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| Prince of Persia - Die vergessene Zeit (The Forgotten Sands) ![]()
![]() Der persische Prinz, dessen Name meines Wissens in noch keinem Spiel bekannt gegeben wurde, hat schon so manches Abenteuer hinter sich gebracht. Bereits 1989 hüpfte er in anspruchsvoller Jump n´Run Manier über den Bildschirm und setzte dabei neue Maßstäbe im Bereich der "Jump ´n Run Spiele". Seit dem hat sich die Spielserie stetig weiter entwickelt und es trotz Höhen und Tiefen, bis in die heutige Generation geschafft. Im Jahr 2008 gab es bereits den ersten Versuch, den Prinzen in einer NextGen Optik in die heimischen Wohnzimmer zu bringen. In bunter Cell-Shading Optik, mit komplett neuer Story und stark vereinfachtem Gameplay, wurde dieser Titel jedoch von der Fan-Gemeinde mehr kritisiert als angenommen. Ubisoft scheint sich nun diese Kritik zu Herzen genommen zu haben und hat mit "Prince of Persia - Die vergessene Zeit" auf das bewährte und beliebte Gameplay, der "Sands of Time"-Trilogie gesetzt. Auch die Story knüpft diesmal wieder an diese Serie an und ist zeitlich zwischen "Sands of Time und Warrior Within" einzuordnen. In neuer Optik und mit altem Gameplay versucht Ubisoft die Herzen der Fans zurück zu erobern. Ob sie es wirklich geschafft haben, erfahrt ihr in diesem Test. ![]() " Hätt ich Dich heut erwartet ... " Was eigentlich nur ein Besuch werden sollte, beginnt schon bei der Ankunft des Prinzen, im Reich seines Bruders "Malik", in einem Drama. Es tobt eine wilde Schlacht gegen ein feindliches Heer und der Prinz macht sich auf, um seinem Bruder zur Hilfe zu eilen. Doch der Kampf scheint schon ausweglos verloren zu sein, denn sein Bruder befindet sich bereits im Rückzug, in die sicher geglaubte Festung. Als einzigsten Ausweg sieht Malik nur noch die Möglichkeit, Salomons mächtige Sandarmee herauf zu beschwören um sein Reich zu retten. Das war ein Fehler ! Denn diese im wahrsten Sinne unbändige Macht, richtet sich nun gegen Alles und Jeden. Und so geschieht es, dass selbst die Armee des Prinzen-Bruders nach und nach zu Sandstatuen erstarrt. Einzig der Prinz und sein Bruder Malik scheinen von diesem Fluch, nicht betroffen zu sein, was an dem schützendem Amulett zu liegen scheint, von dem jeweils eine Hälfte im Besitz der Brüder ist. Eben dieses Schmuckstück scheint es auch zu sein, was es ermöglichen könnte, die fürchterliche Sandarmee wieder in ihr Gefängnis zu bannen. Es müsste nur zusammengefügt werden. Das hört sich eigentlich recht simpel an, ist es aber nicht. Denn bevor dies in Erfahrung gebracht werden konnte, wurden die beiden Brüder bereits voneinander getrennt und so beginnt schon nach den ersten Minuten, eine scheinbar nie enden wollende Suche nach dem königlichem Familienmitglied, welchen man grundsätzlich immer nur um Haaresbreite verpasst. Obendrein scheint Malik so langsam Gefallen an den Umständen zu finden, da seine eigene Kraft durch die beschworene Armee, zu wachsen scheint. Nachdem ihn der Prinz endlich mal erwischt, weigert sich sein Bruder, scheinbar bereits besessen, die beiden Amuletthälften zusammen zu fügen und verschwindet abermals in den verwinkelten Ecken des Palastes. Also aufs neue hinterher. Leider macht die Jagd nach dem eigenen Bruder, schon den größten Teil des jüngsten Abenteuers aus. Zwar begegnet man zwischenzeitlich "Königin Razia", der Königin des Dschjin Stammes, welche den Prinzen mit neuen Fähigkeiten im Kampf ausstattet und ein wenig mehr Informationen über die Hintergründe der Sandarmee liefert. Dennoch muss man sagen, dass die Geschichte recht schwach daher kommt und im Großen und Ganzen auch etwas mager ausfällt. Denn so wirklich packen tut sie einen nicht. Aber vielleicht muss sie das auch nicht, denn letztendlich bietet es immer noch eine gute Grundlage um durch die verwinkelten und mit feindabschreckenden Fallen besetzten Ecken, des Reiches zu hechten.... ![]() " Aus alt mach neu, ..." Und genau das geschieht, für Fans der Serie, wieder in alt bekannter Tradition. Man möchte fast schon sagen in viel zu bekannter Tradition. Denn viel hat sich am Fallensystem nicht geändert. Es scheint fast so, als wären sie aus älteren Titeln, einfach nur übernommen worden. Dennoch spielt sich das Ganze wieder wie ein gewohntes Prince of Persia. Da wird die Wand entlang gelaufen, sich von einer Säule zur nächsten geschwungen, an Wandteppichen herunter geschlitzt, von A nach B gesprungen, geduckt, gerollt und wieder abgesprungen. Und das funktioniert, dank leicht vereinfachter Steuerung und schöner Animationen unheimlich gut und flüssig. Neben dem bekannten Feature, die Zeit für einen kurzen Moment zurück drehen zu können, um so einem missglückten Sprung zu wiederholen, besitzt der Prinz nun obendrein die Fähigkeit, Wasser erfrieren zu lassen, um sich an den erstarrten Fontainen entlang schwingen zu können. Diese Neuerung, wird im verlaufe des Spiels mit steigendem Anspruch auch ziemlich ausgereizt. Dabei ist schon leichte Fingerakrobatik und gutes Timing gefragt, um sich seinen Weg durch das unwegsame Gelände zu bahnen. Ebenfalls neu überarbeitet wurde das Kampfsystem. Dank modernster Technologie, steht man teilweise bis zu 50 Gegnern gleichzeitig gegenüber und versucht diese mittels Angriffskombinationen zur Strecke zu bringen. Die durch kleine Endmoves schön in Szene gesetzten Kämpfe, werden mit der Zeit allerdings ein wenig eintönig, da die Liste der verfügbaren Attacken leider nicht sonderlich groß ausfällt und somit die Kämpfe mit der Zeit in ein stupides Knöpfe drücken ausarten. Hinzu kommt, dass die KI der Gegner nicht sonderlich intelligent daher kommt. Die meiste Zeit stehen die Gegnermassen einfach nur plump um einen herum und der Reihe nach greift einer von ihnen an. Damit aber trotzdem ein wenig Abwechslung in die Buttonmasherei rein kommt, stehen dem Prinzen magische Elementarkräfte zur Verfügung. Mit der Steinhaut lässt sich beispielsweise wesentlich mehr Schaden verkraften, während sich mit der Kraft des Windes so manche Gegnerhorde, im wahrsten Sinne wegwehen lässt. Feuer- und Eisschaden lassen sich ebenfalls erlernen. In einem übersichtlichem Tech-Baum, können diese Kräfte sowie Lebensenergie oder Dauer der Wasser und Zeitmanipulation aufgewertet werden. Dazu sammelt man im laufe des Spiels sogenannte Orbs ein, die von Gegnern oder zerstörbaren Vasen hinterlassen werden, mit denen man bei einer bestimmten gesammelten Anzahl, einen Level aufsteigt und seine Fähigkeiten verbessern darf. Was neben Fallen ausweichen und Kampfeinlagen in einem Prince of Persia natürlich nicht fehlen darf, sind die kleinen Rätsel, bei denen die grauen Zellen gefragt sind. Zwar tauchen hier und da wirklich gut gelungene Rätselpassagen auf, dennoch machen diese leider nur ein geringen Teil des jüngsten Abenteuers aus. Für mich persönlich hätten es ruhig ein wenig mehr sein dürfen. ![]() "Es ist nicht alles Gold, was glänzt " Optisch ist das Spiel definitiv auf dem neusten Stand und dabei stechen besonders die wundervoll erstellten Zwischensequenzen ins Auge. Zwar bietet das Leveldesign kaum Abwechslung, da man die meiste Zeit in immer gleich aussehenden Passagen der Festung umher springt, doch bekommt man mal eines der Außenareale zu Gesicht, sehen diese wirklich schön aus. Bedingt durch die Umstände, dass alles Leben zu Sand erstarrt ist, wirkt die Umgebung zudem ein wenig karg und trostlos. Von einer belebten Umgebung kann dabei also wirklich nicht die Rede sein. Hier ist alles sandig und tot, wie die Horde an Sandkriegern die es zu besiegen gilt. Man kann fast schon sagen, dass der Next-Gen Vorgänger zu Prinz of Persia, trotz der Cell-Shading Optik, einen Tick besser ausgesehen hat. Beim Design der Gegner, wäre vielleicht ein wenig mehr Abwechslungsreichtum wünschenswert gewesen, denn wirklich ausgefallene Monster bekommt man hier leider nicht zu sehen. Man kämpft sich also durch Scharen von gleich aussehenden Skelettkriegern, bei denen hier und da ein übergroßer Gegner in insgesamt eher plumpen Animationen daher kommt. Dagegen wirken die akrobatischen Einlagen des Prinzen wirklich flüssig und sind sehr schön anzusehen und machen besonders bei den Bosskämpfen gegen Bildschirmfüllende riesige Gegner einiges her. Untermalt wird das Ganze von einem Soundtrack, der in wundervolle orientalisch angehauchten Melodien, das gesamte Geschehen perfekt unterstreicht. Auch bei der Synchronisation hat man sich wieder einmal viel Mühe gegeben. Die deutschen Stimmen passen allesamt recht gut zu den Charakteren. Den ein oder anderen plumpen Spruch und dem Versuch witzig zu sein, wird man allerdings verkraften müssen. ![]() FAZIT:" Ein lecker Häppchen für zwischendurch" Zusammengefasst, bekommt der Spieler aber wieder ein rundes Abenteuer geboten, dass mich bis zum zum Schluss motiviert hat. Fans der Serie sollten sich diesen Teil auf jeden Fall einmal ansehen, allerdings nicht all zu viel erwarten. Denn die Hardcore Zocker des persischen Prinzen, werden leider nicht ganz auf ihre Kosten kommen. Das ein oder andere Fallensystem kennt man einfach schon zu genüge aus den älteren Teilen der Serie. Was allerdings den Neueinsteigern wiederum zugute kommt. Wer sich mit der Geschichte um den persischen Prinzen bisher noch nicht beschäftigt hat, kann bei diesem Teil auf jeden Fall bedenkenlos zugreifen, denn so wirklich viel zu tun, hat die Handlung mit der bisherigen Serie nicht. Die flache und wenig umfangreiche Story, sorgt zwar für ein zügiges voranschreiten, dennoch will die leicht magische Stimmung aus den Vorgängern nicht so recht aufkommen. Und so bleibt es mit diesem Teil doch eher ein Snack für zwischendurch. Aber man muss dennoch zugeben, dass er schmeckt. Die Fallen und Rätsel ermutigen dazu, das Spiel in einem Rutsch durchspielen zu wollen und sind bis auf einige knackige Passagen im späteren Verlauf des Spiels, auch recht einfach zu meistern, was wiederum für Trophaenjäger interessant werden könnte. Die wirklichen Schwächen von "Prince of Persia - Die vergessene Zeit" zeigen sich ganz klar in der schwachen KI und dem Kampfsystem. Für meinen Geschmack hätten es ein paar Kämpfe weniger, aber dafür einige Rätsel mehr sein können, denn das ist es was ein ein Prince of Persia bisher immer ausgemacht hat. WERTUNG: STORY / ATMOSPHÄRE : 4/6 STEUERUNG / GAMEPLAY: 5/6 GRAFIK / OPTIK : 5/6 SOUND / MUSIK 5/6 LANGZEITMOTIVATION 4/6 GESAMT: 23 /30 + schöne Inszenierung der Story + Abwechslungsreiches Gameplay (klettern, kämpfen, rätseln) + gut aussehende Grafik Engine + perfekte musikalische Untermalung, gute deutsche Sprecher + schönes Plattforming - flache Handlung - schwächelndes Kampfsystem - plumpe Animationen der Gegner - flache Sprüche und Dialoge - zu kurz und zu leicht LINKS: HOMEPAGE: Home | Prince of Persia: Die vergessene Zeit | Ubisoft TRAILER: YouTube - Prince of Persia : The Forgotten Sands - Announcement Trailer Werbung |
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