| | # 4 |
| Hat immer ein offenes Ohr Registriert seit: 07.01.2008 Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.991
| mein mittlerweile 19 jähriger sohn hatte das große glück, dass seine schule sogar 2 schülerpraktika macht. so hatte er die chance in 2 berufe rein zu riechen. nach dem ersten praktikum ( richtung feinmechanik und einzelhandel) wollte er zuerst diese richtung einschlagen. bei seinem zweiten praktikum hat er dann etwas ganz anderes ausprobiert. er hat in den beruf des kochs reingerochen und war so begeistert, dass er jetzt im zweiten lehrjahr seiner ausbildung zum koch ist. die ziele, die er sich gesteckt hat sind sehr hoch. seinen meister, 3-5 jahre auslandserfahrung ( u.a. möchte er auf ein kreuzfahrtschiff und nach dubai) und irgendwann sein eigenes restaurant. er hat seinen traumberuf gefunden. wer weiß, wie es geworden wäre, wenn er nur ein praktikum gemacht hätte? ach ja, während meiner umschulung mußte ich auch ein praktikum machen und habe dabei meinen damaligen arbeitgeber gefunden! das praktikum ist also auch als kontaktfläche nicht schlecht.
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| | # 5 |
| Registriert seit: 22.10.2007 Ort: in Sachsen
Beiträge: 3.290
| Ist das Gedankenübertragung? Habe heute ,nach wochenlangen reden mit meinen Sohn,für ihn ein Praktikum klar gemacht. Wir reden schon seit November,aber er hat weder Lust,noch irgendeine Vorstellung.Leider sind bei uns im Ort auch nicht so viele Möglichkeiten und alles was ich meinen Sohn vorschlage sagt ihm nicht zu.Nun hat er Pech.Habe in der Nachbargemeinde angerufen und gefragt ob sie im Bauhof einen Praktikanten gebrauchen können.Am nächsten Dienstag gehen wir hin und machen alles schriftlich fest. Ich finde solle Praktika richtig.Da kann man schon mal schauen ob der Beruf, den man mal machen will, was für einen ist oder nicht.
__________________ Ich leide nicht an Realitätsverlust - Ich genieße ihn!!!! |
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| | # 7 |
| Registriert seit: 10.11.2006 Ort: dort, wo Berlin schön ist
Beiträge: 1.301
| Ich bin unbedingt dafür, dass solche Praktika für alle Schüler verbindlich werden, die Gründe kann ich mir sparen, habt Ihr ja schon alle geschrieben. Problem ist nur, wie und wo werden Praktika gemacht, die Schulen bereiten das viel zu wenig vor, die Schüler rennen einfach in ihrer Umgebung los, suchen etwas, nur um die schulische Auflage zu erfüllen, ein positiver Effekt für die künftige Berufswahl entsteht da eher rein zufällig. Wir kriegen jedes Jahr Anfragen, aber kaum einer der Interessenten kann die Frage beantworten, was er denn in einer Eventagentur machen will (... na ja, ich muss halt ein Praktikum machen, und ich wohn gleich um die Ecke ...). Das bringt also meistens nicht sehr viel. Ich denke man sollte Rahmenbedingungen schaffen, Anforderungskataloge erstellen und die Schulen müssen mit den Praktikumseinrichtungen enger zusammen arbeiten.
__________________ Übrigens ist es nicht schlimm, wenn dir nichts einfällt, aber eine Schande ist es, wenn du das dann auch noch aufschreibst.Joachim Panten 1947-2007 |
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| | # 8 |
| Gastposter | Bei mir wars damals so, das die Schule Praktikumsangebote hatte. Da konnte man sich dann seinen Platz aussuchen. Warum das heute nicht mehr so ist? Grade die Schulen sollten sich darum bemühen, dass die Schüler nicht blind ins verderben rennen, sondern wirklich einen Katalog erstellen, was erforderlich ist, welche Gesetze zu beachten sind usw usw |
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| | # 9 | |
| Hat immer ein offenes Ohr Registriert seit: 07.01.2008 Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.991
| Zitat:
) wird nun unter aussbeuter geführt und bekommt nie wieder einen prakti aus der schule!ach ja, ich habe auch viele praktis betreut. ich habe versucht ihnen zu vermitteln, wie viel freude die arbeit mit den randsiedlern der gesellschaft machen kann, habe ihnen aber auch den kummer und den schmerz, der in dieser arbeit liegt nahezubringen versucht. wer es bei mir nicht verstanden hat, hat einen anderen weg eingeschlagen und das war dann auch kein verlust! ( ihr kennt mich, so hart das klingt, ich war nie bösartig oder überfordernd zu praktis, nur gezeigt wo es lang geht, ohne zu lügen, hab ich ihnen und die wahrheit ist meist schon grund genug die richtung zu wechseln.)
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| | # 10 |
| Threadstarter Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 279
| Ersteinmal Danke an alle, die hier so angeregt ihre Meinungen einbringen! Finde den plausiblesten Grund (und auch der hier am meisten eingebrachte) das mit dem "Einschnuppern" in den Beruf. Das würde viele "Fehlgeburten" verhindern und die Arbeitsmoral würde sicherlich steigen, wenn jeder genau "seinen Beruf" gefunden hat. @sn00py603: Das mit den Gesetzen finde ich einen wichtigen Punkt. Man sollte also genau auf Arbeitszeiten (viell. auch Bedingungen) achten? lg, theisi |
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| | # 13 |
| Registriert seit: 19.07.2008
Beiträge: 51
| Ich teile die Auffassungen aller, die hier schon geschrieben haben. Habe selbst in meiner Schulzeit auch im Gymnasium ein solches verpflichtendes Praktikum gemacht und danach sicher gewußt, dass ich niemals Buchhändlerin werden will, wenn ich weiter Spaß an Büchern haben möchte. Insofern war es für mich wirklich lehrreich. (der Job hat zwar Spaß gemacht, aber mir keinesfalls 30 und mehr Jahre) Inzwischen habe ich selbst immer wieder Praktikanten. Auf den Keks gehen mir die, deren Eltern das Praktikum auswählen, anrufen und am liebsten selbst vorbeikommen. Das bringt m.E. nichts. Ich verlange immer, dass der / die Betroffene selbst kommt, um sich vorzustellen. Wenn es nur der Wunsch der Eltern ist, sitzen sie die Zeit ab. Die, die sich selbst den Praktikumsplatz suchten, ggf. auch noch in der letzten Sekunde, aber selbst anriefen und sich vorstellten, waren regelmäßig später beim Praktikum auch die Interessierteren und dann macht es allen Seiten mehr Spaß. Einen Praktikanten zu betreuen, bedeutet sich viel Zeit nehmen, denn ich will natürlich, dass der Praktikant wirklich etwas von meinem Job bzw. den in meinem Büro erlernbaren Jobs erfährt. Ich selber bekomme aber (jedenfalls bei den Interessierten) immer auch viel zurück. Denn die Praktikanten sehen Dinge, ihnen fallen Muster auf, die ich längst nicht mehr selbst sehe und dadurch ggf. auch nicht optimieren kann. Die Praktikumsberichte sind eigentlich immer richtig klasse, weil wir uns dann ggf. neu justieren können oder sehen, was der Laie vielleicht tatsächlich nicht verstehen kann bzw. ich beim nächsten Mal besser erklären muss. So, jetzt ist es sicher wieder zu lang geworden. Liebe Grüße Lili |
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| | # 15 |
| Threadstarter Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 279
| @ perdita: Danke auch für den Link! @BlaueLili: Ich teile die Meinung meines "Vorredners", deinen Eindruck sollten mal eingie Eltern übernehmen, dass sie sicher gehen können, dass ihr Kind auch Spaß im späteren Beruf hat! (siehe "Rammi", etwas weiter oben) Danke für deinen Beitrag! @sn00py603: Danke, auf richtige Bedingungen wird ja dann (wie weiter oben schon angebracht) von den Schulen geachtet. |
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| | # 16 |
| Gastposter | Wenn ich dran denke, wie es bei mir damals (vor 30Jahren) war, da kam kein Pauker in den 2 Wochen Praktikum in den Betrieb wo ich war. Gut ich muss dazu sagen, das ich mein Schülerpraktikum bei der Siemens AG gemacht habe. Bei dieser Firma wurde von Hause aus schon darauf geachtet, das die Bedingungen eingehalten werden. Trotzdem kam kein Pauker, um sich mal bei den ihm anvertrauten Schülern zu erkundigen wie es läuft. Da habe ich bis heute vermisst. |
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| | # 17 |
| Threadstarter Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 279
| Hm, das ist alles schön und gut, aber stellen wir uns doch einfach mal auf die Gegenseite: Ist es nicht so, dass es jedem Schüler offen sein sollte, ob er ein Praktikum machen sollte? Sein späterer Weg liegt ja immerhin in seiner Hand, deswegen sollte sich doch das Kultusministerium nicht dafür verantwortlich fühlen. |
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| | # 18 | ||
| Gastposter | Zitat:
Viele aus meiner Generation,Hauptschulabschluss, hatten mit 17 Jahren schon eine abgeschlossene Berufsausbildung. Mit 18/19 ging man gerne oder nicht gerne zum Bund. Zitat:
Und welche Eltern interessieren sich für den späteren Werdegang ihrer Sprösslinge? Fakt ist doch das viele die Auffassung haben,Beruf erlernen und arbeiten ist für Dumme;für mich sorgt HatzIV. Ps. >>> Leitfaden Schülerbetriebspraktikum m.f.G. | ||
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| | # 20 |
| Hat immer ein offenes Ohr Registriert seit: 07.01.2008 Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.991
| die entscheidung für einen beruf muß gründlich überlegt sein, prägt diese entscheidung doch ( vielfach) das ganze weitere leben. schülern ein praktikum "auf zu zwingen" hat gute gründe! mal abgesehen davon, dass voraussichtlich nur wenige schüler sich selber drum kümmern würden, wenn es in ihrem eigenen ermessen wäre, ein praktikum zu machen, ist es durchaus sinnvoll, den erwählten beruf vorher kennen zu lernen. als wir damals ins praktikum gingen ( ups, ist das lange her!) hat sich natürlich jeder einen betrieb ausgesucht, in dem der "traumberuf" gelehrt wurde. hinterher stellte sich heraus, dass einige der schüler sich etwas ganz anderes vorgestellt hatten und sich umorientieren konnten, noch ehe sie eine lehre angefangen haben, die sie dann vielleicht geschmissen hätten. alle anderen hatten dann nur noch das problem, auch eine lehrstelle zu bekommen, wenn sie nicht eh erst abi machen wollten. wichtig ist, dass schüler, eltern, lehrer und betriebe eng zusammenarbeiten und immer im gespräch bleiben!
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