[Allgemein] Diablo III

Alt 12.06.2012, 11:10   # 1
Mayhem
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Diablo3Cover


  • Entwickler: Blizzard Entertainment
  • Publisher: Activision-Blizzard
  • Release: 15.05.2012
  • Plattform(en): PC
  • Getestet: PC
  • Genre: Rollenspiel/ Hack'n'Slay
  • Spielmodi: Singeplayer/ Multiplayer
  • Altersfreigabe: USK 16 / PEGI 16




Zwölf. Zwölf Jahre war ich als ich damals „Diablo“ durchgespielt habe. Ich war fasziniert von diesem düsteren Setting und dem tollen Gameplay, da ich zuvor solch ein Spiel nicht gesehen habe (ich war damals nur auf meinen Super Nintendo fixiert und tauchte erst später in die PC-Spiele-Welt ein). Drei Charakterklassen haben damals genügt um einen kleinen Jungen zu beeindrucken, heute geht ja sowas nicht mehr. Zeitgleich mit dem Beenden des Spieles kam auch schon der Nachfolger. Es sollte sich herausstellen, dass „Diablo 2“ der Grund für eine Flatrate im Haus war; ein Baal-Run war nicht so angenehm mit der kreischenden Stimme der Mutter über die ewig hohe Telefonrechnung dank dem stundenlangen Aufhalten im Battlenet über ein 56k Modem.
Zwölf. Zwölf Jahre hat es schließlich gedauert bis nun der dritte Ableger der Reihe erschienen ist. Diesmal ist Blizzard Entertainment der Entwickler und nicht die Entwicklungsdivision Blizzard North (die es auch gar nicht mehr gibt). Wer die kurzweilige Open-Beta gespielt hat, konnte sich auch einen kleinen Einblick in das Spiel erlauben und feststellen: Diablo III ist anders als seine Vorgänger. Nun ist das Spiel endgültig erschienen und jeder kann sich ein Bild davon machen.
Erfüllt „Diablo 3“ die Erwartungen der Fangemeinde? Ist man besser bedient den Vorgänger lieber nochmal auszukramen? Ist das Böse wirklich zurück?




Diablo3Screen1




12 lange Jahre...


Lange, sehr lange ist es her, dass man in die Welt von Sanktuario eingetaucht ist und das Böse das Fürchten gelehrt hat. Nach dem fulminanten zweiten Teil, der Spieler weltweit dank des tollen BattleNet-Systems zusammengeführt hat, der allen mehrere schlaflose Nächte bereitet hat, folgt nun der dritte Teil. Die zwölf Jahre Wartezeit bringen extrem viele Erwartungen mit sich. Gamer warten nämlich nicht umsonst, man will schließlich nach so langer Zeit etwas episches geboten bekommen.
Ein Punkt gleich vorweg: Man sieht dem Spiel durchaus seine Produktionszeit an, zumindest optisch. Wer bahnbrechende Grafiken erwartet, ist bei „Diablo III“ falsch. Das Spiel hat relativ niedrige Anforderungen (Mindestvorraussetzungen wie auch empfohlene Vorraussetzungen), sodass eigentlich jeder Mittelklasse-PC oder Laptop das Spiel auf höchsten beziehungsweise relativ hohen Einstellungen flüssig spielen lässt. Im Kehrschluss bedeutet das allerdings auch nicht, dass der neueste Ableger schlecht aussieht. Im Gegenteil. Es sieht solide-gut aus, ist schön strukturiert, bietet hübsche Effekte bei Skills. Inspiriert von einem World of Warcraft, hat es den dreckig-düsteren Charme von Diablo 2 leider verloren. Tut der Atmosphäre aber nicht wirklich weh. Überhaupt lässt sich sagen: „Diablo III“ ist in vielerlei Hinsicht anders als sein Vorgänger. Deswegen werde ich an keiner Stelle schreiben, dass der Vorgänger in dem einen oder anderen Aspekt „besser“ ist oder nicht, da „Diablo III“ zu verändert ist, als das man die Spiele auf faire Art und Weise vergleichen könnte. Ich werde zwar Unterschiede ansprechen, aber vielmehr wird auf die Features, Strukturen und die daraus resultierenden Möglichkeiten eingegangen.




Diablo3Screen2



Evil is back


Kennt jemand eigentlich noch die Geschichte von Diablo? Wir rekapitulieren:
Diablo - In der Welt von Sankturio beziehungsweise der Stadt Tristram muss der Dämon Diablo vernichtet werden.
Diablo II – Da man mit dem Vernichten von Diablo ein wenig gepfuscht hat, muss man als neuer Held wieder aufräumen. Das Spiel ist hierbei in vier Akte unterteilt worden (fünfter Akt mit AddOn), in denen man verschiedene Quests in verschiedenen Ländereien erfüllen muss um die Seelensteine der Dämonen (Mephisto, Diablo, Baal) zu zerstören.
Insbesondere der zweite Teil der Reihe hat mehr Einblick in die Spielwelt und das diablosche Universum gebracht. Allerdings kämpft die Spielmarke „Diablo“ mit einem gewichtigen Problem: Die Story wird vom Gameplay zerstört. Dieses Problem ist bei dem neuesten Ableger nicht anders. Obwohl man sich deutlich Mühe gegeben hat, dieser Problematik entgegenzuwirken. „Diablo III“ ist in der englischen als auch in der deutschen Synchronisation sehr gelungen. Die Dialoge sind natürlich nicht oscarverdächtig, erfüllen aber ihren Zweck um die Geschichte sinnvoll voranzutreiben. Je nach Charakterklasse die man gewählt hat, ändern sich die Reaktionen auf die NPC-Aussagen; an dem Plot ansich ändert das natürlich nichts. Was weiterhin noch eine sehr schöne Sache ist: Immersion. Es hat nur zwei Ableger gebraucht, um auf die Idee zu kommen, mal mehr über die Welt Sankturio zu erzählen. Streift man durch die Level, kann man hier und da sogenannte Journale finden; dies sind Tagebücher, Berichte oder Briefe von diversen Personen die über Gott (von Sankturio) und die Welt erzählen als auch über dies und jenes mittels eines Audiologs philosophieren. Des Weiteren wird umgehend ein neues Audiolog aktiviert, wenn man auf ein neues Monster stößt (was noch einen kleinen Erfahrungsschub gibt) und triviale Info zu jenem Monster preisgegeben. Schön! Aber wie schon oben geschrieben. Die Story wird vom Gameplay zerstört. Selbst der Plottwist zum Ende des dritten Aktes hat keinesfalls einen „AH!“-Effekt in mir ausgelöst. Wenn irgendwie etwas in einem auslöst, dann wohl das stark patriotisch dargestellte Ende des Spieles, bei dem ich nur ein „Uff!“ ausstossen konnte. Dies mag mit Sicherheit nicht die Meinung aller Spieler sein, aber die meisten (inkl. mir) spielen die Marke Diablo aufgrund ihres Gameplays: suchtmachendes Hack'n'Slay mit toller Multiplayerfunktion und dauerhaftem Lootfaktor. Selbst ich als Verfechter der Aussage: „Story über Gameplay“ muss zugeben, dass ein „Diablo III“ sich den Versuch auch hätte sparen können. Diablo ist ein Spiel, dass ich nicht erleben will (im Gegensatz zu z.B. Enslaved – Die Review gibt es hier: KLICK MICH!oder Heavy Rain – Die Review gibt es hier: KLICK MICH!)
sondern einfach nur spielen will. Mich kümmert nicht das Schicksal von Deckard Cain oder der anderen NPCs, da ohnehin keinerlei Bindung zu diesen Charakteren aufgebaut wird. Dass im dritten Teil nun Diablo wieder aufersteht (oh...wie unvorhersehbar) und man WIEDER das Übel vernichten muss grenzt von der Idee und Tiefsinnigkeit des Plotes schon nahezu an den klassischen japanischen Rollenspielen. Ihr wisst schon. 14 jähriger Junge findet 2 Tonnen schweres, heiliges Schwert und muss gegen das Böse der Welt kämpfen. Diablo funktioniert storytechnisch nicht groß anders. Allerdings ist das Gameplay so gut, dass die Story gar nicht mehr zur Debatte steht beziehungsweise gar nicht zur Debatte stehen will, da sie ohnehin nur Mittel zum Zweck ist. Dies galt zumindest für die vorherigen Diablo-Titel. Man kann jedoch beruhigt sein: „Diablo III“ hinkt in der Hinsicht in keinem Fall hinterher.




Diablo3screen3




Everday i'm hackin, slayin and lootin


Kommen wir zum Kern des Spieles: dem Hacken und dem Metzeln. Das Spielprinzip wurde kaum verändert. Man beginnt damit, dass man erstmal seinen Charakter erstellen muss. Wahlweise als Männchen oder Weibchen. Man hat die Auswahl zwischen fünf Charakterklassen:
der Barbar, der Hexendoktor, der Magier, der Mönch als auch der Dämonenjäger. Hat man sich für eine Klasse und ein Geschlecht entschieden, geht es gleich los. Man beginnt das Spiel vor der Stadt NeuTristram und darf sich schon den ersten Gegnerwellen stellen. Schnell merkt man: „Huh? Wie sieht das denn aus?“ Das Interface lehnt leicht (aber auch nur wirklich leicht) an ein WoW an, ist aber extrem simpel gehalten. Was gebraucht wird? Tasten 1-4 und die linke wie auch rechte Maustaste. Das war es. Ach und die Taste „Q“, um Heiltränke zu benutzen. (Natürlichen lassen sich sämtliche Voreinstellungen im Optionsmenü verändern) Also relativ banal. Allerdings sieht das nicht nur anders aus, es spielt sich auch gänzlich anders. So etwas wie einen Skilltree gibt es nicht mehr. Vielmehr gibt es nur noch aktive Skills, die in verschiedene Reiter eingeteilt sind, sowie passive Skills. Mit der Maus bedient man den primären (linke Maustaste) als auch sekundären (rechte Maustaste) Aktionsskill. Die Tasten 1-4 sind jene angesprochenen Reiter die z.B. im Falle der Hexendoktorklasse defensive Skills, Terrorskills oder Vodooskills bieten. Die einzelnen Reiter werden erst ab einem bestimmten Level freigeschaltet, was auch für die passiven Skills gilt. Der Clou: es gibt keine Skillpunkte o.Ä. Das Spielsystem verzichtet auf das „altbewährte“ Punkte-Verteilen-System. Attributpunkte werden automatisch verteilt, im Hinblick auf das Primärelement. So wird dem Magier nach Levelup mehr Punkte in Intelligenz gesteckt als in Stärke. Dies ist ein Faktor, der mir persönlich gewaltig gegen den Strich geht. Bei anderen Spielen wäre das absolut kein Problem, aber bei Diablo ist das eine relativ kontroverse Geschichte: die Individualisierung des Charakters. Wer (wie ich) Spaß daran hatte Funchars zu bauen, der hat diese Möglichkeit nicht mehr in solch einem Ausmaß. Einen Barbar mit extrem hohem Intelligenzwert? Warum? Weil man es kann. Geht aber nicht mehr. Zumindest nicht mehr über Attribute. Blizzard zwingt einen leider in den sauren Apfel zu beißen. Und es folgt gleich ein zweiter Biss, denn die Skills verlaufen schließlich ähnlich. ABER! , es gibt zwar keine Skillpunkte mehr, die man in eine bestimmte Fähigkeit investieren kann, dafür gibt es sogenannte Runen, die eure Skills auf gewisse Art und Weise modifizieren können. Diese werden auch ab bestimmten Level freigeschaltet und sind immer verfügbar. Wer jetzt denkt: „Wie bitte? So ein Quatsch. Dann hat ja jeder Spieler weltweit die gleichen Skills!“ Stimmt. Und das liest sich womöglich etwas langweilig an, um ehrlich zu sein war ich auch sehr skeptisch. Nachdem ich aber nun verschiedene Charakterklassen ausprobiert habe und mit ihnen auch nun im dritten Schwierigkeitsgrad (es gibt vier an der Zahl: Normal, Alptraum, Hölle und Inferno) angekommen bin muss ich sagen: das System ist spaßiger als angenommen. Es beugt zwar vor einer möglichen Verskillung vor und nimmt somit auch ein wenig den Reiz einen „perfekten“ Build hinzukriegen, allerdings bietet es dem Spieler eine weitere Möglichkeit: Abwechslung in der Spielweise. Von einer Sekunde auf die andere kann man seinen Charakter ummodellieren und gänzlich andere Skills samt Runen auswählen die andere Effekte mitsich bringen. Hat man Probleme mit einem bestimmten (Boss)Gegner, so kann man seinen Spielstil umgehend gewissen Bedingungen anpassen. Stichwort: Experementieren. Hier sei empfohlen im Optionsmenü den „Wahlmodus“ anzuschalten, sodass man komplette Kontrolle über die Skillbelegung hat und das volle Potenzial dieses Systems ausnutzen kann. Dies alles klingt zwar so, als hätte Blizzard bei dem Design vielmehr an Casualgamer gedacht, aber dem ist nicht wirklich so, zumal es in den höheren Schwierigkeitsgraden wirklich um die Wurst geht. Vor allem wenn man im Hardcore-Modus spielt. Kennen Fans sicherlich aus dem Vorgänger. Falls nicht: Ihr erstellt einen Charakter wie sonst auch und spielt das Spiel, wie sonst auch. Nur ein einziger Unterschied. Wenn der Charakter stirbt, ist er permanent tot, den kann man dann ruhig in die Tonne treten.
Etwas Hilfe schaffen die Begleiter. Diese werden sogar storytechnisch eingebunden was sogar ganz gut funktioniert. Wie im Vorgänger kann man sozusagen einen Mitstreitet anheuern, wahlweise einen Templer, einen Bogenschützen oder eine Magierin, die an eurer Seite kämpfen. Diese kann man auch ausrüsten und ihnen ab einem bestimmten Level Skills zuweisen. Schön ist auch, dass diese NPCs während der Reise in der Spielwelt sich mit euch unterhalten. Über dies und jenes, über Wünsche, Moral oder wie der Bogenschütze die Magierin rumkriegen will. Tut nichts zur Sache, ist aber witzig. Im Doppelpack macht es nämlich umso mehr Spaß den Gegnern einzuheizen. Seien es Zombies, kleine Dämonen, giftige Fliegen oder gigantische Spinnen, trollähnliche Berserker oder Skelettritter, je größer die Anzahl der Gegner, desto größer die Freude nach dem Abschnetzeln der Gegnermassen, zumal auch ordentlich gedroppt wird. Von beschädigten Gegenständen bishin zu gesockelten legendären Gegenständen ist alles vertreten. Klassenspezifische Items, Setgegenstände; der Loot bietet alles was das Diablo-Herz höher schlagen lasst. Allerdings gibt es eine wichtige Änderung was das Kampfsystem angeht: Den ausgeteilten Schaden berechnet die Waffe, nicht die Skills. Dies ist eine elementare Veränderung. Die sog. DPS (Damage per Second) und Minimal/Maximal-Schaden einer Waffe sind von äusserster Wichtigkeit, wenn es um die Berechnung des Schadens geht. Wer denkt mit einer 13 DPS-Waffe ausgerüstet mit seinem Feuerballskill einen hohen Schaden auszuteilen, der irrt. Anders als im Vorgänger orientiert sich der Schaden eben nicht an den Skills, sondern nur an den Waffen. Dies ist ein weiterer Punkt bei dem man sich seine Skills ganz genau ansehen muss. Ist also hier gar nicht so verkehrt, wenn eine Magierin mit einem zweihändigen Hammer ausgerüstet ist, der 1200 DPS generiert.


Battlenet oder Bettelnet. Das ist hier die Frage?


Ein weiterer wichtiger Kernpunkt: Der Multiplayer respektive das Battlenet. Im Vorgängern schon zufriedenstellend gewesen, mit der Zeit aber verkommen zu einem Loch der Spamminghölle. Es wäre schön, wenn Diablo 3 dieses Schicksal nicht ereilen würde, da das BN doch relativ gut umgesetzt wird. Einen Freund geaddet kann ich umgehend seinem Spiel quickjoinen und mit ihm drauflosschnetzeln. Mittels der Flaggen der Spieler, die in den Städten vorzufinden sind, kann man sich umgehend zum anderen Spieler teleportieren. Im Multiplayerspiel steigert sich auch, je nach dem Schwierigkeitsgrad, die Lebensenergie und die Stärke der Gegner. Der Magicfind (die Chance magische Gegenstände zu finden) wird anders als im Vorgänger nicht zusammengerechnet; stattdessen wird der Durchschnitt ermittelt. Ein wichtiger Punkt hierzu: Jeder Spieler hat seinen eigenen Loot. Tötet man einen Gegner und lässt einen magischen Gegenstand fallen, kann der Mitspieler diesen weder sehen noch aufheben, erst wenn man selbst das Item aufgenommen hat und es DANACH fallen lässt, wird es für den Mitspieler sichtbar. Dies soll kindische Betrügereien als auch Streitereien um seltene Items vorbeugen und funktioniert auch sehr gut. Zusammen spielt es sich in Sankturio einfach schöner. Das taktische Vorgehen um bestimmte Gegner zu erlegen ist spaßig und bietet dank des Runensystems viel Variation. Der einzige Knackpunkt am Battelnet bisher ist das interne Auktionshaus. Für unsinnige Goldbeträge werden seltenste Gegenstände angeboten. Dies lädt schon zum reinen Goldfarming ein. Im Spiel hat man die Möglichkeit einen Schmied zu trainieren, der einem, je höher sein Level, magische Gegenstände anfertigen kann, vorrausgesetzt man hat das nötige Kleingeld und bestimmte Materialien. Dieses Feature ist sinnvoll, allerdings unnötig wegen dem Auktionshaus. Am besten ist, man spart sein gesamtes Gold und investiert in das Auktionshaus, hat man prinzipiell mehr davon. Insbesondere wenn nun auch noch das EchtGeld-Auktionshaus kommt. Bei den Transaktionen gibt es auch noch einige Probleme, so bekommt der Käufer deinen angebotenen Gegenstand, aber man selbst das Geld nicht, oder erst reichlich verspätet (Allerdings arbeitet Blizzard schon an Verbesserungen!). Wäre dies System etwas fairer aufgebaut, würde das Auktionshaus auch ein gutes zusätzliches Feature sein, so dient es eher als Spielverderber.





Diablo3screen4




Fazit


Die Frage die sich viele stellen: Hat sich das zwölf Jahre Warten gelohnt? Ich meine, dass diese Frage nicht wichtig ist. Wichtig ist, ob man mit diesem Diablo Spaß hat. Meine klare Antwort: Auf jeden Fall. Nachdem ich mich mit der fehlenden Attributverteilung arrangiert habe, wurde das Spiel mehr als rund. Umgehend setzt die Lust ein mehr und mehr Gegenstände zu sammeln, mehr und mehr Gegner aufzuspüren und zu zerschnetzeln. Es grenzt schon an Wolllust, wenn man von mehreren Championgegnern umzingelt ist und sie auf einen Streich erlegt. Immer und immer wieder durchstreift man ein und diesselbe Spielwelt und zu keiner Sekunde setzt Langeweile ein. Der Lootfaktor hat stets die Überhand. Story? Ach, da war ja was. Schnell Diablo töten. Gegenstände einsammeln. Und wieder. Und wieder.
Das Spiel macht Spaß. Es ist schön wieder durch Sankturio zu wandern, alleine oder mit Freunden. Insbesondere letzteres ist spaßig, da taktisches Vorgehen wichtig ist. Die Möglichkeit seine Spielweise komplett über den Haufen zu schmeißen und eine andere Richtung einzuschlagen ist herrlich umgesetzt worden und bereitet höllisch viel Vergnügen. Die einzige Spaßbremse ist das interne Auktionshaus. Prinzipiell braucht man gar nicht seinen Schmied trainieren, sondern spart sein gesamtes gesammeltes Gold für das Auktionshaus und die dort angebotenen Artikel. Nichtsdestotrotz. „Diablo III“ macht wenig falsch und vieles richtig. Ich bin mal weiterspielen.








WERTUNG:

Pro
  • + gewöhnungsbedürftiges, aber interessantes/innovatives Schadens- und Skillsystem (Runen)
  • + Möglichkeit zur Immersion durch Audiologs
  • + extrem lange Spielzeit dank suchtmachendem Gameplay
  • + abgesehen von einigen Fehlercodes, mittlerweile durchaus stabiler und äusserst guter Multiplayer
  • + ausbalanciertes Gameplay bei den Charakterklassen sowie Skills

Contra
  • - keine Individualisierung durch Attribute
  • - bunte Optik passt nicht wirklich zum düsteren Diablo-Konzept
  • - internes Auktionshaus hat Störungen und provoziert zum Goldfarming




  • Story / Atmosphäre: 3/6 – Man versucht eine Story zu arrangieren, eher schlecht als recht. Atmosphärisch hingegen ist das Spiel. Audiologs, Monster, Sounds und Gameplay tun ihr übriges um in die Welt von „Diablo III“ einzutauchen.
  • Gameplay / Steuerung: 5/6 – Das Spiel fühlt sich an als würde es, was die Steuerung angeht, sich an Casual-Spieler richten. Hat man aber erstmal den „Wahlmodus“ im Optionsmenü eingestellt, hat man totale Kontrolle über seine Skills. Der Rest: gutes altes Hack'n'Slay in typischer Diablo-Manier!
  • Grafik: 5/6 – obwohl das Spiel grafisch mit Titeln wie „Uncharted 3“ oder „The Witcher 2“ nicht zu vergleichen ist, kann es sich dennoch sehen lassen. Flüssige Animationen, scharfe Texturen als auch hübsche Partikeleffekte. Jedoch wirkt die Optik viel zu bunt für das ansich düstere Gamekonzept eines Diablo.
  • Sound: 5/6 – Blizzard hat es sich relativ einfach gemacht und sämtliche Sounds und Hintergrundtracks von „Diablo 2“ hergenommen. Schlimm? Keinesfalls, dies wirkt nostalgisch und passt einfach zu dem Setting.
  • Multiplayer / Langzeit: 6/6 – hat man das Spiel allein auf „Normal“ bestritten, kann man es mit Freunden auf „Alptraum“ spielen. Danach auf „Hölle“. Und danach auf „Inferno“. Und nochmal. Und nochmal.
  • Gesamt: 24/30
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Alt 12.06.2012, 11:10 # --
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Alt 29.07.2014, 04:48 # --
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