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| Registriert seit: 13.08.2011
Beiträge: 13
| Moin *, ich plane den Aufbau eines Home-Servers und erhoffe mir hier ein paar Hinweise auf Unstimmigkeiten oder Fehler. Funktionsbeschreibung: Fileserver (Linux): Samba, NFS, DLNA, CUPS, primäres Backup (sekundäres Backup auf externe Platten) Der Server soll 24x7 laufen, daher ist mir Energieeffizienz besonders wichtig. Soviel Power wie nötig, aber möglichst nicht mehr... Initial starten möchte ich mit effektiv ca. 9 TB, bei Verwendung von Raid6 brauche ich wohl 4x 3 TB Festplatten. Auf dedizierte Hardware-Controller für Raid möchte ich verzichten, stattdessen soll das über Software-Raid von Linux realisiert werden. Das System soll genug Platz bieten, um die Plattenkapazität später noch erweitern zu können. Hierzu wird ein Gehäuse mit 8 Einschüben vorgesehen. Aufstellungsort ist ein seperater Kellerraum, die Lautstärke ist nicht so entscheidend. Um Kosten zu minimieren und den Stromverbrauch klein zu halten, würde ich auf günstige Green-SATA-Platten setzen, beispielsweise 'WD Caviar Green 3000GB WD30EZRX'. Generell bin ich bei der Performance der Platten kompromissbereit, ein Streaming auf die 100-Mbit-Netzwerkkarte des Fernsehers sollte aber mindestens ohne Probleme möglich sein. Das komplette Raid wird über dm-crypt/LUKS verschlüsselt. Das ist wahrscheinlich relevant, weil hierzu eine gewisse Power des Prozessors benötigt wird. In der Hoffnung, dass dm-crypt mit Intels 'AES-NI' umgehen kann (oder das noch lernt), ziehe ich diesen Prozessor in die engere Wahl: Intel Xeon E3-1220L. Dieser wird mit einem maximalem TDP-Wert von 20W angegeben, was schon recht nah an einem Atom-Prozessor ist. Weiterhin sind mir 2 Gigabit-Ports wichtig, um Netze sauber separieren zu können. Ferner scheint mir für Fernwartung ein echter IPMI-Port (nicht shared) sinnvoll. Grafik ist nebensächlich, das System wird in der Regel im Runlevel 3 betrieben. Arbeitsspeicher ist eigentlich auch nebensächlich, weil ich vermute, dass ein solches System locker mit 4 GB auskommt. Bei den aktuellen Preisen sollten 8 aber auch kein unlösbares finanzielles Problem darstellen. Auf ein redundantes Netzteil und USV würde ich schweren Herzens verzichten, das gibt das Budget leider nicht mehr her. Eine erste Recherche brachte mich zu einem System der Firma LS Computersysteme GmbH & Co. KG aus Langenberg, welche ich bislang noch nicht kenne. Das System 'Tower Server 743TQ-865B-SQ Super Silent' ist hier konfigurierbar: Tower Server 743TQ-865B-SQ Super Silent Es ist ausgestattet mit einem 'Supermicro Server Board X9SCA-F' und 'INTEL Xeon E3-1220L Dual Core 2200MHz'. Leider verfügt das Board noch nicht über USB 3.0. Was meint Ihr? TNX cu, Paul |
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| Threadstarter Registriert seit: 13.08.2011
Beiträge: 13
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RAID6 Advantages Over RAID0 and RAID5 | Hardware Secrets Gerade wenn man mehrere Billigplatten gleichen Herstellers, gleichen Alters und im Worstcase gleicher Charge zusammenstöpselt, ist man mit zusätzlicher Redundanz gut beraten. Zumindestens kann ich dann besser schlafen... Zitat:
Bis hier hin vielen Dank. cu, Paul | |||||
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| | # 13 |
| Hardware Guru Registriert seit: 28.08.2007 Ort: Bamberg
Beiträge: 4.910
| Mit dem, was Du vorhast, wirst Du den E3-1220L schnell in die Knie zwingen. Paritätsberechnungen beim RAID5/6 verlangen dem Prozessor einiges an Rechenleistung. Dazu dann noch die Verschlüsselung der kompletten RAID-Laufwerke. Selbst mit der AES Erweiterung im Sandy Bridge wird dem Prozessor einiges an Rechenleistung abverlangt. Eine Kombination aus dediziertem RAID-Controller + AES-CPU wäre wesentlich sinnvoller und auch hier sollte es ein QUAD-Core sein, damit genügend Reserven für Datenoperationen und Streaming verfügbar sind. Mit den Caviar Green Platten wirst Du auch nicht auf Dauer viel Freude haben, da diese Platten nicht für 24/7 ausgelegt sind. Hierbei solltest Du schon zu speziellen RAID-Platten greifen. Abgesehen davon frage ich mich, weshalb Du den Fileserver unter Linux laufen lassen willst? Lohnt sich der Konfigurationsaufwand überhaupt für Dich? Für einen Rechner, der nur Daten bereitstellen soll und ab und an etwas streamen soll, würde ich mir keine so große Mühe mit Linux machen. Ein Win 7 x64 Ultimate sollte mit seinem vollen Funktionsumfang für Deine Zwecke vollkommen ausreichen. Fernwartung kann man über VPN machen, wobei Du hier auch Schwierigkeiten wegen wechselnder IPs haben wirst, ausser Du hast eine(n) Kabelanschluss/Standleitung ohne wechelnde IPs. Ansonsten kommst Du kaum über DynDNS vorbei. Anbei angemerkt beschreibt der TDP Wert nicht die Leistungsaufnahme eines Prozessors, sondern dessen maximale Wärmeabgabe.
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| Threadstarter Registriert seit: 13.08.2011
Beiträge: 13
| Zitat:
+QUAD anstatt DUAL +4x Server- anstatt Desktop-Platten +zusätzl. Raid-Controller +Windows-Lizenz Vorsichtig geschätzt liege ich da bei zusätzlichen 500€ plus höhere Kosten für den Betrieb (Strom) von Prozessor, Raid-Controller und Platten. Aus dem Bauch heraus würde ich dem System schon genug Leistung zutrauen. Wie geschrieben liegen die Anforderungen an die Perfomance ja nicht all zu hoch. Bei den Festplatten würde ich eher die Strategie verfolgen, dass ich bei Bedarf defekte Platten austausche. Wenn ich nach einem Ausfall in 1 bis 2 Jahren wieder für 120 € eine neue Desktop-Platte kaufe, dann bekomme ich für das Geld wahrscheinlich 6 anstatt 3 TB. Elementar dabei ist natürlich die doppelte Absicherung durch Raid6 und externes Backup. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Nach welcher Kenngröße sollte ich statt dessen schauen? TNX cu, Paul | ||||
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| Hardware Guru Registriert seit: 28.08.2007 Ort: Bamberg
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| Nun ja, freie Software hin oder her. Die gibts unter Windows auch, übrigens auch in größeren Mengen, als man es bei anderen Betriebsystemen erwarten würde. Ich habe übrigens nicht gemeint, Linux wäre schlecht, sondern ob sich der Aufwand für die Konfiguraton für Dich auch lohnt. Abgesehen davon könntest Du mit sehr neuer Hardware durchaus Probleme haben, da u.U. Treiber noch nicht im Kernel integriert sind. Das sind auch auch mal Sachen, die man sich vorher überlegen muss. Ich weiss nicht, was Du genau konfigurationsseitig machen möchtest, aber wie gesagt, wäre dieser "Fileserver" unter Windows 7 mit ein paar Freigaben und Useraccounts + Streaming-Server sehr schnell konfiguriert. Von den Linzenzkosten mal abgesehen, wäre das die einfachere Methode. Diese Entscheidung möchte ich Dir aber keinesfalls abnehmen. Ich bin gerade dabei, eine Zusammenstellung zu machen. Schauen wir einfach mal, wie sich der Server am vernünftigsten zusammenstellen lässt.
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| | # 16 |
| Hardware Guru Registriert seit: 28.08.2007 Ort: Bamberg
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| So, ich habe die Zusammenstellung weitgehend fertig. Eine Sache wäre da noch und zwar betreffend der Festplatten: RAID-Platten für 24/7 sind mit ca. 2TB Kapazität nicht unter 100.-€ zu bekommen. Mit 4x 2TB Standardplatten, einem Serverboard, einem 3.1GHz Quadcore E3 Xeon (kostet übrigesn gerademal 4.-€ mehr, als Dein Dualcore E3), sowie 4-Kanal SAS Controller, einem ALU-Servertower, 580W Netzteil (Kabelmanagement), sowie 8GB ECC RAM wäre ich dabei. Es wäre evtl. sogar noch eine SSD fürs Betriebssystem drin. Was machen wir also wegen der Festplatten?
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| | # 18 |
| Hardware Guru Registriert seit: 28.08.2007 Ort: Bamberg
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| Threadstarter Registriert seit: 13.08.2011
Beiträge: 13
| Zitat:
Dieses System sieht interessant aus, aber trifft leider meine Bedürfnisse nicht vollständig: 1. Ich möchte ein solches System komplett einkaufen und nicht anfangen, selbst Komponenten zusammenzustöpseln. Vielleicht hätte ich das deutlicher sagen müssen, sorry. 2. Es übersteigt das Budget nicht unerheblich. 3. Ich vermute, der Prozessor verbraucht deutlich mehr Strom. Genau weiss ich es nicht mangels aussagekräftiger Kennwerte, aber die TDP-Werte unterscheiden sich massiv (1220L=20W versus 1220=80W). Und irgendwo kommt die Wärme ja her... 4. Ich möchte keinen expliziten Hardware-Raid-Controller. Wie geschrieben möchte ich konsequent Software-Raid einsetzen. 5. Eine SSD brauche ich nicht, DVD-Laufwerk und Brenner ebenso wenig und das RAM könnte auf 4GB reduziert werden. 6. Ich sehe auf den ersten Blick kein IPMI Selbst wenn ich die nicht benötigten Komponenten raus streiche und der Preis entsprechend sinkt, bleiben noch die Punkte 1, 3 und 6 übrig. Zitat:
cu, Paul | ||
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| | # 20 |
| Hardware Guru Registriert seit: 28.08.2007 Ort: Bamberg
Beiträge: 4.910
| Der Prozessor verfügt über die gleichen Power Management Funktionen, wie der Dualcore. Im Idle liegt das System mit nur einer Platte grob geschätzt bei ca. 40-60W Leistungsaufnahme. Inwieweit das Power Management unter Linux funktioniert, wirst Du noch feststellen. Meine Angaben beziehen sich auf Windows 7. Nochmals zur TDP: TDP = Thermal Design Power Der TDP-Wert beschreibt die maximale Wärmeabgabe eines Prozessors, nach deren Wert ein passender Kühler ausgesucht werden kann. Die TDP beschreibt nicht die Leistungsaufnahme. Selbst unter Volllast erreichen aktuelle CPUs (egal in welcher Ausführung) nicht Ihre maximalen TDP-Werte. Das mit IPMI kläre ich noch ab. Konnte selbst jetzt auch keine Angaben dazu finden. Zur Not können wir dann noch auf das Supermicro bzw. ein Tyan Board ausweichen. Evtl. bietet Asus auch noch auf einem anderen Board diese Option an. Das schaue ich noch mal kurz nach und gebe Dir dann bescheid. Du kannst den Rechner für 70.-€ bei Mindfactory bauen lassen. Das ist das geringste Problem. Die Verschlüsselung des Betriebssystems finde ich für den Heimeinsatz völlig übertrieben, aber das ist Deine Entscheidung. Du solltest Dir allerdings auch darüber im Klaren sein, dass ein höherer Rechenaufwand den Prozessor auch daran hindert, seine Recheneinheiten in die tieferen Schlafmodi zu setzen und steigert somit die Leistungsaufnahme auch im Leerlauf, denn das Betriebssystem greift immer wieder auf seine Partition zu, auch wenn man das als User nicht unbedingt mitbekommt. Ich kann Dir die Lösung mit SSD fürs OS + 4 Platten im RAID 5/6 wärmstens empfehlen. Falls Du Dein System später mit weiteren RAID Arrays aufrüsten möchtest, kommst Du ohne einen RAID-Controller sowieso nicht aus. Die onboard RAID-Controller funktionieren meisten nur unzureichend mit Port-Multipliern, wenn überhaupt. Ich hätte die SSD halt eben an den onboard Controller im AHCI-Modus konfiguriert (der aktuellste Linux-Kernel sollte dass mittlerweile können) und die 4 Platten an den Intel RAID-Controller. Spätere Nachrüstungen mit weiteren Platten wären so kein Problem, zumal das Intel Teil über Port Multiplier bis zu 32 Platten ansteuern kann. Apropos SSD: Aktuelle SSDs haben im Vergleich zu den schnellsten Festplatten einen um ca. Faktor 360 höheren Durchsatz bei Ein- und Ausgabeoperation (IOPs). Bei den aktuellen RAM-Preisen würde ich in die Kiste sogar gleich 16GB stecken.
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