[Review] Battlefield: Bad Company 2

Alt 20.04.2010, 16:51   # 1
HeadWind
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Entwickler: DICE
Publisher: Electronic Arts
Erscheinungstermin: 4. März 2010
Sprache: Deutsch / Englisch
Genre: Taktik-Shooter (Einzelspieler, Mehrspieler)
Online: 2 - 24 Spieler (PC Version bis zu 32)
Plattform: PC, PS3, Xbox 360
Getestet: PS3 Version
Auflösung: 720p
USK Wertung: 18





" ZERSTÖRUNG 2.0"
Mir fällt die Decke auf den Kopf, die Wände kommen immer näher und irgendwie scheint Alles über mir zusammenzubrechen. Doch ich befinde mich im Moment nicht in der Spätphase einer Winterdepression, sondern sitze mit aufgerissen Augen unter pochendem Adrenalin vor meinem Bildschirm und spiele den aktuellsten Battlefield Ableger aus dem Hause DICE. In Bad Company 2 lässt sich so ziemlich alles, zu Klump zerballern und wo eben noch ein Haus war, in dem man campierte um unentdeckt zu bleiben, befindet sich nun ein Haufen aus Schrott und Gerümpel. Durch ein knarzendes Geräusch sich verbiegender Balken und Stahlträgern stürzt das Gebäude und damit mein geglaubter sicherer Schutz in sich zusammen und begräbt mich unter einem Haufen von Geröll und Staub. Zerstörung.2.0 wird mir im Multiplayer als Art des Kills angezeigt, doch irgendwie bin ich mehr erstaunt als frustriert über diese virtuelle Todesart. Nach einigen Sekunden Respawnzeit springe ich mit einem Raketenwerfer bewaffnet, über den Einstiegspunkt eines Squad Mitglieds, so Nah wie Möglich an meinem Nemesis, zurück ins Spiel. Rache ! Mit innerlich aktiviertem Rambo-Modus richte ich in geduckter Haltung, hinter den Überresten eines Schutzwalls kauernd, meinen Raketenwerfer auf den gegnerischen Panzer, welcher mich zuvor mitsamt des Gebäudes zermalmt hat. "Zzzzisch.....Peng...Padauz" und das gefährliche Kettengefährt zerschellt in einer riesigen Explosion in tausend Teile und hinterlässt ein brennendes Wrack sowie eine sich langsam senkende Staubwolke. Doch es bleibt keine Zeit zum Durchatmen und Verschnaufen. Denn ein weiterer Gegner, flankiert mich bereits von der Seite und ich gehe abermals zu Boden noch bevor ich nachladen konnte. Mir egal.... mich hats gepackt. Rache 2.0 !


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(SINGLEPLAYER)

"Die Bad Company im 2. Weltkrieg ... ?"
Nein, keine Angst ! Man befindet sich zwar, in der ersten Mission des Singleplayer, um 1943 in der Nähe einer pazifischen Insel, um einen US-Forscher aus japanischer Gewalt zu befreien, jedoch dient diese Mission nur als Einleitung für den späteren Verlauf der Story. Nachdem man die erste Bekanntschaft mit einer gewaltigen Superwaffe machen durfte, und diese scheinbar auch nicht überlebt hat, macht die Geschichte einen zeitlichen Sprung, zurück in die Gegenwart.
Die Bad Company ist zurück. Bestehend aus dem "Sarge", "Haggard", "Sweetwater" und "Marlowe" scheinen sie den Goldrausch aus dem Vorgänger gut überstanden zu haben. Jedenfalls ist davon nichts mehr zu spüren. In der Rolle von Marlowe steckt man mit dem Rest des B-Company (Bad Company) Squads, mal wieder hinter den feindlichen Linien, in einem erbittertem Krieg zwischen den USA und Russland. Die Mission lautet: Einen US-Spion aus russischer Hand befreien. Jedoch läuft dies nicht wie geplant, und so muss die Bad Company fast schon Tatenlos zusehen, wie die zu rettende Zielperson von einem russischem Kommandanten namens "Kirilenko" erschossen wird. Denn obwohl dieser als Ziel erfasst ist, lautet der Befehl: " Nicht schießen !" Die Chance den Mörder an Ort und Stelle zur Rechenschaft zu ziehen scheint somit vertan. Und wie sollte es anders sein, bereits nach der Flucht aus dem feindlichen Gebiet wird klar, dass es sich hierbei um eine weitaus größere Operation handelt, in der es um die geheime Superwaffe namens "Skalarwaffe" geht. Die nachfolgenden halsbrecherischen Missionen treiben die vier Soldaten durch die dichten Dschungel Boliviens, den hohen Anden oder auch den trockenen Wüsten in Chile um weitere Daten über diese gewaltigen Bedrohung zu sammeln. Immer nur knapp einen Schritt hinter dem Feind, scheint jedes Mittel recht und so holt man auch gerne einen ganzen Satelliten aus seiner Erdumlaufbahn und lässt ihn auf die Erde krachen, um an diese Daten zu kommen. Mitunter sind es genau diese orthodoxen Methoden, welche der Bad Company ihren Namen verleihen. Letztendlich bestätigt sich die Existenz dieser gewaltigen EMP Waffe. Doch nicht nur das. In gefundenen geheimen Unterlagen, befinden sich Aufzeichnungen, dass die US-Regierung scheinbar bereits 1943 von dieser Waffe gewusst hat und die Soldaten damals, somit in den sicheren Tod geschickt wurden. Kirilenko zu stoppen und die Waffe zu zerstören hat nun jedoch oberste Priorität und so kommt Bad Company auch schon recht schnell zu seinem nervenaufreibenden Showdown.


"Wo bleibt da der Witz ?"
Da die vier Jungs diesmal nicht, dem Goldrausch verfallen und am Durchdrehen sind, wirkt sich dies auch ein wenig auf den erwarteten Humor in den Zwischensequenzen aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass er diesmal nicht zu finden ist. Verweilt man im Spiel an einem Ort, wird es nicht lange dauern, bis Haggard Sweets und der Sarge, in einer absurden Diskussion stecken. Dabei bleibt kein Thema unausgesprochen und kein Auge trocken. Lachmuskeln seid wachsam. Und auch wenn es diesmal merklich ein wenig ernster zur Sache geht, als noch im Vorgänger, so wird auch diesmal eine mitreissende Geschichte in Form von packenden Zwischensequenzen, untermalt mit witzigen Dialogen und viel Charme erzählt. Den Controller aus der Hand zu legen fällt dabei sehr schwer. Auch wenn die Einzelspieler Kampagne bereits in unter 10 Stunden abgeschlossen sein sollte und auch im höheren Schwierigkeitsgrad recht einfach ausfällt, ermutigt allein das Sammeln der Waffen oder das Zerstören von Satellitenanlagen, zumindest zu einem weiteren Durchlauf. Neu und erfrischend wirkt dabei die Möglichkeit, an gelegentlichen Abwurfstellen im Spiel, jederzeit Zugriff auf das angesammelte Waffenarsenal zu bekommen. So kann nach dem Scheitern einer Mission, die Wahl der Waffen nochmals korrigiert werden, da diese Punkte im Spiel zugleich als Zwischenspeicherpunkt dienen.
Ein weiterer Unterschied zum Vorgänger ist die Tatsache, dass sich das Spiel fast ausschließlich linear fortbewegt. Die Stellen in der sich ein großes Gebiet frei erkunden lässt, sind auf eine Mission begrenzt. Dies treibt jedoch die Geschichte rasant voran und wird somit um einiges flüssiger erzählt. Natürlich wurde dafür gesorgt, dass rasante Verfolgungsjagden, Panzer, Helikopter, Boot und Geschütz Szenarien nicht zu kurz kommen. Mit Bad Company 2 muss man sich auf ein sattes Stück Action gefasst machen, dass einen an verschiedenen Stellen im Spiel, sogar emotional packen kann.


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(MULTIPLAYER)

"Von Flaggen und Funkbasen"
Im Multiplayer entfaltet das Spiel sein volles Potential. In den beiden Modi "Rush" (Goldrush im Vorgänger), oder dem "Eroberungs- " (Conquest) Modus begibt man sich, auf der PS3 mit bis zu 24 Spielern, in kleinen Squads oder allein, auf das virtuelle Schlachtfeld. Im Rush-Mode geht es darum, zwei mit A und B gekennzeichnete Funkbasen zu zerstören und somit das gegnerische Team um eine Verteidigungslinie nach hinten zu drängen. Danach werden zwei weitere Funkbasen als Ziel markiert, welche es abermals zu zerstören gilt. Die gegnerische Partei muss natürlich versuchen, das zu verhindern. Dies führt sich über durchschnittlich drei bis fünf Etappen fort, bis der Gegner erfolgreich zurück gedrängt wurde und alle Stationen zerstört wurden, oder das gegnerische Team dem Angriff Stand halten konnte, bis der Nachschub an Verstärkung in Form von Respawn-Tickets versiegt. Sobald das Angreifer Team eine der Funkstationen zerstört hat, stehen weitere Tickets zur Verfügung. Im bekannten Eroberungs- Modus geht es darum, die Flaggen auf verteilten Punkten der Karte einzunehmen und zu halten, um den Nachschub des Gegners zu dezimieren und letztendlich so die Runde für sich zu entscheiden. Neu dabei sind die beiden Modi Squad-Deathmatch und Squad-Rush. Wie der Name schon sagt, beschränkt sich das Geschehen hierbei auf einen kleineren Teil der Karte, sowie der Mitspieleranzahl. Wer mag kann zudem jeden Modus in einer Hardcore Version spielen, bei dem bspw. der Trefferschaden erheblich erhöht wird oder die Killcam fehlt, welche einem des Öfteren die Position des Gegners verrät. Die Multiplayer Karten wurden allesamt sehr schön designed und auch die Positionen der Flaggen und Geschütze erscheinen allesamt gut ausbalanciert. Von nächtlichen Gefechten in einem eisigen Schneegebiet, bis hin zu Häuserkämpfen oder offenen sandigen Gebieten wird alles geboten. Für Langeweile bleibt nicht viel Zeit, denn es wird einige Runden Spielzeit benötigen, bis man eine Karte komplett erfasst und die idealen Positionen für einen Angriff, oder die Verteidigung gefunden hat.


"TollEinAndererMachts"
Einsame Wölfe und Einzelgänger werden es bei Bad Company 2 merklich schwer haben. Das zeigt schon die vorteilhafte Möglichkeit, jederzeit bei seinen Squadmembern auf der Karte, wieder einsteigen zu können um die Front zu verstärken, oder ein bereits in der gegnerischen Basis befindlichen Freund zu unterstützen. Hat sich im gegnerischen Team erstmal ein Squad zusammen gefunden, der sich taktisch koordiniert, während das eigene Team eher ziellos auf Punktejagd geht, ist die Runde für einen so gut wie verloren. Teamfähigkeit wird hier absolut groß geschrieben und auch an allen Ecken und Enden belohnt. So bekommt man Extrapunkte für die Unterstützung des Squads in Form von Heilung, Munition oder gemeinsamen Abschüssen. Es steht einem dabei die Auswahl von vier verschiedenen Klassen, wie dem Sturmsoldaten, Pionier, Sanitäter oder Aufklärer zur Verfügung. Jede Klasse bietet dazu wiederum unterschiedliche Fertigkeiten. Während man als Sturmsoldat mit Sturmgewehr, Granatwerfer und Munitionskisten ausgestattet ist, nimmt man als Pionier ein Reparaturwerkzeug, Raketenwerfer und meist schallgedämpfte Waffen mit sich. Als Sanitäter mit leichten MG´s, Heilungspaketen und einen Defibrillator ausgestattet, hat man die Möglichkeit, kürzlich gefallene Kameraden, wieder zum Leben zu erwecken. Als Aufklärer unterstützt man mit dem Scharfschützengewehr, Bewegungssensoren oder Luftanschlägen sein Team. Vor jedem Respawn, lässt sich die Klasse jeweils neu wählen, oder Waffen und Ausrüstung neu zusammenstellen. So dass sich beispielsweise statt eines Raketenwerfers eine Panzermine mit ins Gepäck nehmen lässt, oder eine Waffe mit einem anderen Objektiv ausgestattet werden kann. Wer möchte kann auch an Ort und Stelle die Klasse des erledigten Spielers übernehmen und so bspw. die Schafschützenposition des Gegners übernehmen, während man ihn vorher als Sturmsoldat aus seinem Versteck geholt hat. Zusammen genommen, erschafft das eine Vielzahl an taktischen Vorgehensweisen.


"und bist Du nicht willig, so brauch ich Waffengewalt"
Auch diesmal stehen kampfentscheidende Mittel wie Panzer, Helikopter, Jeeps, Geschütze, Boote, Jetski´s oder Quad-Bikes zur Verfügung. Selbst ein kleiner mini- Helikopter in Form einer mobilen Raketenabschuss-Drohne lässt sich über ein Terminal bedienen. Wie in seinem heimlichen Konkurrenten, kann auch in Bad Company 2 alles mögliche an Waffen, Aufsätzen, Spezialisierungen oder Sonderfähigkeiten freigeschaltet werden. Eine übersichtliche Statistik im Startmenü gibt dabei Aufschluss, welche Art von Herausforderung es noch zu erfüllen gilt, oder wie viele Punkte man mit einer Klasse noch erreichen muss um eine Waffe zu erhalten. Es gibt allerlei Extrapunkte, für das Zerstören von Fahrzeugen, Kopftreffern, Multikills, Rachekills etc., um den Punktestand in die Höhe zu treiben. Das Sammeln von Ehrennadeln, Insignien für besondere Erfolge, oder aufnehmen von Hundemarken mit dem Accountnamen des gegnerischen Spielers, sobald ein Gegner mit dem Messer niedergestreckt wurde, erhöhen das Suchtpotential um ein Vielfaches. Neulinge bekommen die geballte Waffengewalt der freischaltbaren Extras sofort zu spüren, denn bereits vorangeschrittene Veteranen besitzen durch besondere Extras wie mehr Waffenschaden, Panzerung und frei gestaltbaren Aufwertungen einen klaren Vorteil. Doch auf diese Weise wird man als Anfänger langsam in die Möglichkeiten des Multiplayers eingeführt und mit ein wenig Elan sollten schon bald die ersten Freischaltungen einer Klasse erreicht sein. Es gibt einiges zu entdecken.



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"Wer zielen kann, ist klar im Vorteil "
Im Gegensatz zu anderen Shootern auf der Konsole, spielt sich Battlefield: Bad Company 2 auf den ersten Blick ein wenig langsam und leicht schwammig. Doch nach ein wenig Eingewöhnungszeit merkt man schnell, dass es anders nicht sein dürfte. Für Veteranen des ersten Teils, bedeutet es beispielsweise bei der Fahrzeugsteuerung, die ein oder andere Umgewöhnung. Nach einigen Minuten Spielzeit, geht die Steuerung jedoch recht intuitiv von der Hand. Zielen auf L1, schießen auf R1, Messer und Granaten auf den weiteren Schultertasten, rennen und ducken auf den Stickbuttons und Extra Menü über das Steuerkreuz. Einfach zu merken. Unter den Optionen finden sich dazu einige Anpassungsmöglichkeiten, wie alternative Tastenbelegung oder Feineinstellung der Empfindlichkeit.
Dennoch kann das im Vergleich anfänglich langsam wirkende Gameplay für die ein oder andere ärgerliche Situation sorgen. Die Nachladezeiten einer Waffe, die in hitzigen Gefechten, oftmals zum Verhängnis werden, sind da beispielsweise solch ein Faktor. Umzingelt von Gegnern hinter einer Wand versteckt um seinen Raketenwerfer nachzuladen und dem feindlichen Panzer den finalen Schuss zu verpassen, kann zu einer Ewigkeit werden, in der es den schützenden Wall schon längst pulverisiert hat. Nur gut, dass man auch beim Weglaufen nachladen kann. Doch besonders durch solche Bedingungen wird eine nervenaufreibende Atmosphäre geschaffen, die einem schnell klar macht, das unüberlegtes Handeln meist nach hinten los gehen wird. Auch die Zerstörung der Umgebung, bringt leider einige negative Aspekte mit sich. Nicht selten kommt es vor, dass man an einer kleinen Ecke hängen bleibt und nicht vorwärts kommt, oder man sich mit ruckelnder Kamera zwischen zwei Felsen befindet. Diese kleinen Clipping-Fehler sorgen in der Hitze des Gefechtes schon mal für die ein oder andere Frustration, da man so schnell ein gefundenes Fressen für jeden Abschuss wird.
Auf ein wenig Realismus bei der Waffenphysik wurde bei Battlefield schon immer geachtet. So muss ein Scharfschütze gut gezielt vorhalten oder bei entsprechender Entfernung höher zielen um zu treffen. Auch bei Sturmgewehren heißt es nicht "wo ich hin ziele, treffe ich auch". Bei einem beweglichen Ziel muss ein Schuss gut platziert sein und das nachziehen der Waffe zwingt einen nahezu grundsätzlich zu Intervalschüssen statt Dauerfeuer. Die Streuung der Waffen, welche sich zudem allesamt in Reichweite und Schaden unterscheiden, sorgen nicht selten dafür, dass ein Abschuss ins Blaue in einem ungewollten Kopftreffer endet. Schön für den Schützen, ärgerlich für das Ziel.
Die Fahrzeuge scheinen anfänglich ein wenig zu viel einstecken zu können. Besonders die Helikopter sind nur sehr schwer vom Himmel zu holen und können zu einem wiederlichen Gegner werden, man ihnen im Singleplayer als Endgegner gegenüber steht, oder ein Squad die Bedienung dieses Gefährten beherrscht. Da benötigt es einiges an Übung um solch eine Übermacht im Alleingang vom Himmel zu holen. Denn selbst bei ferngelenkten Raketen muss ordentlich vorgehalten werden um einen Treffer auf ein bewegtes Ziel am Himmel zu erzielen.
Alles in Allem wird mit Bad Company 2 ein Erlebnis an einem Kriegsszenario geschaffen, denn allein die zerstörbare Umgebung von Häusern und Bäumen sind ein wichtiges taktisches Element. Es gibt so gut wie keinen Ort an dem es sicher ist, da nahezu jedes Versteck in ein staubig offenes Gebiet verwandelt werden kann. Campern wird in vielen Fällen jede Möglichkeit genommen sich über eine Runde hinweg irgendwo zu verschanzen. Durch Bewegungsmelder oder der Möglichkeit die Position eines Gegners an das Squad zu übermitteln, wird ein Versteck schnell zum primären Ziel für das Team. Auch bei der Flaggeneroberung oder der Zerstörung der Funkbasen lassen sich über einfaches drücken der Select-Taste, Befehle zum Angriff oder der Verteidigung geben, welche automatisch übermittelt werden. Ist eine Flagge in gegnerischer Hand, wird mit drücken dieser Taste ein Befehl zum Angriff übermittelt, wird sie gerade von einem Gegner eingenommen, kann man mit einem Druck den Befehl zur Verteidigung raus geben. So lassen sich auch ohne Headset schnell und einfach, kleinere Befehle an seine Freunde übermitteln. Dennoch wird sich ein Squad welches mit verschiedenen Klassen, einer taktischen Absprache und guter Koordination über die übersichtliche Minikarte orientiert, immer im Vorteil befinden.


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"Staublungen und Tinnitus"
Optisch erscheint Bad Company 2 um einiges schöner, als sein Vorgänger oder dem Ableger der Serie "Battlefield 1943". Im zweiten Teil hat man diesmal auf den Störeffekt in Form von Rauschen im Bild verzichtet und in den sonnigen und sehr hellen Teilen des Spiels erscheint das Spiel in gestochen scharfem Bild. Fast schon zu scharf möchte man meinen, denn die ein oder andere matschige Hintergrundtextur kommt damit noch ein wenig mehr zur Geltung. Was allerdings nicht bedeutet, dass es der Optik an Details fehlt. Auf den Uniformen, der schön animierten Spielermodels, lassen sich feinste Strukturen des Stoffgewebes erkennen. Auch die Explosionen strotzen nur so Detailverliebtheit. Umher fliegende Teile, Rauch und anhaltender Nebel aus Staub und Dreck versperren einem die Sicht, in der man schnell die Orientierung verlieren kann. Hinzu kommt ein im wahrsten Sinne, ohrenbetäubender Lärm von Schüssen und Einschlägen. Selbst ein Echo, von weit entfernten Scharfschützen, hallt über die Karte. Pfeifende Kugeln die nur knapp an einem vorbei sausen und in den Boden schlagen oder das Prasseln der Patronenhülsen machen Bad Company 2 zu einem optisch und akustischem Fest von einem Kreigsshooter. An der Detailarmut in den Hütten und Häusern hat sich jedoch leider nichts geändert. Ohne jede Einrichtung oder sonstige Details kommt jedes Gebäude fast gleich daher, auch der Sound der Waffen innerhalb von Gebäuden, ist so sehr von einem Hall besetzt, dass er unheimlich blechern wirkt. In der freien Natur dagegen kommt der Waffensound so richtig zur Geltung. Ein krachender Schuss, ratterndes Maschinengewehr, oder peitschende Geschosse mit einem Schalldämpfer wirken sehr authentisch. Zusammen mit einem schönen 5.1 Umgebungsklang und den Rufen und Schreien von Freund und Feind, befindet man sich allein schon akustisch mitten im Kriegsgebiet. Auch die musikalische Untermalung der Zwischensequenzen im Singleplayer sorgen für eine spannende und epische Atmosphäre. Die Stimmen der Figuren wurden auch in der deutschen Besetzung unheimlich gut gewählt, jedoch macht die ein oder andere fehlende Lippensynchonität im Zusammenhang mit der etwas steif wirkender Mimik, ein wenig von der Stimmung kaputt. Wer mag kann sich aber gerne die englische Stimmenbesetzung zu Gemüt führen, welche es auf jeden Fall wert ist, einmal rein gehört zu haben.

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"FAZIT"
Man kommt ja nicht drum herum. Also packen wir das Thema "Battlefield Bad Company 2" vs. "Call of Duty: Modern Warfare 2" an, um es hinter uns zu bringen.
Mal abgesehen von den Parallelen, dass es sich um einen Kreigsshooter handelt, sich Waffen und Klassen erstellen und aufleveln lassen und es ein großartiges Punkte- und Rangsystem gibt, unterscheiden sich die beiden Spiele spätestens in allen weiteren Punkten. Und das fast schon so sehr, dass es unmöglich scheint einen direkten Vergleich herzustellen. Gameplay, Steuerung und Spielerlebnis sind bei diesen beiden Spielen so unterschiedlich, dass beide Spiele eine direkte Daseinsberechtigung nebeneinander im Regal haben sollten. Aus meiner Sicht hebt sich kein Titel vom jeweils anderen ab. Denn es lässt sich nur schwer sagen, ob ein Spiel von beiden etwas besser macht. Man kann nur sagen es macht es jeweils anders und das ist auch gut so. Punkt.
Bis auf einige Kinderkrankheiten, lassen sich bei Battlefield: Bad Company 2 eigentlich nicht viel Abstriche machen. Das Spiel bietet von der ersten Sekunde an, erbitterte Kämpfe auf einem großen Schlachtfeld mit einer Vielzahl an taktischen Möglichkeiten. Allerdings wird die Funktion sich hinlegen zu können, weiterhin von einem Teil der Community schmerzhaft vermisst. Ein wenig verwirrend ist es auch, das man nach dem Abschluss einer Runde nicht zurück ins Hauptmenu zu kommen scheint. Dennoch hat es DICE diesmal geschafft, sich auf einen Schlag, ganz nach vorne in die Reihe der Ego-Shooter zu drängen und einen sprichwörtlichen Kracher geschaffen, der jeden Battlefield-Fan erfreuen wird. Wer sich das Spiel rein des Singleplayers wegen zulegen möchte, wird leider nicht ganz auf seine Kosten kommen, denn hier wurde der Fokus wieder ganz klar auf die Battlefield Wurzeln und den Multiplayer gelegt. Doch auch wenn die Einzelspieler Kampagne diesmal etwas kürzer ausfällt, packt einen die Story so sehr, dass man nach dem Erreichen des Endes nach einer weitere Fortsetzung verlangt. Wer auf nervenaufreibende Multiplayer Schlachten auf großen Karten, mit Geschützen Panzern und Luftfahrzeugen steht, wird um einen Griff zu Bad Company 2 nicht herum kommen. Stundenlanger Spielspaß sind mit diesem Titel auf jeden Fall garantiert. Als kleiner Fan der Serie kann ich an dieser Stelle nur applaudieren.






WERTUNG


STORY / ATMOSPHÄRE : 5/6
STEUERUNG / GAMEPLAY: 5/6
GRAFIK / OPTIK : 5/6
SOUND / MUSIK 6/6
MULTIPLAYER / LANGZEITMOTIVATION 6/6

GESAMT: 27 /30






+ Zerstörung 2.0
+ packende Story
+ süchtig machender Multiplayer
+ schöne Optik und Atmosphäre
+ feinfühliges Gameplay und Fahrphysik
+ sehr guter Waffen und Umbebungssound
+ sympathisches Chracterdesign



- nervige clipping Fehler
- Story zu kurz und zu leicht
- oftmals nicht Lippensynchron- (Singleplayer)
- häufiges Tearing
- karge und detailarme Gebäude





LINKS:
Homepage: Home | Battlefield Bad Company 2
Trailer (Singleplayer): YouTube - Battlefield: Bad Company 2 - Singleplayer (German)
Gameplay (Multiplayer): YouTube - Battlefield Bad Company 2 - Panama Canal Gameplay HD
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Alt 28.05.2012, 09:16 # --
News Flash
 
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