Aufbau eines Home-Servers / Hardwareauswahl

Alt 13.08.2011, 19:38   # 1
chinaski
 
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Moin *,

ich plane den Aufbau eines Home-Servers und erhoffe mir hier ein paar Hinweise auf Unstimmigkeiten oder Fehler.

Funktionsbeschreibung:
Fileserver (Linux): Samba, NFS, DLNA, CUPS, primäres Backup (sekundäres Backup auf externe Platten)

Der Server soll 24x7 laufen, daher ist mir Energieeffizienz besonders wichtig. Soviel Power wie nötig, aber möglichst nicht mehr...

Initial starten möchte ich mit effektiv ca. 9 TB, bei Verwendung von Raid6 brauche ich wohl 4x 3 TB Festplatten. Auf dedizierte Hardware-Controller für Raid möchte ich verzichten, stattdessen soll das über Software-Raid von Linux realisiert werden.

Das System soll genug Platz bieten, um die Plattenkapazität später noch erweitern zu können. Hierzu wird ein Gehäuse mit 8 Einschüben vorgesehen. Aufstellungsort ist ein seperater Kellerraum, die Lautstärke ist nicht so entscheidend.

Um Kosten zu minimieren und den Stromverbrauch klein zu halten, würde ich auf günstige Green-SATA-Platten setzen, beispielsweise 'WD Caviar Green 3000GB WD30EZRX'.
Generell bin ich bei der Performance der Platten kompromissbereit, ein Streaming auf die 100-Mbit-Netzwerkkarte des Fernsehers sollte aber mindestens ohne Probleme möglich sein.

Das komplette Raid wird über dm-crypt/LUKS verschlüsselt. Das ist wahrscheinlich relevant, weil hierzu eine gewisse Power des Prozessors benötigt wird. In der Hoffnung, dass dm-crypt mit Intels 'AES-NI' umgehen kann (oder das noch lernt), ziehe ich diesen Prozessor in die engere Wahl: Intel Xeon E3-1220L.
Dieser wird mit einem maximalem TDP-Wert von 20W angegeben, was schon recht nah an einem Atom-Prozessor ist.

Weiterhin sind mir 2 Gigabit-Ports wichtig, um Netze sauber separieren zu können. Ferner scheint mir für Fernwartung ein echter IPMI-Port (nicht shared) sinnvoll.

Grafik ist nebensächlich, das System wird in der Regel im Runlevel 3 betrieben.

Arbeitsspeicher ist eigentlich auch nebensächlich, weil ich vermute, dass ein solches System locker mit 4 GB auskommt. Bei den aktuellen Preisen sollten 8 aber auch kein unlösbares finanzielles Problem darstellen.

Auf ein redundantes Netzteil und USV würde ich schweren Herzens verzichten, das gibt das Budget leider nicht mehr her.


Eine erste Recherche brachte mich zu einem System der Firma LS Computersysteme GmbH & Co. KG aus Langenberg, welche ich bislang noch nicht kenne. Das System 'Tower Server 743TQ-865B-SQ Super Silent' ist hier konfigurierbar:
Tower Server 743TQ-865B-SQ Super Silent

Es ist ausgestattet mit einem 'Supermicro Server Board X9SCA-F' und 'INTEL Xeon E3-1220L Dual Core 2200MHz'. Leider verfügt das Board noch nicht über USB 3.0.


Was meint Ihr?
TNX

cu, Paul
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Alt 14.08.2011, 12:20   # 2
chinaski
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Fällt wirklich niemandem hierzu etwas ein?

BTW: Ich habe an anderer Stelle den Hinweis bekommen, dass man mit 4x 3TB-Platten bei Raid6 NICHT auf eine effektive Kapazität von 9 TB kommt, sondern nur auf 6 TB. Demnach gehen 2 komplette Platten für die Redundanz drauf.


cu, Paul
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Alt 14.08.2011, 14:53   # 3
grunzer
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Was Du hier versuchst ist schon fast ein Profisystem und in meinen Augen für einen privaten Backupserver völlig überdimensioniert.
Aber gut...

Für 9TB reine Speicherkapazität brauchst Du bei RAID 6 natürlich viel mehr Speicherplatz, da dabei mit doppelter Parität gearbeitet wird.
Um etwa 10TB bei RAID6 zu erhalten brauchst Du (je nach Konfiguration) etwa 12TB tatsächlichen Speicherplatz.

Zu dem Händler kann ich Dir nichts sagen, da ich diesen nicht kenne. Mir erscheinen die Preise recht günstig zu sein, was vermutlich daran liegt, daß einige Komponenten mehr oder weniger aus der "Consumer"Ecke kommen und somit unter Umständen nicht im 24/7 Betrieb auf Dauer laufen.
Zumindest werden zb. Deine "WD Caviar Green 3000GB WD30EZRX" nicht für geschäftskritische Anwendungen empfohlen.
Genauer habe ich mich mit Deinen Angaben aber nicht beschäftigt...

Für was ein Server, der im Keller vor sich hinwerkelt einen USB3 Anschluß benötigt erschließt sich mir nicht.

Überlege Dir vielleicht, ob es wirklich RAID 6 sein muß, oder ob ein 5er nicht auch schon ausreicht. Den Geschwindigkeitsunterschied wirst Du vermutlich nicht merken besonders, weil bei RAID6 die Geschwindigkeit mit einer höhere Rechenleistung erkauft wird.
Viel wichtiger ist da ein ordentliches Netz, denn irgendein billiger 1GB Hub wird vermutlich bei mehreren gleichzeitig laufenden Rechnern eher das Nadelöhr werden...

Vielleicht hat ja noch wer die Muße sich das genauer anzusehen
Grüße Grunzer
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Alt 14.08.2011, 16:55   # 4
chinaski
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Zitat:
Zitat von grunzer Beitrag anzeigen
Für 9TB reine Speicherkapazität brauchst Du bei RAID 6 natürlich viel mehr Speicherplatz, da dabei mit doppelter Parität gearbeitet wird.
Um etwa 10TB bei RAID6 zu erhalten brauchst Du (je nach Konfiguration) etwa 12TB tatsächlichen Speicherplatz.
So habe ich Raid6 auch verstanden. Das steht aber in Konkurrenz zu der zuletzt genannten Aussage eines anderen Teilnehmers, dass 2 Platten komplett für die Redundanz draufgehen. Ich denke, ich werde es erst mal mit 4 Platten ausprobieren und eine 5. später hinzufügen, wenn ich mit der Kapazität nicht hinkomme. Gerne kann ich das Ergebnis hier posten, aber das wird sicherlich noch einige Zeit dauern.

Zitat:
Zitat von grunzer Beitrag anzeigen
Zu dem Händler kann ich Dir nichts sagen, da ich diesen nicht kenne. Mir erscheinen die Preise recht günstig zu sein, was vermutlich daran liegt, daß einige Komponenten mehr oder weniger aus der "Consumer"Ecke kommen und somit unter Umständen nicht im 24/7 Betrieb auf Dauer laufen.
Zumindest werden zb. Deine "WD Caviar Green 3000GB WD30EZRX" nicht für geschäftskritische Anwendungen empfohlen.
Das stimmt, aber das ist ok so. Das passt eher zum Begriff 'inexpensive' anstatt 'independent' für das 'i' im Raid. Ich bin nicht bereit, den doppelten Preis für teure Serverplatten auszugehen. Stattdessen will ich ja mehrfache Redundanz. Und letztlich ist es eben kein Profisystem, sondern wird mit privatem Budget finanziert. Dafür ist es auch nicht so schlimm, wenn der Server beispielsweise wegen Netzteilschaden für ein paar Tage down ist - nur Datenverlust darf nicht sein.

Zitat:
Zitat von grunzer Beitrag anzeigen
Für was ein Server, der im Keller vor sich hinwerkelt einen USB3 Anschluß benötigt erschließt sich mir nicht.
USB wird evtl. mal für Backup auf externe Medien gebraucht, würde aber genauso auch über eSATA laufen und lässt sich nachrüsten. Ist für die Hardwareauswahl nicht so relevant, sorry für die Nebelkerze.

Zitat:
Zitat von grunzer Beitrag anzeigen
Überlege Dir vielleicht, ob es wirklich RAID 6 sein muß, oder ob ein 5er nicht auch schon ausreicht. Den Geschwindigkeitsunterschied wirst Du vermutlich nicht merken besonders, weil bei RAID6 die Geschwindigkeit mit einer höhere Rechenleistung erkauft wird.
Es ist weniger die Performance als vielmehr die Ausfallwahrscheinlichkeit mit dem Risiko des Totalverlusts aller Daten:
RAID6 Advantages Over RAID0 and RAID5 | Hardware Secrets
Gerade wenn man mehrere Billigplatten gleichen Herstellers, gleichen Alters und im Worstcase gleicher Charge zusammenstöpselt, ist man mit zusätzlicher Redundanz gut beraten. Zumindestens kann ich dann besser schlafen...

Zitat:
Zitat von grunzer Beitrag anzeigen
Viel wichtiger ist da ein ordentliches Netz, denn irgendein billiger 1GB Hub wird vermutlich bei mehreren gleichzeitig laufenden Rechnern eher das Nadelöhr werden...
OK, aber das ist ja größtenteils extern (Switches, Kabel). Die genannte Konfiguration umfasst 2x GB LAN und 1x IPMI.

Bis hier hin vielen Dank.


cu, Paul
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Alt 16.08.2011, 09:29   # 5
N-Traxx
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Wie hoch liegt den Dein Budget für den Server?
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Alt 16.08.2011, 16:25   # 6
chinaski
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Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Wie hoch liegt den Dein Budget für den Server?
Ab 1.500 gibt's wahrscheinlich erhöhten Erklärungsbedarf bei der Regierung...


cu, Paul
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Alt 16.08.2011, 16:47   # 7
mahnmanie
 
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Zitat:
Zitat von chinaski Beitrag anzeigen
Ab 1.500 gibt's wahrscheinlich erhöhten Erklärungsbedarf bei der Regierung...


cu, Paul
Nimms mir nicht über aber die Aussage kapier ich nicht. Insbesondere da deine Grundkonfiguration schon mehr kostet wie 1500€
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Alt 16.08.2011, 17:07   # 8
chinaski
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Wieso, damit komme ich doch recht gut hin, zumindest bei dem genannten Konfigurator?!?
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Alt 16.08.2011, 20:17   # 9
mahnmanie
 
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argh sorry ich bin da bei den Festplatten verrutscht und habe die 3TB Seagates verbaut, da waren dann die 1600 locker voll sorry, aber deine Aussage hatte ich da trotzdem nicht so ganz verstanden, ich glaube du spielst auf die Lohnsteuererklärung an , da bin ich aber erst später drauf gekommen *schandeübermch*
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Alt 16.08.2011, 22:12   # 10
chinaski
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Um hier endgültig alle Klarheiten zu beseitigen, so könnte es aussehen:
================================================== ======
Tower Server 743TQ-865B-SQ Super Silent
1 x SuperMicro Servermainboard X9SCL+-F
1 x 8 Port Hot Swap Backplane
1 x INTEL Xeon E3-1220L Dual Core 2200MHz
1 x 4 GB DDR3-RAM (2x Kingston KVR1333D3E9S/2G)
1 x On Board SATA-Controller
1 x unkonfiguriert
1 x 2x GBit LAN (on Board)
1 x 24 Monate Gewährleistung (Bring-In)
4 x WD Caviar Green 3000GB WD30EZRX

Nettowarenwert* € 1.197,80
zzgl. 19,00% MwSt € 227,58
Gesamtpreis* € 1.425,38
================================================== ======


cu, Paul
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Alt 17.08.2011, 18:02   # 11
N-Traxx
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Bist Du eigentlich auf diese teure Serverhardware von Intel angewiesen?

Ich würde Dir eher zu einem preiswerteren AMD-System + Intel RAID-Controller raten.
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Alt 17.08.2011, 18:42   # 12
chinaski
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Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Bist Du eigentlich auf diese teure Serverhardware von Intel angewiesen?
Wenn Du mir einen vergleichbaren AMD-Prozessor nennen kannst, ich bin ganz Ohr...

Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Ich würde Dir eher zu einem preiswerteren AMD-System + Intel RAID-Controller raten.
Eigentlich wollte ich auf Hardware-Raid komplett zugunsten von Software-Raid (Linux) verzichten. Ich vermute, in puncto Preiswertigkeit ist das konkurrenzlos.

TNX


cu, Paul
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Alt 20.08.2011, 21:10   # 13
N-Traxx
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Mit dem, was Du vorhast, wirst Du den E3-1220L schnell in die Knie zwingen. Paritätsberechnungen beim RAID5/6 verlangen dem Prozessor einiges an Rechenleistung. Dazu dann noch die Verschlüsselung der kompletten RAID-Laufwerke. Selbst mit der AES Erweiterung im Sandy Bridge wird dem Prozessor einiges an Rechenleistung abverlangt.
Eine Kombination aus dediziertem RAID-Controller + AES-CPU wäre wesentlich sinnvoller und auch hier sollte es ein QUAD-Core sein, damit genügend Reserven für Datenoperationen und Streaming verfügbar sind.

Mit den Caviar Green Platten wirst Du auch nicht auf Dauer viel Freude haben, da diese Platten nicht für 24/7 ausgelegt sind.
Hierbei solltest Du schon zu speziellen RAID-Platten greifen.

Abgesehen davon frage ich mich, weshalb Du den Fileserver unter Linux laufen lassen willst? Lohnt sich der Konfigurationsaufwand überhaupt für Dich?

Für einen Rechner, der nur Daten bereitstellen soll und ab und an etwas streamen soll, würde ich mir keine so große Mühe mit Linux machen. Ein Win 7 x64 Ultimate sollte mit seinem vollen Funktionsumfang für Deine Zwecke vollkommen ausreichen.

Fernwartung kann man über VPN machen, wobei Du hier auch Schwierigkeiten wegen wechselnder IPs haben wirst, ausser Du hast eine(n) Kabelanschluss/Standleitung ohne wechelnde IPs. Ansonsten kommst Du kaum über DynDNS vorbei.

Anbei angemerkt beschreibt der TDP Wert nicht die Leistungsaufnahme eines Prozessors, sondern dessen maximale Wärmeabgabe.
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Alt 21.08.2011, 18:13   # 14
chinaski
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Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Mit dem, was Du vorhast, wirst Du den E3-1220L schnell in die Knie zwingen. Paritätsberechnungen beim RAID5/6 verlangen dem Prozessor einiges an Rechenleistung. Dazu dann noch die Verschlüsselung der kompletten RAID-Laufwerke. Selbst mit der AES Erweiterung im Sandy Bridge wird dem Prozessor einiges an Rechenleistung abverlangt.
Eine Kombination aus dediziertem RAID-Controller + AES-CPU wäre wesentlich sinnvoller und auch hier sollte es ein QUAD-Core sein, damit genügend Reserven für Datenoperationen und Streaming verfügbar sind.

Mit den Caviar Green Platten wirst Du auch nicht auf Dauer viel Freude haben, da diese Platten nicht für 24/7 ausgelegt sind.
Hierbei solltest Du schon zu speziellen RAID-Platten greifen.
Möglich, aber ich vermute stark, dass die von Dir vorgeschlagenen Optionen das eh schon angespannte Budget massiv sprengen werden.
+QUAD anstatt DUAL
+4x Server- anstatt Desktop-Platten
+zusätzl. Raid-Controller
+Windows-Lizenz

Vorsichtig geschätzt liege ich da bei zusätzlichen 500€ plus höhere Kosten für den Betrieb (Strom) von Prozessor, Raid-Controller und Platten.

Aus dem Bauch heraus würde ich dem System schon genug Leistung zutrauen. Wie geschrieben liegen die Anforderungen an die Perfomance ja nicht all zu hoch.

Bei den Festplatten würde ich eher die Strategie verfolgen, dass ich bei Bedarf defekte Platten austausche. Wenn ich nach einem Ausfall in 1 bis 2 Jahren wieder für 120 € eine neue Desktop-Platte kaufe, dann bekomme ich für das Geld wahrscheinlich 6 anstatt 3 TB. Elementar dabei ist natürlich die doppelte Absicherung durch Raid6 und externes Backup.

Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Abgesehen davon frage ich mich, weshalb Du den Fileserver unter Linux laufen lassen willst? Lohnt sich der Konfigurationsaufwand überhaupt für Dich?

Für einen Rechner, der nur Daten bereitstellen soll und ab und an etwas streamen soll, würde ich mir keine so große Mühe mit Linux machen. Ein Win 7 x64 Ultimate sollte mit seinem vollen Funktionsumfang für Deine Zwecke vollkommen ausreichen.
OK, das lasse ich natürlich als Deine persönliche Meinung gelten. Meiner Erfahrung nach verhält es sich genau umgekehrt und Linux ist als Serverbetriebssystem geradezu prädistiniert für den Job, von den Vorzügen freier Software ganz zu schweigen. Aber darüber müssen wir hier keine Diskussion führen.

Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Fernwartung kann man über VPN machen, wobei Du hier auch Schwierigkeiten wegen wechselnder IPs haben wirst, ausser Du hast eine(n) Kabelanschluss/Standleitung ohne wechelnde IPs. Ansonsten kommst Du kaum über DynDNS vorbei.
Ich verfüge über ein externes VPN / Firewall. Fernwartung erfolgt auf Basis von IPMI bzw. SSH.

Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Anbei angemerkt beschreibt der TDP Wert nicht die Leistungsaufnahme eines Prozessors, sondern dessen maximale Wärmeabgabe.
Ah ja, da hast Du Recht. Ich finde es einigermassen schwierig, einen Anhaltspunkt für die Energieverbrauch von Prozessoren zu finden. Nach allem, was ich bislang gelesen habe, soll dieser Prozessor aber weit unten in der Skala stehen.

Nach welcher Kenngröße sollte ich statt dessen schauen?
TNX


cu, Paul
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Alt 22.08.2011, 21:44   # 15
N-Traxx
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Nun ja, freie Software hin oder her. Die gibts unter Windows auch, übrigens auch in größeren Mengen, als man es bei anderen Betriebsystemen erwarten würde.

Ich habe übrigens nicht gemeint, Linux wäre schlecht, sondern ob sich der Aufwand für die Konfiguraton für Dich auch lohnt. Abgesehen davon könntest Du mit sehr neuer Hardware durchaus Probleme haben, da u.U. Treiber noch nicht im Kernel integriert sind. Das sind auch auch mal Sachen, die man sich vorher überlegen muss.

Ich weiss nicht, was Du genau konfigurationsseitig machen möchtest, aber wie gesagt, wäre dieser "Fileserver" unter Windows 7 mit ein paar Freigaben und Useraccounts + Streaming-Server sehr schnell konfiguriert.

Von den Linzenzkosten mal abgesehen, wäre das die einfachere Methode.
Diese Entscheidung möchte ich Dir aber keinesfalls abnehmen.

Ich bin gerade dabei, eine Zusammenstellung zu machen.
Schauen wir einfach mal, wie sich der Server am vernünftigsten zusammenstellen lässt.
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Alt 22.08.2011, 22:54   # 16
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So, ich habe die Zusammenstellung weitgehend fertig.
Eine Sache wäre da noch und zwar betreffend der Festplatten:
RAID-Platten für 24/7 sind mit ca. 2TB Kapazität nicht unter 100.-€ zu bekommen.
Mit 4x 2TB Standardplatten, einem Serverboard, einem 3.1GHz Quadcore E3 Xeon (kostet übrigesn gerademal 4.-€ mehr, als Dein Dualcore E3), sowie 4-Kanal SAS Controller, einem ALU-Servertower, 580W Netzteil (Kabelmanagement), sowie 8GB ECC RAM wäre ich dabei.
Es wäre evtl. sogar noch eine SSD fürs Betriebssystem drin.
Was machen wir also wegen der Festplatten?
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Alt 23.08.2011, 08:46   # 17
chinaski
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Ich benötige 4x 3 TB Festplatten mit möglichst geringem Stromverbrauch.
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Alt 23.08.2011, 11:37   # 18
N-Traxx
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1x ATX Lian Li PC-A71FB Big Tower o.NT Schwarz / HD-Enkoppler Kit / Staubfilter / 4 Lüfter
Herstellerlink: Lian Li PC-A71FB
1x Lian Li 5,25 Zoll CD/DVD/BD-ROM Panel C-02B schwarz
1x Netzteil 580W be quiet! Straight Power CM BQT E8 80+ Silber Modular
1x Asus P8B-X S1155 XEON3 C202 ATX
2x 4GB Kingston ValueRAM KVR1333D3E9S/4G DDR3-1333 ECC DIMM CL9 Single
1x Intel Xeon E3-1220 4x 3.10GHz So.1155 BOX
1x 128GB Crucial m4 SSD CT128M4SSD2 2.5" (6.4cm) SATA 6Gb/s MLC synchron
1x Lian Li HD-01 HDD/SSD-Rack 3,5" (8,89 cm) / 2,5" (6,35 cm)
1x Intel RAID-Controller RS2BL040 SAS
4x 3000GB Western Digital Caviar Green WD30EZRX 64MB 3.5" (8.9cm) SATA 6Gb/s
1x LG DVD-Brenner GH22NS50 SATA Schwarz Bulk

Gesamtpreis: ca. 1642.-€ zzgl. Versand (Selbstmontage)

Habe zunächst die gleichen Platten genommen, wie in Deiner Konfiguration. Eine Serverplatte für 24/7 würde mindestens 50.-€ mehr kosten. Die SSD macht den Rechner etwas teurer, dafür auch das Betriebssystem umso flotter. Musst Dir selbst überlegen, was Dir lieber ist.

Ich würde hier das Betriebsystem ohne Verschlüsselung auf die SSD installieren und nur den RAID-Verbund aus den 4 3TB Platten komplett verschlüsseln. Das reicht im Normalfall aus und belastet den Prozessor zumindest betriebsystemseitig nicht mit unnötigen coding/decoding Operationen. Diese finden dann nur auf den RAID-Laufwerken statt beim Datenzugriff und belasten die Recheneinheiten der CPU nicht zusätzlich, was für eine etwas bessere Energieeffizienz sorgt.

Im Gehäuse lassen sich standardmässig bis zu 10 3.5" Platten entkoppelt einbauen. Der RAID-Controller lässt sich mit Port-Multipliern mit bis zu 32 Platten erweitern. Ein 800MHz Co-prozessor + 512MB Cache sprechen für sich.

Das Gehäuse lässt sich mit zahlreichem Zubehör auch für spätere Aufrüstungen Deinen Wünschen leicht anpassen. Es nimmt Mainboards auch im E-ATX-Format auf. Lian Li bietet unzähliges Zubehör hierfür an, wie z.B. Hot-Swap fähige Plattenkäfige mit aktiver Belüftung, usw.

Schau Dir das also in Ruhe mal an.
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Alt 23.08.2011, 20:27   # 19
chinaski
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Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Gesamtpreis: ca. 1642.-€ zzgl. Versand (Selbstmontage)
[...]
Habe zunächst die gleichen Platten genommen, wie in Deiner Konfiguration. Eine Serverplatte für 24/7 würde mindestens 50.-€ mehr kosten. Die SSD macht den Rechner etwas teurer, dafür auch das Betriebssystem umso flotter. Musst Dir selbst überlegen, was Dir lieber ist.

[...]

Schau Dir das also in Ruhe mal an.
Erstmal tausend Dank, dass Du dir so viel Mühe meinetwegen machst!

Dieses System sieht interessant aus, aber trifft leider meine Bedürfnisse nicht vollständig:
1. Ich möchte ein solches System komplett einkaufen und nicht anfangen, selbst Komponenten zusammenzustöpseln. Vielleicht hätte ich das deutlicher sagen müssen, sorry.
2. Es übersteigt das Budget nicht unerheblich.
3. Ich vermute, der Prozessor verbraucht deutlich mehr Strom. Genau weiss ich es nicht mangels aussagekräftiger Kennwerte, aber die TDP-Werte unterscheiden sich massiv (1220L=20W versus 1220=80W). Und irgendwo kommt die Wärme ja her...
4. Ich möchte keinen expliziten Hardware-Raid-Controller. Wie geschrieben möchte ich konsequent Software-Raid einsetzen.
5. Eine SSD brauche ich nicht, DVD-Laufwerk und Brenner ebenso wenig und das RAM könnte auf 4GB reduziert werden.
6. Ich sehe auf den ersten Blick kein IPMI

Selbst wenn ich die nicht benötigten Komponenten raus streiche und der Preis entsprechend sinkt, bleiben noch die Punkte 1, 3 und 6 übrig.

Zitat:
Zitat von N-Traxx Beitrag anzeigen
Ich würde hier das Betriebsystem ohne Verschlüsselung auf die SSD installieren und nur den RAID-Verbund aus den 4 3TB Platten komplett verschlüsseln. Das reicht im Normalfall aus und belastet den Prozessor zumindest betriebsystemseitig nicht mit unnötigen coding/decoding Operationen. Diese finden dann nur auf den RAID-Laufwerken statt beim Datenzugriff und belasten die Recheneinheiten der CPU nicht zusätzlich, was für eine etwas bessere Energieeffizienz sorgt.
Die Option Nicht-Verschlüsselung des Betriebssystems ist ein Notfall-Plan, wenn ich zu große Performance-Probleme bekommen sollte, dann aber auf dem Festplatten-Raid. Ich hoffe aber stark, dass dies nicht notwendig sein wird.


cu, Paul
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Alt 24.08.2011, 00:45   # 20
N-Traxx
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Der Prozessor verfügt über die gleichen Power Management Funktionen, wie der Dualcore. Im Idle liegt das System mit nur einer Platte grob geschätzt bei ca. 40-60W Leistungsaufnahme.
Inwieweit das Power Management unter Linux funktioniert, wirst Du noch feststellen. Meine Angaben beziehen sich auf Windows 7.
Nochmals zur TDP:
TDP = Thermal Design Power
Der TDP-Wert beschreibt die maximale Wärmeabgabe eines Prozessors, nach deren Wert ein passender Kühler ausgesucht werden kann. Die TDP beschreibt nicht die Leistungsaufnahme.
Selbst unter Volllast erreichen aktuelle CPUs (egal in welcher Ausführung) nicht Ihre maximalen TDP-Werte.

Das mit IPMI kläre ich noch ab. Konnte selbst jetzt auch keine Angaben dazu finden. Zur Not können wir dann noch auf das Supermicro bzw. ein Tyan Board ausweichen. Evtl. bietet Asus auch noch auf einem anderen Board diese Option an. Das schaue ich noch mal kurz nach und gebe Dir dann bescheid.

Du kannst den Rechner für 70.-€ bei Mindfactory bauen lassen. Das ist das geringste Problem.

Die Verschlüsselung des Betriebssystems finde ich für den Heimeinsatz völlig übertrieben, aber das ist Deine Entscheidung.
Du solltest Dir allerdings auch darüber im Klaren sein, dass ein höherer Rechenaufwand den Prozessor auch daran hindert, seine Recheneinheiten in die tieferen Schlafmodi zu setzen und steigert somit die Leistungsaufnahme auch im Leerlauf, denn das Betriebssystem greift immer wieder auf seine Partition zu, auch wenn man das als User nicht unbedingt mitbekommt.

Ich kann Dir die Lösung mit SSD fürs OS + 4 Platten im RAID 5/6 wärmstens empfehlen. Falls Du Dein System später mit weiteren RAID Arrays aufrüsten möchtest, kommst Du ohne einen RAID-Controller sowieso nicht aus. Die onboard RAID-Controller funktionieren meisten nur unzureichend mit Port-Multipliern, wenn überhaupt.

Ich hätte die SSD halt eben an den onboard Controller im AHCI-Modus konfiguriert (der aktuellste Linux-Kernel sollte dass mittlerweile können) und die 4 Platten an den Intel RAID-Controller. Spätere Nachrüstungen mit weiteren Platten wären so kein Problem, zumal das Intel Teil über Port Multiplier bis zu 32 Platten ansteuern kann.

Apropos SSD: Aktuelle SSDs haben im Vergleich zu den schnellsten Festplatten einen um ca. Faktor 360 höheren Durchsatz bei Ein- und Ausgabeoperation (IOPs).

Bei den aktuellen RAM-Preisen würde ich in die Kiste sogar gleich 16GB stecken.
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Alt 28.05.2012, 03:25 # --
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