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Zitat von sarazena Sorry Ernest, jetzt haben wir Deinen schönen Thread kaputt gemacht  |
Nein, ganz im Gegenteil. Ich freue mich über die rege Diskussion und das, was ihr beide sagtet, passt sehr gut zu dem Thema

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---------- Doppelpost zusammengeführt am 30.10.2010 um 16:16 ----------
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Zitat von sarazena Bei meinen reicht es zu sagen: "Ej, lass uns mal wieder Quatschen". Und ganz überzeugend bin ich wenn ich erwähne: "Bringt was zum trinken mit, ich koche was Leckeres"....  |
Jau, das ist es auch, was ich an gemütlichen Abenden sehr schätze: Einfach etwas leckeres zubereiten (zur Saison passt eine leckere Kürbissuppe von einem Hokkaido-Kürbis) und in gfemütlicher Runde den Abend genießen. Als Getränke bieten sich zum Beispiel ein halbtrockener oder lieblicher Weißwein, oder ein lieblicher Rosé an. Hier aber jetzt mal mein Rezept von der leckeren Kürbissuppe

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- Den Hokkaido-Kürbis zerteilen (das funktioniert am besten mit einem Brotmesser, oder einem ähnlich großem Messer) und mit einem Eßlöffel die Kerne rausholen (die Kerne nicht wegwerfen). Vorsicht beim Zerteilen: Möglichst ein scharfes Messer nehmen und das spitze Ende mit einem Topflappen oder Handtuch absichern, um sich nicht zu verletzen. Der Kürbis ist ziemlich hart und erfordert Kraft.
- Den grünen Ansatz abschneiden und wegwerfen. Die Kürbishälften grob zerkleinern, sodaß alles in einen Kochtopf passt. Dazu ein kleineres, handlicheres Messer nehmen (z.B. Stullen- oder Gemüsemesser).
- 1 Liter Wasser einfüllen und einen Maggi-Brühwürfel in das Ganze klein bröseln.
- Deckel drauf und bei mittlerer Hitze auf dem Herd kochen lassen (ca. 25 - 30 Minuten - oder etwas länger, je nach Garzeit des Kürbis). Die Masse "kocht sich breiig zusammen". Hinzu gibt man zwei Knoblauchzehen und eine daumendicke halbierte Ingwerknolle (den Knoblauch und die Ingwerknolle kann man klein geschnitten auch in ein Tee-Ei packen und das Tee-Ei in die Suppe legen. Später kann man dann einfach das Tee-Ei rausnehmen und Knoblauch und Ingwer entsorgen) - natürlich nur, wer das mag. Knoblauch und Ingwer kann man natürlich auch klein schneiden und in der Suppe zerkochen lassen. Man muß nichts weiter tun, außer gelegentlich mal umrühren und mit dem Kochlöffel die Konsistenz (Festigkeit) prüfen. Wenn die Brühe orange-farben/kürbis-farben wird, kann man mit einem Stampfer anfangen, vorsichtig die Masse zu zerstampfen. Unschöne Bröckchen kann man dann sehr einfach herausnehmen. Ich persönlich finde diese Methode besser, als einen elektrischen Zerkleinerer (Handmixer) einzusetzen, weil man so die Konsistenz besser kontrollieren kann und ein besseres Gefühl dafür hat, Flüssigkeit (Wasser oder Sahne) hinzu zu geben. Unschöne Bröckchen kann man so ebenfalls viel einfacher entfernen. Der weitere Vorteil: Der Kürbis enthält Fasern, die durch die hohen Geschwindigkeiten des Handmixers weitestgehend zerstört werden - der Suppe fehlt es dann an "Biss". Bei der Variante mit dem Stampfer werden die Fasern nahezu verschont und die Suppe behält ihre charakterliche Eigenschaft.
- Das Würzen der Kürbissuppe sollte erst dann beginnen, wenn die vorgenannte "Grund-Suppe" weich gekocht ist, damit die Aromen der Würze nicht vorzeitig verfliegen.
- Abschmecken mit Kokosnussmilch, Sahne, frisch geriebenem Pfeffer und Salz (am besten Meersalz oder "Fleur de Selle", da dies eine aromatischere Würze verleiht, als herkömmliches Salz). Dabei immer wieder auf die Konsistenz achten und ggf. etwas Wasser oder Sahne nachfüllen und immer gründlich umrühren. Kokosnussmilch und Sahne verleihen der Suppe eine frische und helle orange Farbe. Mit der Kokosnussmilch sollte man aufpassen, weil die die Suppe ggf. stark aromatisiert.
- Als Dekoration eignen sich z.B. klein geschnittene/geraspelte Möhren-Stückchen und die Kürbiskerne - die wir nicht weggeworfen haben

. Die Möhren-Stückchen und die Kürbiskerne auf ein mit Backpapier bedecktes Backblech geben (die Möhren und Kürbiskerne ggf. mit Alufolie überdecken, damit mit Oberhitze nichts verbrennen kann. Am besten beide Sorten auf getrennte Backbleche geben, um die Röst-Zustände besser kontrollieren zu können) und bei maximal 50 Grad im Ofen auf mittlerer Schiene bei Ober- und Unterhitze rösten. Das vorsichtige Rösten erfordert einige Zeit (im Idealfall ca. 4 Stunden oder mehr), damit Biß, Aromen und Farbe erhalten bleiben. Die Röstung kann durchaus einen Tag vor der Zubereitung der Suppe erfolgen. Nach erfolgter Röstung die gerösteten Möhren und Kürbiskerne mit Frischhaltefolie abdecken und bei Zimmertemperatur lagern. Während der Röstung immer den Bräunungsgrad kontrollieren, damit nichts verbrennt (das Röstgut sollte keine unschönen dunklen/schwarzen Flecken bekommen - diese Stellen wegwerfen). Wenn alles gelungen ist, dann einen Klecks Créme Fraiche auf die Suppe geben und alles mit etwas gerösteten Möhren und gerösteten Kürbiskernen leicht garnieren (so ungefähr, als ob eine leichte Brise vorbei geflogen ist). Selbstverständlich können auch geröstete Pinienkerne und frische Kräuter der Dekoration zu einem optisch gelungenen und aromatisch ausgeklungenen Abschluß mitwirken.
Beim Würzen und Abschmecken habe ich ganz bewusst auf eine übertriebene "Gewürz-Invasion" (das mag ich nicht) verzichtet, damit vor allem der charakteristische, leicht nussig-fruchtige und aromatische Kürbis-Geschmack immer im Vordergrund erkennbar bleibt. Denn: Welchen Stil hat schon eine Suppe, wenn man aus ihr nicht schmecken kann, woraus sie gemacht ist?
Ich wünsche sehr viel Spaß an alle Interessierten beim Nachkochen.
---------- Doppelpost zusammengeführt am 30.10.2010 um 16:23 ----------
Zitat:
Zitat von sarazena Da wir jeden Schei** von den Amis nachmachen und kopieren ist Halloween natürlich wichtig für uns.  |
Genau das machen wir eben nicht! Wir stiften keine Kriege, um scheinheilig aufgrund dessen wir Routen für Ölreserven sichern wollen und wir dringen auch nicht in Länder ein, um die Tötung von Zivilisten sowie die Gefangennahme vermeintlicher Terroristen rechtfertigen zu müssen. Im übrigen stammt Halloween ursprünglich aus Irland. Die amerikanische Version ist nur eine billige Kommerzialisierung ohne eigene Wurzeln.