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| DRAGON BALL Z: RAGING BLAST ![]() Entwickler: Spike Publisher: Namco Bandai Platform: PlayStation 3 / Xbox 360 Release: 13,11.2009 Genre: Beat em Up Spieler: Singleplayer / Multiplayer / Online Multiplayer (2- USK/PEGI: USK12 / 12+ "Ein neues Dragonball Spiel, ein neues Glück"
Wenn man das so liest, könnte man meinen, ich rede vom perfekten Dragonball Fan Spiel, auf das jeder gewartet hat. Wenn ... , ja wenn da nicht der Böse Fehlerteufel wäre, welcher sich als hartnäckiger Wiederholungstäter, in grundsätzlich jeden Dragonball-Ableger einzuschleichen versucht und erfolgreich seine Arbeit verrichtet. Wie dem auch sei, mit Dragonball: Raging Blast wird, nach dem Vorgänger "Burst Limit", wieder auf das Tenkaichi-3D-Gameplay gesetzt und der Dragonball- Franchise -Fan, darf sich ein weiteres Produkt in sein Regal stellen. ![]() "Who the **** is Goku...?" Zur Story kann man vorweg nur eins sagen. Wer die Serie nicht kennt, oder wenigstens teilweise Verfolgt hat, wird mit Raging Blast auch nur bedingt schlauer werden. Zwar bietet das Spiel eine kleine Bibliothek in der einige Entwicklungen und Verhältnisse erklärt werden, dennoch sind die Story-Entwicklungen der Serie so umfangreich, dass man sie nur schwer bis gar nicht in ein Prügelspiel unter bringen könnte, ohne die gesamte Serie als Zwischensequenzen mit rein zu packen. Allerdings wäre das wiederum genau das, was man sich bei einem Dragonball Spiel wünscht. Originalszenen der Anime Serie als Zwischensequenz. Um Die Geschichte dennoch kurz anzureißen geht es im Großen und Ganzen um Son-Goku und seine Freunde. Die Welt, oder teilweise das gesamte Universum werden von Saga zu Saga von fiesen und übermächtigen Gegnern bedroht und meist entscheidet sich, in einem knappen aber sehr epischen Kampf, das Schicksal der Bewohner. So unterteilt sich Raging Blast, getreu der Serie in verschiedene Sagen:
Die Geschichte wird im Story Modus jeweils in einem kurzem Prolog sowie Epilog erzählt, allerdings ist dies rein Text basierend und reißt die Geschichte jeweils nur ein Stück weit an. Wer sich in der Serie nicht gut auskennt, wird kaum einen logischen Zusammenhang darin finden, Nichtmal wenn er sich die freischaltbaren Dialoge und Geschichten aus der Bibliothek zusammen puzzelt. Während der Kämpfe selbst, werden ebenfalls Dialoge abgehalten, welche sich in abgeschnittener Form, recht Nahe am Originalgeschehen der Serie orientieren. Allerdings wird jeder, der des englischen oder gar japanischen nicht mächtig ist Probleme bekommen, da sie in der deutschen Version nur in Untertiteln über den Bildschirm huschen. Sich während des doch recht schnellen Gameplays auf die Untertitel zu konzentrieren, wäre zwar möglich, aber nicht sinnvoll. ![]() "Eine unvollendete Kampf-Symphonie" Wer sich neu in die Sparte der Dragonball-Prügler einreiht, wird die Steuerung auf den ersten Blick als unheimlich schwammig und unpräzise empfinden, denn nicht jede Aktion wird mit einem Tastendruck einfach so ausgeführt. Ähnlich einer musikalischen Jazz-Komposition kommt es bei der Steuerung fast schon mehr auf die Pausen an, als auf den eigentlichen Takt. Denn viele Attacken benötigen erst den richtigen Einstieg (Intro), eine Überleitung (Bridge) um letztendlich in den Höhepunkt zu gleiten (Refrain). Und die Möglichkeiten in Raging Blast seine eigene Kompositionen, in Form von Combo-Attacken oder Strategien, zu entwickeln sind vielseitig. Dazu steht im Dojo ein umfangreiches Tutorial und ein Trainingsmodus zur Verfügung, in der jede mögliche Attacke sowie der passende Konter, ausreichend erklärt wird und nur mit perfekter Ausführung abgeschlossen werden kann. Schon bereits hier wird klar, worauf es in Raging Blast ankommt. Timing, Timing und nochmals Timing. Sowie Stunden um Stunden an Übung, um dieses rein zu bekommen. Das bekommt man auch merklich im Online-Modus zu spüren, denn es hat den Anschein als würde sich rein die Elite auf dem virtuellen Schlachtfeld treffen um ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Spiel ist schon im Singleplayer nicht unbedingt einfach. Für den Ungeübten sogar höllisch schwer, aber was sich in einem Gefecht gegen einen geübten menschlichen Spieler abspielt, sprengt alle Ketten. Doch auch das zeigt mir, dass das Spiel eine Tiefe zu besitzen scheint, die auf den ersten Blick nicht unbedingt ins Auge springt, sondern als Kritikpunkt angesehen werden könnte da diese Spieltiefe auf Anhieb nur schwer zu erkennen ist. Deshalb lasse ich diesen Punkt an der Stelle einfach mal so stehen, denn die Meinungen dazu teilen sich komplett in zwei Lager. Entweder man empfindet die Steuerung als unmöglich und nicht ausbalanciert, oder man erfreut sich an den vielen Verbesserungen und Kombinationsmöglichkeiten. Dazwischen wird es nicht viel geben, aber Recht kann man beiden Seiten geben. Die wirklich unumstößlichen Kritikpunkte zeigen sich spätestens bei der schlechten Kameraführung, die so schmerzlich in das Gameplay eingreift, dass man das Spiel gerne mal in die Ecke schmeißen würde. Ist ein Objekt wie ein Hügel, der Kamera erstmal im Weg, ist von den Kämpfern nicht mehr viel zu sehen. Zwar wurde diesmal ein wenig Abhilfe geschaffen, indem man per Steuerkreuz die linke oder rechte Schulterperspektive anwählen kann und so das Geschehen wieder in den Blick bekommt, aber mal ehrlich, wer will sich in der Hitze eines ohnehin schnellen Spiels auch noch mit der Kamerasteuerung befassen müssen ? So wird auch die Verfolgerkamera des öfteren zur nervtötenden Spaßbremse. Befindet sich der Gegner direkt über einem in der Luft, ist er dort nicht zu entdecken, da sich der eigene Blick grundsätzlich starr nach vorne richtet. Wenn dann noch die KI der Meinung ist, über dem eigenem Kopf kreisen zu müssen, (was sie ständig macht) hat man es auf dem Bildschirm mit einer schwindelerregenden kreisenden Kamera zu tun. "Nicht sehr schön" wäre da noch untertrieben. ![]() "Eine Tonne Daumenbrecher" Normale Nahkampfattacken, sowie Super oder Ultra Angriffe, gehen diesmal recht einfach von der Hand. Über den rechten Stick lassen sich verschiedenste Super Angriffe ausführen indem man ihn nach links, rechts, oben oder unten bewegt. Ist die KI Leiste gefüllt, welche sich einfach über das Steuerkreuz aufladen lässt, kann per Tastendruck auf den rechten Stick (R3) eine Ultra ausgeführt werden. Hierzu lassen sich im Anpassungsmenu, nach genügend gesammelten Spezialfähigkeiten im Storymodus eigene Fertigkeiten zusammen stellen. Jeder Kämpfer kann mit eigenen, individuellen Spezialattacken ausgestattet werden. Das Fertigkeitensystem, bietet dazu nochmal eine eigene tiefgehende Welt für sich. Um einen Kampf letztendlich für sich entscheiden zu können reicht es allerdings nicht, sich mit seinen Lieblingsattacken auszustatten und auf das Beste zu hoffen. Es müssen gut getimte Kombinationen aus Angriffen, Kontern, Dashes und Sprints ausgeführt werden, um den Gegner zu besiegen. Hinzu kommt, dass sich getreu der Serie ein Großteil des Kampfgeschehens in der Luft abspielt und ein BeatemUp im freiem Raum nochmal ganz andere Dimensionen bietet, als ein üblicher 3D-Prügler. Reiht man einige geschickte Attacken aneinander, welche durch schnelles hinterher Hechten nach einem Schlag bestehen, versetzt man den Gegner in eine Benommenheit, welche sich wiederum gekonnt ausnutzen lässt, da sich der Kontrahent erst wieder erholen muss. Werden solche Angriffe und Kombination gezielt eingesetzt, lässt sich ein Gegner komplett kontrollieren, ohne das er einmal zum Zuge kommt. "Juggling / Jonglieren" nennt sich das und es wird für Könner auch in diesem teil wieder groß geschrieben. Ziemlichen Frust bekommt man nur, wenn man auf der andere Seite steht und diese Welle abbekommt und mit nervigen Kreisbewegungen des linken Sticks versucht aus der Benommenheit raus zu kommen. ![]() "... nur Original, ist genial" Wer bereits die vielen Vorgänger der Serie kennt und mag, wird sich an der teilweise schönen HD-Optik erfreuen können. Jedoch hört das Erstaunen bereits bei der Levelgestaltung auf. Während sich die Charaktere ziemlich originalgetreu über den Bildschirm bewegen, erstreckt sich im Hintergrund meist nur eine matschige Hintergrundtextur der Umgebung. Zwar bietet die Fernsehserie selbst meist nur karge Hintergrundlandschaften, (damit das Kampfgeschehen mehr im Vordergrund steht) dennoch fehlt es in Dragonball: Raging Blast an scharfen Texturen. Abgesehen von der HD-Auflösung, welche diese Texturen nochmal um ein vielfaches schlechter aussehen lassen, hat sich seit PS2 Zeiten, anscheinend nicht viel verändert. Schade eigentlich, da den Spielentwicklern mittlerweile wesentlich bessere Mittel zur Verfügung stehen sollten. Auf der anderen Seite kann man jedoch sagen, dass das Spiel seiner Linie und damit der Serienvorlage treu geblieben ist. Die Kampfeffekte, wie Feuerbälle oder schnelle Attacken, Teleportationen, oder Transformationen in einen Super-Sayajin sehen hingegen wirklich schön aus und bleiben somit das unumstrittene Highlight dieses Prüglers. Fließende Animationen in den Zwischensequenzen, kann man schon allein aus der Serienvorlage nicht erwarten und so bleibt das Spiel dem Animelook treu. So auch bei den Soundeffekten, welche original aus der Serie übernommen wurden und das Kampfgeschehen akustisch untermalen. Japanische Rock Musik ist hingegen nicht jedermanns Geschmack, aber wer sich an den martialisch in das Ohr fressenden Melodien erfreut, kommt in diesem Ableger mal wieder voll auf seine Kosten. Der ein oder andere Song wird sich sicher in das Gehirn fressen und wer ein wenig anfällig für sowas ist, bekommt den auch erstmal nicht wieder raus. (Cha-la, Head Cha-la) ![]() FAZIT: "Kaaame Haaame Haaaa .... Gesundheit ! " Von Kinderkrankheiten kann man an dieser Stelle eigentlich nicht mehr reden, denn nach einigen Vorgängern, hätte man nun eigentlich wissen müssen, was man hätte besser machen können. Irgendwie wirkt Raging Blast wie ein aufgewärmtes PS2-Spiel mit aufpolierter Grafik und überarbeiteter Steuerung. Aber was an guten Neuerungen rein gebracht wurde, wurde an anderen Stellen in Form von nervigen Schnitzern hinzu gefügt. Die richtige Langzeitmotivation will auch nicht so recht aufkommen. Im Einzelspieler muss die gesamte Story allein für Trophäenjäger doppelt und dreifach gespielt werden, da einige Kämpfe einer Saga, erst mit Speziellen Sternen erkauft werden können. Dazu müssen wiederum spezielle Anforderungen in den einzelnen Kämpfen erfüllt werden, wie zum Beispiel: "3 erfolgreiche Spezialangriffe" oder "Besiegen auf der schwersten Stufe". Allerdings muss ein Kampf bereits abgeschlossen sein, damit man die Anforderungen erfüllen darf. Wer also die Story gleich auf der schwersten Stufe spielt, bekommt dies in Form eines Sterns nicht angerechnet. Hinzu kommen noch die langen Ladezeiten, die zwar mit einem Minispiel versehen wurden, welches man aber nach dem hundertsten mal nicht mehr sehen kann. Letztendlich muss man Dragonball: Raging Blast, dennoch aus zwei Blickwinkeln betrachten. Für den Hardcore-Dragonball-Tenkaichi Fan geht sicher der ein oder andere Traum in Erfüllung und er wird an diesem Spiel ewige Stunden seinen Spaß haben können. Anhänger der Budokai Reihe werden nach einer kleinen Enttäuschung mit "Burst Limit" ganz sicher auch dieses Produkt verschmähen. Der Neuling und Nicht-Eingeweihte dieser Geschichte, wird sicher einen großen Bogen drum machen, da es in keinster Weise an die komplexe und doch faszinierende Welt von Dragonball heranführt. Somit bleibt Raging Blast ein reines Fan-Produkt, für Hardcore Zocker. WERTUNG: STORY: 3/6 GAMEPLAY: 4/6 GRAFIK: 4/6 SOUND: 4/6 LANGZEITMOTIVATION: 3/6 GESAMT: 18 / 30 (+) grosse Kämpferauswahl ... * (+) schönes, originales Charakterdesign (+) original Sound und japanische Sprachausgabe (+) Online Modus (+) riesiges Fertigkeitensystem (-) * ... jedoch weniger als in PS2 Vorgängern (-) matschig, karge Hintergrund- und Umgebungstexturen (-) nervige Kamera (-) lange Ladezeiten (-) für Unerfahrene eher ungeeignet VIDEO: Videos | Dragon Ball Portal HOMEPAGE: Story | Dragon Ball Portal |
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