Stichdose am Quad LNB?

Alt 02.01.2012, 15:28   # 1
kanoo
 
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Erstmal hallo zusammen.

Ich bin gerade dabei meine SAT Anlage auf Digitalbetrieb umzurüsten. Ein digitaltaugliches Quad LNB ist schon seit ein paar Jahren verbaut, bislang wurden daran aber nur Analogreceiver betrieben.

Vom LNB gehen die vier Leitungen bereits in die Zimmer in denen ich SAT Empfang haben möchte. Und in drei der vier Zimmer sitzen auch schon SAT-Dosen und der digitale SAT Empfang funktioniert. Also alles schon fast perfekt.

Nur im vierten Zimmer endet das Kabel bislang in einer Leerdose, da dort zuvor kein Fernseher stand. Nun möchte ich auch dort eine SAT-Dose einbauen.

Der Baumarkt von Ort hat von Axing die Dosen
SSD 5-00 Stichdose -> 2 dB Anschlussdämpfung
SSD 5-07 Enddose -> 7 dB Anschlussdämpfung
Axing AG : Multimediadose, Multischalter, Sat Anlagen, Sat multiswitch, Sat Splitter, Sat Verst

zur Auswahl. Welche davon ist für meinen Zweck die richtige Dose? Ist wie gesagt eine ganz normale Stern-Topolopgie mit 4 Aschlüssen direkt am Quad LNB. Kein Unicable, nichts in Reihe geschaltet.

Vom LNB zu der betreffenden Dose liegen ca. 20-25m Kabel. Dann eben die besagte Dose, von der ich nicht weiß ob es die 5-00 oder 5-07 sei soll. An den F Stecker der Dose kommt ein gewinkelter F-Steckverbinder (Dämpfung unbekannt). Und von dort nochmal 5 Meter Kabel (Axing SFK 500-02) zum Fernseher.

Hab' mich zwar schon in einige Threads hier im Forum zu dem Thema eingelesen, aber da geht es meist um Unicable / Reihenschaltung, was bei mir ja nicht zutrifft.
 
Alt 02.01.2012, 15:28 # --
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Alt 02.01.2012, 15:40   # 2
King W.
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Hallo und
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In Verbindung mit einem Quad-LNB kannst du beide Dosen verwenden.

Die SSD 5-00 hat einen etwas höheren Ausgangspegel. Bei einer Kabellänge von insgesamt 30m werden vom Ausgangspegel des LNB ca. 10 dB durch die Kabeldämpfung "geschluckt" und noch ein paar "Dezibelchen" durch die Schraubverbindungen. Die Gefahr, den Receiver durch die Stichdose mit einem hohen Pegel außerhalb der Norm zu übersteuern, sehe ich in deinem Fall nicht.

Nimm ruhig die SSD 5-00. Es ist eine gute Dose und wird funktionieren.
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Alt 02.01.2012, 19:50   # 3
kanoo
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Hallo King W.,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Die Gefahr, den Receiver durch die Stichdose mit einem
hohen Pegel außerhalb der Norm zu übersteuern, sehe ich in deinem Fall
nicht.
Nur zum Verständnis: ist bei meiner Konstellation das Risiko den Receiver zu übersteuern denn nicht generell zu vernachlässigen? Egal wie lang die Kabel sind?

Ich habe mittlerweile versucht einige Berechnungen hier im Forum zu diesem Thema nachzuvollziehen und bin auch über das Kathrein Planungstool ( KATHREIN-Werke KG, SAT-ZF-Verteilsysteme ) gestolpert.

Bei einer Ausgangsleistung von normalerweise 70-75 dB am LNB (ich denke das dürfte bei mir auch passen. Hab' eine 80cm Schüssel und ein LNB mit afaik 55 dB Gewinn) kann es ohne weiteren Verstärker danach ja nur noch weniger werden. Unter den 77 dB (was soweit ich verstanden habe der maximal Pegel am Receiver sein darf) liegt man dann auf jeden Fall. Mit 3-4 Steckern und der Dose dazwischen auch unter 70 dB. Egal wie lang die Kabel sind.

Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
 
Alt 02.01.2012, 20:23   # 4
King W.
Team SAT-Technik
 
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Stimmt schon.

Jetzt wo du von einer 80er Schüssel und einem LNB mit 55 dB Verstärkung schreibst, ist die Sache sowieso klar. Wir hatten hier im Forum auch schon einen "Experten", der sich zum Astra-Empfang eine 100er Antenne und ein High-Gain LNB mit deutlich über 60 dB Verstärkung zugelegt hat, frei nach dem Motto: "viel hilft viel". Und mit dem Wahnsinns-Pegel von nahezu 90 dBµV hat er sich dann den Receiver so sehr zugestopft, daß überhaupt kein Empfang mehr möglich war.

In deinem Fall ist eigentlich alles richtig: Die Schüssel ist ausreichend, aber nicht zu groß und das LNB hat die passende Verstärkung. Da kannst du an dessen Anschluß mit ungefähr 75 dBµV rechnen. Bei einem Mindestpegel von 47 dBµV (man sollte zweckmäßigerweise etwas Reserve einkalkulieren und besser mit 50 dBµV rechnen) kannst du unterwegs etwa 25 dBµV "verbraten", ohne daß es zu Empfangsstörungen kommt. Gutes SAT-Kabel dämpft bei der höchsten vorkommenden Frequenz etwa 1dB pro 3m Länge, also in deinem Fall ca. 10 dB. Rechne noch mit ungefähr 2 dB für die Anschlüsse, dann sind 12 dB "weg". Bleiben 13 dB, die noch verbraucht werden könnten. Um so viel darf die Dose - worst-Case gerechnet, maximal dämpfen.

Aus dem Axing-Programm kannst du also wahlweise die SSD 5-00, alternativ aber auch die 5-07, 5-10 oder eventuell sogar die 5-14 verwenden, die beiden letzteren mit einem entkoppelten Abschlußwiderstand als Enddose geschaltet. In jedem Fall würdest du das Normpegelfenster treffen.

Mit einer SSD 5-00 hättest du ca. 60 dBµV, mit einer SSD 5-07 ca. 56 dBµV. Beides gut brauchbare Werte. Deshalb ist die Entscheidung für eine dieser beiden Dosen richtig. Mit den anderen Dosen wärest du schon nahe an der unteren Pegelgrenze.
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Alt 24.04.2014, 04:38 # --
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