| | # 1 |
| Registriert seit: 28.02.2011
Beiträge: 8
| Hallo, da ich zwei Sat-Anlagen komplett neu zu erstellen habe / hatte sowie 'n paar Erweiterungen an einer dritten Anlage, hat sich für mich der Kauf des Kompressions-Sets von Triax / Hirschmann rentiert (das gleiche Set, das SEH auch zur Leihe anbietet). TRIAX Kompressionsset Das Set hat leider NULL Anleitungen enthalten; eine ultrarudimentäre, aber im Endeffekt völlig unzureichende Anleitung findet sich auf den Internetseiten von Triax. Kein Wort zur Justagemöglichkeit und -notwendigkeit der Klingen des Abisolierwerkzeuges und zur Anpassungsnotwendigkeit an jeden einzelnen Kabeltyp. Das habe ich nach stundenlanger Internetrecherche ansatzweise auf den Seiten von Cablecon gefunden, die das Abisolierwerkzeug herstellen; Triax / Hirschmann verkaufen es nur unter ihrem Label. Keinerlei Angeben wofür man wann die zwei unterschiedlichen Preßstempel in der Kompressionszange nutzt. Hat da jemand von Euch sowas wie 'ne Anleitung? Je nach Klingenjustierung hat man übrigens entweder mit dem Außenmantel und der äußeren Schirmungsfolie auch einen Teil des Schirmgeflechts mit durchtrennt oder, wenn man die Klinge anders justiert hat, wurde die äußere Schirmungsfolie nicht mit durchtrennt und man mußte sie mühsam manuell runterpfriemeln. Macht das was, wenn beim Abisolieren ein gewisser Teil des Geflechts flöten geht? Und noch ganz was Anderes: Das Abisolierwerkzeug hatte wohl ab Werk einen Ausbruch in der Klinge, die das Dielektrikum durchtrennt. (Wird zwangsweise beim Lieferanten reklamiert.) Den Ausbruch hatte ich erstmal nicht bemerkt, wer linst schon mit Lupe ins Innere jedes neuen Werkzeuges. Ich hatte bemerkt, daß das Schirmgeflecht nicht sauber durchtrennt war und durchschnittlich 3 Geflechtdrähtchen auf Ursprungslänge übrig blieben, die beim Drehen des Abisolierwerkzeuges um das Kabel um den Innenleiter gewickelt wurden. Hab' ich natürlich entfernt und mit einer Schere nachträglich gekürzt. Das - möglicherweise - größere Problem ist jedoch, daß die Scharte in der Klinge ziemliche Riefen in den Innenleiter gekratzt hat. (Daß letztendlich ein Ausbruch der Klinge für den ganzen Schei$$ verantwortlich war, hatte ich nachträglich bemerkt, als ich genervt dann doch mal das Werkzeuginnere im wahrsten Wortsinn unter die Lupe genommen hatte.) Stellen die zirkulären Kratzer am Innenleiter ein übertragungstechnisches Problem dar? Leidet dadurch die Signalqualität? Grüße Stefan |
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| netzwelt.de | |
| | # 2 | ||||||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.836
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http://www.cabelcon.dk/download/pps/...stallation.ppt http://www.google.de/url?sa=t&source...sixSuw&cad=rja http://www.cabelcon.dk/download/pps/RetPath1%5B1%5D.ppt http://www.preisner.de/downloaddp.php?id=87 http://www.kathrein.de/de/sat/produkte/doc/9362886.pdf http://www.kabeltec.com/pdf/kompression.pdf | ||||||
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| | # 5 |
| Registriert seit: 07.06.2009
Beiträge: 18
| Ich habe die Anleitung im Internet jetzt auch gefunden: TRIAX Ich halte Sie aber auch für vollkommen unzureichend. ![]() Ich hatte in einem anderen Thema auch schon meine Fragen gepostet, aber vielleicht ist es besser es hier zu sammeln (vor allem für alle die nach mir die gleichen Fragen haben): Ich habe bei seh bestellt und es sieht auch so weit alles gut aus. Ich habe allerdings zur Installation der Kompressionsstecker noch ein paar Fragen. Zunächst ist mir nicht ganz klar, was die weissen Triche mit den Zahlen (4, 6, 8, 12) auf dem Abisolierungs-Tool zu bedeuten haben. Ausserdem wollte ich sichergehen, dass ich das Kabel richtig herum einlege bzw. dass ich die richtige Länge des Innenleiters bekomme. Ist es korrekt, wenn das Kabel mit dem der seitlich etwas hervorstehenden "Kerbe" auf der einen Seite abschließt? Die Klinge um den Aussenmantel zu entfernen scheint mir nicht richtig eingestellt zu sein. Bei ersten Versuch wurde das Drahtgeflecht mit abgeschnitten lediglich die Folie blieb stehen. Ich dachte, das Drahtgeflecht wird nach hinten umgeklappt und die Folie mit in den Stecker geführt, ist das korrekt? Mich würde auch noch interessieren, was der gelbe Einsatz im Abisolierungs-Tool für eine Bewandnis hat und warum man bei der Kompressionszange auf der einen Seite den "Stopfen" um 180 Grad drehen kann, so dass ein anderer "Stopfen" mit einer gelben Markierung erscheint. Ich gehe mal davon aus, dass es richtig voreingestellt ist, aber ich bin halt neugierig. Die Videoanleitung habe ich mir übrigens angesehen, aber ich bin mir halt doch noch etwas unsicher... |
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| | # 6 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.882
| Unterhalb des Abisolierwerkzeugs ist ein kleiner Imbusschlüssel, mit dem die Klingenhöhe verstellt werden kann. Bei meinem Set war es so, daß direkt nach dem Kauf das KOKA 110 perfekt abisoliert worden ist, beim Versuch, das KOKA 110 PE, also das schwarze, wetterfeste abzuisolieren, ist der Außenmantel nicht sauber durchtrennt worden. Die gelbe Kabelführung kann herausgedrückt und um 180° (je nach Fabrikat auch um 90°) gedreht wieder eingesetzt werden. Damit läßt sich in kleinem Umfang eine unterschiedliche Kabeldicke ausgleichen. Bei mir war es so, daß nach dem Umdrehen das PE-Kabel einwandfrei abisoliert wurde. Es kann natürlich sein, daß der Abisolierer ab Werk nicht 100% genau justiert ist. Wenn ein Messer das Außengeflecht mit durchschneidet, einfach die Imbusschraube ein wenig herausdrehen (max. 1 Umdrehung) und noch einmal versuchen. Drehst du zu weit heraus, wird der Mantel nicht sauber durchtrennt, drehst du zu wenig, wird das Außengeflecht beschädigt. Das Ganze ist leider etwas Fummelarbeit, aber durchaus zu schaffen. Das zweite Messer, welches das Dielektrikum durchschneidet, macht normalerweise weniger bis gar keine Probleme, könnte aber bei Bedarf auch nachgestellt werden. Beim Einlegen des Kabels genügt es, wenn das Ende des Kabels mit dem Gehäuse des Abisolierers bündig abschließt, die Kerbe kannst du ignorieren. Oder aber du legst das Kabel bündig zur Kerbe ein und kneifst nach der Steckermontage ein paar mm vom Innenleiter ab. Das empfiehlt sich besonders dann, wenn das Ende des Innenleiters nicht ganz gerade ist. Der Innenleiter kann plan zur Vorderkante des Steckers abgekniffen werden, oder wenige Millimeter überstehen. Mehr als 5mm sollten es aber keinesfalls sein, sonst kann die aufnehmende Buchse beschädigt werden. Der Stopfen an der Verpreßzange wird entsprechend der Länge der Stecker eingestellt. Bei den Steckern aus dem Hirschmann-Set ist der längere Stopfen im Einsatz.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 7 |
| Registriert seit: 07.06.2009
Beiträge: 18
| Das mit der Imbusschraube hatte ich auch schon ausprobiert und hat dann auch den gewünschten Erfolg gebracht. Eine Kleinigkeit ist mir allerdings noch nicht ganz klar. Ist es richtig das Drahtgeflecht nach hinten umzubiegen? Außerdem wüßte ich gerne, ob ist es wichtig ist, das die Folie der Schirmung beim aufstecken des Kompressionssteckers unbeschädigt bleibt. Ich hab nämlich mal einen Stecker probeweise aufgesteckt und wieder abgezogen. Danach war die Folie an einer Seite leicht zurückgeschoben. |
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| | # 8 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.882
| Ja, das Drahtgeflecht wird möglichst glatt nach hinten umgelegt. Es ist eine gute Idee, den Stecker vor der Montage kurz verkehrt herum aufzusetzen, leicht anzudrücken und zu drehen. Dann den Stecker richtig aufsetzen. Im Inneren des Steckers befindet sich eine Hülse, die sich zwischen die Folie und das Drahtgeflecht schieben muß. Dadurch wird die hohe Schirmdämpfung erreicht. Die Folie bleibt dabei idealerweise unbeschädigt. Wenn man den Stecker aufsetzt, ganz leicht andrückt und dabei etwas bewegt, merkt man, wie der Innenleiter in die Hülse flutscht. Dann nur noch den Stecker so weit aufdrücken, bis der Innenisolator mit dem Durchgangsloch bündig ist und anschließend verpressen - fertig. Eine zurückgeschobene Folie bedeutet, daß der Stecker leicht verkantet aufgesetzt wurde, oder aber daß der Stecker nicht genau zum Kabel paßt. Bei Hirschmann-Steckern und KOKA 110 Kabel paßt es auf jeden Fall. Auf ein Kathrein LCD 111 beispielsweise, ebenfalls ein sehr gutes Kabel, passen die Hirschmann-Stecker hingegen nicht. Bei gutem Kabel ist die Folie mit dem Dielektrikum verklebt, damit die Stecker leicht montiert werden können, der Klebkraft sind allerdings Grenzen gesetzt und die Hülse kann die Folie abreißen und wegdrücken. Pattex klebt jedenfalls besser.
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| | # 9 |
| Registriert seit: 07.06.2009
Beiträge: 18
| Wie immer aus führlich und verständlich erklärt. Es hat dann gestern auch problemlos geklappt, die Stecker zu installieren. ![]() Keine Ahnung, warum ich beim ersten Probleme mit der Folie hatte. ![]() Die Schüssel steht jetzt erst mal provisorisch mit billigem Singel-LNB im Garten. Das Bild ist aber trotzdem schon echt genial. Kein Vergleich mit der sterbenden Analoganlage (auch nicht als sie noch Top funktionierte). Ich habe mir vorgenommen mal eine Anleitung für das Kompressions-Set zu schreiben (für Dumme wie mich). |
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| | # 11 |
| Registriert seit: 01.08.2012
Beiträge: 2
| Hallihallo ![]() Ich hänge mich mal mit dran, da ich auch ein paar Probleme mit den Kompressionssteckern und deren Montage bzw. mit dem Abisolieren habe. Das Kabel ist ein "Hirschmann Koka 125 HD" und die Stecker sind aus dem Koffer den SEH anbietet. Das Kabel hat von innen nach außen folgende Schichten: - weiße Außenummantelung - blaue Folie - Drahtgeflecht - silberne Folie mit Dielektrikum verklebt - Innenleiter Die eine Klinge des Abisolierers schneidet ja alles ab, so das nur noch der Kupferinnenleiter übrig bleibt. Was muss die andere Klinge abschneiden? Nur die Außenummantelung und die erste Folie so dass man noch das Drahtgeflecht hat, oder alles bis auf die Folie mit dem Dielektrikum? Vom Drahtgeflecht erwischt man aber immer einige Drähte die man abschneidet Muss man denn das Drahtgeflecht nach hinten umbiegen? Mal liest man, man soll/muss es machen, mal liest man, das muss bei Kompressionssteckern nicht gemacht werden, sondern nur bei "normalen" F-Steckern. Ich bin jetzt etwas verwirrt und hoffe Ihr könnt mir helfen. Danke schon mal |
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| | # 12 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.836
| Hallo und ![]() Zitat:
Zitat:
Wenn man das Geflecht nicht umklappt, wird es bei den meisten Kabeln gestaucht. | ||
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| | # 13 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.882
| Hallo und ![]() Idealerweise wird beim KOKA 125 von einem Messer die Außenisolierung und die äußere Folie durchtrennt, jedoch ohne die darunterliegenden Geflechtdrähtchen zu zerschneiden. Das Geflecht sollte nach Möglichkeit unbeschädigt bleiben, andererseits kommt es in der Praxis aber nicht auf jedes einzelne Drähtchen an. Die äußere Folie wird jedenfalls entfernt, die Drähtchen möglichst glatt umgeschlagen und der Stecker auf das Kabel gesteckt. Die innere Folie bleibt unbeschädigt. Im Inneren des Steckers siehst du eine Hülse, dort muß das Dielektrikum mitsamt der Folie hinein. Mit etwas Gefühl klappt das ganz gut. Dann den Stecker so weit aufschieben, bis das Dielektrikum mit der inneren Auflagefläche fluchtet. Dabei ist Gefühl und auch etwas (beim wetterfesten und etwas störrischen KOKA 110 PE Kabel auch etwas mehr) Kraft erforderlich. Das Aufschieben kann man unterstützen, wenn man den Stecker dabei leicht dreht. Wenn sich der Stecker dem Aufschieben aber massiv widersetzt, hast du wahrscheinlich die Hülse nicht richtig getroffen und die innere Folie vom Dielektrikum abgekratzt. Solange der Stecker nicht verpreßt ist, kannst du ihn einfach wieder abziehen, vom Kabel ein Stückchen abkneifen und die Montage wiederholen. Mit etwas Übung gelingt die Montage der Kompressionsstecker einwandfrei und als Lohn für deine Mühe bekommst du mechanisch und elektrisch tadellose Verbindungen, die der Schirmdämpfung moderner Hochschirmkabel gerecht werden und zu einem einwandfreien Empfang auch in elektrisch gestörter Umgebung viel beitragen. Edit: Da war mal wieder jemand schneller ...
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| | # 14 |
| Registriert seit: 01.08.2012
Beiträge: 2
| Hallo und vielen Dank für Eure Antworten Dipol und King W. Was meinst Du denn mit "abzusetzen"? Ist es denn für die Schirmung so schlecht wenn man alles bis auf die zweite Folie und das Dielekterium abschneidet? Oder muss das Drahtgeflecht umgeklappt werden, dass es einen Kontakt zum Stecker hat? Mal so für Dumme... der Innenleiter wäre wie der Pluspol bei einer Batterie und das Geflecht mit dem Stecker dann der Minuspol ![]() Und wenn man das Drahtgeflecht abschneidet bzw. keinen Kontakt zum Stecker herstellt hätte man keinen Minuspol. Bitte nicht zu laut lachen wenn mein Beispiel oder Denkansatz so gar nicht stimmt |
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| | # 15 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.882
| Zitat:
Das Ganze funktioniert ähnlich wie die Beleuchtung beim Fahrrad. Auch da dient der Rahmen - wenn man so will - als "Minuspol". Du wirst außerdem Schwierigkeiten bei der Steckermontage bekommen, wenn du das Geflecht mit absetzt. Die Hülse würde die abgeschnittenen Drähtchen (die ja nicht angeklebt sind) ins Kabelinnere drücken und sie sofort verkeilen - der Stecker ließe sich nicht mehr weiter schieben.
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