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Sobald es Neuigkeiten über einen neuen Teil der Battlefield Reihe gibt, werde ich persönlich sehr schnell hellhörig, denn bisher war die Serie immer ein Garant für packende Multiplayer-Gefechte und eine ordentliche Portion Spaß. Ein Wort welches man dabei spätestens seit den jüngsten Vorgängern "Bad Company 1+2" automatisch auf den Lippen hat ist: Zerstörung ! Die von DICE eigens entwickelte Frostbite Grafik-Engine, hob seinerzeit die Mehrspieler-Erfahrung tatsächlich auf ein neues Level und brachte mit der Möglichkeit nahezu jede Wand und jedes Gebäude zerstören zu können, einen taktisch frischen Wind in das Shooter-Genre. Zusammen mit riesigen, weitläufigen Karten und Fahrzeugen wie Panzern, Helikopter, Jeeps und Abwehrgeschützen, stellt Battlefield seit jeher einen Ausnahme-Shooter dar, welcher sich nur schwer mit seiner Konkurrenz vergleichen lässt. Mit neuer Frostbite 2 Engine und noch mehr Zerstörung, sowie einer Singleplayer Kampagne tritt Battlefield 3 erneut in den Konkurrenzkampf zu der von Activision entwickelten Call of Duty Serie und stellt sich dem direkten Vergleich zum neusten Ableger Modern Warfare 3. Doch ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt diese beiden Titel in irgend einer Weise als direkten Konkurrenten anzusehen, denn von dem mittlerweile üblichen Aufbau eines Shooters mal abgesehen, unterscheiden sich diese beiden Titel so sehr, dass es fast nicht möglich ist sich ein abschließendes Urteil darüber zu bilden, welche Spielreihe nun tatsächlich besser ist. Es ist und bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks und je nach Vorlieben wird jeder Gamer seine Vor- und Nachteile darin finden können. ![]() " Deja-vu " Das hat man doch irgendwo schon mal gesehen. Ein Soldat steckt aufgrund des Verdachts auf Verrat in einem Verhör und muss sich drangsalierenden Fragen stellen, welche anschließend per spielbaren Rückblenden-Missionen die Antworten und den geschichtlichen Verlauf präsentieren. Dabei wechselt auch gerne mal die Perspektive der Figur welche diese Szene erlebt hat. Natürlich ! Call of Duty: Black Ops hat exakt den selben, wenn auch anders inszenierten Story-Aufbau. Und sofort macht sich bei mir ein leichtes inneres Stöhnen mit einem: "Muss dass denn so dreist und offensichtlich kopiert werden ?" bemerkbar. Wie dem auch sei. Hat man sich trotz des ersten Naserümpfens doch darauf eingelassen, stellt man fest dass die Story gar nicht so schlecht erzählt wird und man taucht recht schnell in die Rolle des eher unscheinbaren Protagonisten Sgt. Blackburn ein, der um nicht zu viel vorweg zu nehmen Teil einer verstrickten Geschichte rund um atomare Anschläge durch Terroristen wird. Als Schauplatz für die mit 6 Stunden recht kurze Kampagne, dienen die meiste Zeit der Iran sowie kurze Passagen in Paris oder Aserbaidschan und schmeißen den Spieler in stark gescriptete Schlauchlevel mit Massengefechten um das nackte Überleben. Da bleibt kein Auge trocken. Eine mit Action geladene Szene jagt die nächste und eine kurze Verschnaufpause bleibt nur in den dazwischen eingebauten Verhörsequenzen, oder dem Ladebalken, wenn man bei dem doch recht hohen Schwierigkeitsgrad mal wieder drauf gegangen ist. Das Tempo in dem die Geschichte erzählt wird, ist sehr beachtlich und enthält so ziemlich alles was das komplette Genre zu bieten hat. Ob Sniper Missionen im Dunkeln, selbst fahrbare Panzermissionen, enge Straßen und Häuserkämpfe, als Bordschütze eines Kampfjets oder Fahrzeugs, sowie schnelle Verfolgungsjagden, nahezu alles ist in Battlefield 3 vertreten. Und auch wenn Szenen wie der Start von einem Flugzeugträger gekonnt rüber gebracht werden und jederzeit für die richtige Atmosphäre sorgen die zum Staunen einladen, bleibt der gewisse Wow-Effekt einfach aus. Man hat irgendwie alles schon einmal irgendwo gesehen. Hinzu kommt, dass der Verlauf die meiste Zeit vorhersehbar daher kommt und letztendlich nur gegen Ende ein wenig überraschen kann. Schade, denn nach den ersten Sekunden des Spiels in der man sich in einem Truppentransporter befindet und seinen Kameraden bei einem Gespräch lauscht, während Johnny Cash im Radio spielt, kam tatsächlich der Flair der Bad Company Reihe auf. Doch das beschränkt sich leider ausschließlich auf diese paar Sekunden. Das Spiel versucht zwar eine Beziehung zu den Kameraden darzustellen und möchte auch gegen Ende ein wenig mit den Emotionen spielen, doch die dargestellten Figuren sind allesamt so blass und inhaltslos, dass dies nicht so recht gelingen will. Und nochmals schade, denn eigentlich hat DICE mit den Darstellern der "Bad Company" bewiesen, dass sie in der Lage sind, einer Singleplayer-Kampagne mittels durchdachter Charaktere den nötigen Schliff, Humor und Atmosphäre zu verpassen. Doch was bei der BF3-Kampagne am Ende bleibt, ist ein typisches Hollywood Action Geballer im Popcorn-Kino Style. ![]() " welche Wumme hätten´s denn gern ?" Doch seien wir ehrlich, wer bei Battlefield rein auf den Singleplayer aus ist, hat letztendlich auf das völlig falsche Pferd gesetzt. Was das Spiel zu bieten hat und worauf es einfach ausgelegt ist, zeigt sich erst wenn man sich in den Mehrspieler begibt. Der für Battlefield typische Eroberungsmodus in dem taktische Punkte mittels Flaggen eingenommen und gehalten werden müssen ist dabei der Klassiker schlechthin. Doch auch der mit Bad Company eingeführte Rush Modus, bei dem zwei gegnerische Basen entweder mittels Sprengsatz zerstört oder verteidigt werden müssen, ist mit dabei. Zudem kommen noch abgewandelte Modi wie Squad-Rush oder Squad-Deathmatch hinzu, die das ganze ein wenig kleiner aber taktischer gestalten. Sogar ein übliches Team-Deathmatch ist mit dabei und wer den gesamten Spielablauf noch ein wenig mehr Authentizität hinzufügen möchte, sucht über den auch für Konsolen spendierten Server-Browser nach der Hardcore Variante, bei der die Geschosse wesentlich mehr Schaden anrichten und das HUD ebenso stark eingeschränkt wird. Neu dabei ist der sogenannte Infantry-Modus bei dem kurzerhand alle stärkeren Fahrzeuge wie bspw. Panzer von der Karte entfernt werden und durch ausschließlich leichtere Fahrzeuge wie Jeeps oder Truppentransporter ersetzt werden. Doch vielleicht sollte man sich diesen erst zu einem späteren Zeitpunkt zu Gemüte führen, denn die Auswahl an fahrbaren Untersätzen ist wie immer beachtlich. Kampfjets, Kampfhubschrauber, Truppen-Helikopter, mobile Luftabwehr, Jeeps, Panzer, Motorboote und weitere bieten eine Vielzahl an Fortbewegungsmöglichkeiten und wollen alle einmal ausprobiert werden. Gespielt wird auf einem ausgeglichenen Mix aus 9 Karten die sich entweder über weite Felder erstrecken, oder enge Straßengefechte bieten. Wie schon zuvor hat man die Wahl zwischen 4 verschiedenen Klassen wie dem Sturmsoldaten, dem Pionier, dem Versorgungssoldaten oder dem Aufklärer. Jedoch wurde im Vergleich zu Bad Company einiges an der Ausstattung der verschiedenen Klassen geändert. Beispielsweise ist nun der Sturmsoldat mit Medipack und Defibrillator ausgestattet, womit die Klasse des Sanitäters erstmals weg fällt. Dafür springt der Versorgungssoldat ins Feld, welcher mit LMG´s und Munition die Truppe mit Nachschub versorgt. Am Pionier hat sich dagegen kaum etwas verändert und man zieht wieder mit Raktenwerfer und Panzerabwehrminen in den virtuellen Krieg. Last but not least hat auch der Aufklärer einige neue Gimmicks verpasst bekommen. Mit frei positionierbaren Wiedereinstiegspunkten für den Squad und Radarsendern, welche die Position der Feinde verrät, oder auch freischaltbaren Drohnen um das Geschehen zu überwachen, bietet diese Sniper-Klasse noch immer die taktischen Möglichkeiten. Überhaupt wurde nicht an freischaltbaren Zubehör gespart. Allein bei den über 50 Waffen lassen sich neben zig Aufsätzen von Zoom-Optik bis Rotpunktvisier, auch noch Erweiterungen wie bspw. ein verlängerter Lauf für mehr Reichweite, oder Schalldämpfer montieren. Komplett neu sind dabei die Laserpointer oder Tac-light Aufsätze, die für mehr Präzision aus der Hüfte sorgen, oder auf nervige Weise Gegner blenden können. Mit einstellbaren Feuermodi und dieser Menge an Gadgets kann sich jeder im Laufe der Freischaltungen seine Wunschwaffe zusammen basteln. Ebenfalls dabei sind die sogenannte Perks, welche einer Klasse weitere Vorteile verschaffen können, wie bspw. schnelleres Rennen, besseren Schutz vor Explosionen oder mehr Ausrüstung. Im höheren Rang lassen sich diese sogar als Erweiterung für den gesamten Squad auswählen. Selbst Fahrzeuge haben mittlerweile ihre eigenen Perks und so lassen sich die verschiedensten Angriffs und Verteidigungsmöglichkeiten zusammen basteln. Ob es ein Panzer mit Nachtsicht oder Zoom-Optik, sowie weiterem Geschütz oder Raketen sein soll, ob ein Helikopter mit Täuschkörpern oder mit Radar bestückt zum Angriff übergehen soll, liegt ganz am Spieler selbst. Wahnsinn, was da alles möglich wird, wenn man sich regelrechte Schlachtpläne zusammen stellt. Natürlich sind dabei erfahrene Spieler stark im Vorteil, doch da es wirklich an allen Ecken und Enden Erfahrungspunkte gibt steigt man fast schon automatisch auf. Reparieren, heilen, versorgen, Hilfe-Kill, Minen beseitigen, Flaggen einnehmen oder beschützen, selbst wenn ein Team-Mitglied in einem Panzer einen Abschuss liefert, regnet es Punkte. Und auch wenn bis hierhin alles aus den konkurrierenden Arcade-Shootern vertreten ist, kommt die taktische Komponente in Battlefield 3 auf keinen Fall zu kurz und darf sich vollkommen zu Recht einen Taktik-Shooter nennen... ![]() " Es gibt kein "Ich" im Team " ... denn Teamplay wurde hier schon immer groß geschrieben und der Alleingang in Rambomanier sorgt fast schon grundsätzlich für mäßigen Erfolg oder das komplette Verlieren einer Runde. Man merkt schnell, dass man nahezu keine Chance hat, wenn sich im gegnerischen Team ein Squad befindet, welcher sich abspricht und auf taktische Weise vorprescht. Besonders auf engen Karten im Eroberungsmodus wird man dabei sehr schnell bis zum Rand der eigenen Basis zurückgedrängt, ohne jede Chance wieder nach vorne zu kommen. Sehr hervorzuheben ist dabei, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, eine feindliche Basis einfach zu besetzten um die eigenen Fahrzeuge zu klauen oder zu sabotieren. Dieser Umstand der bei Bad Company 2 für erheblichen Frust gesorgt hatte, wurde nun endlich beseitigt. Aber es sind noch immer die Mitspieler, die eine Runde entscheidend beeinflussen können, was in offenen Multiplayerpartien oftmals für Frust sorgen kann. Selbst wenn man unbekannte Teamkameraden dazu motiviert, und sie per Tastendruck darüber informiert, dass man Munition benötigt, reagieren diese meist gar nicht bis kaum. Auch Funktionen wie den Gegner mittels Tastendruck markieren zu können, scheinen von vielen nicht wahr genommen zu werden. Und somit sind es immer wieder die Egozentriker unter den Mitspielern, die einem den kompletten Spaß an einer Runde im Multiplayer versauen können. Es gibt aber auch wieder allerlei Raum für Spielereien in Battlefield 3 und das ist letztendlich eines der Gameplayelemente die es so besonders machen. Zum Beispiel können kleinere Fahrzeuge mit einem Medi und Munitionspack bestückt werden, und dienen ab sofort, als fahrbare Supporteinheit um die Truppe zu versorgen. Aber auch Minen oder Claymores kann man damit bestücken und somit zu Kamikaze-Zwecken missbrauchen. Hinzu kommt dass die Karten mal wieder sehr ausgeklügelt gestaltet wurden. Es gibt an allen Ecken und Enden kleine Feinheiten die für das Game- und Teamplay entscheidend sein können. Sei es eine kleine Gasse, die einen am Feind vorbei schmuggeln kann oder die passenden Gegebenheiten um sich als Scharfschütze zu positionieren, doch auch ebenso vorhersehbar sind diese Positionen nach einer gewissen Zeit für die Gegenseite. Das sorgt dafür, dass jede Runde grundsätzlich neu entschieden wird wer gewinnt oder verliert, je nachdem wie das jeweilige Team sich verhält. Man kann zusammenfassend sagen, dass mit Battlefield 3 ein Multiplayer-Kriegs-Shooter erschienen ist, der einen sofort in seinen Bann zieht und gnadenlos süchtig machen kann. Aber es bleibt dabei, dass man auf diese Art von Spiel stehen muss damit es den richtigen Spaß-Faktor mit sich bringt. ![]() " Flugangst ? " Und trotz der vielen Lobpreisungen gibt es dennoch ein paar kleine Mängel, welche aber letztendlich noch immer per Patch gelöst werden können. Warum man noch immer nach dem Ende einer Runde darauf warten muss, bis die nächste Runde startet um das Spiel verlassen zu können, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich ist dies tatsächlich ein durchdachtes Feature, was den Spieler dazu bewegen soll, noch eine und noch eine Runde zu spielen. Jedenfalls hat das bei mir sogar das ein oder andere mal funktioniert. Dennoch bleibt es in einigen Situationen ein kleiner nerviger Umstand. Auch das Squad Menu scheint nicht optimal zu funktionieren, jedenfalls macht es nach eigener Erfahrung gerne mal was es will. Obwohl man sich vor der Serverauswahl in einem Squad versammelt hat, schmeißt einen das Spiel gerne mal willkürlich in einen fremden Squad und Freunde sogar in das gegnerische Team. Es ist ja schön das auf ein ausgeglichenes Verhältnis der Server geachtet wurde, doch daran muss sich definitiv noch etwas tun. Immerhin lassen sich nach dem Einstieg doch noch Squads und Teams verwalten, sogar ein Seitenwechsel ist möglich, dennoch wäre es schön, wenn man von Anfang an so einsteigen würde, wie es auch gedacht war. Hinzu kommt, dass die Schnellsuche einen gerne auf einen Server schmeißt, der nach ein paar Sekunden schon vorbei ist. Zu allem Überfluss auch meist in das Team, welches gerade verliert. Suboptimal ! Da kann man nur auf einen schnellen Patch hoffen, der das behebt. Und auch wenn das Menu vor Anpassungsoptionen und Statistiken nur so strotzt, vermisse ich persönlich doch eine Waffenstatistik die genauere Vergleichsmöglichkeiten zwischen dieser totschlagenden Masse an Waffen bietet. Wirklich gelungen ist dagegen die gesamte Steuerung. Jedenfalls lässt sich diese für die Padsteuerung mit zahlreichen Möglichkeiten optimieren. Doch mit der Standard Steuerung sollte jeder geübte Battlefield Veteran sofort warm werden. Ungeübte Spieler kommen jedoch nicht drum herum, sich die Vielzahl an Steuerungsoptionen erst zu Gemüte führen zu müssen. Denn es gibt kaum eine Taste, die unbelegt bleibt. Besonders die Luftfahrzeuge wie Helikopter und Kampfjets müssen erst erlernt werden und sind am Anfang nicht ganz einfach zu bedienen, da sie im Gegensatz zu Bad Company 2 doch um einiges sensibler reagieren. Doch das sorgt wiederum dafür, dass sie von gekonnten Piloten für waghalsige Manöver benutzt werden können. Besonders hervor zu heben ist bei Battlefield auch grundsätzlich die Waffendynamik. Zielen ist nicht gleich zielen, denn die Bewegungen des Gegners sowie seine Entfernung müssen mit einbezogen werden und sorgen dafür dass man entsprechend vorhalten oder höher Zielen muss um den Gegner zu treffen. Zudem verziehen die Waffen alle auch recht unterschiedlich, wodurch man den Umgang mit jeder Waffe erst ein wenig erlernen muss. Neben der wieder eingeführten Funktion sich hinlegen zu können, die von der Spielergemeinde stark umstritten wird, muss der Scharfschütze nun auch per Tastendruck eine Zeit die Luft anhalten, um seine Waffe ruhig zu halten. Das bringt einen weiteren Kniff in diese Klasse und sorgt entgegen aller Erwartungen doch dafür, dass sich nicht eine Flut an Campern und Snipern breit macht. Denn anscheinend benötigt es viel Übung um mit dieser Klasse zurecht zu kommen und auch erfolgreich zu sein. Aber wenn es mal einer drauf hat, dann hat er es drauf. ![]() " ... so ein Blender ... ! " Grafisch hat man ja im Vorfeld der Ankündigungen zu BF3 schon einiges sehen dürfen, was einen zum staunen gebracht hat. Zurecht, denn die ersten Trailer zu dem Spiel sahen wirklich bombastisch aus. Und was soll man sagen, so ist es auch. Zwar kommt man als Konsolenbesitzer nicht in den vollen Genuss der geballten Grafikpracht wie der PC-Spieler mit voller Ausstattung. Doch es sieht auch auf der Konsole schon sehr schick aus. Natürlich fällt das nervige Kantenflimmern negativ auf und auch von konstanten 60fps wie bei einem Call of Duty ist man weit entfernt. Dennoch sehen die gewaltigen Explosionen und vor allem der Sicht vernebelnde Rauch in einem gekonnten Lichtspiel aus Schatten und blendenden Lichtern gut genug aus, um die passende Atmosphäre zu schaffen. Satte Farben und runde Animationen sorgen allein im Singleplayer schon für den richtigen Flair. Doch von den vielen blendenden Lichtern hätte es auch gern etwas weniger sein dürfen. im Singleplayer sind einige Lichter zwar zerstörbar, jedoch bleibt es rätselhaft, warum das nicht für alle gilt. Auch das Tac-Light hat einfach zu viel Power abbekommen. Es kann schon nerven wenn man grundsätzlich von irgend etwas so stark geblendet wird, dass man wirklich gar nichts mehr sehen kann, vor allem, wenn es die Leute aus dem eigenen Team sind, die einem die Taschenlampe ins Gesicht drücken. Bis auf diese Kleinigkeit muss man aber sagen, dass Battlefield mit seinen Bildeffekten ein sattes Grafikerlebnis bietet, welches die richtige Stimmung vermittelt. Vor allem, wenn nach gewisser Zeit die halbe Umgebung in Schutt und Asche gelegt wurde und man die Kampfspuren klar erkennen kann. Doch auch da wurde leider ein wenig zu viel versprochen als, dann doch enthalten war. Es macht nicht viel Sinn, wenn sich nahezu jede Wand wegblasen lässt, aber kleine Wellblechzäune oder Garagentore als unzerstörbar einzustufen sind. Es lässt sich also nicht alles dem Erdboden gleich machen und kleine Versteckmöglichkeiten bleiben auf kosten der Authentizität erhalten. Was dagegen jedoch völlig authentisch rüber kommt, ist das Klangbild. Von verschiedenen Waffensounds bis zu Projektilen die über die gesamte Karte peitschen, ohrenbetäubenden Explosionen und fein abgestimmten Umgebungsklang zur Ortung der Feinde, sind die Sounds in dem Spiel nahezu erstklassig. Hinzu kommen noch Kommentare der Figuren sowie Befehle über Funk, die das Spielgeschehen allein schon akustisch in ein wahres Kriegsgebiet verwandeln. Auch die Synchronsprecher leisten in der deutschen Version einen guten Job, auch wenn es dem ein oder anderen Dialog gelegentlich an Inhalt fehlt. Selbst die Musik ist erstklassig gewählt und untermalt das Spiel in einer unscheinbar minimalistischen aber gekonnten Atmosphäre. Doch spätestens wenn die bekannte Battlefield Melodie knarzend durch die Boxen prescht, sollte es jedem Fan der Serie eine Gänsehaut über den Rücken jagen. So erging es mir zumindest. ![]() FAZIT: Was soll ich sagen. Vielleicht bin ich für einen Vergleich zwischen Call of Duty und Battlefield tatsächlich der Falsche, denn man könnte mich gnadenlos als voreingenommen betrachten. Ich bin einfach schon immer ein größerer Fan der Battlefield Serie gewesen und das von Anfang an. Zwar weiß ich das schnelle und präzise Gameplay eines CoD ebenso sehr zu schätzen, wie die Spieldynamik und Vielseitigkeit eines Battlefield. Doch genau deswegen kann ich mich auch nicht dazu äußern, ob die Unterschiede zwischen diesen Spielen tatsächlich Vor und Nachteile sind. Ich finde beide Serien machen es für sich genommen absolut richtig und haben definitiv eine Berechtigung nebeneinander zu existieren. Mein persönlicher Geschmack geht nur einfach in riesige Massenschlachten mit einer Vielzahl an Transportmöglichkeiten und taktischen Waffen. Doch bei einem bin ich mir bei beiden Titel absolut einig. Die Singleplayer Kampagnen sind in beiden Fällen kaum der rede Wert. Wo bei anderen Shootern wie bspw. Resistance 3 klar die Kampagne im Vordergrund steht und der Multiplayer nur eine nettes Gimmick darstellt, ist es in diesem Fall genau umgekehrt. Das originale Battlefield benötigt einfach keine Kampagne, die dann auch noch beim Konkurrenten dreist geklaut wurde. Denn auch wenn ein Call of Duty ebenso auf den Multiplayer fokussiert ist, funktionieren die Story sowie die Koop-Missionen dort doch ein wenig besser. Da sollte sich DICE viel lieber auf ein Bad Company 3 konzentrieren und die liebgewonnen Helden in bekannten Witz und Charme auf das Schlachtfeld werfen. Doch der Multiplayer hält tatsächlich was er verspricht. Es sind mal wieder atemberaubende Gefechte angesagt, bei der durch eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Personalisierung und etlichen taktischen Möglichkeiten jede Runde neu entschieden wird, wenn es um Sieg oder Niederlage geht. Zusammen mit einer atmosphärischen Grafik und einem wirklich genialen Sound, wird Battlefield 3 tatsächlich zu dem Taktik-Shooter des Jahres, den man sich erhofft hat. Die kleinen Fehler die dann doch noch enthalten sind, wie leicht verhunztes Matchmaking oder das leicht zickige Squad Menu, lassen aber Hoffnung darauf schon bald behoben zu werden. Auch wenn man sich gewünscht hätte, das gerade das von Anfang an funktioniert. Doch irgendwie hat so jedes neue Spiel an diesen Umständen zu knabbern. Fans der Serie bekommen von mir eine unbedingte Kaufempfehlung ausgesprochen und auch jedem anderen kann ich nur empfehlen es sich zumindest mal anzusehen. Wer Kriegsshooter mag, wird Battlefield lieben, auch wenn es erst seine Eingewöhnungsphase braucht. WERTUNG: Pro
Contra
Mayhem meint (zur PC Version): Call of Duty: Modern Warfare 3 oder Battlefield 3? Ich kann es einfach nicht mehr hören und lesen. Wie mein Kollege bereits geschrieben hat, fällt es für ihn sehr schwer es zu vergleichen. Mir hingegen, fällt es nicht schwer, da ich überhaupt mit dem Vergleichen gar nicht anfange. Wenn ich MW3 mit etwas vergleiche, dann mit MW2 oder Black Ops, wenn ich BF3 mit einem Spiel vergleiche, dann mit BF2 oder der Bad Company Reihe. Ein direkter Vergleich ist nicht möglich, da beide Shooter den Spieler auf verschiedene Art und Weise ansprechen. Die Inszenierung und Präsentation der Kampagnen ist bei sämtlichen Militärshootern der letzten Zeit sehr ähnlich: Imposant, aber unbrauchbar. Battlefield stand stets für große Schlachten auf großen Maps. Leider können die Konsolenspieler nicht das komplette Potenzial eines BF3 ausleben, wie es die PC-Kollegen machen. Insbesondere im Conquest-Large Modus tummeln sich 64 Leute auf einer Map. Ordentliches Squad-Management ist hier also Pflicht, dank dem Battlelog-System, kann man sich flott zusammentun, Voice-Chat aktivieren und sich nach seinen eigenen Maßstäben den Server filtern/aussuchen. Die Frostbite 2 - Engine schöpft ihr ganzes Potenzial auf der PC Version aus, während die Konsolenableger unter grafischen Abstrichen leiden müssen. Ob hohes anisotropes Filtern, Bumpmapping oder simple Interpolation der Daten. Es funktioniert auf dem Rechner doch besser und führt zu ansehnlicheren Ergebnissen. Technisch gesehen, haben die Konsoleros auch den Nachteil, dass sie mit nur 24 Leuten zusammen spielen können, während sich die PCler auf einen 64-Mann-Großeinsatz freuen dürfen. Jedoch muss erwähnt werden, dass DICE bei der Map-Entwicklung ein wenig schlampig gearbeitet hat. Insbesondere Karten wie Metro oder Grand Bazar eignen sich in keinster Weise um 64 Leute zu beherbergen, selbst die großen Karten wie Caspian Border oder Operation Firestorm sind im Vergleich zu den Battlefield 2 Karten doch etwas zu klein geraten. Sind 32 Mann zu bekämpfen, kann es schon mal sehr schwierig werden einen Straßen/Häuserkampf zu überstehen. "Seine Crossing" ist hier ein absolutes Paradebeispiel, hat man zwei Anfangspunkte erobert und eine Brücke eingenommen hat das gegnerische Team kaum mehr die Chance vorzudringen, ebenso fällt es für das eigene Team schwer noch weiter vorzudringen, da die Gegner im Sekundentakt in ihren Bereichen spawnen und einem das Erobern unmöglich machen. Aber mit dem bald anstehenden Erweiterungspack (für Besteller der Limited Edition umsonst dabei: "Back to Karkand", welche einige neudesignte Maps aus BF2 beinhaltet) soll sich das ändern. Etwas missmutig am Anfang, da mir der Multiplayer der BadCompany Titel nicht wirklich zugesagt hat, war ich schon nach wenigen Stunden Multiplayer total angetan. Schnelles Matchmaking, Vielzahl von Vehikeln, motivierendes Erfahrungssystem und das typische Battlefield-Feeling haben es mir doch angetan. Als ich gesehen habe, dass 2 Leute aus meinem Squad aus einem Gebäude rausgerannt kommen, obwohl sie gerade erst reingelaufen sind, die Wand des Gebäudes zusammenkracht, ein feindlicher Panzer rausfährt, wusste ich: Das ist Battlefield, und holte meine Panzerfaust raus. Empfohlene Systemvorraussetzungen: OS: Windows 7 64 Bit • CPU: Quadcore • RAM: 4 GiByte • HDD: 20 GByte • Grafikkarte: DirectX 11 mit 1.024 MiB (Geforce GTX 560 oder Radeon HD 6950 oder besser) Das Spiel wurde mit folgenden Komponenten getestet und lief flüssig: - OS: Windows 7 - 64 Bit - CPU: Intel Core i7-2600 3,40 Ghz - RAM - 16 GB RAM - Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 590 Ultra Charged |
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