Unternehmen auf der Jagd nach Facebook-Fans: Locken mit Präsenten und Prozenten
Abertausende Firmen buhlen bei Facebook um Fans. Dabei - das zeigt eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW - sollen vor allem exklusive Geschenke, Gewinnspiele und Rabatte zum Klick auf den Gefällt-mir-Button verleiten. Doch Vorsicht: Neben einer Werbeflut und übertriebenen Datenabfragen droht bei attraktiven Nachlässen oftmals Irreführung und ein Reinfall.
Was für Klaus und Lieschen Müller ein Freund, ist für Telekom und Red Bull der Fan: So heißen im sozialen Netzwerk Facebook die bekennenden Bewunderer einer Firma. Und wie beim Privat-Account gilt die Devise: je mehr desto besser.
Wer fleißig "Gefällt-mir" drückt, findet das Ergebnis des Likens umgehend auf seiner Facebook-Seite. Firmen erlauben sich nämlich, dort mit Angeboten vorstellig zu werden: vom "kultivierten Bootsschuh für 119,95 Euro", über den "Bollerwagen in 5 Varianten" bis hin zum "Superdeal um 15.15 Uhr". Viele fluten die Chroniken ihrer Fans täglich mit Reklame - und das teils mehrmals.
Wer das eindämmen will, hat zwei Möglichkeiten: die lästigen Werbe-Postings in der Rubrik "Neuigkeiten" sperren - oder das "Gefällt-mir-nicht-mehr"-Urteil über das ganze Unternehmen aussprechen.
Facebook-User, die grundsätzlich dem Fan-Sein entsagen, entgehen so auch irreführenden Schnäppchen-Attacken. Die Masche: Gutscheine bekannter Unternehmen wie etwa Amazon und Lufthansa, Rewe und Media-Markt winken, wenn Mitglieder Firmen liken. Die Angebote über 50 oder 100 Euro kommen über die Pinnwand, getarnt oft als Einträge von Freunden.
Die Links zum angeblichen Gratis-Bon führen allerdings nur auf diverse Webseiten, die mit Werbung gepflastert sind, für die die Initiatoren kräftig kassieren. Wer Pech hat, handelt sich auch einen lästigen Trojaner ein, der ein Schadprogramm auf dem PC installiert.
Deshalb die Warnung der Verbraucherzentrale NRW, die sich nicht nur an die kleine Gemeinde ihrer eigenen 2.500 Facebook-Fans, sondern an alle Fans richtet: Vorsicht walten lassen, wenn fette Preise verlost und dicke Gutscheine verschenkt werden.
Ich gebe nur dem meine Dagten mitz dem ich eine Geschaftsbeziehung eingehe. Hierbei meide ich Fakebock und alle anderen Socialnetwürgs
__________________ Das was ich hier sage ist meine Meinung und keine Rechtsberatung
Solange das Recht Einzelner zum Unrecht für Andere wird gibt es keine Gerechtigkeit. myself
02.06.2012, 09:25
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netzwelt.de
13.06.2012, 08:45
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2
Kuerasser
Helferlein
Threadstarter
Registriert seit: 27.10.2008
Beiträge: 3.122
Zitat:
Handel mit Facebook-Freunden
„Gefällt-mir“-Klicks für 30 Cent
Hamburg –
Eine große Fangemeinde bei Facebook kann täuschen. Viele Unternehmen erkaufen sich Facebook-Freunde und erwecken damit den Anschein, ein großes Fan-Netzwerk zu haben. Das berichtet die Zeitschrift Computerbild.
Spezielle Anbieter mit Namen wie Facebooktausch, Mysocialclix, Fanslave oder Fandealer böten ihren Kunden „Gefällt-mir“-Klicks für je rund 30 Cent an.
Die Klicks kämen von echten Facebook-Nutzern, die dafür bis zu 5 Cent pro Klick erhalten. Mitmachen könne jeder, der bei Facebook angemeldet ist und sich bei einem der Portale einklickt. Dort gibt es dann mitunter täglich Auftragslisten, die der Facebook-Nutzer im Auftrag einfach abarbeitet, berichtet Computerbild.
Also doch "Fakebock"
Das sich die Firmen damit keinen Gefallen tun, wenn der Schwindel rauskommt, dürfte allen klar sein. Wer es nötig hat sich "Freunde" zu kaufen muss doch nicht ganz in Ordnung sein.
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20.06.2012, 23:07
#
3
Ernest
Registriert seit: 13.02.2010
Beiträge: 1.446
Mir geht's am *das-sagt-man-nicht* vorbei, ob Unternehmen mit Facebook auf "Kundenfang" gehen, weil selbst mir als Kunde (persönliche Meinung) diese Art von Offenlegung des Konsumverhaltens gegen den Strich geht: Wieso müssen andere Leute wissen, bei wem ich Kunde bin?
Des weiteren nutzen besagte werbende Unternehmen den Kunden als kostenlosen Werbeträger! Der Kunde erhält keinen müden Cent in sein Portemonnaie, aber das werbende Unternehmen will durch - somit indirekt geworbene Kunden - die Kasse klingeln lassen. Über die gebotenen Prozente lache ich nur: Die hat das Unternehmen längst anderweitig verbucht. Wenn das werbende Unternehmen Kohle mit neuen Kunden machen will, dann will ich einen Teil der Kohle auch in meinem Portemonnaie sehen, um mit den Unternehmen auf gleicher Augenhöhe in Diskussion stehen zu können.
Mit zynischer Betrachtung könnte man aus dieser Facebook-Masche eine Art Angestelltenverhältnis konstruieren, bei dem Facebook den Vermittler spielt.
Vielleicht sollten sich mal die Verbraucherzentralen dieser Thematik annehmen.
__________________ Man kann so alt sein wie eine Kuh und lernt trotzdem noch dazu.