[Review] EyePet™ - ein Haustier für die Konsole

Alt 27.04.2010, 07:24   # 1
pittiplatsch
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"Mama, ich möchte aber eine kleine Miezekatze haben." "Wenn dein Bruder etwas größer ist, bekommt ihr euer Haustier." "Aber ich möchte JETZT die Katze haben." Alle Klischees werden bedient – meine Tochter jammert rum und ich habe ein Problem.
Ja - ICH bin mit Katzen groß geworden. Seit Ende der 1. Klasse hatte ich eine eigene Katze, um die ich mich kümmern durfte und später auch kümmern musste. Eigentlich war Wuschel ja meiner Mutter – doch ich hatte mehr Zeit und den besseren Draht zu ihr. Das war vor über 30 Jahren und nun bin ich selbst Vater von 2 Kindern. Das ist gut so – doch schlecht ist, dass wir nicht mehr in dem verträumten Dorf meiner Kindheit sondern in einem älteren Stadtviertel einer mittleren Großstadt leben. Warum erfüllen wir nicht den Wunsch der kleinen Racker und sie bekommen ihr Haustier? Ich habe Angst, dass die Arbeit doch an mir hängen bleibt – zum Schmusen aber alle anderen Familienmitglieder gut genug sind.

Meine Tochter bekommt das EyePet

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  • Entwickler: SCEE London Studios
  • Herausgeber: Sony Computer Entertainment
  • Genre: Lebens-Simulation
  • Erscheinungsdatum: 23.Oktober 2009
  • Sprachen:
    • Steuerung: Deutsch
    • Tonausgabe im Spiel: Deutsch
  • Anzahl Spieler:
    • lokal: 1 (4 EyePet-ID's möglich)
  • Network-Funktionen: EyePet™-Store & Videoaustausch
  • HD-Auflösung: 720p
  • Medientyp: Blu-ray-Disc
  • Hardwarevoraussetzung: PlayStation®Eye-Kamera
  • Preis: ca. € 30.00 (Einzelspiel) / ca. € 50.00 (Bundle mit PlayStation-Kamera)
  • Altersfreigabe:
    • usk 0 USK: Freigegeben ab 0 Jahren
  • Trophäen: Ja (EyePet™-Trophäenliste)


Kurz nach Ostern ist es da – ein Päckchen mit neuem Futter für die Sony-Konsole. EyePet – das virtuelle Haustier - ist bereits seit Oktober 2009 erhältlich. Im vorliegenden Bundle befinden sich neben der eigentlichen Spiele-Blu-ray Disc noch die PlayStation®Eye-Kamera, eine Zauberkarte und die Anleitungen zum Spiel.

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Lieferungumfang des EyePet™-Bundle - mit dem gelieferten Inhalt kann der Spielspaß gleich losgehen.

Die Installation der PlayStation®Eye-Kamera ist kinderleicht – einfach einen freien USB-Anschluss an der Konsole suchen, Kamera anschließen, fertig. Das 2 Meter lange Anschlusskabel sollte auch für einen etwas entfernteren Aufstellungsort reichen. Die mitgelieferte Anleitung zum Spiel ist mit 7 Seiten zwar sehr dünn geraten, aber alle wichtigen Informationen für einen reibungslosen Spielbeginn sind enthalten.

Nachdem man das Spiel zum ersten Mal gestartet hat, wird man vom Professor begrüßt, der dem Gamer das EyePet™-Center vorstellt und auch später im Spiel hilfreich zur Seite steht. Bevor der Spaß richtig beginnen kann, sind kleine Vorbereitungsarbeiten nötig. Auf dem Boden vor dem Fernseher muss Platz geschaffen werden – schließlich will das EyePet störungsfrei spielen können. Anschließend ist die Kamera anzuschließen und auszurichten. Dann kann es losgehen. Beim erneuten Spielstart kann man dann die Anleitung überspringen.

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Der Professor im EyePet®-Center, Installation der Kamera und Vorbereitung des Zimmers - alles wird verständlich erklärt.

Mauzi ist da – meine Kinder haben ihr Haustier

"Ein Osterei" meint meine Tochter, als plötzlich das EyePet-Ei auf dem Boden liegt. Zuerst erwärmen, dann mit der Zauberkarte durchleuchten, das Ei hin und her schubsen, klopfen und klatschen. Dann ist es soweit – das EyePet schlüpft. Einen Namen braucht das wuschelige Ding. "Wie soll es heißen?" frage ich. "MAUZI" – meine Tochter hat entschieden und das kleine Tier – eine niedliche Mischung aus Hund und Katze mit dem Aussehen eines kleinen Äffchens - hat Familienanschluss gefunden.

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ID-Karte wählen und Foto schießen, das Ei erwärmen und warten bis das EyePet schlüpft.


Menü und Steuerung:

Das Startmenü ist einfach gehalten. Neben dem EyePet-Programm, welches jeweils 4 Tagesaufgaben enthält, gibt es noch die Menüpunkte EyePet-Pflege, Zauberspielzeug, EyePet online, Zeichnen, Draußen und Meine Sachen.
Sieht man einmal von der Steuerung der Fahrzeuge und Roboter ab, so benötigt man den Controller ausschließlich zur Menüsteuerung. Das innovativste und erstaunlichste Feature bei EyePet ist die Steuerung im Rahmen des "Augmented Reality". Die PlayStation®Eye-Kamera nimmt die Umgebung des Spielers auf und die PS3 überträgt anschließend die Aufnahmen in Echtzeit in die erweiterte Realität auf dem Bildschirm, der auch die Heimat des virtuellen Spielkameraden und Haustiers darstellt.

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Noch besser kann sich das Spiel nicht an der Wirklichkeit orientieren -
nicht nur Mauzi schläft, auch Junior hat es in das Land der Träume geschickt.

Die Steuerung über die PlayStation®Eye-Kamera fordert aber auch ihren Preis. So ist das Spiel sehr lichtempfindlich, daß heißt der Standort für die Kamera sollte eine eher gleichmäßige Beleuchtung erhalten. Eine nicht zu starke Lampe relativ über der Kamera hat sich als günstig erwiesen.
Auch die bei ungünstigen Lichtverhältnissen auftretenden Schatten führen im Spiel unter Umständen zu fehlerhaftem Verhalten des EyePet, da dann auch der Schatten als Bewegung des Spielers interpretiert wird. Ebenso verhält es sich mit starken Bewegungen im Hintergrund oder in der Umgebung des Spielers.

Spielablauf und Aufgaben

Nach einigen grundlegenden Informationen durch den Professor und dem Bewältigen der Übungsaufgaben im Tutorial bekommt man die ersten Belohnungen – EyePet-Styling-Set, Futternapf und die ersten Kekse, ein komplettes Pflegeset mit Dusche, Shampoo und Fön sowie ein Bowlingspiel sind neben dem bereits erspielten Trampolin die Grundausstattung, damit man die ersten Tagesaufgaben erfolgreich hinter sich bringen kann.

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Das Waschen scheint unserer Mauzi richtig Spaß zu machen - eine echte Katze würde vor dem Wasser flüchten.

Mit Spielspaß, Mahlzeit, Stylingspaß und Waschtag stellen die Tagesaufgaben für den Tag 1 kaum ein Problem dar. Dem User werden die täglich im Spielverlauf zu absolvierenden Tätigkeiten näher gebracht. Für jede erfolgreiche Aufgabe erhält man wieder eine Belohnung in Form von weiteren Preisen für das Stylen des EyePet, Spielzeug oder Zubehör für andere Aufgaben. Je besser man die Forderungen erfüllt (es gibt die Stufen Gold, Silber und Bronze) umso mehr Preise kann man abstauben.
Ist der erste Tag vollständig erspielt, erhält man eine Kamera, mit der ab sofort auch die Fortschritte im Spiel sowie diverse Gameszenen festgehalten werden können. Während die Aufgaben am Anfang hauptsächlich mit den einfachen Steuerungs- und Beschäftigungmöglichkeiten für das EyePet lösbar sind, so kommen im weiteren Spielverlauf die Begabungen des Haustiers zu Tage. Malen, Singen, sportliche Herausforderungen und das Bepflanzen eines kleinen Gartens gehören dann zu den kreativen Aktivitäten.

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Tagesaufgaben, Zauberspielzeug, Pflegeprogramm und das Fotoalbum -
gut strukturiert geht es durch das Spiel.

Für die Freischaltung der folgenden Tage benötigt man eine unterschiedliche Anzahl bereits gelöster Einzelaufgaben, die einzelnen Punkte eines Tages können dabei auch von der Grundaufgabe oder vorherigen Spielteilen abhängen. Insgesamt sind die Hürden für die Freigabe eines weiteren Tages so gewählt, dass selbst ungeübte User bei mehreren nicht geschafften Prüfungen neue Herausforderungen mit höheren Erfolgschancen bekommen; im Schnitt sind etwas mehr als 2 bestandene Prüfungen notwendig, bevor ein symbolisiertes Schloss vor den Aufgaben verschwindet und den Zugriff ermöglicht. Kommt der Spieler nicht in der angedachten Weise im Spiel vorwärts oder gibt es völlig neue Funktionen und Spielzeuge, so hilft einem der Professor mit seinen Erklärungen weiter.

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Voraussetzung für die Freischaltung gesperrter Level und Gegenstände ist die Erfüllung bestimmter Aufgaben.
Bei Erfolg wird man mit Preisen für das EyePet belohnt.

Positiv im Sinne der Langzeitmotivation fällt auf, dass Sony beim Spielverlauf auf eine zeitliche bzw. inhaltliche Begrenzung geachtet hat. Spieler die meinen, in sehr kurzer Zeit das komplette Game durchzocken zu können, werden durch den freundlichen Professor darauf hingewiesen, dass "das EyePet nur eine bestimmte Menge an Aufregung verträgt" und man deshalb für neue Aufgaben am nächsten Tag vorbeischauen soll. Auch für die trophäensüchtigen PS3-Gamer sind Hürden für den Erwerb der Platintrophäe eingebaut, so benötigt man beispielsweise 20 bestandene Gesundheitsbefunde seines Spielkameraden für eine bestimmte Trophäe und selbst danach sind noch genügend Preise im Spiel versteckt bzw. zu holen, die dafür sorgen, dass man sich mit dem EyePet beschäftigen muss.

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Mit den Menüpunkten Zeichnen und Draußen kann man bei den Aufgaben für das EyePet für Abwechslung sorgen.
Selbst nach vielen Spieltagen sind noch Preise zu ergattern oder versteckt.

Wer neugierig ist, wofür er welche spielinterne Trophäe oder Belohnung erhält, der kann im Menüpunkt "Meine Preise" nachsehen. Ein Klick auf das Feld des noch nicht erspielten Gegenstandes verrät zumindest, wo man seine Aktivitäten konzentrieren sollte.
Umfangreich sind die kreativen Entfaltungsmöglichkeiten im Spielverlauf. Genau das richtige für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Ob das Malen mit dem Skizzenblock, bei dem der intelligente Spielkamerad im Fernseher die eigenen Kunstwerke nachzeichnet oder die melodischen Versuche den vorgemachten Singsang nachzuahmen - für lustige und unfreiwillig komische Situationen ist gesorgt. Selbst sollte man für genügend Nachschub an Zeichenpapier sorgen, denn davon wird einiges gebraucht.

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Die gezeigten Vorlagen setzt das EyePet immer besser um -
nur langweilen darf es sich nicht, denn dann wird auf dem Fußboden gemalt.

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Immer neue Aufgaben und Spielvarianten lassen jüngere "Haustierbesitzer" die Lust am Spiel nicht verlieren.

Der Tagesablauf bei der Pflege des virtuellen Haustieres gleicht zwar immer wieder gewissen Vorgaben, der Spieler hat aber die Möglichkeit die Entwicklung des EyePet weitestgehend selbst zu fördern und zu bestimmen. Schnell wird man merken, dass der Spielgefährte nicht altert - aber für die jüngeren Mitglieder der Zielgruppe ist das sowieso egal. Andererseits ist das EyePet sehr reinlich - außer der obligatorischen Wäsche muss man keine Reinigungsarbeiten für den virtuellen Spielgefährten vollbringen. Ebenso nimmt das EyePet die Nichtbeachtung nicht gleich übel, sondern macht mehr oder weniger deutlich auf sich und seine Bedürfnisse aufmerksam. Spätestens wenn einem das Geräusch der Fliegen rund um den trolligen Kameraden auf den Nerv geht, dann wird man ihn freiwillig pflegen oder das Spiel beenden.
Für eingefleischte Zocker ist das Spiel daher eher nicht geeignet, denn die stupide Abarbeitung von "Pflegetätigkeiten" rund um das EyePet und die sehr langwierige Suche nach den letzten Belohnungen für die erfolgreich bestandenen Gesundheitsbefunde oder versteckte Preise in den Aufgaben werden von Dauerspielern als störend empfunden. Auch die Lösung einiger scheinbar leichter Aufgaben ist dieser Benutzergruppe eher lästig, als dass dann Spaß aufkommt. Ältere Spieler werden nicht zuletzt an den gesanglichen Aufgaben mehrmals scheitern, sofern sie die bestmöglichen Ergebnisse erreichen möchten. Hier hilft dann mitunter die Lebenserfahrung des Spielers und der gekonnte Einsatz von Technik.

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Die Aufgaben und Beschreibung der Trophäen ist zwar eindeutig - doch manchmal muss man schon gut nachdenken um auf die Lösung zu kommen.
Um das Aquarium vollständig zu füllen muss man daher auch an jedem Wochentag angeln gehen und spezielle Fische fangen.

Neben den im Spiel stückchenweise freispielbaren Outfits kann man auch im EyePet-Store vollständige Kostümierungen für den Spielkameraden erwerben. Angepasst an die jeweilig aktuellen Ereignisse sind so beispielsweise Weihnachts- oder Osterkostüme zu erhalten. Außer diesen kostenpflichtigen Zusatzinhalten bietet Sony auch Glückspakete mit ausgewählten Inhalten der normal erspielbaren Preise an - diese Glückstöpfe werden von Zeit zu Zeit als Gratisdownload über den Store im PlayStation-Network angeboten.
Eine weitere Onlinefunktion ist der Austausch von InGame-Videos mit anderen Besitzern der kleinen Haustiere. So kann man sich am heimischen Bildschirm auch seine eigenen Spielerfolge als kurze Videosequenzen nochmals anschauen. Ärgerlich hingegen ist die technische Umsetzung, sofern man seine Videos und Fotos aus dem Spiel auf einen externen Datenträger kopieren möchte oder einzelne Bildgruppen zu löschen wären. Hier bleibt dem Spieler nur die Nutzung der "Alles-oder-Einzeln"-Variante, denn Gruppierungen sind nicht möglich.

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Auch wenn keine direkte Onlinefunktionalität gegeben ist -
im EyePet-Store gibt es neue Outfits und kleine Zusammenstellungen von Preisen und
mit den Videofunktionen kann man Aufnahmen seines Haustieres mit anderen Spielern teilen.

Persönlich interessant fand ich die Traumphasen des EyePet, denn in dieser Zeit "verarbeitet" das Kleine die Erlebnisse der vergangenen Spielstunden. An dieser Stelle ist der Spielgefährte also ganz wie die eigenen Kinder.

Grafik und Sound

Die grafische Gestaltung des Spiels ist ansprechend - eher ungünstig dagegen ist die fehlende Anpassung an herkömmliche Fernsehgeräte. Wer nicht die Möglichkeiten eines Breitbildgerätes nutzen kann, wird im Spielverlauf des öfteren feststellen, dass der Spielgefährte außerhalb des angezeigten Bildes unterwegs ist bzw. nicht auf die Aktionen des Spielers reagieren kann. Spätestens bei den Aufgaben mit Fahrzeugen oder Ballons stösst man dann an seine Grenzen.
An seine Grenzen stösst das Game auf großen HD-Fernsehern, denn bedingt durch die geringe Auflösung der PlayStation®Eye-Kamera und der Einrechnung in die Umgebung wird das Bild unscharf. Immer deutlich und realitätsnah bewegt wird das EyePet dargestellt.
Auch die eigenen Kreationen beim Zeichnen sind gut zu erkennen, sofern man einen dicken Stift verwendet hat. Besonders empfehlenswert ist hierbei ein dunkler Edding mit relativ breiter Spitze. Positiv fällt dann die Berechnung und 3D-Darstellung der gemalten Gegenstände auf - bei Fahrzeugen sollte man aber auf runde Räder achten, denn sonst könnte es bei der Fortbewegung Probleme geben.

Beim Sound haben die Entwickler sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert - die Hintergrundmusik wiederholt sich in einer Endlosschleife. Früher oder später wird die Musik so zum nervenden Geräusch. Auch die gegenstandsgebundenen Effekte, wie Motorengebrumm und Gerätegeräusche lassen sich leider nicht an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Wünschenswert wäre die Einbindung eigener Wiedergabelisten im Spiel gewesen, denn dann könnte man die Beschäftigung mit dem EyePet auch noch mit dem Musikgenuss der eigenen Lieblingshits verbinden.

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Interaktion wird im Spiel groß geschrieben - der Gamer ist immer mittendrin und Teil der Umwelt für das Haustier.


Fazit:

Die Frage, ob EyePet ein Spiel im herkömmlichen Sinne ist oder nicht, muss jeder für sich selbst beantworten. Bei uns ist EyePet mit seinen Aufgaben und Minispielen rund um die Betreuung des neuen Familienmitgliedes zu einer angenehmen Abwechslung geworden. Nicht zuletzt durch die beiden Kinder im Zielgruppenalter ist bisher keine Langeweile aufgekommen und der Pflegealltag somit auch eine Überprüfung auf das Durchhaltevermögen der Kleinen. Auch die Förderung der Kreativität gestaltet sich etwas einfacher, da man sich selbst nun nicht immer Gedanken um eine sinnvolle Beschäftigung machen muss. Für ältere Gamer verliert das Spiel aber schnell an Reiz, es sei denn, man gehört zur Fraktion der Throphäenjäger und nutzt das Spiel als Pausenspaß zwischendurch. Dafür wird man dann im Laufe der Zeit mit einer ansprechenden Sammlung von PSN-Trophäen belohnt.
Die nahezu unendlichen Stylingmöglichkeiten und die Aktivitäten mit dem EyePet bieten eine ganze Zeit Abwechslung - leider gibt es bisher keine Möglichkeit weitere Inhalte hinzuzufügen.
Technisch ist das Spiel ohne eigentliche Story gut umgesetzt, Highlight ist hier die Bewegungsanimation. Für das Umfeld des virtuellen Haustieres hätte Sony mehr tun können, allein das Singledasein des Spielkameraden ist manchmal etwas trist.
Enttäuscht hat die so gut wie nicht vorhandene Nutzung des PlayStation-Network, welches eigentlich nur für den Zukauf von Kostümierungen und den Austausch der Videos genutzt wird. Andere Spiele überzeugen an dieser Stelle deutlich mehr. Positiv hingegen ist das separate Abspeichern der EyePet-ID's und eigener Stylingkreationen, denn so kann man sein Haustier auch mal zu Besuch bei Freunden mitnehmen.
Während die Steuerung über die PlayStation®Eye-Kamera ein absolutes Plus darstellt, ist die damit verbundene Lichtempfindlichkeit unschön. Ein abendliches Spiel oder die prall einfallende Sonne am Nachmittag kann so schnell den Spielgenuss vermiesen. Aufpassen muss man auch auf den Aufstellort der Kamera - tatsächlich vorhandene Haustiere können hier schnell zum Störfaktor mutieren.
Wer sich für den Kauf des Bundle mit PlayStation®Eye-Kamera entscheidet, der wird zu einem vernünftigen Preis den Mehrwert des Gerätes schätzen, da auch andere Spiele und Anwendungen auf die Kamerafunktion zurückgreifen.
Alles in allem ist EyePet durch die simple Steuerung und das leicht durchschaubare Gameplay eine schöne Ergänzung für den Familienabend mit Kindern oder die kreative Abwechslung im Freizeitprogramm bei schlechtem Wetter. Einen lebenden Vierbeiner wird das virtuelle Haustier jedoch nie ersetzen können, da man nie etwas richtiges zu fassen bekommt und somit sehr viel vom Vorstellungsvermögen des Spielers abhängig ist.

Wertung:
  • Story / Atmosphäre : 5 / 6 - EyePet ist kein Spiel mit eigentlicher Story - die Führung des Spielers entlang eines gedachten roten Fadens mit den Tagesaufgaben ist jedoch gelungen.
  • Optik / Grafik : 5 / 6 - Die Bewegungsanimation und Integrierung der Spielgegenstände in das Umfeld ist gelungen - für die ungünstige Auflösung der Kamera kann das Spiel nicht verantwortlich zeichnen.
  • Steuerung / Gameplay : 5 / 6 - Mit der Kombination PlayStation®Eye-Kamera und Zauberkarte sowie einer leicht durchschaubaren und gut erklärten Steuerung überzeugt EyePet.
  • Sound / Musik : 2 / 6 - Hier liegen die tatsächlichen Schwächen des Spiels - fehlen doch die einfachsten Einstellmöglichkeiten.
  • Langzeitmotivation : 4 / 6 - Mit den spielinternen Preisen, einer umfangreichen Trophäenliste und der Einschränkung der absolvierbaren Aufgaben je Tag wird der Spieler animiert auch nach Tagen sich mit dem EyePet zu beschäftigen.

GESAMT : 21/30 Punkten.




Hinweise:
 

Alt 28.05.2012, 09:17 # --
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