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| Review-Redakteur Registriert seit: 07.01.2008
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Ich werde ihm ein Angebot machen, das er nicht ablehnen wird. Oder so ähnlich. Wir kennen sie doch alle. Die italienische Mafia. Die chinesischen Triaden. Die tschechische Organmafia. Die Thematik des organisierten Verbrechens ist seit jeher ein interessanter Faktor vieler Bereiche. Kunst, Literatur, Film und nicht zuletzt das Videospiel bedient sich an der Geschichte, an dem Aufbau der kriminellen Vereinigungen. So darf auch selbstverständlich nicht, im Rahmen des weltweiten Verbrechens, die berühmt berüchtigte japanische Yakuza vergessen werden. Und wer könnte den Flair der japanischen Kriminellen besser einfangen als die Japaner selbst? Bereits mit Teil 1 und 2 haben Sega und Amusement Vision (AV) gezeigt, wie facettenreich ein Spiel gestaltet sein kann. Am 26. Februar 2009 kam Yakuza 3 in die japanischen Läden. Der Rest der Welt musste mehr als ein Jahr auf ein Release hoffen und warten, bis Sega schließlich vor ein paar Monaten offiziell bestätigte: Yakuza 3 wird im Westen erscheinen. Hat sich das Warten gelohnt? Was erwartet Kazuma Kiryu? Was ist Yakuza eigentlich? Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter? ![]() Vom Tellerwäscher zum Millionär ← → Vom Yakuza zum Kindergärtner Ganz ehrlich. Was wissen wir eigentlich über die japanische Kultur. Massenmedien suggerieren der westlichen Welt, dass das Volk der aufgehenden Sonne nichts anderes kann außer Mangas sowie Anime zu zeichnen, etwas Karate, Mr. Miyagi sei Dank, und natürlich nur aus Technik- und Videospielfreaks basiert. Wirtschaft, Kultur und Politik bekommt man nur richtig mit, wenn man sich damit beschäftigt. Umso interessanter ist es, dass ein elementarer Faktor der japanischen Welt als Knotenpunkt für ein Videospiel hergenommen wird. Hierbei geht es allerdings nicht um die Zubereitung von Sushi, nein, es gilt in die Welt der kriminellen Yakuza einzutauchen. SEGA hat bereits auf der Playstation mit Teil 1 gezeigt, wie facettenreich die Welt der japanischen Unterwelt sein kann; selbstverständlich ist das nur ein Videospiel und keine realistische Darstellung dieses Milieus. Yakuza 2 übergab SEGA, die fortan nur noch als Publisher der Serie dienen werden, die Entwicklung an Amusement Vision, die mit dem direkten Nachfolger eine sehr gelungene Fortsetzung geschaffen haben. Nun haben viele Europäer die ersten beiden Spiele verpasst und auf einmal kommt der PS3 exklusive Titel, der bereits am 1. Releasetag in Japan über 300.000x verkauft worden ist, in den Kontinent. Schnell noch die vorherigen Titeln spielen? Muss nicht sein, denn AV ist so nett und packt die komplette Story beider Titel auf die Blu Ray, die sich jederzeit im Hauptmenü ansehen lassen können. Dargestellt werden die Zusammenfassungen anhand von Zwischensequenzen aus den Spielen, während der Protagonisten Kazuma Kiryu als Kommentator fungiert. Insofern werde ich auch nicht groß die Geschichte von Teil 1 und 2 aufführen, sondern einfach nur erklären worum es geht. In Yakuza übernimmt der Spieler die Rolle des Kazuma Kiryu, einem Mitglied des Tojo-Clans, der unter den anderen Yakuza als Drache des Dojima Clans bekannt ist, was bestimmt nichts mit seinem gewaltigen Tattoo auf dem Rücken zu tun hat... Der junge Kazuma hatte in den ersten beiden Titeln so einige Probleme. Ach, ihr wisst schon. Junge trifft Mädchen. Junge verliebt sich in Mädchen. Mädchen wird vom besten Kumpel, der mittlerweile größenwahnsinnig ist, umgelegt. Junge wird wütend und prügelt sich durch die Straßen Japans, nimmt dabei die verbliebene Tochter des toten Mädchens auf. (Was denn sonst? Also ehrlich, das hätte man sich auch denken können) Schafft es sogar bis zur Chefposition des Tojo-Clans, auf die er aber verzichtet. Im zweiten Teil der Reihe versucht Kazuma mit Haruka, der Tochter seiner verstorbenen Jugendliebe, ein friedliches Leben zu führen, welches im jedoch verwehrt wird, da es erneut zu Spannungen zwischen den Clans kommt. Also muss Herr Kiryu wieder alles zurecht biegen. Nach ganz ganz grobem Rumbiegen, sind nun alle wieder irgendwie glücklich. Und genau hier setzt Yakuza 3 an. Kazuma will mit der kleinen Haruka dem Yakuza-Milieu entfliehen und baut zusammen mit ihr ein Waisenhaus auf um Kinder zu betreuen, die wie er selbst, ohne Eltern aufwachsen mussten. So richtig kann man sich das gar nicht vorstellen, wenn man das hier so liest. Dabei ist der ehrfurchtgebietende Drache ein ruhiger und ausgeglichener Mann, der nicht unbedingt die Konfrontation sucht. Aber genau das, die Darstellung der Charaktere, ist eine von vielen interessanten Dingen der Spielreihe und vor allem Yakuza 3. Wie in Yakuza 1 und 2 bietet der dritte Teil dem Spieler wieder eine überzeugend inszenierte Geschichte, die von internationalen politischen und wirtschaftlichen Intrigen handelt, bei der nicht nur der Protagonist in den Vordergrund gedrückt wird, sondern auch Nebencharaktere. Während in anderen Spiele diese eher als, sagen wir Lückenfüller, dienen, die dem Spieler mit Rat und Tat zur Seite stehen, sind die Nebencharaktere der Yakuzaspiele tiefgründige Wesen, bei denen jede Zwischensequenz einfach nur Spaß macht, da man nicht nur die Geschichte des Protagonisten erfährt, sondern auch der Personen um ihn herum. Die ersten Spielstunden verbringt der Spieler zum Beispiel damit, die Waisenkinder zu betreuen, zu bekochen, die Probleme der Kinder zu lösen und jene eben kennen zu lernen. Tja, so sind sie nunmal, diese Japaner, diese Yakuza! ![]() Yakuza (3) Das japanische GTA? Bis heute verstehe ich nicht, wie Leute darauf kommen diese Spielreihen überhaupt miteinander zu vergleichen. Außer dem Punkt, dass beide Reihen im kriminellen Milieu angesiedelt sind, haben die Spiele rein gar nichts miteinander zu tun. Wenn man irgendetwas mit irgendwem vergleichen will, dann kann man am ehesten das geniale Shenmue hernehmen. Aber das machen wir hier auch nicht. Wer sich nun Yakuza 3 kauft und in seine Konsole einlegt, sollte nicht erwarten, dass er mal schnell über die Straße rennen kann um ein Auto zu stehlen und mit Höchstgeschwindigkeit ein paar Leute auf dem Bürgersteig zu überfahren. Ferner ist das Kaufen von vollautomatischen Schusswaffen bei zwielichtigen Drogenjunkies nicht möglich, mit denen man dann den Polizisten der Stadt Feuer unter dem Hintern machen kann. Nein, das nun wirklich nicht. Wer sich Yakuza 3 besorgt, sollte sich auf eine komplex inszenierte Geschichte mit authentischen Charakteren gefasst machen. ![]() Kiss of the Dragon Das liest soch doch schon mal sehr gut. Kann es noch besser kommen? Teilweise. Man steuert Kazuma Kiryu durch zwei fiktive Städte, die der Hauptstadt Tokio stark ähneln, sowie auch durch Okinawa, der Insel auf der der ehemalige Yakuza jenes Waisenhaus eröffnet hat. Yakuza 3 wirkt wie ein Open-World-Titel, ist es aber nicht. Die Städte und ihre Viertel sind frei begehbar, jedoch machen sich bereits an Straßen und Gebäuden nervige unsichtbare Wände bemerkbar, die nicht fehlplatzierter sein könnten. Hat man sich erstmal daran gewöhnt, dann läuft der Hase schon. So bewegt man seinen Lieblingsyakuza durch die Städte und versucht sämtliche Missionen zu bewältigen. Falls man sich mal verirrt hat wird schnell im Menü die Karte aufgeschlagen. Schön wäre es, hätte man die Funktion Wegpunkte zu setzen implementiert. Ist man aber ein paar Mal durch die Straßen gelaufen, orientiert man sich rapide. Eine Minikarte ist ja schließlich auch vorhanden. Doch Vorsicht! Wenn der gute alte Kazuma für seine Waisenkinder mal was Einkaufen muss, kann es schon vorkommen, dass Probleme in den Straßen auftreten. Da stellen sich doch einem tatsächlich zwei schräge Typen in den Weg und fordern Wegzoll. Selbstverständlich geht man darauf nicht ein. Also heißt es: Prügel kassieren oder Prügel austeilen. Als alter Haudegen des Tojo-Clans ist ja wohl klar, welche Wahl man hier treffen wird. Und so kommen wir auch zu einem wesentlichen Faktor der Yakuza-Reihe, dem Kampfsystem. Anders als in den Vorgängern hat man hier auf einen Extrabildschirm (wie in den traditionellen Final Fantasy Kämpfen) verzichtet und lässt die Kämpfe gleich vor Ort austragen. Wird man auf der Gasse angepöbelt, kämpft man folglich in der schmalen Passage. Die Kämpfe kann man mit alten Arcade-Brawl-Titeln vergleichen und orientieren sich stark an diesen. Harte Tritte, kräftige Schläge und fiese Angriffe mit sämtlichen Gegenstände. Als Yakuza kennt man keine Gnade. Drei Anzeigen schmücken den oberen, linken Bildschirm. Die orangefarbene Leiste steht für die Gesundheit, die gelbe für die Erfahrung die man gesammelt hat und die blaue stellt die sogenannte Heat-Anzeige dar. Wird die letzte Leiste aufgefüllt, kann man die Gegner mittels der Umgebung ausknocken. Da wird der Gegner gegen die Motorhaube eines nahestehenden Wagens geschmettert oder aber gegen die harte Steinwand geklatscht. Will man den Raufbolden noch weiter zusetzen, holt man, wenn diese noch recht wenig Lebensenergie haben, die man stets an einer kleinen Leiste ablesen kann, zu einem Finishingmove aus, der nicht nur schmerzhaft aussieht. Nach erfolgreichem Bestreiten der Kämpfe, greift man ordentlich viele Erfahrungspunkte ab, die man schließlich in brachialere Moves und Kombos sowie die Steigerung beider Energieleisten investieren kann. Schusswaffen gibt es zwar keine im Spiel, obwohl mal gerne in Zwischensequenzen rumgeballert wird, dafür hat man die Möglichkeit mit sämtlichen Objekten zu kämpfen. Es sieht zwar etwas seltsam aus, wenn Kazuma auf einmal eine Sitzbank hochhebt und seine Gegner durch die Straßen fegt, aber der Zweck heiligt schließlich die Mittel. Hilfreich ist ein 'Waffenhändler', der euch mit Objekten wie Baseballschlägern, Tonfas oder Katanas versorgt, wenn ihr dementsprechend genug Yen zahlt. Aber Obacht; sämtliche ****-, Stich- und Schlagwaffen sind nur für einen begrenzten Zeitraum verfügbar; mit jedem Schlag lädiert ihr eure Waffe immer mehr. Der Einsatz jener Waffen sollte also mit Bedacht gewählt werden. Bevor ihr sie einsetzen könnt, müsst ihr die Waffe erstmal im Menü ausgerüstet haben. Falls es aber mal trotz Waffeneinsatz dazu kommen sollte, dass ihr den Hintern ordentlich versohlt bekommt und schon bald Gefahr droht das Zeitliche zu segnen, dann solltet ihr euch einen Energiedrink, einen Hamburger oder irgendein traditionelles japanisches Gericht zu euch nehmen, die man in Fast Food Läden oder kleinen Tante Emma Läden kaufen kann. Hin und wieder kommt ihr, wie bei den Vorgängern, zu Abschnitten, in denen ihr euch Straße für Straße oder Etage für Etage durchprügeln musst um am Ende gegen einen Endboss anzutreten. Da seid ihr auf einen Haufen von Drinks angewiesen, denn für Anfänger ist die (Kampf)Steuerung sicherlich noch etwas ungewohnt, vor allem da sämtliche Bewegungen etwas steif und undynamisch sind. Das Spiel an sich ist ziemlich ausbalanciert, die Prügelsklaven die einem vor dem Endkampf mit dem Boss entgegen gestellt werden sind ein Witz, können einem aber gefährlich werden, wenn sie in der Überzahl sind. Auch für Drachen gilt es den einen oder anderen Gesundheitsboost in petto zu haben! ![]() Mr. Nice Guy Doch woher soll ich denn bitteschön Geld für jene Utensilien herbekommen? Eine Option ist der Kampf. Nachdem man einigen Punks gezeigt hat, mit wem man sich lieber nicht anlegen sollte, kann es durchaus passieren, dass die geprügelten Hunde aus lauter Ehrfurcht Geld verschenken. Und mal ehrlich? Gibt es irgendeinen Grund warum man das Geld nicht annehmen sollte? Ich wüsste keinen. Eine andere Möglichkeit sind die unzähligen Nebenaufgaben, die es in Yakuza 3 zu bestreiten gibt. Ob es die Einkäufe einer alten Dame sind oder die Hilfe bei der Suche nach einem Anhänger, es winkt oft eine materielle Belohnung. Ein Katalog im Menü zeigt Informationen zu den Nebenmissionen an. Natürlich müsst ihr nicht nur Kleinkram erledigen, sondern auch mal etwas komplexere Nebenmissionen erledigen, die sich in mehrere Stufen gliedern, bei denen es dann auch gilt, verschiedene Bedingungen zu erfüllen. Nicht selten passiert es, dass Sidequests wissenswerte Informationen über bestimmte Nebencharaktere hervorbringen oder gar mit Hauptmissionen überlappen. Zu allem Überfluss ist das auch noch eindrucksvoll in Szene gesetzt. ![]() Unleashed Nicht nur actionlastige Kämpfe bietet Yakuza 3 auf sondern auch eine filmreife Inszenierung á la Metal Gear Solid. Klar, ich vergleiche gerade Birnen mit Äpfeln, aber die Atmosphäre ist genauso stimmig wie bei MGS. Zwischensequenzen bringen Gedanken, Wünsche, Ziele und Persönlichkeit sämtlicher Charakter zur Geltung. SEGA verzichtete jedoch auf multilinguale Audio- und Textausgaben, insofern wird das komplette Spiel in der japanischen Sprache gesprochen und mit englischen Untertiteln versehen. Und um ehrlich zu sein...das ist das Beste wofür sich SEGA entschieden hat. Wer dauerhaft Animes schaut, weiß den Flair der japanischen Sprecher zu schätzen. Insofern hätten es wohl englische Sprecher ordentlich vergeigt. Von Deutschen will ich gar nicht erst anfangen. Allein die Intensität der Stimmen lässt den Spieler die Authenzitität der Gespräche über politische Intrigen und jenen Ernst der Lage regelrecht spüren. Akkustisch wird die Szenerie durch passende Hintergrundmusik betont. Sanfte Rythmen in Kombination mit smoothem J-Pop begleiten Kazuma durch die Spielwelt; kommt es zu einem Kampf pumpen aus den Boxen elektronische Beats zu rockigen Melodien. Wobei diese in den Zwischensequenzen eher gedämpft werden um die teils länger andauernden Dialoge in den Vordergrund zu rücken. Bemerkenswert ist die Mimik der Polygonmodelle. Gleich um welche Gefühlsregung es sich handelt, die Charaktere bekommen diese hin. Es ist schön anzusehen, wenn eine Person aus Skepsis die Augenbraue hebt oder aus Scham den Kopf gen Boden senkt. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Grafik eher altbacken ist. Die farbenfrohen und detailreichen Umgebungen sind zwar schön anzusehen, wirken jedoch nicht wirklich lebensecht, wie zum Beispiel bei einem Heavy Rain. Steife Animationen, hölzerne Bewegungen tun ihr übriges. Hinzu kommen körnige und unscharfe Texturen, die das Gesamtbild trüben. Doch was Yakuza 3 an Optik nicht hergibt, macht es mit Abwechslung wieder wett. Wenn man mal genug von der Story hat, kann man sich gerne mal einen Drink in einer Bar gönnen. Wer betrunken genug ist, versucht sich am Karaokeautomaten oder aber spielt zur Ernüchterung eine Runde Golf. Auch ist es möglich, sich einen kleines Taschengeld als Paparazzi zu verdienen. Jedoch merkt man auch hier, dass Amusement Vision nicht gerade zu einfallsreich war, denn vieles wurde aus den Vorgängern übernommen. Was jedoch als deutlicher Kritikpunkt erwähnt werden muss, ist das Wegstreichen bestimmter Elemente der westlichen Version des Spieles. So hat SEGA entschieden auf einige Missionen, Minispiele sowie die Hostessenbars und die Flirts mit jenen Hostessen zu verzichten, wohl aus dem Grund, dass Europäer nichts über den Status der Hostbars wissen und es mit Bordellen verwechseln könnten. (Seltsam, diese wurden in Teil 1 und 2, welche ja hierzulande erschienen sind, nicht entfernt.) Zu gerne hätte man sich eine kleine Pause vom Yakuza-Alltag genommen um mit einer hübschen Dame einen virtuellen Flirt zu genießen. Warum denn auch nicht? Sieht man sich Trailer der japanischen Version an, sind diese Aktionen nett inszeniert, eben auf jenem Zwischensequenzniveau, während normale Nebenmissionen textlastiger sind und ohne Sprachausgabe erscheinen, sondern in Form von Textboxen. Insbesondere für Leute die nicht so gerne lesen oder Neulinge der Spielreihe, haben sich hier mit viel englischem Text auseinanderzusetzen, jedoch ist das weniger schlimm, wenn man noch etwas Schulenglisch drauf hat; es sollte also kein Problem darstellen. ![]() Once upon a time in Japan.../Fazit ...ein ehemaliger Yakuza der seine Vergangenheit ruhen lassen wollte und ein Waisenhaus eröffnet hat. Wie, ihr findet das liest sich total panne? Nun, ich war anfangs auch etwas skeptisch. Kazuma The Dragon Kiryu ein eher zurückgezogener Waisenonkel? Nanana. Wo bleibt denn der coole Haudrauf aus den Vorgängern? Keine Sorge, Fans der Reihe werden auf keinen Fall enttäuscht. Die Action daran, ist die Darbietung darin. Ich wusste nicht was ich nach dem ersten Durchspielen machen sollte. Neue Schwierigkeitsgrade und ein Premium Adventure Mode, die mir erlauben, das Spiel unter anderen Bedingungen zu spielen. Wenn das nicht genug ist, prügel ich in der Arena um Geld und verdien mir ein bisschen was dazu. Trotz der optischen und technischen Macken ist mir Yakuza 3 von der ersten Minute an sofort ans Herz gewachsen. Es gibt viel zu tun, auch für Trophyjäger gilt es das Spiel zu 100% zu meistern, und ich lüge nicht, wenn ich sage: Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch! Yakuza 3 ist ein Spiel mit vielen Facetten. Es ist ein spannender Krimithriller, ein herzzereißendes Drama, ein witziger Brawler. Doch eins ist Yakuza 3 sicher nicht: langweilig! Pro/Contra: (+) cool inszenierter Politthriller (+) filmreife Zwischensequenzen (+) brachiales Kampfsystem mit hohem Aktionsradius (+) Detailreichtum der Städte mit vielen Aktionsmöglichkeiten (Einkaufen, abwechslungsreiche Elemente wie Karaoke, diverse Sportarten etc. und viele weitere Minispiele) (+) tolle japanische Synchronisation/ herrlicher Soundtrack (+) äußerst hohe Langzeitmotivation dank Schwierigkeitsgrade und Spielmodi (-) unfaire Abstriche in der westlichen Version! (-) altbackene Optik trotz feinem MotionCapture (-) nervige unsichtbare Wände (-) steife Animationen und träge Bewegungen Wertung * Story / Atmosphäre : 6 / 6 - Ein herrlich inszenierter Yakuza-Epos geht in die dritte Runde. Ich freue mich auf Teil 4! * Optik / Grafik : 4 / 6 - nicht wirklich das Non Plus Ultra, aber muss es auch gar nicht sein. Yakuza überzeugt durch andere Stärken * Steuerung / Gameplay : 4 / 6 - Für Neulinge der Reihe wird die Steuerung, vor allem im Kampf etwas gewöhnungsbedürftig sein. * Sound / Musik : 6 / 6 - Feine Untermalungen, rockige Melodien, sanfte popige Rythmen, alles was den Japanfan begeistert. * Langzeitmotivation : 6 / 6 - Von Ultimate Fighting Arenen bishin zu Angeln am Strand. Wer die Nase voll von den Hauptmissionen hat, wendet sich den dutzenden von Sidequests zu. GESAMT : 26/30 Punkten. |
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