Eignen würden sich für die Unicable-Anschlüsse die SSD 5-07 von Axing. Mit diesen Dosen könnte man als Verteiler statt des o.g. EBC 10 auch den EBC 110 von Kathrein verwenden, der keine Dioden enthält. Das kann ein kleines Plus bezüglich Spannungsabfall und damit Steuerung des Unicble-LNBs bedeuten.

Wenn man für den verbleibenden, vom HWS versorgten dritten Anschluss auch eine SSD 5-07 verwendet, könnte man bei Bedarf zwischen Unicable- und Legacy-Versorung der beiden Anschlüsse außer dem Wohnzimmer wechseln.
richtig verstanden? SSD 5-07 ist für Unicable als auch für die Stichleitung brauchbar?

Könnte ich die zweite Unicable-Leitung auch nochmal durch eine solche Dose durchschleifen...hab mal irgendwo gelesen, dass die Durchgangsdose anders wäre???

Gibt es hier vielleicht eine Anleitung, wie man diese Dose anschließt?

Vielleicht bekomme ich ja nochmal eine Rückmeldung...vielen Dank jedoch erstmal!!!
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Alt 05.08.2012, 19:24   # 4
raceroad
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Beiträge: 1.416
Zitat:
Zitat von elbeas Beitrag anzeigen
Heißt keine gute Wahl, dass es besseres gibt (das war mir klar...) oder dass es unter geringen Qualitätseinbußen funktionieren wird?
Bezogen auf die Bildqualität gibt es bei Digital-TV nur Bild Ja / Bild Nein. Hier wird kein Unterschied feststellbar sein. Da die Werte für Schirm- und Durchgangsdämpfung des gekauften Kabels auch o.K. sind, wird das Kabel auch die Signalwerte nicht signifikant negativ beeinflussen.

Voraussetzung dafür ist, dass die Steuerung des LNBs funktioniert. In diesem Zusammenhang ist bei Anlagen, bei denen die Receiver direkt vom LNB versorgt werden, der höhere Gleichstromwiderstand eines Stahlkupferkabels kritisch zu sehen. Wenn ich nichts überlesen habe, hast Du zur Distanz LNB > HWS nichts geschrieben. Aber sofern die 30 in "HQ DK 110-30K" für 30 m Kabel stehen und die für alles reichen sollen, die Entfernung LNB > HWS mithin unter 15 m liegt, wirst Du voraussichtlich mit dem Kabel keine Probleme bekommen.

Das ändert aber nichts daran, dass ein 2- oder 3-fach geschirmtes Vollkupferkabel eines Markenherstellers besser und einfacher zu verarbeiten ist.


Zitat:
stimmt, das hatte ich falsch im Kopf - 4fach heißt aber dann dass auch 2 mal 2 geht, oder?
Das LNB unterstützt am Unicable-Ausgang vier Userbandfrequenzen. Wie man die nutzt, bleibt sich egal. Zwischen vier Singlerreceiern und einem Receiver mit vier Tunern ist im Prinzip alles machbar .

Zitat:
wozu sind die OHA-Stecker dann gut?
Zur asymmetrischen Aufteilung eines TV-Signals. Asymmetrisch bedeutet, dass am sog. Stammausgang ein viel größerer Teil der eingespeisten Leistung als am Abzweigausgang landet. Das kann von Fall zu Fall auch in Unicable-Installationen Sinn machen, z.B. wenn eine Stammleitung mit sagen wir vier Antennensteckdosen und noch eine Stichleitung mit nur einer Antennendose zu versorgen ist. Die Fuba-Abzweiger eigneten sich aber hierfür nicht, da ihnen der Gleichspannungsdurchlass vom Abzweig zur Stammleitung fehlt.

Zitat:
richtig verstanden? SSD 5-07 ist für Unicable als auch für die Stichleitung brauchbar?
Ja.

Zitat:
Könnte ich die zweite Unicable-Leitung auch nochmal durch eine solche Dose durchschleifen...hab mal irgendwo gelesen, dass die Durchgangsdose anders wäre???
Man könnte z.B. hinter einem 2-fach Verteiler einmal eine SSD 5-07 und einmal eine Reihenschaltung von SSD 5-10 + SSD 5-07 realisieren. Was Du konkret meinst, ist mir allerdings nicht klar.

Zitat:
Gibt es hier vielleicht eine Anleitung, wie man diese Dose anschließt?
Die Montageanleitung Antennendosen von Triax Austria ist alles in allem recht brauchbar. Die optimalen Abisolierlängen können sich von Hersteller zu Hersteller aber etwas unterscheiden.
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Alt 05.08.2012, 20:44   # 5
elbeas
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hammermäßig, vielen Dank für die fundierten Antworten!

Genau diese Reihenschaltung meinte ich übrigens. Und die 30m waren auch richtig gedacht, Abstand zum HAR ca. 7m.

Ich glaube das Kabel tausche ich dann um in eines mit Vollkupferkern - ich dachte immer mehrfache Schirmung + hoher dB-Wert = supi. Du sagst aber, dass doppelt/dreifach geschirmt ausreicht und es eher auf den Kupferkern ankommt. Von der Physik her auch logisch, weil Cu besser leitet.

Letzte (vielleicht auch doofe) Frage

Kann man auf die Dose bei der Unicable-Lösung eigentlich komplett verzichten (ist ja sowieso hinter den Schränken versteckt) und den Receiver direkt mit dem F-Stecker anschließen oder fehlt dann etwas (z.B. der Abschlusswiderstand)? Ich möchte ja kein terrestrisches Signal oder Radio mit einspeisen...
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Alt 05.08.2012, 22:32   # 6
Dipol
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Beiträge: 4.829
Zitat:
Zitat von raceroad Beitrag anzeigen
Die Montageanleitung Antennendosen von Triax Austria ist alles in allem recht brauchbar. Die optimalen Abisolierlängen können sich von Hersteller zu Hersteller aber etwas unterscheiden.
Nichts gegen die alte HIRSCHMANN-Multimedia in Neckartenzlingen, von der diese Anleitung stammt. Die Grafiken sind okay! Aber das Foto der Dose ist ein Negativbeispiel.
  • Absetzmaße nicht eingehalten
  • Unprofesionelle schräge Absetzung (Mit Profiwerkzeug so nicht möglich, Teppichmesser verwendet?
Ein HQ-Kabel mit ca. 80 % Geflechtbedeckung hätte in das Beispielfoto auch besser gepasst als so ein Billigkabel mit äußerst dürftiger Bedeckung.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Steckdosenmontage [Fo1_rmm].JPG (90,2 KB, 13x aufgerufen)
Dateityp: jpg Steckdosenmontage [Fo2_rmm].JPG (87,7 KB, 11x aufgerufen)
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Alt 05.08.2012, 23:52   # 7
raceroad
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Zitat:
Zitat von elbeas Beitrag anzeigen
Kann man auf die Dose bei der Unicable-Lösung eigentlich komplett verzichten [...] ?
Wenn man auf die Dose ersatzlos verzichtet, kann (hängt auch von den Kabelwegen ab) die Entkopplung zwischen den Receivern nicht normgerecht sein. Bei Unicable funktioniert das normalerweise aber trotzdem. Dennoch: Falls eine Dose hinderlich erscheint oder schwer zu montieren sein sollte, wäre der bessere Weg, den Wegfall der Dose durch das Einfügen eines 6 db Dämpfungsgliedes wie z.B. Kathrein ERE 01 irgendwo zwischen Verteilerausgang und Receiver zu kompensieren.

Ohne Dose darf man aber (egal ob mit oder ohne Dämpfungsglied) nicht den o.g. Verteiler EBC 110 verwenden, sondern muss einen mit Entkopplungsdioden wie z.B. die beiden anderen erwähnten Fabrikate einsetzen.

Verteiler ohne Dioden sind insgesamt eher die Ausnahme. Aber das Datenblatt zum Inverto-Verteiler liest sich so, als seien keine Dioden eingebaut (Hab leider keinen dieser Verteiler, um messen zu können). Diesen Verteiler würde ich sicherheitshalber nicht verwenden, ohne zuvor auszuprobieren, ob Gleichspannungsdurchlass in beiden Richtungen gegeben ist: Zuerst LNB an den Verteilereingang und einen Receiver an einen der Ausgänge anschließen. Empfang sollte so trotz offenem zweitem Verteilerausgang (den müsste man eigentlich mit einem Abschlusswiderstand dicht machen) möglich sein. Wenn man nun umgekehrt das LNB mit einem Verteilerausgang und den Receiver mit dem Verteilereingang verbindet und immer noch Empfang samt Senderwahl möglich ist, fehlen dem Inverto-Verteiler tatsächlich die zum sicheren Betrieb nötigen Dioden.
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Alt 06.08.2012, 13:43   # 8
elbeas
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...das hörts sich mir zu heikel an...hab die Axing-Dosen mal bestellt.

Wenn es schon um Sicherheit geht - nach mehrmaligem und weiterhin intensivem Lesen verschiedener Threads, denke ich, dass ein PA schon angebracht ist.

Mein Haus hat keinen Blitzschutz auf dem Dach (Elektriker/Architekt/Bauleitung meinten beim Bau, dass das unnötig wäre), wenn es sich beim Antennen-Blitzschutz nur um diese einfache Kupferleitung handelt, dann würde ich dieses Kabel auch noch dranhängen.

PA würde ich jetzt so machen, dass ein Erdungsblock nach der Hauseinführung die beiden Kabel aufnimmt und dann an der HES angeschlossen wird. Dort würde ich auch das dicke "Blitzkupferkabel" anschließen, Alle Kabel müssten gemeinsam durch ein PVC Leerrohr im Boden geleitet werden.

Falls das Blitzableiterkabel so nicht geführt werden darf...dann würde ich darauf verzichten, da die 2m zum Dach auf jeden Fall eingehalten werden.

Auf der Skizze im Anhang habe ich oben noch ein Fragezeichen gemacht...muss dort auch noch ein Erdungsblock hin, weil ja die erste Legacy-Leitung dort direkt ins Haus geht?

Un unten im HAR hinter der Kabelverteilung auch noch einer?

Ich glaube, dann hab ich aber alles. Für einen Beamten hab ich das glaube ich ganz gut gecheckt.

Respekt für alle die das beruflich machen...ist ja schlimmer als Physikunterricht
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Blitz.pdf (193,5 KB, 12x aufgerufen)
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Alt 08.08.2012, 10:43   # 9
raceroad
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Beiträge: 1.416
Wenn Du trotzt nach Deinen Angaben zu den Abständen nicht bestehender Erdungspflicht eine Erdung durchführen und dabei die Bestimmungen beachten möchtest, müsstest Du den Erdungsblock außen (vorzugsweise in einem Wetterschutzgehäuse) montieren, um auch die dritte Ableitung für das Schlafzimmer in den Potenzialausgleich einzubeziehen. Verbunden werden müsste der Erdungsblock dabei mit dem geerdeten Antennenmast. Einen 4 mm² PA-Leiter könnte man parallel zu den Antennenkabeln verlegen, um nach Einführung der Antennenkabel ins Haus einen zweiten Erdungsblock zu setzen, aber eine Verbindung dieses PA-Leiters zur Haupterdungsschiene darf es wegen der Verbindung zum geerdeten Mast in diesm Fall nicht geben. Den Erdungsleiter dürfte man nicht gemeinsam mit Antennenkabeln und PA-Leiter über ein Leerrohr ins Haus einführen.


Auch bei Montage im Schutzbereich besteht grundsätzlich die Pflicht für einen Potenzialausgleich. Zur Inanspruchnahme einer Ausnahmeregelung ist Montage im Schutzbereich Grundvoraussetzung, darüber hinaus darf die Summe der möglichen Ableitströme den Wert von 3,5 mA nicht überschreiten. Diese Regelung ist einigermaßen praxisfern. Wenn im Schlafzimmer aber nicht viel mehr Geräte als Fernseher und ggf. Receiver mit dem Antennenkabel verbunden sind, kann man hier von der Einhaltung der Summenstromobergrenze ausgehen (3,5 mA entsprechen sieben Geräten der Schutzklasse II), so dass ein im Fall einer nicht geerdeten Antenne mit der Haupterdungsschiene verbundener Erdungsblock für die beiden in den Hausanschlussraum geführten Antennenkabel reichen würde.
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Alt 22.05.2013, 02:57 # --
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