[Rezension] Prince of Persia

Alt 21.01.2009, 17:56   # 1
Mayhem
Review-Redakteur
 
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Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 3.918
Spieltitel: Prince of Persia
Plattform: Playstation 3
Anzahl der Spieler: 1
Onlinemultiplayer: Nicht vorhanden
Sprache: Audio-/Textsprache Deutsch

Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft





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Ich bin der Prinz von Persien!

Lang ist es her seit die weltweite Spielergemeinde wieder einen Prince of Persia Titel in Händen halten konnte.Seit Jordan Mechner jenen Helden erfunden und zum Leben erweckt hat, begleiten wir den persischen Prinzen auf seinem Weg durch zahlreiche Abenteuer auf den verschiedensten Konsolen. Die letzte PoP Reihe, wieder von Ubisoft gestaltet, überzeugte mit coolem Gameplay, gut inszenierten Handlungen und stets hübscher Optik und sorgte somit für zahlreich weltweite verkaufte Kopien. Nun wagt der Prinz seinen Schritt in die nächste Generation, ob der Schritt zu waghalsig ist oder er geglückt ist, tja, das alles und viel
mehr, in ihrem Happy Meal (oder alternativ: ihr lest einfach weiter, yehaw!)


Prinz ungleich Prinz, aber: Prinzessin gleich Prinzessin

Anders als gedacht, stellt der neueste Teil aus dem Hause der Ubisoft Studios weder ein Prequel noch ein Sequel der PoP Reihe, welche für die Playstation 2 sowie für den PC erschienen ist. Ganz
im Gegenteil, das Spiel zeigt ein total neuen "Prinzen" in einer total neuen Umgebung, einem (wiedermal) veränderten fiktiven Persien. Des Weiteren kann man über den Titel streiten,
denn der Prinz ist in Wahrheit kein Blaublut, er ist ein mehr oder weniger unbedeutender profit- und priesterinnengeiler Vagabund, der stets auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer beziehungsweise Schatz ist.
So trifft man auch auf keinerlei Charaktere aus den ehemaligen Spielen, warum auch. Um ganz ehrlich zu sein gibt es so gut wie keine Parallelen zu den Vorgängern, außer eben jenem
orientalischen Touch, selbst das Kampfsystem wurde erneuert, aber dazu später mehr. Fans der älteren Spiele werden eventuell das alte Feeling missen, muss man aber nicht,
den die Umstrukturierung bietet auch Hardcorefans eine neue, interessante Option: die Prinzessin. Und dieses Mal ist der Titel echt. Und ehe einige sich denken "Ach ne, nicht wieder
so ein Pseudogehilfen-NPC um den man sich in misslichen Lagen kümmern muss" á la Resident Evil 4/ Silent Hill 4 oder anderen Spielen, nein, in dem neuen Prince of Persia stellt
die Prinzessin, Elika der Name, eine wirklich tödliche Partnerin dar. Aber warum paktiert eine Frau von ihrer Position mit einem Tunichtgut von Pseudoprinz?


Good Cop, Bad Cop!

Was passiert wohl, wenn man einen großen roten Knopf drückt, auf dem steht "Selbstzerstörungssequenz aktivieren". Na? Richtig. Irgendwas wird irgendwo, irgendwie, irgendwann
in die Luft gesprengt. Ähnlich verläuft die Handlung in dem neuen Prince of Persia, nur ein klein wenig abgeändert. Ein durchtrainierter Kerl stampft sich gerade durch die Wüste,
auf der Suche nach seinem Esel, doch statt seinem Maultier fällt ihm eine hübsche Frau in die Arme, natürlich versucht unser Hauptprotagonist die Gunst des Momentes zu nutzen um mehr
über die unbekannte Schönheit zu erfahren, doch wird diese von Soldaten des Königreichs verfolgt. Was kann das nur bedeuten? Bevor irgendwelche Antworten auf Fragen stoßen, verschwindet
die Frau wieder mit warnenden Worten, dass man sich doch schleunigst aus dem Staub machen sollten. Natürlich macht man sich auf um in Erfahrung zu bringen, wer die Frau ist und aus welchem
Grund sie von Soldaten gejagt wird. Im Laufe des Hinterhergehens kriegt man raus, um wen es sich bei der Person handelt: Prinzessin Elika, Tochter des Königs der Ahura, einem Volk,
dass sich die Pflicht gemacht hat, das Siegel von Ahriman zu behüten, dem Gott der Finsternis, sodass dieser niemals aus seinem Gefängnis ausbrechen kann. Und genau darum geht es,
es stellt sich raus, dass Elikas Vater, der König, abtrünnig geworden ist und das Siegel bricht, womit er die Weltkatastrophe heraufbeschwört, Ahrimans Befreiung, ein Dasein in ewiger Finsternis.
Doch noch besteht Hoffnung, für den Fall der Fälle hat Ormazd, der Gott des Lichtes, noch ein Ass im Ärmel, und zwar gibt es in der Welt von Prince of Persia sogenannte 'fruchtbare Gebiete'
die das Licht inne haben, es gilt diese zu finden und von der Dunkelheit zu säubern, damit sich Ahrimans Finsternis nicht weiter ausbreiten kann. Doch warum schert sich unser Meister der Akrobatik
um die Probleme der Ahura, welche diese ganze Weltzerstörungsaktion selber in Gang gebracht haben; dem jungen Abenteurer wird klar, dass eine Welt in Finsternis getaucht nicht gerade
rentabel ist, vor Allem nicht, wenn zahlreiche dunkle Soldaten des finsteren Gottes ihr Unwesen treiben und hübsche Priesterinnen töten. Folglich bedeutet das für ihn zu seinem mordslangen
Schwert zu greifen und sich der bösen Macht zu stellen, Hilfe bekommt er von der pflichtbewussten und altruistischen Prinzessin.


Talk to the Magic - Mortal Kombat - Fighter

Man kann die Welt aber nicht vor bösen Göttern beschützen indem man einfach nur dasteht und blöde Sprüche loslässt, denn durch Druck auf die L1/2 Tasten redet man mit Elika oder, nunja,
mit sich selbst und labert sich sowie die Prinzessin zu, warum ausgerechnet man selbst in dieser Lage steckt. Doch wird das Spiel nicht nur durch ulkige Monologe geschmückt, denn wenn man
mit der Prinzessin spricht erfährt man interessantes und wissenswerters über die Umgebung, die Welt, die Handlung, die Kontrahenten und selbstverständlich wichtige Hintergrundinformationen
über Elika. Auch lässt sich sagen, dass die deutsche Synchronisation ziemlich gelungen ist, so wird der "Prinz" von Heath Ledgers deutschen Synchrostimme gesprochen, aber auch die anderen
Charaktere erhielten passende Sprecher. Doch wie erwähnt ist die Stimme im Spiel nicht Mittel zum Sieg, die zwei Helden müssen sich mit akrobatischen, kämpferischen sowie magischen
Meisterleistungen behaupten können. Doch warum Magie? Fakt ist, dass gewisse Gegner nur mittels Magie zu besiegen sind und diese kann nur durch die Prinzessin bewirkt werden,
schon zu Beginn des Spiels bei der Verfolgungsaktion stellt man fest, dass Elika magische Kräfte entwickelt hat, warum weiß sie selber nicht genau, wird wahrscheinlich so ein Ahura-Genmaterialzeug
sein (Anmerkung von mir: Ich finde, dass der Clanname Ahura etwas unglücklich gewählt für eine Frau ist..) Die wohl elementarste Fähigkeit wird in ihr erwacht, wenn der Prinz zu Beginn stürzt,
so teleportiert sich Elika zum Prinzen, packt seinen Arm und zieht ihn rechtzeitig wieder hoch. Nett. Und zeitglich fatal für das Balancing des Spiels, denn diese Teleportationsrettungsmagie
funktioniert überall und immer. Fällt man in einen Abgrund zieht Elika einen wieder hoch. Immer und Immer wieder. Das hört sich in der Theorie wirklich brauchbar an, aber allein der Fakt, dass das Spiel
keine Schwierigkeitsgrade bietet, wird zusätzlich durch diese Fertigkeit ins peinlich Einfache gezogen, der Spieler wird nicht gefordert. Man kann X-Mal irgendwo hinunterstürzen, so muss man nicht
darauf achten ob man seine akrobatischen Fähigkeiten exakt und zeitgenau einsetzt, früher oder später erreicht man ja sein Ziel. Doch um sein Ziel zu erreichen, und zwar die Säuberung
der fruchtbaren Gebiete, muss man auch den einen oder anderen Kampf bestehen und man merkt, die Kloppereien haben wirklich nichts mehr mit denen aus der alten PoP Reihe gemein.
Das Free Form Fighting System war den Entwicklern wohl zu antik, man stieg um auf eine Art Beat'em Up Kampfsystem aus Titel wie Soul Calibour/Tekken/MK etc. Erscheint ein Feind, in der Regel ein Soldat aus Ahrimans finsterer Armee, platziert sich mittig im unteren Bildschirmbereich sein blauer Lebensbalken und wie in einem 0815 Prügelspiel heißt es, die Anzeige auf Null zu bringen. Dies klappt durch
vier verschiedene Grundangriffe: Schwertangriffe, welche Mittels der Quadrattaste ausgeführt werden; Akrobatikangriffe, welche durch die X-Taste ausgelöst werden; Handschuhangriffe die man Mittels
der Kreis-Taste aktiviert und zuletzt die Magieangriffe mit Hilfe des Dreiecks-Buttons bei denen Elika im Kampf mitagiert. Diese vier Aktionen im Kampf bieten viel Freiraum für verschiedene Kombinationen,
im Hauptmenü findet man die komplette Liste für alle Kombinationsangriffe. Coole Sache, denn ein Druck auf einen anderen Button kann zu einer richtig langen Kombo führen und den Gegner quasi mit einer
Angriffsreihe vernichten. Auch kann die Umgebung im Kampf genutzt werden; prügelt man sich zum Beispiel auf einer Plattform kann man den Feind zum Rand drängen und ihn mit einem Angriff vernichten,
indem man ihn runterschubst, dies passiert automatisch wenn man einen erfolgreichen Angriff ausgeführt hat. Und das passiert nicht immer, denn die K.I. ist nicht total hirnlos, die wissen sich zu wehren und blocken
mal den einen oder anderen Angriff, selbstverständlich kann unser Prinz das auch, aber letzten Endes stellt sich die Frage: Warum? Warum blocken? Die Frage ist mehr als berechtigt, denn wie bei den Prince
of Persia-typischen Aktionen wie dem Mauerlauf, dem Klettern etc. eilt die Prinzessin einem zu Hilfe, falls unser Adonis in der Klemme steckt. So kommt es im Kampf hin und wieder zu Minispielen (God of War,
Fahrenheit) bei denen man schnell die passenden Buttons drückt, braucht man zu lange oder drückt den falschen Knopf, ist das verherrend....NOT! In einem hübschen Rettungsmanöver stößt Elika den Feind
zurück und ermöglicht dem Prinz wieder aufzustehen. Immer.Wieder. Das lächerlichste an der ganzen Sache ist, wird der Prinz verwundet, kann er nicht mehr richtig aufrecht gehen und bewegt sich auch langsamer,
der Bildschirmrand wird rötlich untermalt (ähnlich wie bei Shootern); warum diesen Aufwand für Realismus, wenn man ohnehin unsterblich ist? Ist man an diesem Punkt, denkt man sich "Kann sowas noch getoppt
werden?". Aber natürlich kann sowas getoppt werden. Hin und wieder kommt es zu Momenten in denen Elika von der Finsternis festgehalten wird und nicht im Kampf mitmischen kann, das bedeutet, die Magie-
komboattacken fallen aus. Denkt man sich, dass es bei diesen Kämpfen schwieriger wird, da man nicht durch die Prinzessin gerettet werden kann, wird der Gedanke schlagartig bei falschen Tastenkombinationen
dementiert: Elika befreit sich aus den Fängen der Finsternis, baut sich vor dem Prinzen auf, stößt den Feind zurück UND schlüpft nach der Aktion friedlich in die Klauen der Finsternis und wartet bis unser
Hauptprotagonist den Feind auslöscht. Da fragt man sich doch, was die vielen Spieletester von Ubisoft eigentlich getestet haben, anscheinend hat niemand diese Logiklücken entdeckt, oder aber das Entwicklerstudio
versucht sich an Selbstironie, falls dem so sein sollte: Hut ab, ist euch geglückt.



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"Schwarz ist das neue Rosa!" "Ja, genau, Hauptsache bunt!"

Doch die peinlichen Logiklücken sind nicht die einzigen Mäkel an dem Kampfsystem beziehungsweise am Spiel im Allgemeinen. Man dachte nach den Erfahrungen aus den PoP Teilen für die ältere PS
Generation hätte man an dem Faktor Dynamik geschliffen, aber Pustekuchen. Der Prinz spielt sich nach wie vor "genauso" träge, die Bewegungen sind zwar sehr flüssig animiert, aber dennoch wirkt
alles ein wenig langsam, da hätte man sich eine Scheibe vom Dynamikgott Devil May Cry abschneiden können, besonders nervig wird das träge Verhalten im Kampfsystem, man wünscht sich
schnellere Bewegungen, denn der Prinz "geht" im wahrsten Sinne des Wortes, umso lästiger wird das Ganze, wenn er verletzt wird und dadurch noch langsamer agiert.
Aber so sehr man das Kampfsystem tadelt und auf die Fehler und Logiklücken hinweist, zeigt der neueste Prince of Persia Titel auch erstaunliche positive Seiten. Der bombastische Soundtrack,
Mixturen aus orchestralischen und rockigen Tönen mit jenem bezaubernden orientalischen Flair, versüßt einem die Zeit im Spiel, wer die Limited Edition sein Eigen nennt, hat das Glück den OST
auf einer seperaten BD zu besitzen und ihn sich stets reinzupfeifen; kommt es zu kämpferischen Auseinandersetzungen treten passende Sounds auf und untermalen die Situation. So kommt der Wechsel
der zunächst finsteren Bereiche durch jene Säuberung in helle farbenfrohe Gebiete stark in der Musik zum Ausdruck, war die Hintergrundmusik bedrückend und düster wandelt sie schließlich zu einem aufmunternden und fröhlichen Sound. Doch was der OST kann, das bringt die Optik schon lange fertig. Denn anders als jedes PoP Spiel bisher, wurde der Next-Gen Titel auf Cel-Shading Basis entwickelt, aber schaut man genauer
hin merkt man die Unterschiede zu gewöhnlichem Cel-Shading; vergleichbares Beispiel hierfür wäre das Spiel VALKYRIA CHRONICLES (Anmerkung von mir: Die Rezession für den Titel wird auch bald online gestellt!) stellt man die Optik der beiden Titel nebeneinander fällt einem der recht große Unterschied auf, während bei VC die komplette Umgebung sowie die Charaktere auf Cel-Shading "zugeschnitten" sind,
hat man das Cel-Shading der Charaktere in Prince of Persia um einiges aufpoliert und diese in eine quasi illustrierte Umgebung implementiert, und so haben die Entwickler aus Montreal jene Grafik auch getauft,
Illustrated-Optik, der nahtlose Übergang von 3D-Pappemännchen in gemalte Bilder. Eine wirklich bezaubernde Farbenpracht.



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"Madness?...This...is...PERSIA!!!"

Von Farben zurück zur Action. Denn man fragt sich ja sicherlich schon, wie so ein rumtreibender Abenteurer und eine Prinzessin gegen einen GOTT ankommen wollen. Töten kann man den ja sicherlich nicht,
nein, wie erwähnt gilt es jene von der Dunkelheit befallenen fruchtbaren Gebiete zu reinigen. Aber erstmal hinkommen, eh? Und da man damals nicht in coolen Superheldenpanzern á la dem neuen Batmobil
in die persische Architektur reindonnern konnte, musste man eben zu Fuß laufen. Oder aber durch einen Druch auf die Select Taste die Karte des Königreichs öffnen und sich teleportieren lassen. Die Weltkarte erinnert schlagartig an das Sphärobrett aus Final Fantasy X (eventuell hat man sich das auch abgeschaut) und tatsächlich gibt es sogar eine Relation zu dem Brett, denn, will man sich zu einem Gebiet teleportieren,
muss dieses gereinigt sein und man muss sich selbst in einem gereinigten Gebiet befinden. Das Königreich ist in vier Bereiche unterteilt, die wieder in 4 Teilbereiche gegliedert sind. Die Bereiche werden von
den sogenannten "Verdammten" , eine quasi "Eliteeinheit" böser Jungs und Mädchen, bewacht, die da wären: Der Krieger, die Konkubine, der Alchimist und der Jäger. Jeder einzelne wird euch in einem bestimmten
Gebiet und den untergegliederten Teilbereichen erwarten und den quasi "Endboss" darstellen. Hat man alle fruchtbaren Gebiete gesäubert, öffnet sich in dem jeweiligen Bereich das sog. schwarze Tor, welches zum Versteck des Verdammten führt, dort kann man diesen endgültig vernichten. Man merkt, die Gegnervielfalt ist im Gegensatz zu den älteren PoP Teilen um einiges gesunken, so trifft man nur an
bestimmten Punkten mal auf gewöhnliche Soldaten Ahrimans. Die Entwickler haben das Gameplay mehr auf die Aktionen außerhalb des Kampfes gelegt, so gibt es Haufen von Kletter-, Sprung-, Mauerlaufeinlagen
sowie Kooperationsaktionen mit Elika; was tun wenn eine Schlucht zu weit ist, als das man rüberspringen könnte? Suizid-Hannes springt natürlich aus Spaß erstmal runter und lässt sich von Elika retten oder aber
er tippt die Dreiecks-Taste an, damit Elika sich, während der Prinz schon gesprungen ist, zu diesem teleportiert und ihn mit Schwung nochmal weiterwirft sodass er den Rand der nächsten Ebene/Plattform/Etc. erreicht. Und falls man mal auf die falsche Plattform hüpft und nicht weiß, wohin man nun gehen soll hilft auch ein hübsches Lichtkeimnavigationssystem mit supertollem Bluetoothempfang der durch einen Druck
auf die Dreieckstaste gestartet wird. Elika murmelt ihr Fachchinesisch und eine weiß-helle Lichtkugel schlüpft aus ihrem Körper und weist euch den Weg. Praktisch. Und kein nerviges "In 100 Metern links abbiegen."
Aber selbst wenn man sich durch die Gegend teleportiert, wird man merken, dass man an bestimmte Stellen nicht hinkommen wird. Da hat sich der Gott des Lichts, Ormazd, was einfallen lassen: Magische Platten,
der Zahl vier davon. Diese Platten bewirken unterschiedliche Effekte, wird bei der einen Kraftplatte der Prinz samt Anhängsel durch die Gegend katapultiert, entflieht er bei der Anderen den Gravitationsgesetzen und
rennt die Wände hoch, während eine Andere in durch die Lüfte schweben lässt; dies alles passiert aber nicht, wie es der Spieler will, so kann man nicht mittels SIXAXIS in diverse, nicht auf der Karte verzeichneten,
Gebiete vorstoßen, der Flugweg ist gescriptet, man muss lediglich Objekten, Mauern, Wänden etc. ausweichen: Totale Hardcoreaction. Und nicht das Ormazd so bequem gewesen ist und eine Flugplatte
zum Beispiel gleich so erstellt, dass sie ihn sogleich zum fruchtbaren Gebiet geleitet, nein, man fliegt drumherum, darüber oder drunter, zu einer anderen Platte, die wieder zu einer Anderen führt usw. usw.
bis man dann irgendwann auf der Plattform steht. Wenn man schon ausversehen einen automatischen God-Cheat-Modus eingebaut hat, will man den Spieler wenigstens auf diese Art und Weise fordern.
Doch gibt es diese Platten nicht umsonst, bevor man diese aktivieren kann und in ein Raumzeitportal eindringt um die Fähigkeit der Platte zu erlangen, müssen genügend Lichtkeime gesammelt werden, diese
werden allerdings erst dann freigesetzt, wenn man ein fruchtbares Gebiet gereinigt hat, also auf auf Lichtkeimejagd, wer ganz viele sammelt bekommt vielleicht einen Fußball oder eine Shell-Tankstellenmütze
für das Punktesammeln.



Fazit


Über den weiteren Storyverlauf braucht man kein Wort mehr erwähnen, Prinz und Prinzessin stoßen in jedes Gebiet vor, schlagen den jeweiligen Verdammten zu Brei, sammelt einige Lichtkeime,
läuft Wände entlang und tritt am Ende selbstverständlich in einem coolen "Endkampf" gegen Ahriman an. Die Handlung ergibt sich aber eher aus den Dialogen zwischen den beiden Hauptprotagonisten;
wen die Umwelt, die Hintergrundgeschichte und eben Elika selbst interessieren, der sollte stets die L1/2 Taste drücken um hin und wieder mal mit ihr zu schwatzen. Nette Idee und auch wirklich gut umgesetzt,
des Weiteren sieht es einfach ziemlich gut aus, wenn die beiden Charaktere sich gegenüber stehen und reden. Die angenehm egoistisch-sarkastische Art des Helden passt auf die ernst-tadelnde Einstellung
der Prinzessin wie die Faust aufs Auge, mit ulkigen Kommentaren malen die Beiden Einem schonmal ein Grinsen auf das Gesicht. Des Weiteren sieht das Spiel in dieser Illustrated-Optik genial gut aus,
man könnte stundenlang einfach nur rumrennen, rumklettern und staunen, wie nahtlos und flüssig das Alles ineinander übergreift. Faktum ist, das Rumrennen und jenes Klettern neben teilweise langwierigen
Kämpfen das einzige ist, was man in dem Spiel macht. Ich will keinem Spielemagazin/tester zu Nahe kommen, aber ich verstehe teilweise die überbewerteten Testergebnisse mancher Reviewseiten, wie IGN,
gametrailers.com, nicht so recht; das Spiel wird in hohen Tönen gelobt, es stellte sogar einen fähigen Kandidaten für "Spiel des Jahres 2008". Bei aller Liebe: Nein. Nein, nein, nein. 7xNein. Ubisoft hat sich
wiedermal überschätzt beziehungsweise hat es der Spielergemeinde den Mund recht wässrig gemacht. Mir kommt es wirklich vor, als würden die Montreal Studios den guten Namen der Prince of Persia
Reihe hernehmen und ein eintöniges Spiel auf den Markt schmeißen. Apropos "eintönig" und "auf den Markt schmeißen", hatten wir das nicht schonmal? Vom gleichen Entwickler/Publisher?
Daa~mn Right. Assassin's Fucking Creed, verzeiht die Wortwahl, aber es ist der gleiche Spaß. Man klettert, läuft rum, tötet hin und wieder, und dies auf die eintönigste Art und Weise. Sowas ist nervtötend.
Assassin's Creed hat einen noch wenigstens gefordert, naja, zumindestens ein bisschen, während das neue Prince of Persia dem Spieler das Durchspielen auf dem Silbertablett präsentiert. Man läuft eine Mauer
entlang, springt über Abgründe, haut immer auf die gleichen Gegner ein, und die Handlung kommt nur richtig gut rüber, wenn man Dialoge führt. Was soll das Ubisoft? Doch hat das neue PoP selbstverständlich
auch gute Seiten, die, wie bereits erwähnt, geniale Illustrated-Optik ist einfach herrlich zu beaugäpfeln, der Soundtrack lässt das coole PoP Feeling rüberkommen und obwohl die Dynamik träge ist,
sind die Kämpfe, trotz Logiklücken, sehr cool inszeniert, das muss man den Entwicklern schon lassen. Wer auf diese Kletteraction steht, ist bei dem neuen Prince of Persia genau richtig, aber man soll
kein abwechslungsreiches, dynamisches und tiefsinniges Spiel erwarten, denn das neue Prince of Persia ist alles, nur das nicht. Aber das ist kein Argument dafür, dass es schlecht ist, selbst ausprobieren
lautet die Devise.

(Ist es sein Geld wert? Eine interessante Erfahrung ist es sicherlich, aber 50-70 €, je nach Händler, würde ich dafür nicht ausgeben.)




Pro

+ Neuartige Grafik: Illustrated Optik
+ Bombastisch Cooler Soundtrack
+ Elika als aktiver hilfreicher Partner, trotz träger Kooperationsmoves
+ Flüssige Bewegungen, kein Tearing!
+ Hübsch inszenierte Kämpfe...


Contra

- ...die jedoch recht träge sind
- nicht so dynamisch wie erhofft
- Klischeehafte Story
- Kaum fordernd, da Rettungsmagie von Elika
- Logiklücken bei Kämpfen
- Eintönigkeit, keine Abwechslung
__________________
official oldsql.
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Scheiß auf Klimawandel!


GEBT MIR GLÜHBIRNEN, LEUTE! LET'S GET SAUNA!

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Alt 21.01.2009, 17:56 # --
netzwelt.de
 
Benutzerbild von netzwelt.de
 
 
 
   
Alt 21.01.2009, 18:02   # 2
flagge
 
Benutzerbild von flagge
 
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Ort: Füssen - Bayern
Beiträge: 2.187
ich habs zwar schon gespielt und für mich schlecht gefunden aber vllt wird der rewiev bereich mal etwas belebt
super review habs mir nicht ganz duchgelesen aber top
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Alt 21.01.2009, 18:57   # 3
RedrAVEN
 
Registriert seit: 17.10.2008
Beiträge: 128
Ist ein sehr schönes Review geworden, wie ich finde!

Jetzt freue ich mich noch ein bisschen mehr es endlich zu spielen


An dir sollte man sich ein Beispiel nehmen und auch mal einige Rezensionen verfassen
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Alt 22.01.2009, 18:50   # 4
kilili
 
Benutzerbild von kilili
 
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Ort: Bald in LA aber noch bei den Fischköppen mit scheiß Wind und Regen
Beiträge: 1.881
ICh sag nur, mich hat noch nie ein Spiel so unheimlich enttäuscht wie dieses PRince of persia
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Alt 28.01.2009, 13:49   # 5
trimone
 
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Beiträge: 432
eine sehr gute review, respekt.

ich persoenlich fand das spiel sehr gut, auch wenn es kleine schwechen hat

mfg
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Alt 17.05.2009, 18:59   # 6
PS3Freak
Gesperrt
 
Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 465
Sehr gut zum lesen. Echt top
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Alt 17.05.2009, 21:12   # 7
LittleBIGFan
 
Benutzerbild von LittleBIGFan
 
Registriert seit: 19.01.2009
Beiträge: 4.242
Maxham, sag mir nicht, dass du den Test-Roman da selbst geschrieben hast...
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Alt 18.05.2009, 10:37   # 8
Mayhem
Review-Redakteur
Threadstarter
 
Benutzerbild von Mayhem
 
Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 3.918
Ehrm, doch? Der ist vom 21.1. und fällt dir erst jetzt auf?
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Alt 18.05.2009, 14:43   # 9
LittleBIGFan
 
Benutzerbild von LittleBIGFan
 
Registriert seit: 19.01.2009
Beiträge: 4.242
Zitat:
Zitat von Mayhem Beitrag anzeigen
Ehrm, doch? Der ist vom 21.1. und fällt dir erst jetzt auf?
ja, fällt mir jetzt erst auf... geiler Text

Schreibst du Bücher oder Artikel oder sowas? Wenn nicht würde ich dir das wärmstens empfehlen
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Alt 15.12.2011, 17:41   # 10
Kazonng
Gesperrt
 
Registriert seit: 15.12.2011
Beiträge: 5
Bist du Redakteur bei irgendeiner Spielezeitschrift oder so? Sonst würde ich das mal als Bewerbung hinschicken.
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Alt 21.05.2013, 10:17 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 

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Alt 21.05.2013, 10:17 # --
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