Vorgehen bei Datenrettung von Samsung-HDD mit defekten Sektoren

Alt 12.06.2012, 11:21   # 1
fran84
 
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Nachdem ich jetzt voraussichtlich Ende der Woche meinen neuen Rechner zusammenbauen werde, eine wichtige Frage zu meiner alten Festplatte:

In meinem alten Rechner habe ich eine Samsung Spinpoint 400GB HDD verbaut (Systempartition und mehrere sekundäre Partitionen vorhanden).

Während einem Acronis Backup bzw. Image-Erstellung meiner C-Partition hat Acronis Sektorenfehler gemeldet und den Backupvorgang abgebrochen (Platte hat angefangen zu klackern).
Das Klackern kam nur an der Stelle mit den defekten Sektoren.

Seither habe ich den Shuttle erstmal aus gelassen und mit meinem Notebook weitergearbeitet.

Die Frage ist - wie gehe ich jetzt am geschicktesten vor, um die Daten noch zu sichern?

Am besten ich baue die Platte als erstes aus und hänge sie in den neuen Rechner an einen freien SATAII-Port, oder?

Sollte ich dann mit HDD Tune, chkdsk oder Ähnlichem versuchen, die defekten Sektoren zu markieren?
Allerdings bekomme ich dann nicht heraus, welche Daten auf diesen Sektoren lagen, oder?


Auf einer externen HDD habe ich noch Images von den Partitionen. Diese sind allerdings schon ca. 3 Monate alt.


Gut wäre z. B. auch, wenn ich eine Software hätte, die wenn sie beim Kopiervorgang bei einem defekten Sektor landet, diesen im Log angibt und dann überspringt bzw. weiter macht.

Ich freue mich über jede Hilfestellung diesbezüglich.
Vielen Dank im Voraus.
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Alt 12.06.2012, 11:21 # --
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Alt 12.06.2012, 12:29   # 2
mahnmanie
 
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Also wenn du die Dateien kopieren willst kannst du z.B. das Programm Teracopy (es ersetzt den Windowskopierer) benutzen, dieses lässt Dateien die nicht mehr lesbar sind oder auf die kein Zugriff besteht aus und listet diese in einem Protokoll auf. Vorraussetzung hierfür ist aber das kopieren über Windows und dass der Rechner während des Kopierens nicht abstürzt.
Klackernde Geräusche allgemein sind suboptimal (Klartext: schei.e), denn dies bedeutet nicht einfach nur simpel Sektorenfehler sondern mechanische Defekte an der Festplatte, dementsprechend sind die Auswikungen des Kopierens auf die Festplatte nicht ersichtlich.
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Alt 12.06.2012, 19:54   # 3
fran84
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Also als Vorgehensweise habe ich mir jetzt mal Folgendes überlegt:

1. Images von externer Backup-Festplatte auf neuem Rechner einspielen
2. Festplatte mit defekten Sektoren in neuem Rechner an internen SATA-Port hängen
3. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen
4. fehlende/alte Daten mit TeraCopy (vorausgesetzt das ist überhaupt für diesen Zweck geeignet) rüberkopieren

Was haltet ihr davon?
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Alt 13.06.2012, 08:52   # 4
mahnmanie
 
Registriert seit: 04.04.2011
Beiträge: 923
Bei Teracopy kannst du sagen "überschreibe ältere" oder "überschreibe alle" Dateien.
Beyond Compare sagt mir nichts.
ggf. kannst du statt den beiden Tools auch Super Flexible File Synchronizer verwenden, dieses gleich erheblich mehr ab und bietet mehr Einstellungsmöglichkeiten (ist halt ein Synchronisierungsprogramm)
ansonsten würde ich das wohl auch so machen, wenn es um sehr viele Daten geht, wenn es nur wenige sind würde ich den Rechner so wie er ist starten und einfach alles was noch zu kopieren ist/geht auf einen USB-Stick/USB-Festplatte kopieren und anschließend auf dem neuen Rechner ablegen.
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Alt 14.06.2012, 21:50   # 5
fran84
Threadstarter
 
Registriert seit: 06.02.2010
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Vielen Dank für den Tipp. Werde mir das Programm mal bei Gelegenheit anschauen.
Beyond Compare hatte ich mal irgendwo als Empfehlung aufgeschnappt.
Seither benutze ich das ab und zu, um Ordner auf zwei unterschiedlichen PCs abzugleichen bzw. um Daten "bit für bit" zu vergleichen.
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Alt 19.06.2012, 22:38   # 6
fran84
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Was mir noch eingefallen ist:
Den Virenscanner werde ich vermutlich unbedingt abschalten müssen, da der sicherlich nur blockiert.
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Alt 13.09.2012, 09:22   # 7
fran84
Threadstarter
 
Registriert seit: 06.02.2010
Beiträge: 36
Abschließend mal noch für alle Interessierten das Ergebnis von meiner Datenrettung.


Bei der Vorarbeit gab es schon Probleme:

Ich wollte die alten Acronis-Images (Daten) mit der neuen Acronis-Version zurückspielen bzw. "entpacken".
Letztendlich war das leider nicht möglich und ich musste unter einer XP-VM das alte Acronis installieren und damit dann die Images mounten.

Folgendes habe ich danach (gemäß meiner zuvor erstellten Anleitung) durchgeführt:

1. Energieverwaltung auf Dauerbetrieb einstellen
2. Virenscanner komplett abschalten
3. Indexdienst deaktivieren und beenden
4. Dienst „Defragmentierung“
5. automatische Defragmentierung in der Aufgabenplanung deaktivieren
6. Dienst „Windows Defender“ deaktivieren
7. Einstellung in Registry vornehmen, dass letzter Dateizugriff unter NTFS nicht gespeichert wird
8. Rechner runterfahren und Festplatte mit den defekten Sektoren an schnellsten internen SATA-Port anschließen (unbedingt darauf achten: sollte dieser Port mit einem eSATA-Port „geshared“ sein, davor in jedem Fall das eSATA-Gerät vom Port abziehen)

Bei diesem Punkt hatte sich ein Denkfehler eingeschlichen und demnach ist leider auch ein Malheur passiert.

Auf der Platte mit den defekten Sektoren befand sich ja das Windows XP Pro Basissystem von meinem alten Rechner.
Beim Booten wurde dann natürlich komplett der Bootloader bzw. die Startinformationen von meinem Windows 7 System zerschossen.
Mit ziemlichem Aufwand habe ich dann aber wieder Windows 7 zum Laufen gebracht.
Ich habe dann einfach die Platte vom alten System während dem Betrieb von Windows 7 angesteckt.

9. Prüfen, ob unter den Eigenschaften der Partitionen noch der Haken für „Zulassen, dass für Dateien auf diesem Laufwerk Inhalte zusätzlich zu den Dateieigenschaften indiziert werden“ gesetzt ist und ihn ggf. entfernen
10. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen/abgleichen (sollte ein anderes Tool zum Einsatz kommen, nach einer evtl. vorhandenen Option „Lesefehler ignorieren und protokollieren“ suchen und diese aktivieren)
11. Festplatte wieder ausbauen und ggf. Einstellungen wieder rückgängig machen


Soweit hatte das alles funktioniert und ich konnte alle Daten wiederherstellen.


Über Umwege ist es mir sogar noch gelungen das XP-System von der defekten Platte zu virtualisieren (offenbar lagen keine wichtigen Windows-Files auf den beschädigten Sektoren).
So konnte ich noch Programme öffnen und entsprechende Konfigurationen auslesen.

Was allerdings etwas komisch ist:
Der HDD-Test mit HDTune Pro kam zu dem Ergebnis, dass alles in Ordnung sei.
Laut den ausgelesenen SMART-Werten fällt auch nur der Wert "Current Pending Sector Count: 4" auf.
Gemäß dem abschließenden chkdsk-Test, sind angeblich alle Sektoren in Ordnung.
Habe die Platte mal im Schrank verstaut.
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Alt 18.05.2013, 10:33 # --
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Alt 18.05.2013, 10:33 # --
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