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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.880
| Hallo Stephan, ![]() Bei sorgfältigem Aufbau und entsprechend freier Sicht lassen sich (theoretisch) alle Satelliten empfangen, die eine Mindest-Elevation (der Höhenwinkel, unter dem der Satellit an dem fraglichen Standort erscheint) von 10° aufweisen. Das wäre im Osten der Eutelsat W5 auf 70,5° Ost und im Westen der Intelsat 14 auf 45° West. Weitere Bedingungen für den Empfang: Die Satelliten müssen in dem Frequenzband senden, für den das LNB konzipiert ist. In der Regel also das Ku-Band mit Frequenzen von 10.700 bist 12.750 GHz. Einige Satelliten senden im C-Band, eine herkömmliche 1m-Offset-Antenne ist für diese Satelliten zu klein. Es macht keinen Sinn, eine solche Antenne mit einem C-Band LNB ausrüsten zu wollen. Eine weitere Bedingung ist, daß der "Footprint" des Satelliten für Berlin einen genügenden EIRP-Wert aufweist. "EIRP" bedeutet "Effective Isotropic Radiated Power", frei übersetzt: Effektiv abgestrahlte Leistung, bezogen auf das Zielgebiet. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem vorhandenen EIRP-Wert, der Leistungsfähigkeit des LNB und der Schüsselgröße. Oder umgekehrt, bei einer gegebenen Schüsselgröße muß der Satellit am Aufstellungsort der Antenne einen Mindestwert erbringen, damit noch ein einwandfreier Empfang möglich ist. Bei 1m wären das ca. 44 dBW, mit einem Hochleistungs-LNB, z.B. diesem hier läßt sich noch etwas mehr herauskitzeln, so daß der Wert auch noch etwas niedriger sein kann (ca. 42 dBW). Das angegebene LNB verstärkt recht hoch, für die leistungsfähigeren Satelliten (z.B. Astra, Hotbird) muß deshalb ein Dämpfungsregler in der Leitung vorhanden sein. Zweckmäßigerweise sollte dieser einstellbar sein (ca. 0 - 20 dB), damit einerseits die schwachen Satelliten empfangen werden können, andererseits aber das Signal der starken Satelliten den Receiver nicht übersteuert. Die Footprints der Satelliten findest du z.B. hier. Der Aufbau einer Drehanlage ist hier beschrieben. Grundsätzlich kann der Aufbau so vorgenommen werden, wie er dort beschrieben wurde, die Materialliste ist aber nicht mehr in allen Einzelheiten aktuell. Besonders bei den Receivern gab es in letzter Zeit eine stürmische Entwicklung, der im Beitrag angegebene Receiver wird z.B. nicht mehr hergestellt. Wenn du eine ausführliche Information wegen des Materials brauchst, ruf einfach bei SEH an (02323/61887), Herr Hampel hat eine gute Marktübersicht und kann dich ausführlich beraten. Auf dem Dach sind die Antennen erdungspflichtig. Näheres in diesem Beitrag. Bitte lesen und beachten, es dient deiner Sicherheit!
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Threadstarter Registriert seit: 30.12.2011
Beiträge: 4
| dank euch beiden - wie es aussieht koennte sich das ganze für mich lohnen. @dipol mit der Einschränkung hab ich als einziger Teilnehmer mit 1Raumwohnung kein Problem. Diese Einschränkung dürfte jedoch für die meisten anderen nicht atrraktiv bzw akzeptabel sein, was den exotenstatus begründet Da ein Quad-LNB mit Motorsteuerung den Receiver an seine Leistungsgrenze bringt bzw überfordern kann, bekam ich in einen anderen Forum den Tip mit einer externen Spanungsversorgung für den Motor um den Receiver zu entlasten. Was ist von einer solchen Lösung zu halten? Für mich hätte diese Lösung u.a. den Vorteil, dass ich keine neuen Receiver besorgen müsste (Steuerreceiver soll mein Octagon SF908 werden und in Küche soll ein alter Campingreceiver) Alle Arbeiten zum Aufbau der Anlage die ausserhalb meiner Wohnung notwendig sind (Aufbau, Erdung, ggf Blitzschutz usw), übernimmt mein Vermieter da er das Haus sanieren will, somit werden sie durch eine Fachfirma gemacht. Zu meinen Lasten gehen nur Kosten für Geräte der Anlage selbst (Schüssel, LNB, Motor usw) und alles innerhalb meiner Wohnung - womit ich mich ganz auf die Planung konzentrieren kann |
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| | # 5 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.880
| Das mit der externen Motorsteuerung kannst du natürlich machen. Dann brauchst du eine zu deiner Antenne passende Polarmount-Halterung, z.B. diese Halterung zu diesem Spiegel und dazu einen Aktuator, z.B. diesen hier in Verbindung mit einem passenden Steuergerät Das Steuergerät wird mit dem Receiver verbunden und wertet dessen DiSEqC-Signale aus, um damit den Aktuator zu bewegen. Bis zu 60 Satellitenpositionen sind damit möglich - ich denke, das sollte reichen. ![]() Wenn du dich für diese Lösung entscheidest, vergiß bitte nicht, den Arbeitsbereich des Aktuators korrekt einzustellen. Das Teil ist irre stark und zerreißt die Polarmount-Halterung mit Leichtigkeit, wenn diese Einstellung versäumt wird!
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| Threadstarter Registriert seit: 30.12.2011
Beiträge: 4
| @King W - dank dir erstmal Bei dem Vorschlag ging es weniger um eine externe Motorsteuerung, sondern nur darum die Stromversorgung für den Motor extern zu zuführen, d.h. Steuerbefehl weiter über den Steuerreceiver und Motorstrom per Einspeisung über weiche. Bei deinen Vorschlag würde mein Vermieter wahrscheinlich streiken - wobei zugeben muss interessant ist er schon |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.880
| Wieso streiken? Wegen des Aktuators? Wenn du extern Strom zuführen willst, geht es doch gar nicht anders. Du müßtest dann z.B. solch ein Kabel verwenden. Rot und Grün ist für den Sensor, über Braun und Weiß (die sind etwas dicker) bekommt der Aktuator Strom. Bitte nicht verwechseln, sonst brennt der Sensor sofort durch. Das Steuergerät befindet sich in deiner Wohnung und kann einmal manuell und zum anderen auch automatisch arbeiten, indem es die vom Receiver kommenden DiSEqC-Signale auswertet und den Aktuator entsprechend steuert. Kleiner Hinweis: In der Überschrift auf der SEH-Seite ist versehentlich eine Schirmdämpfung von 80 dB für das Kabel angegeben. Dieser Wert stimmt nicht. Im Text wird der richtige Wert (90 dB) genannt. Das Kabel erfüllt somit die Klasse A Anforderung.
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