Mich interessiert mal eure Meinung, was zählt, wenn das Leben zu Ende ist. Ist es die Leistung, die man in der Zeit erbracht hat, was man der Welt hinterlässt, wie viel Geld man verdient hat oder etwas völlig anderes?
Bin auf eure Ideen und Diskussionen gespannt.
Ich selbst bin der Meinung, dass die Hinterlassenschaften zählen von denen die Nachkommen profitieren wie z.B.: Erfindungen, die die Menschheit verändert oder deren Leben verändert haben. In diesen Genuss kommt natürlich nur ein minimaler Bruchteil der Menschen. Die meisten scheiden dahin und kaum einer erinnert sich nach ein Paar Jahren noch an sie außer Familie und Freunde.
warum ist es wichtig, dass sich fremde menschen an einen erinnern? ich muss nicht in die geschichtsbücher eingehen, oder die nächsten jahrzehnte für mein lebenswerk geehrt werden.
für mich gehts drum, dass mich meine liebsten in guter erinnerung behalten, ich meinen kindern soviel wie möglich mitgegeben habe damit sie ihr leben so leben können, wie es für sie am besten ist. und zu guter letzt ist mir wichtig, dass ich zurückblicken und mit recht behaupten kann, ich hatte ein tolles leben. das ist nämlich so oder so zu kurz und sollte nicht verschwendet werden.
aber "verschwendung" ist etwas subjektives. wenn es für jemanden eine verschwendung seines lebens wäre, _nicht_ für seine lebenswerk in erinnerung zu bleiben oder gar kein lebenswerk zu haben, sieht die sache natürlich anders aus. jeder sucht seinen sinn im leben wo anders. aber gerade um den geht es doch. das ist, was am ende noch zählt. für mich zumindest.
Wenn ich mir vorstellen würde, jeder Mensch würde versuchen, am Leben selbst was zu verändern um etwas zu hinterlassen, dann gäbe das ein totales Chaos nach meiner Meinung.
Ich möchte auch am Ende meiner Tage nicht die Erkenntnis haben, dass ich mein Leben lang etwas für andere gemacht habe, oder nur Dinge geschaffen habe, von denen andere profitieren aber dafür nie selbst gelebt habe.
Ich denke wie bei allen Dingen braucht es ein gewisses Gleichgewicht, dass man sich selbst treu geblieben ist und man so wie man war, auch in Erinnerung behalten wird. Und vieleicht sogar diese kleine Welt ein wenig besser gemacht zu haben.
Wenn das jeder so machen würde, wäre es nach meinem Empfinden schon sehr nahe an: "Perfekt"
lg
Heady
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20.01.2010, 14:18
#
4
Arthur Spooner
Halb Mensch, halb Admin
Threadstarter
Registriert seit: 10.05.2006
Beiträge: 3.899
In die Geschichtsbücher möchte ich auch nicht eingehen, mir persönlich ist das unwichtig. Aber sind es nicht die Erfinder und Visionäre, die uns das heutige komfortable Leben ermöglichen auch wenn heute kaum noch einer weiß wer die Glühlampe erfunden hat?
Das mit den Lieben, ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit, nach der jeder strebt, oder?
Und wer hätte Gedacht, dass eine Erfindung die so lange erfolgreich war, nun verboten wird.
Ich denke, die besten Erfindungen stammen aus der Not heraus, andere wiederum aus Profitgier.
Bereicherungen und Hinterlassenschaften können auch anders aussehen, als der Mensch gewesen zu sein, der das Leben aller verändert hat, absolut.
Erfinder machen das Leben einfacher, manchmal aber sogar so einfach, das gewisse Dinge sich sogar wieder zurück entwickeln, aber will sich hinsetzen und darüber urteilen ?
Ein guter Mensch zu sein, mit reinem Gewissen, ist schon schwer genug, dies dann auch noch zu vermiteln und als menschliche Werte weiter zu geben, ist auch nicht immer das Einfachste ... aber ich denke am Ende kommt es darauf an.
__________________
20.01.2010, 14:28
#
6
RealMario_MayhemFan
Review-Redakteur
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Beiträge: 4.039
es gibt bestimmt auch unter den erfindern nicht mehr wegzudenkender errungenschaften welche, denen ihr ruhm weniger wichtig war als andere dinge.
jeder hat eine andere einstellung zu sich, seiner umwelt und zum leben allgemein. viele dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind es nun mal nicht für andere.
Ich kann mich Euch allen nur anschließen.
Mit dem was gesagt wurde, habt Ihr absolut recht. Leider gehöre ich zu den Menschen, die es allen Recht machen wollen und sehr auf Harmonie bedacht sind. Sowas bringt am Ende deines Lebens weder Punkte noch Sternchchen auf das Lebenskonto, in Erinnerung werde solche Personen wie ich wohl auch kaum bleiben.
Gut, innerhalb der Familie hat man "sein" Bestes versucht, ob es schlußendlich von den Kids übernommen und weitergelebt wird weiß ich nicht. Aber was bleibt..... und was zählt..... keine Ahnung
Ich glaube, man sollte für sich das "Allerbeste" raussuchen, und verwirklichen, seine Träume und Wünsche nicht aus den Augen verlieren um diese im Laufe unserer begrenzten Zeit zu verwirklichen und auszuleben. Ob es uns immer gelingt, wissen wir nicht, aber allein die Hoffnung und Aussicht, da ist doch was, was micht reizt, oder ich habe meinen Traum sowieso erlebt. Macht doch unser kleines bescheidenes Leben so lebenswert.
Wenn wir dann am Ende unseres Herbstes sagen können: ....Ja !!!! Ich habe gelebt, das war es, was für mich am Ende gezählt hat...."
Ich glaube, das ist es, was am Ende zählt.
Warst du glücklich, weil du eine Erfindung gemacht hast ???
Warst du zufrieden, weil du den Hungernden Brot gebracht hast ???
Macht es dich zufrieden, weil du den Nobelpreis im Schrank stehen hast ???
Der Oskar für herausragende Leistungen wurde mehrmals an dich überreicht !!!
Oder hat dir am Tagesende die Tüte Chips und die Flasche Cola gereicht, weil du "einfach" gestrickt bist und trotzdem glücklich und zufrieden warst.
Ich glaube was zählt ist, das du dir selbst treu bleibst, dir ohne zu zögern in den Spiegel schauen kannst und dann sagst..... Ja das bin ich, und dazu stehe ich. Wieso sollen wir uns verstellen. Machen wir uns unbeliebt, bekommen wir die Rechnung auf die Aktion postwendendend.
Man sollte am Ende seiner Zeit sagen, ich bereue nichts, habe Fehler gemacht, die ich machen mußte, habe aber auch viel Freude und Liebe bekommen und ein wunderbares Leben gehabt.
Meine Höhen und Tiefen, Stolpernsteine und Hindernisse haben mich viele Dinge im nachhinein Aktionen verändert sehen lassen und mir doch auf den rechten Weg geholfen.
23.01.2010, 01:23
#
8
butano
Gesperrt
Registriert seit: 26.09.2009
Beiträge: 404
Zitat:
Zitat von Arthur Spooner
Mich interessiert mal eure Meinung, was zählt, wenn das Leben zu Ende ist. Ist es die Leistung, die man in der Zeit erbracht hat, was man der Welt hinterlässt, wie viel Geld man verdient hat oder etwas völlig anderes?
Bin auf eure Ideen und Diskussionen gespannt.
Ich selbst bin der Meinung, dass die Hinterlassenschaften zählen von denen die Nachkommen profitieren wie z.B.: Erfindungen, die die Menschheit verändert oder deren Leben verändert haben. In diesen Genuss kommt natürlich nur ein minimaler Bruchteil der Menschen. Die meisten scheiden dahin und kaum einer erinnert sich nach ein Paar Jahren noch an sie außer Familie und Freunde.
Wertvoll ist, wer Du bist.
23.01.2010, 10:48
#
9
ulrich
Gesperrt
Registriert seit: 16.03.2009
Ort: Unter den Buchen sollst Du suchen.
Beiträge: 7.681
Wie viele Nachkommen Du in die Welt gesetzt hast, und somit zum Erhalt der Menschheit einen guten Beitrag geleistet hast!
23.01.2010, 12:31
#
10
perdita
Hat immer ein offenes Ohr
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.981
seit @arthur diesen thread eingestellt hat, muß ich nachdenken! was will ich hinterlassen?
sehr schwer!
ich hatte bisher ein sehr schweres leben! da ist so vieles geschehen, was ich niemandem wünschen würde, es würde reichen, mindestens 3 leben auf immer zu zerstören!
was will ich hinterlassen? gute frage!
im prinzip reicht es mir, zu wissen, dass ich spuren hinterlassen habe, in den seelen anderer menschen.
nach dem tot meines vaters tauchten immer mehr schreckliche sachen auf, die selbst in den seelen seiner lieben, nur hass und verachtung hinterlassen haben! ich, als eines seiner opfer, bin bereit und in der lage, zu trauern und die, die um mein schicksal wissen staunen ungläubig! wie kann ich????? ich kann!
ich habe sachen erleben müssen, die eine seele auf immer zerstören könnten, die jede seele zerstören würden!
ich habe gelernt zu überleben und leid zu ertragen!
was also wünsche ich mir?
ein glückliches leben und, dass ich glücklich und lachend in mein grab sinke!!!!
was bleibt von mir? gute frage! nichts, abgesehen von den gedanken meiner lieben! das ist auch nicht wirklich wichtig, so ich denn die chance erhalte, ein zipfelchen des glückes zu erhalten!
wichtig ist nur das leben an sich! was danach kommt, kann ich eh nicht mehr beeinflussen oder sehen!
eines will ich in meinem leben, in dem ich alles habe ohne hilfe erreichen müssen und mir nie etwas geschenkt wurde, schaffen! ich will mein leben aufschreiben!
mir wurde, wie gesagt, nie etwas geschenkt! ich mußte um alles kämpfen! es ist ein segen, dass ich nicht hart geworden bin!!
mir wurde, wie gesagt, nie etwas geschenkt! ich mußte um alles kämpfen! es ist ein segen, dass ich nicht hart geworden bin!!
Leute wie Du wissen aber was Leben ist, und können damit umgehen! Was man von vielen anderen nicht behaupten kann, leider!
23.01.2010, 14:57
#
12
butano
Gesperrt
Registriert seit: 26.09.2009
Beiträge: 404
Zitat:
Zitat von ulrich
Leute wie Du wissen aber was Leben ist, und können damit umgehen! Was man von vielen anderen nicht behaupten kann, leider!
Der Mensch ist nicht vollkommen - zum Glück ist er das nicht. Jeder hat schlechte und gute Eigenschaften, die er mehr oder minder beinflussen kann. Wenn alle Menschen gleich wären, hätte der Mensch nicht das Streben sich weiter entwickeln zu wollen. Es würde bei introvertiertem Verhalten evolutionäre Stagnation herrschen (alle würden nur in den Tag hinein leben). Herrschte extrovertiertes Verhalten (alle gieren nach Macht), gäbe es irgendwann einen Kollaps und vielleicht auch die Zerstörung des Planeten Erde