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Zitat von Druide Und zum Thema :
Ich bin fest davon überzeugt, dass es Leben im Universum gibt. |
Wenn man es so allgemein formuliert - OK. Nur wir haben keinerlei Möglichkeit, dies zu beweisen, oder zu widerlegen. Es war auch die Rede von intelligentem Leben. Und da sieht die Sache schon wieder etwas anders aus. Na gut - die Bakterien in der Venus-Atmosphäre, die dort das CO² anknabbern, mag es geben (Algen wären m.E. besser geeignet) und auch auf der Erde gibt es Lebensformen, die mit für uns ziemlich unwirtlichen Gegebenheiten klarkommen. Daß es so etwas auch außerhalb unserer Erde gibt - natürlich, warum nicht. Aber, wo ist die Intelligenz? Im Umkreis von 10 Lichtjahren jedenfalls nicht.
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Das Für und Wider wird je nach Standpunkt wissenschaftlich nachvollziehbar begründet. Der Knackpunkt ist immer die Frage : Was versteht man unter Leben? |
Sicher. So sehe ich das auch. In meinem Beitrag habe ich von "Außerirdischen" gesprochen, die uns - vielleicht - mal besuchen könnten. Wie sollten die Außerirdischen denn wohl aussehen? Ob sie zwei oder vier Arme haben - geschenkt. Ob sie den winzigen Ausschnitt aus dem elektromagnetischen Spektrum, den wir "Licht" nennen, wahrnehmen, also sehen können - geschenkt. Ob sie 2,50m oder nur 30 cm groß sind - geschenkt. Aber, wenn sie uns besuchen wollen, müssen sie in der Lage sein, sich ein Transportmittel zu bauen oder sonst wie zu beschaffen, welches sie hier her bringt. Daß sie sich entmaterialisieren und dann auf einer Radiowelle reiten, um hier wieder ein Lebewesen zu werden, glaube ich einfach nicht.
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Ohne irgend jemanden zu nahe treten zu wollen; ich halte es für sehr arrogant, uns selbst als Maßstab allen Seins zu sehen. Und auch die Denkweise, nur das Leben, wie wir es hier kennen, sei es Wert, Leben genannt zu werden, führt mE in eine Sackgasse.
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Da rennst du bei mir offene Türen ein. Ich habe niemals davon gesprochen, daß der Mensch der Maßstab allen Seins ist. Aber, wie auch immer "Leben" aussehen mag, der Begriff "Leben" geht mit dem Begriff "Lebewesen" einher. Ich halte es für müßig, über Leben zu diskutieren, das nicht an irgendeine Substanz gebunden ist. Sorry, aber ich glaube nun mal nicht an Geisterwesen. Und die Substanz muß eine gewisse, komplexe Struktur haben, damit irgendwelche Lebensvorgänge ablaufen können. Also sind auch notwendigerweise chemische Elemente beteiligt, die diese Struktur gewährleisten. Mehr setze ich doch gar nicht voraus. Wenn es denn tatsächlich anders sein sollte - ja
wie denn dann? Wenn mir schon jemand etwas liefern will, was meiner Anschauung komplett widerspricht, sollte er schon handfeste Argumente haben. Nur daran mangelt es fast immer.
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Den Menschen als Homo ... gibt es in seinen verschiedenen Entwicklungsstufen erst seit rd 5 Mio Jahre. Ok, für uns eine irre lange Zeit, Für´s nachgewiesene Alter allein unserer Milchstraße nur "ein Luftzug".
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1/3000 um genau zu sein. Die Milchstraße besteht nämlich ca. 15 Mrd. Jahre.
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Und so sind dann auch schon alle Berechnungen zu "Reisenzeiten" innerhalb des Universums zum Scheitern verdammt. Unsere Lebenserwartung beschränkt unsere Möglichkeiten. Andere Lebensformen werden da auch andere Relationen haben.
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Nun ja, da ist was dran. Aber auch andere Lebensformen werden nicht unsterblich sein. Unsterblichkeit hätte sofort zur Konsequenz, daß es auch keinen Nachwuchs gibt. Eine solche Lebensform wäre zum Stillstand verurteilt und könnte sich nicht weiterentwickeln. Daß die Zeit für verschiedene Lebewesen eine unterschiedliche Bedeutung hat, stimmt natürlich. Aber es gibt Grenzen, nach oben, wie auch nach unten. Es mag durchaus sein, daß es z.B. heute noch Bäume gibt, die zur Zeit Christi Geburt schon standen, aber auch diese Bäume werden irgendwann vergehen, wie alles irdische. Nicht anders wird es den Außerirdischen ergehen. Möglicherweise leben sie viel länger als wir, aber niemals "ewig".
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Wir kennen das doch auch hier auf unserer Erde. Da gibt´s Leben mit einer Dauer von nur wenigen (Menschen-)Tagen. Und doch ist es ein komplettes erfülltes Leben mit Geburt, Heranwachsen, Lernen, Lieben, Fortpflanzen und Sterben.
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Vollkommen richtig.
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Und weiter halte ich es für untauglich, technische Möglichkeiten immer an dem zu messen, was uns bislang möglich ist. Ich meine dies incl. der uns zZt vorstellbaren Weiterentwicklung in der Zukunft. Unsere naturwissenschaftlichen Erkenntnisse mussten schon mehrfach korrigiert werden und das wird auch in Zukunft nicht anders sein. Nur die Frage ist, ob wir Normalbürger das dann auch erfahren ? Denn, was wäre, wenn sich herausstellt, dass wir uns seit Jahrhunderten zielstrebig in eine Sackgasse bewegen ?
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Tatsache ist aber auch, daß wir mit unseren technischen Möglichkeiten immer langsamer vorwärts kommen und der Forschungsaufwand, verglichen mit den Ergebnissen, immer größer wird. Beispiel: die Prozessoren in unseren PC's. Da kommt die Taktfrequenz langsam an eine natürliche Grenze. Eine Taktfrequenz von 1 GHz bedeutet 1 Mrd. Takte pro Sekunde oder eine Nanosekunde für einen Takt. Licht würde in dieser Zeit gerade einmal 30 cm zurücklegen. Die Elektronen im Halbleiter bewegen sich deutlich langsamer, als das Licht. Während eines Taktes legen sie eine Strecke zurück, die vielleicht nur noch von einer Ecke des Prozessors zu einer anderen reicht. Ich wage mal die Vorhersage, daß es Prozessoren mit einer Taktfrequenz von 10 GHz nicht geben wird. Bereits heute greift man ja zu Tricks, wie dem Einbau zweier Kerne in einen Prozessor, oder der Erhöhung der Datenbreite. Mittlerweile sind 64-Bit Prozessoren keine Seltenheit mehr. Alles Maßnahmen, um die Prozessoren, die man nicht mehr wesentlich höher takten kann, schneller zu machen.
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Chemische, physikalische, biologische Zusammenhänge im Universum müssen nicht zwangsläufig die selben sein, wie wir Menschen sie erleben.
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Doch. Es gibt im gesamten Universum nur 80 stabile Elemente. Alle anderen sind radioaktiv. Zwar können auch solche Elemente entstehen, beispielsweise bei der Explosion einer Supernova, jedoch zerfallen sie wieder nach einer mehr oder minder langen Zeit. (Stichwort: Halbwertszeit) Von den 80 stabilen chemischen Elementen sind nur zwei in der Lage, sehr komplexe Strukturen, wie sie für alles bekannte Leben charakteristisch sind, zu bilden. Dies sind Kohlenstoff und Silizium. Jedes Leben hier auf der Erde basiert auf Kohlenstoff. Silizium als Basis wäre zwar auch denkbar, es kommt aber nicht vor. Nur die Bedingungen, unter denen Leben auf Siliziumbasis vielleicht entstehen könnte, wären von unseren gar nicht mal so sehr verschieden, wenn man mit kosmischen Maßstäben mißt.
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Zu behaupten, dieser oder jener Planet sei lebensfeindlich, weil er eine Athmosphäre aus Schwefel hat, ist schlicht Unfug. Selbst hier auf der Erde gibt´s Lebensformen, die prima damit klar kommen. Chemische Elemente im Universum sind auch ganz sicher nicht an unserem irdischen Periodensystem gebunden. So wurde in Meteoriten Metalle gefunden, die es nicht auf unserer Erde gibt. Und ziemlich weit vorne im Thread beschrieb The One chemische Reaktionen von uns bekannten Gasen, die hier nicht nachvollziehbar sind.
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Wenn ein Planet eine Atmosphäre aus Schwefel hat, muß er eine Oberflächentemperatur über 444° haben. (Siedepunkt von Schwefel) Darunter ist Schwefel flüssig und unter 113° fest. Über 400° sind keine stabilen Kohlenstoff- oder Siliziumverbindungen möglich. Was anderes ist es, wenn die Atmosphäre z.B. Schwefeldioxyd, ein Gas, enthält. Damit könnte Leben klarkommen. Und schon sind wir wieder in unserem Temperaturbereich.
Das Periodensystem gilt sehr wohl im gesamten Universum. Es gibt, so weit wir mit unseren Teleskopen auch sehen können, nur die 80 stabilen Elemente.
Das mit den Metallen will ich gern glauben. Es kommt darauf an, welche Bedingungen bei der Entstehung geherrscht haben. Aber auch diese Metalle setzen sich irgendwie aus den bekannten 80 Elementen zusammen.
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Einstein und die Endlichkeit der Geschwindigkeit ?
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Das hat Einstein nie behauptet. Es gibt höhere Geschwindigkeiten, aber die haben keinerlei physikalische Relevanz. Wenn du beispielsweise mit einem Laserpointer in einer Sekunde einen Halbkreis in den Himmel malst und dabei zufällig den Mond triffst, bewegt sich der Lichtpunkt schneller, als mit c. Das hat aber keinerlei praktische Relevanz. Eine wie auch immer geartete Informationsübertragung ist damit nicht verbunden.
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Einstein war sicher ein genialer Naturwissenschaftler; aber E=mc² ist immer noch eine Theorie, die zwar viel erklärt, sich aber nicht beweisen lässt.
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Doch, es ist inzwischen bewiesen und ein Indiz dafür, daß wir von unseren Chemielehrern im Unterricht belogen worden sind. Das sogenannte "Gesetz vom Erhalt der Masse" bei chemischen Reaktionen gilt genau genommen nicht. Bei einer exothermen Reaktion tritt ein Massedefekt auf, der Verlust an Masse ist zwar verschwindend gering, läßt sich aber nach der Formel berechnen. Bei einer endothermen Reaktion ist es umgekehrt: Die Reaktionsprodukte haben mehr Masse, als die Ausgangsstoffe. Wieder greift die Einstein-Formel.
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Stattdessen kratzen viele neue Erkenntnisse über Raum- und Zeitkrümmungen erheblich an ihrer universellen Gültigkeit. Vielleicht sitzen wir alle in ein paar hundert Jahren auf einer Wolke und lachen uns schlapp über die hochstudierten Wissenschaftler des 20. und 21. Jahrhunderts.
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Auch die Raumkrümmung durch den Einfluß der Gravitation ist längst nachgewiesen - und von Hubble fotografiert. Eine große Masse wirkt, vereinfacht beschrieben, auf das Licht optisch wie eine Sammellinse. Man spricht in diesem Fall von einer "Gravitationslinse" oder einem "Einstein-Ring".
Wer sich dafür interessiert:
hier noch einmal zum genaueren Nachlesen.
Viele andere Sachen von Einstein sind mittlerweile auch längst nachgewiesen, so zum Beispiel, daß die Eigenzeit bei hohen Geschwindigkeiten gegenüber dem ruhenden Bezugssystem langsamer abläuft. Bislang hatten wir keine Möglichkeit, dies nachzuweisen, weil die auf der Erde erreichbaren Geschwindigkeiten im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit geradezu lächerlich gering sind. Der Effekt ist natürlich ebenso gering und mit normalen Mitteln gar nicht nachweisbar. Schließlich ist es mit zwei Atomuhren gelungen. Sie wurden exakt synchronisiert, dann eine davon mit einem sehr schnellen Flugzeug einmal um die Welt geschickt. Und - siehe da - sie ging nach. Und zwar um genau den Betrag, der nach den Einstein'schen Formeln vorausberechnet worden war.
Besser, als ich es je könnte, hat es einmal der Astrophysiker Prof. Harald Lesch von der Uni München formuliert: "
Wenn wir falsch liegen, dann sind wir jedenfalls verdammt gut falsch." Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Nie vergessen :
Fast alles was unser heutiges Leben technisch ausmacht ...; allein das Fantasieren darüber hätte vor 500 Jahren zigfach dafür ausgereicht, ohne jegliche Anhörung sofort auf dem Scheiterhaufen zu landen !
Wir sollten uns vielleicht einfach weniger wichtig nehmen. Aus 10 Lichtjahren Entfernung sind wir wahrscheinlich nur ein misslungenes Experiment |

Vielleicht. Aber wer hat da experimentiert?