[PS3] [Review] Call of Duty: Black Ops

Alt 15.01.2011, 12:39   # 1
HeadWind
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CALL OF DUTY: BLACK OPS

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  • Entwickler: Treyarch
  • Publisher: Activision
  • Release: 9. 11. 2010
  • Plattform: PC (Windows), Xbox 360, PlayStation 3, Wii, Nintendo DS
  • Getestet: PS3-Version
  • Genre: Ego-Shooter
  • Spieler: Singleplayer, Multiplayer, Koop
  • Auflösung: 720p, 1080i, 1080p (3D Support)
  • Altersfreigabe: USK 18 / PEGI 18+ (deutsche Version geschnitten)
  • Trophies: Ja



Drei Jahre nach dem Release von Call of Duty 4: Modern Warfare, dem bislang kultigsten Teil der Serie, befinden wir uns bereits beim siebten Teil mit dem Namen Call of Duty: Black Ops. In den dazwischen liegenden Jahren haben sich die Entwicklerstudios "Infinity Ward" und "Treyarch" abwechselnd um einen neuen Sprössling der Shooter Referenz gekümmert. So erschien nach "Call of Duty 4:Modern Warfare" [Infinity Ward], das von Treyarch entwickelte "CoD5: World at War" welches wieder auf das altbewährte, aber verbrauchte 2.Weltkrieg Szenario setzte. Infinity Ward legte darauf erneut mit dem bis dato sechsten Teil "Cod: Modern Warfare 2" nach und setzte wiederum auf das schon aus dem vierten Teil bekannte Setting der modernen Kriegsführung. Doch trotz der hohen Verkaufszahlen und durchweg guten Wertungen hagelte es Kritik aus der Community. Während beim fünften Teil (World at War)l das Weltkriegsszenario als überholt bezeichnet wurde, wurde im sechsten Teil (Modern Warfare 2) das völlig überzogene Gameplay in Form von extrem Punktzahlen und der schnellen Gameplay kritisiert. Irgendwie schienen sich viele Spieler ein nur leicht überarbeitetes "Modern Warfare 1" zurück zu wünschen.
Unter den Kennern schien das Entwicklerstudio Infinity Ward, immer ein wenig die Nase vorn zu haben. Doch nun ist Treyarch wieder an der Reihe und hat die Möglichkeit mit Black Ops alle bisherigen Kritikpunkte zu berücksichtigen. Ob sie sich diese auch zu Herzen genommen haben, wird sich zeigen ...

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"dass ich das noch erleben darf..."
Ein verfolgbarer Handlungsstrang in einem Call of Duty, kann es denn die Wahrheit sein ? Ja so ist es, denn während in den vorangegangenen Spielen der Serie, jeder Handlungsstrang durch eine platte Story und alles überschattendem Patriotismus wahrhaft vernichtet wurde, kommt "Black Ops" tatsächlich mit einer guten und halbwegs glaubwürdigen Story daher. Alles beginnt damit, dass man sich gefesselt an einem Stuhl, umgeben von zig Monitoren, einem Verhör unterziehen muss. Zu diesem Zeitpunkt versteht man noch nicht wirklich, warum man sich in diesem Verhör befindet, noch worum es eigentlich geht. Nach und nach scheint jedoch durch, dass es um mysteriöse Zahlen geht, die immer wieder auftauchen, und auch von einer experimentelle sowjetische Nervengas Waffe Namens "NOVA-6" ist die Rede. Die Missionen werden nach und nach als Rückblenden erzählt und jeweils passend zum Verhör-Thema nach gespielt. In den Missionen wechselt man gelegentlich in die verschiedenen Rollen von "Elitesoldat Alex Mason " und "CIA-Agent Jason Hudson". Auch der aus "World at War" bekannte "Viktor Reznov" ist dabei. In den Missionen selbst, geht es auch diesmal wieder actionreich zur Sache, was bei Fans solcher Spiele keinerlei Wünsche offen lassen sollte. Auf knappe 6 Spielstunden komprimiert, soll man Fidel Kastro töten, muss aus einem russischem Gefängnis ausbrechen, findet sich in Vietnam wieder oder bestreitet einen heftigen Häuserkampf in Hong Kong. Auch Kanonenboote, Helis oder Motorrad Sequenzen sind wieder mit dabei und bieten dem Shooter-Alltag ein klein wenig Abwechslung. Das ein oder andere mal zwar eher schlecht als recht und damit eher verzichtbar, aber das kennt man ja bereits. Wirklich gut gelungen ist die Mission, in der man an Bord eines Spionageflugzeugs seine Bodentruppen koordinieren soll, was ein wenig an ein Echtzeitstrategie Spiel erinnert, und bei Feindkontakt dieser Truppen wieder zurück in die Ego-Shooter Perspektive wechselt um diesen Kampf selbst zu übernehmen. Ein wirklich gutes Konzept,.... mehr davon !
Wie bereits erwähnt, spielt sich die Story ziemlich flüssig und wird auch recht gut erzählt. Authentizität lassen wir dabei einfach mal dahingestellt. Doch für ein Call of Duty fast schon unüblich, hat mir die Geschichte zusammen mit dem Vorwand des Verhörs und den schnell geschnittenen Rückblenden wirklich gut gefallen. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Story bis zum Schluss gespielt zu haben, den gegen Ende der Story, nimmt das Ganze nochmal eine beeindruckende Wende, die man so nicht erwartet hätte. Allein damit hat sich die kurze Spielzeit doch noch ein wenig gelohnt.
(... ach ! Und wer sich mittels der Schultertasten aus dem Verhörstuhl befreien kann, und dann "DOA" oder "ZORK" in den Terminal eingibt, wird eine wirklich gelungene Überraschung erleben. Unbedingt ausprobieren, es lohnt sich. )


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"Altbewährt ist halb gewonnen ... ?"
So denkt man sich wohl und so soll es auch sein. Wer bereits das ein oder andere mal seine Spielstunden mit Call of Duty vertrieben hat, wird auch mit Black Ops sofort warm werden. Denn wirkliche Neuerungen am Gameplay oder der Steuerung hat es nicht gegeben. Genretypisch für einen reinen Arcade-Shooter, kommt auch in Black Ops der Singleplayer mit schlauchartigem Leveldesign und sehr stark gescripteten Events daher. Ob man das so mag, oder sich doch, durch die Konkurrenzspiele verwöhnt, nach ein wenig mehr Handlungsfreiheit sehnt, bleibt weiterhin Geschmackssache. Wer die typische "Hirn-aus-alles-nierdermähen-Action-Kino"-Ballerei mag, macht mit diesem Spiel nichts verkehrt. Allerdings kommt damit ein weiterer Negativ Faktor hinzu, der sich mittlerweile in der Gamerszene als passender Ausdruck etabliert hat. Die "Moorhuhn-KI" ! Moorhuhn-Ki bedeutet frei übersetzt: "dumme Vögel, die sich sinnlos über das Spielfeld bewegen und den Drang verspüren, erschossen zu werden". Und genau diese huschen auch in Black Ops in Form von gegnerischen Truppen über den Bildschirm. Von einer starken KI kann also wirklich nicht die Rede sein. Und wie üblich strömen auch so lange Gegnerwellen nach, bis man einen gewissen Kontrollpunkt auf der Karte erreicht hat. Mittlerweile wird sowas zurecht als Kritikpunkt im Gameplay angesehen, denn es geht auch anders.
Ein weiteres Plus verdient sich das Spiel hingegen durch seine weiterhin intuitive und gut zugängliche Steuerung. Da alles beim alten geblieben ist, wird sich jeder Fan der Serie sofort heimisch fühlen. Ein wenig langsamer als der Vorgänger "Modern Warfare 2", spielt sich das Ganze besonders im Multiplayer, wieder etwas weniger hektisch. Persönlich kann ich das nur begrüßen. Auch beim Arsenal der Waffen, wurde ein wenig aufgestockt. Neben einer Armbrust mit Explosivpfeilen, ausrüstbarem Flammenwerfer, Wurfmessern oder den gehasst / geliebten Akimbo-Waffen, bei denen man sogar mit zwei Schrotflinten unterm Arm um sich ballern kann, ist die witzigste Neuerung ein kleines ferngesteuertes RC-Auto mit Sprengsatz. Doch was anfangs noch recht witzig wirkt, wird bereits im Multiplayer zu einem nervendem Faktor, wenn man fast nur noch auf kleine Autos oder Akimbo-Liebhaber stößt, kann das mit der Zeit unheimlich nervig werden. Doch das bleibt weiterhin ein Umstand der Spielweise der Mitspieler, die gerne mal durch alles andere als "Fairplay" bestimmt wird.

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"lieber flüssig als schön"
Mehr braucht man zu der Grafik fast schon nicht sagen. An sich sieht Black Ops mal wieder bombe aus. Spektakuläre Explosionen und teilweise wirklich schöne Umgebungs- und Lichteffekte machen auch diesen Ableger zu einem grafischem Erlebnis. Doch so manche matschige Textur, wird man dennoch einfach hinnehmen müssen. Besonders im Multiplayer wirken diese um einiges abgespeckter als im Singleplayer. Aber immerhin kommt man in den Genuss von konstanten flüssigen 60 Frames per Second. Eine grafische Revolution wird man aber dennoch nicht erwarten können. Alles hat man bereits schon mal gesehen und wirkt dadurch vielleicht sogar ein wenig veraltet. Aber schlecht bleibt dennoch was anderes, denn Call of Duty kann sich weiterhin sehen lassen und muss sich neben der Konkurrenz auf keinen Fall verstecken.
Beim Klang verhält es sich ähnlich. Fehlende Lippensynchronität ist auch diesmal wieder als kleiner Schnitzer mit dabei und obwohl eine regelrechte Starbesetzung bei der Synchronisation am Werk war, wirken die meisten Dialoge eher platt und abgelesen. Die richtige Stimmung wird leider nur selten eingefangen. Vielleicht wäre die Originalstimmen-Besetzung, bei der unter anderem Ed Harris, Gary Oldman oder Ice Cube ihre Stimmen zur Verfügung gestellt haben, die bessere Wahl gewesen, doch diese lässt aufgrund der regionalen Beschränkung in der deutschen Version nicht auswählen.
Dennoch rummst und kracht es ordentlich aus den Boxen und Besitzer einer Surround Anlage kommen mal wieder voll auf ihre Kosten. Imposante Soundeffekte bleiben auch weiterhin eine stärke von Call of Duty, auch die Hintergrundmusik kommt erneut leicht unterschwellig daher und unterstreicht somit erstklassig das Geschehen. Wie auch bei der Grafik bleibt somit alles beim alten, aber wirkliche Neuerungen muss man auch nicht wirklich erwarten, denn somit bleibt die Serie ihrer Linie treu.


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"Solides Online-Futter mit Sahnehäubchen..."

Wie in jedem Call of Duty Ableger, ist das eigentliche Kernstück der Online Multiplayer und das ändert sich auch nicht mit dem siebten Teil. Auch wenn das Menu in einem neuem Gewand daher kommt, bleibt der Multiplayer Teil fast schon traditionell bei seinen Wurzeln. Von allen bekannten Modi wie Team-Deathmatch, Herrschaft, Hauptquartier, Suchen & Zerstören, Frei für Alle, Capture the Flag und allen dazu passenden Hardcore Varianten ist alles dabei. Auch das Punkte und Rangsystem mit Herausforderungen und freischaltbaren Aufsätzen, Ausrüstungsgegenständen und Spezial Aktionen ist wieder vertreten. Im Gegensatz zum Vorgänger "Modern Warfare 2" hat man jedoch ein ganzes Stück an der Punktevergabe und Herausforderungen eingespart, dafür aber an anderer Stelle wieder eine ordentliche Schippe zugelegt. So verdient man in Black Ops diesmal sogenannte Cod-Punkte, welche eine Art Währung darstellen, durch die man die gewünschten Waffen, Aufsätze und Ausrüstungen freikaufen kann. Natürlich müssen die besseren Varianten erst zum Kauf freigeschaltet werden, indem man einen bestimmten Level im Multiplayer erreicht. Die wirklich gute Neuerung dabei ist, dass man sich nicht erst durch zig Visiere und Aufsätze durchleveln muss, sondern sich gleich von Beginn an für seine Lieblingsausrüstung entscheiden kann, insofern man genügend Geld verdient hat natürlich. Und auch sonst steht alles im Zeichen der Personalisierung des eigenen Soldaten. Es können eigene Symbole erstellt werden, Waffen können mit dem Clan Symbol versehen oder mit Tarnfarben angepasst werden, um nur einiges an Personalisierungs-Optionen zu nennen.
Wer sich von den zur Verfügung stehenden Optionen erschlagen fühlt und lieber erstmal ausprobieren möchte, statt sich gleich in den harten Online Kampf zu stürzen und gegebenenfalls die falsche Ausrüstung zuerst zu kaufen, kann sich in einem spendiertem offline-Modus des Multiplayer namens "Kampftraining" austoben. In diesem stehen die gleichen Möglichkeiten zur Auswahl, mit dem Unterschied dass man gegen Computer gesteuerten Gegner und Team-Mitgliedern in den Kampf zieht. Durch einstellbaren Schwierigkeitsgrad der KI sowie Anzahl dieser sogenannten "Bots" Stellt dieser Modi tatsächlich eine gute Basis für ein Training dar. Denn hier kann man in aller Ruhe die Möglichkeiten und Karten kennen lernen.
Komplett frisch, findet man bei Black Ops ein neuen Modus Namens "Wettspiel". In vier verschiedenen Spielvarianten, zu unterschiedlichen Wetteinsetzen von "Smal Blind" bis "High Roller" kann dabei das hart verdiente CoD-Geld als Einsatz gesetzt werden. die Wettspiele bestehen im wesentlichen aus einem Deathmatch unter verhärteten Bedingungen. Im "Waffenspiel" startet jeder mit einer Pistole und einem Messer, bei jedem Kill wird zu einer besseren / stärkeren Waffe gewechselt, durch einen Messer-Kill wird man wieder um eine Waffe zurück gestuft. Wer zuerst alle Waffen durchlaufen hat gewinnt. Kommt man dabei unter die ersten Drei kann man einen Gewinn einstreichen, alle Anderen haben damit ihren Einsatz verloren. Auf dieser Grundlage funktionieren auch alle weiteren Spielvarianten. In "Scharfschütze" entscheidet ein Timer darüber wann zur nächsten Waffe gewechselt wird, mit der auch alle weiteren Mitspieler ausgerüstet werden. Hier entscheiden die meisten Abschüsse über Gewinn oder Verlust. Bei "Eine im Lauf" zieht man mit Pistole und Messer in den Kampf. In der Pistole befindet sich jedoch nur eine Kugel. Verbucht man einen Treffer, bekommt man eine weitere hinzu. Schießt man daneben ist nur noch das Messer als Waffe übrig. Jeder Mitspieler erhält drei Leben und auch hier sind die meisten Abschüsse Gewinnentscheident. Last but not least gibt es noch "Stock und Stein" bei dem man mit einer Armbrust, Wurfmessern und einem Tomahawk bewaffnet ist. Bei einem Treffer mit dem Wurfbeil, verliert man auf einen Schlag alle Punkte, was für Spannung bis zum Schluss sorgt. Alles in Allem sind diese Wettspiele tatsächlich eine gelungene Bereicherung die einen frischen Wind in die Online Spielmodi bringen.
Der aus "World at War" bekannte Zombie-Modus, welcher hierzulande den Namen "Überlebenskampf" trägt, ist auch in Black Ops vertreten. Bei dieser Spielvariante, kämpft man sich in beengter Umgebung durch steigende Wellen an Zombies. Die hirnlosen Körperfresser, werden dabei von Runde zu Runde in Aggressivität und Anzahl gesteigert. Besonders wegen des hohen Adrenalin-Faktors, wurde dieser Modus von der Fan-Gemeinde nicht zuletzt, auch wegen der Koop-Möglichkeit geliebt. Und das wäre auch schon der nächste Pluspunkt den sich Black Ops verdient hat. Denn jeder Modi kann nun im Koop gespielt werden. ein zweiter Spieler kann jederzeit über Splitscreen in das Online Spiel einsteigen. So kann mit sich zu zweit an einem Bildschirm in die virtuelle Schlacht stürzen.
Wem das an Neuerungen noch nicht reicht, bekommt obendrein noch die Möglichkeit eigene Videos seiner Online-Matches zu erstellen und auf sein eigenes Profil zu laden oder es der gesamten Community zur Verfügung zu stellen. Dabei können 30 sekündige Clips zu einem eigenem Film zusammen geschnitten werden. Na wenn das nicht mal genau das richtige für Clan ambitionierte Spielanalysten ist, dann weiß ich auch nicht. Aber ein kleines mulmiges Gefühl bekommt man dennoch, wenn man bedenkt dass andere Spieler jederzeit die zehn letzten eigenen Spiele betrachten können.

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"... doch die Kirsche fehlt ! "
Es wäre zu schön gewesen, mal wieder einen komplett runden Online-Shooter ohne jeden Fehler spendiert zu bekommen. Aber daraus wurde auch diesmal nichts, denn so ziemlich jeder Bug, der schon in voran gegangenen Teilen zu finden war, hat sich auch diesmal wieder eingeschlichen. Das fängt schon bei den bekannten Versionskonflikten an, die es nahezu unmöglich machen, mit einem Freund zusammen zu spielen (besonders im Überlebenskampf) was natürlich unter anderem daran liegt, dass in der deutschen Version die Zensurschere zum Einsatz gekommen ist. Dennoch ist es ärgerlich, dass dies wiedermal verpatzt wurde, da dieser Umstand nicht erst seit heute existiert. Auch die bekannten Spielabbrüche, Verbindungsfehler und Spielunterbrechende "Host-Migration" sind wieder mit dabei. Wirklich ärgerlich, denn auch hier sollte man bereits aus den Vorgängern gelernt haben, doch so wird man erneut auf einen Patch warten müssen, der diese Bugs behebt. Hinzu kommen noch gewisse "Kleinigkeiten" wie schlecht gesetzte Respawn Punkte oder Lags die dem Spielspaß den ein oder anderen Dämpfer verpassen können. Besonder weil man mittlerweile den vierten Next-Gen Ableger der Serie vor sich hat, erwartet man eigentlich, dass genau diese Fehler nicht mehr auftreten.

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FAZIT:
" Sieht aus wie CoD, riecht wie Cod, ... ist auch Cod ! "
Nach diesem Prinzip erscheint ein weiterer Ableger der Call of Duty Reihe, dass eher auf Beständigkeit statt großer Neuerungen setzt. Diese Beständigkeit bezieht sich sogar auf die Kinderkrankheiten die bisher in nahezu jedem Teil vertreten waren. Zwar wurden mittlerweile schon einige Fehler per Patch behoben, doch zu Beginn dieses Test haben mir die üblichen Respawn-Patzer und Verbindungsabbrüche unnötige Frustmomente bereitet. Das Versionskonflikte mittlerweile ein Umstand geworden sind, welcher in der Zensur begründet ist, zeigt mal wieder warum so viele Spieler wesentlich lieber zu einer Importversion greifen, als sich die deutsche Version zu kaufen. Dass muss nichtmal daran liegen, dass dort weniger Blut und Verstümmelung zu sehen ist, denn Black Ops hat auch in der zensierten Version ziemlich heftige Momente, aber wenn ein Spiel aufgrund der Beschneidung nur mit regionalen Versionen Kompatibel ist, ist das ganz einfach wesentlich mehr als suboptimal. Ich würde fast schon sagen: inakzeptabel.
Doch zusammengefasst, bekommt man mit Call of Duty: Black Ops erneut einen actionreichen Shooter, der überraschenderweise sogar mit einer packenden Story im Singleplayer überzeugen kann. Die Neuerungen wie einen offline Multiplayer, komplette Koop-Möglichkeiten, Waffenspiele, versteckte Minispiele und dem bekanntem Zombiemodus (Überlebenskampf) sorgen teilweise für wirklich frischen Wind. Und auch wenn man fast schon wieder Kritikpunkte verteilen muss, weil sich gerenderte Filme nicht auf die lokale Festplatte speichern lassen, ist die Möglichkeit sich jederzeit seine letzten Online-Kämpfe ansehen zu können ein Feature, dass ich sehr gerne in weiteren Spielen sehen möchte. Grafisch wird man jedoch keine Revolution erwarten dürfen, und auch am System von Call of Duty hat sich nichts geändert. Damit ist das Spiel gleichermaßen für Neueinsteiger als auch Hardcore-Zocker zugänglich. Doch ob man sich einen weiteren Ableger der Serie zulegen möchte, muss jeder selbst entscheiden, denn im Großen und Ganzen bleibt Call of Duty Black Ops nichts weiter als ein großes Vollpreis Add-On, mit neuen Waffen Karten und kleinen neuen Spielereien. Fans der Serie können aber dennoch bedenkenlos zugreifen. Insofern man keine komplette Neuerfindung eines Call of Duty erwartet, lohnt sich der Kauf in jedem Fall.

WERTUNG:


PRO

  • + gelungene und packende Story
  • + intuitive Steuerung und bewährtes Gameplay
  • + bombastische Grafikeffekte
  • + erstklassige Soundkulisse und Musikauswahl
  • + riesen Auswahl an verschiedenen Spielmodi



CONTRA

  • - Singleplayer mal wieder recht kurz
  • - Moorhuhn-Ki
  • - schwächelnde Grafik im Multiplayer
  • - lässt sich nicht auf englische Sprachausgabe umstellen
  • - nervige Bugs im Multiplayer



STORY: 5 / 6
GAMEPLAY: 5 / 6
GRAFIK: 5 / 6
SOUND: 5 / 6
LANGZEIT: 5 / 6

GESAMT: 25 / 30


LINKS

HOMEPAGE: Call of Duty: Black Ops
TRAILER: YouTube - Call of Duty: Black Ops - World Premiere Uncut Trailer
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Alt 28.05.2012, 09:18 # --
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