| | # 1 |
| Registriert seit: 05.01.2013
Beiträge: 3
| Hallo, zunächst einmal vielen Dank für dieses Forum, in dem ich schon viel gelesen dabei viel über SAT-Anlagen gelernt habe. ![]() Meine Ausgangssituation ist folgende: wir haben neu gebaut und möchten gerne TV über SAT schauen. Vorgesehen ist Empfang in 4 Räumen jeweils über Twindosen, die über einen im Keller installierten Multischalter versorgt werden. Ein Mast ist bereits installiert und zwar auf der Garage neben dem Haus und damit innerhalb des Schutzbereichs der Fassade. Potentialausgleich wird natürlich trotzdem gemacht (als fleißiger Leser dieses Forums weiß ich, dass Ihr mir sonst die Ohren lang zieht Jetzt geht es darum, die richtigen Komponenten der Anlage zu finden. Der Elektriker, der die Installation macht, hat mir folgende Komponenten von DigiSat vorgeschlagen: • NTC DPS 850 Profi Komfortantenne 90cm anthrazit • NTC GDQ404 Quattro Switchable LNB 40mm • NTC MS 58NT Multischalter 5 auf 8 • NTC STD2400 Sat-Twindose 4-Loch Koax-Kabel hatte ich schon vor ein paar Wochen besorgt und zwar Hirschmann Koka 780 Twin (Twinkabel deshalb, weil die Leerrohre nicht so übermäßig groß sind und daher zwei Kabel möglicherweise nicht passen). Was haltet ihr von diesen Komponenten? Ok oder sollte ich doch besser auf die hier oft empfohlenen Komponenten gehen (und warum)? Das wären dann wohl die Gilbertini SE (Antenne), Alps Quattro (LNB), Jultec JRM 0508T (Mulischalter), Hirschmann/Triax 322F (Twin-Dosen)? Eines der Argumente für die Kombination des Alps LNB und des Jultec Multischalters ist ja der geringe Stromverbrauch, da beide über den bzw. die Receiver gespeist werden. Muss man hier etwas hinsichtlich der Receiver beachten? Ich habe einen Samsung TV mit integriertem SAT-Receiver (UE40C6730) und noch einen Comag SL40HD-Receiver. Ich habe öfter das Argumnet gelesen, dass die Receiver aufgrund des höheren Stromverbrauch schneller kaputt gehen. Was haltet Ihr davon (bei dem Comag könnte ich das ja noch verschmerzen, aber bei dem Fernseher fänd ich das weniger lustig…)? Vielen Dank vorab! |
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| netzwelt.de | |
| | # 2 |
| Registriert seit: 16.03.2012 Ort: mitten in Franken
Beiträge: 489
| Die von Dir ausgesuchten nicht-NTC-Komponenten sind eine gute Zusammenstellung, doch bei dem Koka789 bekomme ich Bauchschmerzen. Ich finde hierzu in den Hirschmann/Triax-Unterlagen unterschiedliche Angaben zur Schirmdämpfung. Welche exakten Informationen dazu haben die Experten? Erfüllt dies wirklich die Klasse A (Schirmungsmaß 75dB steht in http://www.triax-gmbh.de/upload/kata...x-hima_-01.pdf, S.155; >90dB hingegen in http://www.triax-gmbh.de/upload/pros...010-350954.pdf, S. 5) |
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| | # 3 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.876
| Hallo und ![]() Die Antenne im Schutzbereich der Fassade anzubringen, vereinfacht den Installationsaufwand natürlich sehr. Mit dem Anbringen des Mastes auf der Garage wird ein Abstand der Antenne von der Dachkante > 2m wohl gut einzuhalten sein, aber es ist auch ein Wandabstand von max. 1,50m erforderlich, damit die Erdungspflicht entfällt. Das könnte möglicherweise Schwierigkeiten geben, wenn der Mast zu weit von der Hauswand entfernt ist. Nun zu den empfohlenen Sachen. Sie werden zwar funktionieren, es gibt aber ein paar Kritikpunkte: 1) Antenne Die NTC DPS 850 Profi Komfortantenne ist offensichtlich baugleich mit der Gibertini XP. Gibertini bietet Antennen in 4 Qualitätsstufen an:
Die angebotene Antenne kann man als gehobene Mittelklasse bezeichnen. Sie ist durchaus brauchbar, allerdings gibt es Besseres. Wir empfehlen hier gern die Gibertini SE, sie ist zwar etwas teurer als die XP, aber das Geld ist gut angelegt. 2) LNB Hier ist dem Anbieter offensichtlich ein Irrtum unterlaufen. Bei dem angebotenen LNB handelt es sich um ein Quattro-Switch, oft auch als Quad bezeichnet, welches bereits einen Multischalter integriert hat. An ein solches LNB können 4 Receiver direkt angeschlossen werden. Der Anschluß an einen Multischalter wäre "doppelt gemoppelt" und funktioniert nur, wenn es sich um einen Quad-tauglichen Multischalter handelt. Das Ganze ist eine Art Behelfslösung, wenn eine bestehende Anlage für 4 Teilnehmer auf eine größere Teilnehmerzahl erweitert wird und das LNB nicht gewechselt werden kann/soll. Für eine Neuinstallation in Verbindung mit einem Multischalter ist auf jeden Fall ein Quattro-LNB vorzuziehen, wenn der Elektriker bei demselben Anbieter bleiben will, wäre das ein NTC GDQ 4, also kein 404. Neben einem höheren Preis hat der NTC GDQ 404 auch noch einen weiteren Nachteil, nämlich eine vergleichsweise sehr hohe Stromaufnahme von 350 mA. Das Quattro-LNB des gleichen Anbieters verbraucht "nur" 220 mA. 3) Multischalter Das angebotene Gerät kenne ich nicht, habe aber einige technische Daten gefunden: Zitat:
Die Bequemlichkeit des Eli hat einen hohen Preis - für dich: 130 mA mehr Strom für das LNB macht bei einer Betriebsspannung von 14V eine Mehrleistung von 1,82W aus. Das sind ca. 16 kWh pro Jahr - für nichts. Wenn du außerdem mal die maximale Stromabgabe des Schalters an das LNB mit der Stromaufnahme des LNB vergleichst, so ist unschwer zu erkennen, daß der Schalter in Verbindung mit dem angebotenen LNB ständig unter Vollast arbeitet. Ob das für die Lebensdauer des Schalters förderlich ist, wage ich mal zu bezweifeln. Darüber hinaus fällt auf, daß bei den technischen Daten der wichtige Wert für die Teilnehmerentkopplung fehlt. Hat der Hersteller da vielleicht etwas zu verbergen? 4) Antennensteckdosen Dabei handelt es sich um Standardware von allenfalls durchschnittlicher Qualität. Wahrscheinlich werden sie funktionieren, es fehlt aber ein Hinweis auf die Schirmdämpfung nach Klasse A (mindestens 85 dB). Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, daß ein DECT-Telefon, eventuell auch ein E+ Handy in der Nähe Störungen verursacht. An deiner Stelle würde ich die Hirschmann EDS 322F, die Kathrein ESD 32, Axing SSD 7-00 oder andere gute Markensteckdosen mit hoher Schirmdämpfung bevorzugen. Zitat:
In Verbindung mit einem receivergespeisten Multischalter sollte natürlich ein sparsames LNB verwendet werden. Das Alps Quattro-LNB verbraucht nur 150 mA, der Jultec JRM0508 braucht 70 mA, d.h. zusammen 220 mA. Das schafft jeder Receiver, selbst die billigste China-Gurke. Beim gleichzeitigen Betrieb mehrerer Receiver teilen sich diese den Strom, so daß die Belastung für den einzelnen Receiver noch weiter sinkt. Die Angst um deinen Fernseher ist zwar verständlich, aber in Verbindung mit einem Jultec-Schalter und einem Alps-LNB unbegründet. In diesem Hotel ist eine SAT-Anlage installiert, bei der unter anderem ein Samsung-Fernseher UE40ES6200S an einem Jultec JRM0516 betrieben wird. Die Anlage läuft seit nunmehr fast 2 Jahren problemlos.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | ||
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| | # 4 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.12.2011
Beiträge: 1.413
| Zitat:
. "Umschaltung 14/18 V und 0/22 KHz" werte ich nicht als Hinweis auf Quad-Tauglichkeit, sondern nur auf die Ansteuerung des Multischalters durch die Receiver. Bei den 9/x-Schaltern steht stattdessen "Umschaltung durch 13/18 V, 0/22 kHz, DiSEqC-Signal". Quad-tauglich sind (oder waren - Produktion soll angeblich eingestellt werden) vielmehr die Gussgehäuse-Schalter von DCT Delta der Serie MSD 5x N. Bei denen steht im Datenblatt dann auch zusätzlich "22 kHz Generator zuschaltbar" dabei. | ||
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| | # 6 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.876
| Zitat:
Die Kombination NTC GDQ404 / NTC MS 58NT ist also nicht nur wenig empfehlenswert sondern würde nicht einmal funktionieren. Zitat:
Am besten nimmt man für diese Verbindung besonders wetterfestes Kabel mit einer Außenisolierung aus PE, z.B. Triax/Hirschmann KOKA 110, Kathrein LCD 115 oder Preisner SK 2002.
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| | # 8 |
| Threadstarter Registriert seit: 05.01.2013
Beiträge: 3
| Super, danke für Eure Antworten. Bestätigt mich darin, bei dem zu bleiben, was ich ausgesucht hatte. Das würde mich auch noch interessieren. Auf dem Aufkleber auf dem 100m-Ring steht jedenfalls Class A. Dachte, wenn Hirschmann das draufschreibt, kann man das auch glauben? |
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| | # 9 |
| Registriert seit: 16.03.2012 Ort: mitten in Franken
Beiträge: 489
| Mich würde es auch wundern, wenn Hirschmann ein "Mistkabel" ohne Class A anbieten und damit seinen guten Ruf beschädigen würde. Dann sollten sie aber auch den eventuellen Druckfehler in dem pdf vom Gesamtkatalog korrigieren! |
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| | # 10 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 27.08.2010 Ort: 47.91°N - 11.41°O
Beiträge: 1.704
| Koka 780 Twin - Auszug aus dem Hirschmann Katalog 2001 Schirmungsmaß: 30-470 MHz dB ≥ 75 470-1000 MHz dB ≥ 75 1000-2150 MHz dB ≥65 Diese Daten findet man noch bis zum Hirschmann Katalog 2007. Im Triax-Hirschmann Katalog 2009 sind nur noch die 75dB Schirmungsmaß angegeben (ohne Frequenzbezug), aber auch ohne ClassA Kennzeichnung Im Triax Kabelflyer 2010 hat die gleiche Twin Leitung plötzlich ClassA, bei 1000MHz ein Schirmungsmaß von grösser als 90dB und exakt gleiche Dämpfungswerte wie im Jahr 2001 Es heisst ja Dänen (oder waren es Tränen?) lügen nicht, aber man muss kein Schelm sein, wenn man hierbei Böses denkt
__________________ DM8000 (1) - GI50-120 - TriaxTDS110 - Inverto Black Ultra Single [85,2°E - 45°W] DM8000 (2) - V-BoxIII - ZAS 05/M - Kathrein CAS018 - Inverto Black Ultra Single [66°E - 45°W] |
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| | # 11 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.876
| Es muß ja nicht die gleiche Leitung sein, nur weil sich der Name nicht geändert hat. Triax/Hirschmann wäre nicht die einzige Firma, die im Rahmen einer Überarbeitung ihrer Produkte die technischen Daten ändert, ohne dabei auch die Bezeichnung zu ändern. Eine nicht ganz unbekannte Firma aus Rosenheim kann das auch. Zitat:
Die Gefahr wäre doch viel zu groß, daß mal ein Mitbewerber nachmißt und ein eventueller Schwindel auffliegt. Ich hätte jedenfalls wenig Bedenken, das Kabel zu verwenden.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |
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| | # 12 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.827
| Zitat:
Als das Class B-Kabel LCD 90 mit ungeklebter Folie zum Class A-Produkt mit geklebter Folie mutierte war das immerhin im Datenblatt an der anderen Artikelnummer zu erkennen. Zitat:
Ich bis zum definitiven Nachweis von Class A schon. | ||
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| | # 14 | |
| Threadstarter Registriert seit: 05.01.2013
Beiträge: 3
| Zitat:
"Anbei unser aktueller Kabelprospekt mit den technischen Daten. Sie können das Kabel also beruhigt verarbeiten. --> 90 dB und Class A" | |
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| | # 16 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.827
| Zitat:
Denn wenn die erste Class B-Marge auch produziert und ausgeliefert wurde kann man Pech haben und sich die bei einer Bestellung u. U. auch noch heute einfangen. Heute habe ich durch Zufall festgestellt, dass mein Favoritenkabel PREISNER SK 2000 plus aus mir noch unbekanntem Grund bei Unitymedia-KBW ausgelistet wurde. | |
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