[Allgemein] Far Cry 3

Alt 18.12.2012, 13:18   # 1
Mayhem
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  • Entwickler: Ubisoft
  • Publisher: Ubisoft
  • Release: 30.11.2012
  • Plattform(en): PS3/ X360 / PC
  • Getestet: PS3
  • Genre: First Person Shooter
  • Spielmodi: Singeplayer/ Multiplayer (Off-/Online)
  • Altersfreigabe: USK 18



Ubisoft fackelt in letzter Zeit nicht wirklich rum. Der Publisher und Entwickler tritt nämlich ziemlich in die Vollen. Neben „Assassin's Creed 3“ (die Review gibt es hier nach dem: Klick!) oder dem WiiU Titel „ZombiU“ wurde nun auch ein weiterer Ableger der Far Cry – Reihe veröffentlicht; die Rede ist von „Far Cry 3“. Teil 1 noch damals von Crytek entwickelt, Teil 2 dann an Ubisoft abgetreten. Das Ergebnis eher schlecht als recht, dass dann nun eine Fortsetzung kommt wurde schließlich mit Skepsis betrachtet. Allerdings hat Ubisoft versprochen mit dem dritten Teil so einige Änderungen einzubringen, von Gamedesign hin zu Spielmechaniken. Und? Was ist das Ende vom Lied? Ubisoft hat tatsächlich Wort gehalten.



Was müssen wir alles mitnehmen? Atmosphäre? Check!


Es ist ein Traum. Party auf einer wunderschönen, tropischen Insel. Mit den besten Freunden unterwegs, besser geht es nicht. Die Clubs unsicher machen, Skydiving oder mit dem Jet-Ski über den Ozean brettern. Dumm nur, dass der der Spaß in einem Albtraum endet: Gefangen in einem Käfig mit dem eigenen Bruder, muss man zusehen auszubrechen oder man sieht sich dem Menschenhandel ausgeliefert. Der Verantwortliche ist ein unberechenbarer Wahnsinniger namens Vaas Montenegro, der ohne mit der Wimper zu zucken gerne schießt bevor er Fragen stellt. Zu Beginn gilt es also aus Vaas Camp zu fliehen, was das obligatorische Tutorial des Spieles darstellt. Auf der Flucht wird man durchaus Zeuge des unmenschlichen Verhaltens Vaas, wie dieser und seine Männer andere, unbekannte Gefangene erschießen. Man muss schleunigst hier raus, gut, dass der eigene Bruder Soldat ist und einige Tricks auf Lager hat. Kaum sieht man sich schließlich in Freiheit und bekommt noch Mut zugesprochen, bohrt sich eine Patrone durch den Hals des Bruders. Verzweifelt drücke ich auf die Viereck-Taste um die Blutung zu stillen, im Hintergrund schreit Vaas herum, dass ihm das gar nicht passt, dass wir geflohen sind, er aber ziemlichen Respekt davor hat und mir einen Vorsprung mit den Worten: „Run, Forest, Run!!!“ gibt. Ich kann den Mann nicht mehr retten, es hilft alles nichts, also nehme ich die Beine in die Hand und renne was das Zeug hält. Der Protagonist atmet schwer, ist fassungslos und desorientiert. Einfach weiter rennen, plötzlich taucht über einer Brücke ein Hubschrauber auf, der das Feuer eröffnet: die Brücke wird beschädigt und ich falle ins Wasser und verliere das Bewusstsein.


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The Trifo...Tatau of Courage!


Der Trip fängt aber gerade erst an. Der Protagonist, Jason Brody, wacht auf und findet sich in einem Bungalow wieder. Ein Einheimischer namens Dennis ist gerade dabei dem jungen Mann ein sog. Tatau (Tattoo) zu verpassen. Wie sich herausstellt halten die Bewohner der Insel (die sog. Rakyat) die Flucht von Jason aus Vaas Camp für ein besonderes Zeichen und sehen in ihm einen Rakyat-Krieger. Das Tatau ist das Symbol der Macht und Stärke, welches dem Träger übernatürliche Kräfte verleiht. Sowas hatten wir schließlich in den Vorgängern, nur wurde das in dem aktuellen Ableger weitaus interessanter und, falls man das Wort in solchem Kontext überhaupt verwenden darf, realistischer angewandt. Damit hat Jason auch in keinster Weise Probleme, solange es ihm dabei hilft seine Freunde wieder einzusammeln und von der Insel abzuhauen, wird jede Hilfe dankbar angenommen. Das Tatau dient dabei als Skillsystem, welches in drei „Bäume“ gegliedert ist:
dem Storch, welcher Skills für den Fernkampf beinhaltet, dem Hai, der dem Spieler Fähigkeiten für die Jagd und Heilung bietet sowie der Spinne, welche diverse passive Fähigkeiten und lautlose Angriffe ermöglicht. Hat man genug EXP gesammelt durch das erfolgreiche Beenden von Haupt- sowie Nebenaufgaben erhält man einen Skillpunkt, den man in verfügbare Skills investieren kann. Schön dabei ist, dass die neuen Skills mittels einer hübschen kleinen Animation als weiteres Tatau-Stück in den linken Arm „eingebrannt“ werden.


Did I ever tell you the definition of 'Insanity' ?


Das Problem bei Präsentationen von vielen Videospielen ist, dass man sich zu sehr an Hollywood orientieren will. Lauter, größer, knalliger usw. Marken wie „Call of Duty“ machen das sehr gerne und sind schließlich erfolgreich damit. Gibt es also doch einen Markt dafür? Immer. Aber darum geht es nicht. Denn das ist Stillstand. Interessanter ist es doch, wenn man sich weiterentwickelt. Und das wagen nicht wirklich viele Entwickler, weil es eben ein Risiko darstellt. Und um ehrlich zu sein, hätte ich Ubisoft das nicht wirklich zugetraut. Aber sie haben es tatsächlich geschafft, ein inhaltlich spannendes spielerisches Abenteuer zu erstellen, dessen Gamedesign vorne und hinten passt und essentiell für das Gameplay ist. Darüber hinaus ist es den Entwicklern gelungen Charaktere anzufertigen die keine Spielfiguren sind, sondern etwas anderes: Menschen. Zwar natürlich nicht in Perfektion, weil so etwas unglaublich schwierig ist, aber es ist ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung. Mit den Antagonisten Vaas Montenegro und Buck hat Ubisoft sich einfach selber übertroffen. In der Regel sind die Figuren sehr simpel gestrickt und haben oft ein bis maximal zwei Charaktereigenschaften. Zu Vaas haben es sich die Kanadier relativ einfach gemacht, sie haben ihn einfach „unberechenbar“ gemacht, was natürlich sehr viel Spielraum bietet. Auf Buck trifft die Beschreibung - „ein *********, dass nach seinem eigenen Vorteil aus ist“ - zu. Sicher, liest sich nicht innovativ. Aber im Spiel werden die Charaktere sehr gut rübergebracht, was nicht nur ihr Verhalten, sondern ihre gesamte Person glaubhaft macht. Dies ist unter anderem den ausgezeichneten Dialogen, Motion Capture – Aufnahmen als auch dem englischen Voiceacting zu verdanken, die den Charakteren Leben einhauchen. Leider trifft das auch nur auf wenige der Nebencharaktere zu. Man hätte sich vor allem mehr Mühe mit dem Protagonist machen können; es ist zwar löblich, dass er erwidert, spricht und durchaus etwas zu sagen hat, ja sogar gewisse Handlungen des Spielers kommentiert; allerdings ist der Wandel, den er im Spiel durchzieht weniger glaubhaft und macht den Protagonist ein wenig langweilig. Insofern ist es ein wenig schade, dass bei jedem Auftritt von Vaas oder Buck dem Protagonist die Show gestohlen wird. Aber ganz ehrlich? Das ist zu verziehen, denn kaum ist Vaas auf dem Bildschirm, geht es einem eiskalt den Rücken hinunter, wie menschlich unmenschlich dieser Charakter ist. Was nicht zuletzt der Stimmung und Atmosphäre zu verdanken ist. Das Spiel ist rundum das Thema „Psyche“ aufgebaut, so zieren diverse veränderte Rorschachbilder das Menü oder schmücken Zwischensequenzen. Unterstrichen wird das ganze gerne auch noch durch Jasons Drogentrips respektive Bewusstseinserweiterungen die stets klasse inszeniert sind.
Allein anhand der Optik des Spieles merkt man, dass hier nicht die Anvil-Engine aus den „Assassin's Creed“-Spielen benutzt worden ist sondern eine eigens modifizierte Version der CryEngine namens Dunia 2 (für Far Cry 2 wurde Dunia 1 benutzt), die doch optisch mehr ermöglicht als Anvil wie eben eine bessere Weitsicht oder das Vermeiden von Popups. Selbst auf Konsolen sieht die Insel mehr als nur manierlich aus, wer aber ein High-End Gerät zu Hause stehen hat, dem empfehle ich voll aufzudrehen und das Dschungelbild zu genießen.


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Eine Insel mit zwei Bergen...


Ausgerüstet mit dem Tatau, muss Jason seine Freunde befreien, die irgendwo auf der Insel gefangen gehalten werden. Dazu kommt noch das Pech, dass die gesamte Insel von Piraten okkupiert wurde. Wen man also seine Karte öffnet, wird man mit zwei Fakten konfrontiert


  1. die Karte ist kaum erforscht
  2. die Zahl der Piratencamps ist relativ hoch


Wer sich nur auf die Hauptmissionen konzentriert, wird auf Dauer nicht wirklich glücklich mit seiner Ausrüstung werden. Und hier setzt genau der Punkt des guten und wichtigen Gamedesigns an. Der Spieler wird auf angenehme Art und Weise forciert Dinge zu tun, die nichts mit den Mainquests zu tun haben, um einen Einblick in weitere Spielelemente zu bekommen. Zu Beginn hat Jason kaum brauchbare Fähigkeiten und eine eher spärliche Ausrüstung. So kann er z.B. nur eine Waffe mit sich führen, seine Geldbörse ist nur in der Lage paar hundert Dollar zu tragen und sein Rucksack kann nur sehr wenige Gegenstände tragen. Wer also gerne die toten Piraten ausnimmt, darf gut und gerne öfter seine Gegenstände verkaufen. Oder aber man geht Jagen. Dieses Gameplay-Element ist so spaßig wie nützlich. Zwar ist es nicht so „tiefsinnig“ ausgebaut, wie bei „Assassin's Creed 3“, bei dem man Fallen und Köder legen konnte, aber es erfüllt seinen Zweck.
Im „Crafting“-Reiter des Hauptmenüs werden dem Spieler die Gegenstände angezeigt, die er mittels Materialien herstellen kann, in der Regel sind das erweiterte Versionen eures Besitzes (größerer Rucksack, größere Waffentasche, dickere Geldbörse etc.) Ein größerer Rucksack benötigt also zwei Hirschfelle? Kein Problem. Auf die Karte geschaut und das Hirschsymbol ausfindig machen und ab geht die Jagd. Die Tiere aufsuchen und drauflos ballern und schön ausnehmen.
Schwupps habe ich mehr Platz im Rucksack und kann noch mehr Tiermaterialien mit mir führen, oder die zahlreichen Gegenstände die zu Hauf auf der Insel verteilt sind oder die ganzen Kräuter, die ich zu Spritzen herstellen kann, die mich heilen können oder mir diverse nützliche passive Effekte ermöglichen wie Feuerresistenzen.


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Die Insel ist ziemlich groß und bietet dem Spieler viele Entdeckungsmöglichkeiten; insofern lohnt es sich nicht nur allein aus Upgradegünden die Insel zu erkunden, sondern auch aus praktischen Gründen. Durch Aufheben der Jamsignale der Funktürme werden Kartengebiete aufgedeckt und die darin lebenden Tierarten sowie Kräuter und diverse Gegenstände gezeigt. Eine Ähnlichkeit zu „Assassin's Creed“ ist natürlich vorhanden. Des Weiteren werden durch die freigeschalteten Funktürme neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände in den Läden erhältlich sein. Sinnvoll ist es allerdings auch hier und da ein Piratencamp einzustampfen, nicht, dass es, je nach Vorgehen (Stealthmanier oder Ramboart), viele EXP regnet, nein, nach erfolgreichem Einnehmen einer Basis, steht sie wieder unter Schutz der Rakyat. Die Basis kann dann als Schnellreisepunkt ausgewählt werden und dient simultan als Shop; darüber hinaus werden am schwarzen Brett Nebenquests freigeschaltet wie ganz bestimmte Jagd- oder Kopfgeldmissionen, wobei einige der Jagdmissionen äusserst fragwürdig ist. Ich meine, ein Rudel wilder Hunde mit einem Raketenwerfer jagen? Ich wette, die Mission hat sich irgendein Redneck ausgedacht...
Was aber angenehm ist, dass das mehr auf Stealth ausgelegt ist als gedacht. Die Skills sprechen da ihre ganz eigene Sprache. Ob einfaches lautloses Töten oder bestimmte Variationen davon, sie alle belohnen den Spieler mit zusätzlichen EXP-Multiplikatoren, die durchaus ermutigen sich an Gegner anzupirschen. Natürlich kann man auch brachial und direkt vorgehen, braucht man sich aber auch nicht wundern, dass binnen kürzester Zeit ein Alarm ausgelöst worden ist und Verstärkung anrückt? Dem kann man natürlich Abhilfe schaffen, in dem man die Alarmanlagen manipuliert und DANN brachial alles und jeden umnietet. Interessant ist auch die Tatsache, wie die Ingamefauna mit den anderen Spielelementen zusammenspielt. Ich nähere mich da also einem Piratencamp und locke eine Wache etwas weiter weg um sie lautlos auszuschalten. Während ich im Busch sitze, erkennt mich die Wache nicht, sie vermutet aber, dass da etwas ist. Der Pfeil wird bis zum Anschlag gespannt (ja, es gibt einen schönen Bogen!) und gelauert, bis das Opfer nah genug ist. Plötzlich bemerke ich wie sich von weiter rechts hinten ein Tiger nähert, der langsam auf die Wache zupirscht. Ich mache langsam einige Schritte nach hinten, der Gegner merkt nichts und geht weiterhin langsam in meine Richtung. Zack! Der Tiger setzt zum Sprung, Hilfeschreie von der Wache, die anderen Wachen sind alarmiert, bis sie ankommen ist der Tiger schon längst verschwunden und ich habe meine Position gewechselt, konnte ins Lager eindringen und die Alarmanlagen ausschalten. Ein sehr, sehr schöner Moment.


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Multiplayer (Offline/ Online)


Hat man aus mir unbekannten Gründen keinen Bock mehr auf den Singleplayer, kann man sich zum Zeitvertreib dem Multiplayer widmen. Dieser ist folgendermaßen aufgebaut:


  • ein off- als auch onlinefähiger Coopmodus
  • ein traditioneller Online-Multiplayer mit diversen Spielmodi


Der Coopmodus lehnt ein wenig an den Singleplayer an. Er hat eine eigene Story, so spielt das Ganze einige Wochen vor den Geschehnissen der eigentlichen Kampagne. Der Coop-Plot dreht sich um vier Charaktere, deren Erläuterung nicht wirklich sinnvoll ist, da es kaum richtige Informationen gibt und man sich ohnehin nicht mit ihnen identifizieren kann. Dieser Coop ist ähnlich zu den Vendettamissionen aus „The Darkness 2“ (Die Review dazu gibt es hier nach dem: Kick!) Bei „Far Cry 3“ kann man diesen allerdings zu viert spielen, auch offline. Dabei absolviert man diverse Missionen. Netter Zeitvertreib, ansich, wären da nicht die Gamebreaker: Bugs in Missionen, die das Weiterkommen verhindern oder im Loadout-Menü. Wenn es denn mal klappt, kann man eigentlich schon die Sekunden zählen bis der nächste Bug auftaucht und das Vergnügen zunichte macht. Aber dabei bleibt es nicht mal. Die Missionen sind stur linear und bieten keinerlei Entfaltung, eine richtige Charactercustomisation gibt es nicht, man hat zwar so etwas wie einen Perk, der dem Spieler und seinen Freunde passive Vorteile verleiht, aber das war es auch schon. Linearität ist auch an sich nichts fürchterliches, aber es ist ein wenig schade, dass man im Coop nicht wirklich das Stealthfeature des Singleplayer anwenden kann. Die Gegner kommen einem so gut wie immer entgegen gerannt. Taktisches Vorgehen? Nicht wirklich.


Der „andere“ Multiplayer hingegen funktioniert wie er funktionieren soll. Wirklich neu ist da nichts. Kennt man alles schon von diversen anderen (Militär)Shootern, allerdings bringt Ubisoft mit dem Spielmodi „Firestorm“ interessante Würze rein, bei dem es darum geht zwei Punkte in Brand zu setzen, die dann eine Radioübertragung ermöglichen, welche sämtliche Gegner auf der Karte aufzeigt. Selbstverständlich muss der Gegner diese Radioübertragung unterbrechen. Ansonsten ist vieles altbekannt. Kills geben Erfahrungspunkte, mit denen hochgelevelt wird und Waffen sowie Ausrüstungsgegenstände und Perks freigeschaltet werden. Die Waffen selber müssen auch hochgelevelt werden um diverse Aufsätze zu erlangen. Was allerdings nicht so altbekannt ist, ist der Map Editor: Etwas gewöhnungsbedürftig mit dem Controller, aber nach kurzem Rumspielen/Training hat man es raus und kann seine eigene Map in einem durchaus gut aufgebauten Editor erstellen, sie zur Validierung hochladen und später mit Freunden oder Unbekannten auf dieser eigenen Map spielen. Fantastisch! Das Tolle dabei ist, dass es ziemlich viele Möglichkeiten gibt. Sämtliche Assets aus dem Singleplayer sind enthalten:
Dutzende von Bäumen, Sträuchern, Häusern, Boote, Leitern, Fässer etc., ganz nach der Devise „The mind is the limit“. Wer also Spaß daran hat Karten zu bauen, der wird an dem Mapeditor sehr viel Freude haben!




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Fazit


Ihr denkt vielleicht, ich übertreibe, aber für mich ist „Far Cry 3“ das beste Spiel, dass Ubisoft bis jetzt rausgebracht hat. Das Gamedesign stimmt, die Optik und Physik können sich dank Dunia 2 – Engine durchaus sehen lassen, obwohl sie jetzt vielleicht nicht an das Potenzial einer CryEngine 3 oder Frostbite 2 kommen. Aber darum geht es ja nicht. Ich bin sogar so angetan von dem Spiel, dass ich den Entwicklern die verbuggten und eher lahmen Multiplayermodi verzeihe. Sobald da ein Patch kommt sind auch die durchaus spielbar. Aber der Fokus liegt eindeutig auf dem Singleplayer und das ist auch gut so, denn dieser ist einfach nur Wahnsinn. Schade ist nur, dass der Protagonist im Verhältnis zu seinen Gegenspielern eher ein kleines Licht ist. Die Spielmechaniken greifen ziemlich gut ineinander und ergänzen sich somit, anders als zum Beispiel bei einem „Assassin's Creed 3“. Ich bezweifle, dass Crytek es geschafft hätte dem Spieler solch eine Immersion mit ihrer Version eines Far Cry 3 zu ermöglichen. Es ist nur etwas schade, dass „nur“ die Inselbewohner solch einen guten Job machen und der Protagonist und seine Freunde ein wenig auf der Strecke bleiben. Aber denooch: Mit Ubisofts „Far Cry 3“ ist man wirklich reif für die Insel; diesen Trip darf man sich einfach nicht entgehen lassen.






WERTUNG:

Pro
  • + zahlreiche Nebenmissionen
  • + klasse Gamedesign bezüglich Charakterentwicklung/Spielmechaniken
  • + stellenweise sagenhaft gute Nebencharaktere...

Contra
  • - ...die dem Protagonisten die Show stehlen
  • - stark verbuggter Offline-Coop





  • Story / Atmosphäre: 6/6 – einfach nur Wahnsinn. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ubisoft fängt den Charme einer unbändigen Insel und ihrer Bewohner wundervoll ein.
  • Gameplay / Steuerung: 4/6 – Die Kampagne erfüllt einem jeglichen Wunsch. Von diversen Nebenquests bishin zu tollen Jagdeinsätzen, die auch nötig sind um essentielle Gegenstände zu fabrizieren. Einzig die Waffenauswahl hätte intuitiver gestaltet werden können und die Multiplayer-Modi lassen auch zu wünschen übrig.
  • Grafik: 5/6 – Im Gegensatz zu einem „Assassin's Creed 3“ ist die Weitsicht auf den Konsolen durchaus hübsch, zwar müssen hier und da einige Texturen nachgeladen werden, aber in der Regel sieht das Spiel rundum gut aus.
  • Sound: 6/6 – Es passt einfach an allen Ecken und Kanten. Obwohl ich nicht der Fan von Dubstep bin: Ohne hätte mir Far Cry 3 wahrscheinlich nicht so viel Spaß bereitet.
  • Multiplayer / Langzeit: 6/6 – Wer nur durch die Kampagne rennt, wird ca. 10-13 Stunden benötigen, dann gibt es aber die zahlreichen Nebenquests und noch diverse, leider etwas verbuggte, Multiplayer-Modi (Online/Offline) samt dem tollen Mapeditor; die Insel hält genug Abenteuer bereit
  • Gesamt: 27/30
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Scheiß auf Klimawandel!


GEBT MIR GLÜHBIRNEN, LEUTE! LET'S GET SAUNA!

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Alt 18.12.2012, 13:18 # --
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