Sat-Anlage mit 7-8 Anschlüssen, alte Verkabelung, "kreative" Verteilung

Alt 24.04.2012, 23:02   # 1
Micah
 
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Bei uns ist die sprichwörtliche Kacke am Dampfen...

Nein, den Zeitpunkt der Analogabschaltung haben wir nicht verschlafen!

Wir sind allerdings in den vergangenen Monaten davon ausgegangen, dass wir nach der Abschaltung des analogen Satellitensignals ein umfangreiches Angebot an digitalen Sendern über unser Hauskabelnetz empfangen können und haben uns daher - abgesehen vom Kauf von DVB-C-Receivern und der Überlegung, zur Empfangsverbesserung Verteiler auszutauschen bzw. Verstärker einzubauen - nicht mehr um die Angelegenheit gekümmert.

Knapp zwei Wochen vor der Abschaltung hat uns der Hauskabelnetzbetreiber nun aus heiterem Himmel in Kenntnis gesetzt, dass uns die digitalen Sender am 30.5. abgeschaltet werden, wenn wir nicht einer Reihe unerfüllbarer, vermutlich unrechtmäßiger Forderungen nachkommen (siehe auch hier). Abgesehen von den Bemühungen um Fristverlängerung und möglichst sogar Verhinderung der Abschaltung müssen wir uns nun also schleunigst Gedanken machen, wie unser Haus alternativ mit einer eigenen Sat-Anlage versorgt werden kann...

Es sind für 6 Empfangsplätze insgesamt 8 bzw. bei Versorgung eines Empfangsplatzes mit DVB-T 7 Anschlüsse erforderlich. Änderungen an der Verkabelung möchten wir so gering wie möglich halten, fürchten aber, dass wir aufgrund der mindestens 20 Jahre alten Kabel nicht drumherum kommen werden. Beim DVB-C-Empfang kommen offenbar von vorneherein nicht alle Kanäle zu uns durch (ein Techniker hatte gemessen, dass die Kabel nur bis 450 MHz tauglich ist). Auch innerhalb des Hauses gibt es große Unterschiede mit sehr schlechtem bis null DVB-C-Empfang an 3 der 6 Plätze. Wir nehmen aber an, dass es nicht (nur) an den Kabeln, sondern mindestens zum Teil auch an der Verteilerstruktur liegt, die ziemlich "kreativ" ist. An zwei Plätzen brauchen wir außerdem auf jeden Fall ein zweites Kabel für die unabhängige Aufnahme.


Im folgenden die Infos zu den Empfangsplätzen (EP) mit den gewünschten Anschlussmöglichkeiten und der Qualität des DVB-C-Empfangs:

Keller: EP 1 mit 1 Anschluss, DVB-C null (uns nicht erklärlich, da dieselbe Verteilungssituation wie EP 2, der guten Empfang hat)

Erdgeschoss: EP 2 mit 2 Anschlüssen für unabhängige Aufnahme, DVB-C gut

1. Stock: EP 3 mit 1 Anschluss, DVB-C sehr schlecht (liegt wohl daran, dass der Verteiler für dieses Kabel nur 50% liefert)

1. Stock: EP 4 mit 1 Anschluss, DVB-C gut

1. Stock: EP 5 ggf. mit DVB-T, DVB-C sehr schlecht (liegt wohl daran, dass das Kabel einfach nur durch die Antennendose von EP 4 durchgeschleift ist)

2. Stock: EP 6 mit 2 Anschlüssen für unabhängige Aufnahme, DVB-C gut


Anbei ein PDF mit einer Skizze der Verteilstruktur und Fotos der Verteiler.


Irgendwelche Ideen, was wir machen könnten? Falls es einen Unterschied macht, wir benötigen eigentlich keine besonders "exotischen" Sender, wenn also Frequenzen mit ausländischen Programmen, Pay-TV etc. wegfallen würden, würde uns das nicht weiter stören. Auch HD ist verzichtbar.

Die Schüssel würden wir nicht auf dem Dach, sondern im Garten aufstellen wollen, von wo wir relativ gut an den Verteiler "b" kämen, also dorthin, wo das Hauskabel auch anschließt.

Vielen Dank schonmal für alle Antworten,
Micah.
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Alt 24.04.2012, 23:02 # --
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Alt 25.04.2012, 01:44   # 2
King W.
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Zitat:
Knapp zwei Wochen vor der Abschaltung hat uns der Hauskabelnetzbetreiber nun aus heiterem Himmel in Kenntnis gesetzt, dass uns die digitalen Sender am 30.5. abgeschaltet werden, wenn wir nicht einer Reihe unerfüllbarer, vermutlich unrechtmäßiger Forderungen nachkommen
Interessant. Dazu zitiere ich mal den § 253 StGB

Zitat:

§ 253
Erpressung
(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt, um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.

(3) Der Versuch ist strafbar.

(4) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung einer Erpressung verbunden hat.
Ich gehe mal davon aus, daß die "unerfüllbaren" Forderungen, sollten sie denn doch erfüllt werden, euch einen finanziellen Nachteil, dem Betreiber aber einen finanzellen Vorteil bieten, woran sich dieser ungerechtfertigt bereichert. Dafür spricht auch, daß die Frist bis zur Abschaltung (ich nehme mal an, es ist der 30. 4. gemeint, also der Tag, an dem die Analogprogramme abgeschaltet werden) extrem kurz gesetzt ist und inmitten einer Zeit fällt, wo die Fachfirmen eben wegen dieser Umstellug überlastet sind und kaum noch freie Termine haben.

Fraglich nur noch, ob der Entzug des Fernsehempfangs im Sinne dieses Paragraphen ein "empfindliches Übel" darstellt. Das ist aber Sache eines Anwalts, Rechtsberatung können wir hier nicht leisten und ich bitte, das vorher gesagte auch nicht als solche aufzufassen, sondern nur als meine Privatmeinung.

Nun zu eurem Problem:
Das Ganze sollte sich wohl mit vertretbarem Aufwand umrüsten lassen. Ich gehe dabei mal davon aus, daß die vorhandenen Kabel weiter genutzt werden sollen oder müssen. In diesem Fall bleibt nur eine Unicable-Anlage als sinnvolle Alternative.

Ihr benötigt im wesentlichen folgende Teile:
Eine Antenne
ein LNB
einen Unicable-Router.
Kleiner Hinweis: SEH hatte bei der Erstellung der Seite kein Originalbild des Routers zur Verfügung, es ist deshalb ein anderer Schalter abgebildet. Bei Bestellung bekommt ihr auf jeden Fall das Richtige, nämlich diesen Schalter.

Dazu etwas zum Befestigen der Schüssel, bei Bedarf Erdleitung, wenn die Antenne nicht im Schutzbereich der Fassade aufgestellt werden kann und Material für den Potentialausgleich. Bitte diesen Beitrag lesen und beachten.

Dazu noch Kabel und Stecker sowie Verteiler und unicable-taugliche Antennensteckdosen nach Bedarf.

Selbstverständlich braucht ihr auch noch DVB-S Receiver, die Kabelreceiver funktionieren an einer SAT-Anlage nicht.

Du schreibst zwar, HD sei verzichtbar, aber eine neue, digitaltaugliche SAT-Anlage ist auch HD-fähig und HD-Receiver sind mittlerweile auch erschwinglich geworden, siehe z.B. hier. Angesichts der Tatsache, daß jetzt, mit der Analogabschaltung neue HD-Sender aufgeschaltet werden, würde ich darauf nicht verzichten.

Abgesehen davon liefert ein Standard-Receiver, der per SCART-Kabel an einen modernen Flach-Fernseher angeschlossen wird, keine zufriedenstellende Bildqualität. Für ein älteres Röhrengerät reicht es aber zur Not.

Auf jeden Fall muß bei der Anschaffung darauf geachtet werden, daß die Receiver uncable-tauglich nach EN 50494 sind.

Vorteilhaft bei eurer jetzigen Verkabelung ist die Tatsache, daß man gut an die Verteiler herankommt. Ich skizziere mal, wie die Anlage nach dem Umbau aussehen könnte:
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Alt 25.04.2012, 09:05   # 3
Dipol
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Gartenantennen stehen im Ranking der Blitz- und Überspannungs-Sicherheit an allerletzter Stelle.
  • Blitzschutztechnisch ist die Montage einer Antenne im nicht erdungspflichtigen Schutzbereich der Fassade zu empfehlen.
  • Wo dies nicht möglich ist, sollte man eine erdungspflichtige Antenne in den Schutzraum einer isoliert angebrachten Fangstange stellen. Dies ist eine Aufgabe für Blitzschutzprofis.
  • Noch zulässig aber wesentlich unsicherer ist eine konventionelle Mast-Direkterdung mit normkompatiblem Potenzialausgleich.
  • Gartenantennen sind vom Blitz- und Überspannungs-Schutz weitaus problematischer als direkt geerdete Dachantenne. Sie sind insbesondere durch induktive Blitzstromeintragungen durch Einschläge in die nähere und fernere Umgebung bis in ca. 1,5 km Entfernung bedroht.
Für Gartenantennen gelten die gleichen Anforderungen wie für erdungspflichtige Dachantennen.
  1. Mast blitzstromtragfähig mit mind. 16 mm² Cu mit dem Hauserder oder der Haupterdungsschiene verbunden
  2. Kabel zusammen mit mind. 4 mm² Cu-Potenzialausgleichsleiter auf ca. 0,5 mTrennungsabstand zum Erdleiter (zweiter Graben!) verlegt.
  3. Am Mast sind die Kabel in einen ersten Potenzialausgleich einzubeziehen (wetterfestet Gehäuse).
In meiner jahrzentelangen Sat.-Berufspraxis habe ich noch nicht eine einzige normkompatible Garntenantenne erlebt.

Im vorliegenden Fall würde eine Signaleinspeisung vom Dach her auch ein Konzept mit getrennten Wohnungszuleitungen ermöglichen. Die Anbringung der Matrix im Keller hat servicetechnische Vorteile. Bei Verwendung der unserbandselektiven Schutzschalterdosen von JULTEC und AXING ist die Zusamenschaltung aller Steckdosen auf einen Matrix-Port unbedenklich.

Antennenkabel sollten möglichst nicht in blitzschlaggefährdeten Bereichen außerhalb der nicht erdungspflichtigen Schuztzone der Fassade und im weitgehend ungeschützten Schrägdachbereich unter den Dachplatten verlegt werden.
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Alt 25.04.2012, 21:59   # 4
Micah
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Hallo King W. und Dipol!

Vielen Dank für die Antworten! Das klingt ja schonmal nach einem guten Plan! Ich habe die Infos jetzt an den für's eher Handwerklich-Technische zuständigen Menschen im Haushalt weitergegeben (ich bin "nur" der Computer-Technik-Mensch ) und wir melden uns dann wieder mit Fragen usw.

Jetzt erstmal nur eins: Können wir mit dieser Lösung dann davon ausgehen, dass es mit den alten Kabeln auf jeden Fall funktioniert? Oder kann es uns passieren, dass wir alles angeschlossen haben und feststellen, dass es doch nicht geht?


Was das juristische betrifft: Ganz so klar und einfach ist der Fall leider nicht, sonst könnten wir ja davon ausgehen, dass wir das vom Tisch kriegen...

Die finanzielle Forderung seitens des Betreibers geht für sich gesehen in Ordnung, da wir als "Nebennutzer" des Hauskabels im Gegensatz zu früheren Erweiterungen der Anlage bisher nichts für die Umrüstung auf Digitalempfang bezahlt haben. Was aber nicht daran liegt, dass wir uns geweigert haben, sondern dass der Betreiber es verbockt hat, uns einzubeziehen. Der Umbau wurde bisher nur von den "Hauptnutzern" getragen, etwa 10 Mal so viele Parteien wie wir "Nebennutzer".

Wir wären sofort bereit, den wirklich fairen Beitrag zu zahlen, der sich aus der von uns nachträglich geforderten Summe für den Einzelhaushalt ergibt. Das Problem ist aber, dass nur alle Nebennutzer gemeinsam zahlen und an den Digitalempfang angeschlossen bleiben können, oder aber es werden alle abgekoppelt. Obwohl es keine Antennengemeinschaft ist, sondern individuelle Grunddienstbarkeiten für die einzelnen Grundstücke der Nebennutzer bestehen und es technisch wohl möglich wäre, den Digitalempfang individuell zu sperren (siehe mein oben verlinkter Thread).

Der zweite Knackpunkt ist, dass wir gemeinschaftlich mit dem Betreiber eine Vereinbarung über die "digitale Zusatzversorgung" abschließen sollen. Dazu müssen ebenfalls alle verbindlich ihr Einverständnis geben, und zwar ohne den Vertragstext vorgelegt bekommen zu haben. Dabei hat in der Vergangenheit die Grunddienstbarkeit für alles gereicht (Erhebung einer jährlichen Grundgebühr, Wartungskostenbeiträge, Beteiligung an Erweiterungen usw.).

Die größte Hürde ist der Gruppenzwang, da sich einige Parteien bereits mit Kabel, eigener Sat-Anlage oder DVB-T abgekoppelt haben bzw. ein anderer Teil zufrieden ist mit der weiterhin angebotenen digital-auf-analog-umgesetzten "Grundversorgung" von 14 Sendern (Niveau von vor 20 Jahren ). Wahrscheinlich würde man uns auch "großzügig" die Option einräumen, allein oder zusammen mit den anderen Interessenten den Gesamtbetrag für alle Nebennutzer zu tragen, aber das wäre dann natürlich kein "fairer Beitrag" mehr...

Ansonsten stimmt es schon, dass die Abschaltung zum 30. Mai erfolgen soll. Man räumt uns quasi eine Probephase von einem Monat für das digitale Angebot ein. Insofern sind wir mit der Umrüstung zum Glück nicht ganz so im Stress, haben auf jeden Fall die 14 analogen Sender, können darüber hinaus für eine Übergangsphase den EP 2 provisorisch an eine kleine Camping-Satellitenschüssel hängen, und wollen natürlich auch erst noch ausloten, ob wir die Abschaltung verhindern können, bevor wir anderweitig Geld ausgeben und Fakten schaffen. Aber schlau machen wollen wir uns vorab schonmal, um nicht bei Null anfangen zu müssen, wenn es soweit kommt.

Nochmals danke & bis bald,
Micah
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Alt 25.04.2012, 22:17   # 5
Dipol
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Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Jetzt erstmal nur eins: Können wir mit dieser Lösung dann davon ausgehen, dass es mit den alten Kabeln auf jeden Fall funktioniert? Oder kann es uns passieren, dass wir alles angeschlossen haben und feststellen, dass es doch nicht geht?
Bei einer Reihenverteilung mit deutlich mehr Steckdosen pro Stammleitung hätte ich dir eine Konsultation des Orakels von Delphi empfehlen müssen. Wenn das Verteilnetz nach dem Vorschlag von King W. mit max. zwei Steckdosen in Reihe erstellt wird, sollte die Kabeldämpfung auch die Übertragung der stärken bedämpften Sat.-ZF zulassen.

Netzfehler sind aber immer möglich und natürlich nicht aus der Distanz per Glaskugelprognose auszuschließen. Das kann aber ein Antennenprofi mit seinem Messgerät anhand der BK-Pegel recht zuverlässig beurteilen.
Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Die größte Hürde ist der Gruppenzwang, da sich einige Parteien bereits mit Kabel, eigener Sat-Anlage oder DVB-T abgekoppelt haben bzw. ein anderer Teil zufrieden ist mit der weiterhin angebotenen digital-auf-analog-umgesetzten "Grundversorgung" von 14 Sendern (Niveau von vor 20 Jahren ).
Das Problem betrifft aber auch andere Eigentümergemeinschaften die mit der Modernisierung ihrer "analogen" Antennenanlage zu lange gewartet haben. Mit jeder Balkonantenne mehr sinkt die Bereitschaft zu einer Gemeinschaftslösung, zumal wenn an der Altanlage bei Erdung und Potenzialausgleich geschlampt wurde und hierfür weitere Kosten anfallen.
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Alt 25.04.2012, 22:50   # 6
Micah
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Hallo Dipol!

Danke für die Info zur Verkabelung! Da muss es wohl erstmal ausreichen, dass eine Chance besteht, dass es funktioniert. Wollte nur sichergehen, dass auch berücksichtigt ist, dass wir olle Schrottkabel haben.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Das Problem betrifft aber auch andere Eigentümergemeinschaften die mit der Modernisierung ihrer "analogen" Antennenanlage zu lange gewartet haben. Mit jeder Balkonantenne mehr sinkt die Bereitschaft zu einer Gemeinschaftslösung, zumal wenn an der Altanlage bei Erdung und Potenzialausgleich geschlampt wurde und hierfür weitere Kosten anfallen.
Kann ich mir vorstellen, wobei bei uns das Problem ja schon noch etwas anders gelagert ist. Für die "Hauptnutzer" wurde das alles wunderbar und rechtzeitig geregelt - wie wir im Nachhinein erfahren haben, erfolgte die Umstellung der Anlage schon im August 2009. Das wir ungeliebte Stiefkinder da auch noch dranhängen, hat man entweder vergessen oder absichtlich ignoriert, und statt jetzt kooperativ eine vernünftige Lösung zu finden, hat man uns diesen Forderungskatalog vor den Latz geknallt. Da geht's wohl auch um einen Versuch, uns loszuwerden, da die langjährigen Kabelnutzer schon immer versuchen, aus der finanziellen Beteiligung rauszukommen. Leiden müssen darunter dann aber nicht die, die den Ärger machen (denn die haben ja schon ihr Kabel), sondern die Deppen wie wir, die jahrzehntelang brav ihre Beiträge geleistet und sich auf die Versorgung verlassen haben. Dabei wäre es bei an die 300 Parteien eigentlich egal, ob man bei 10 das Hauskabel abklemmt und ihren Anteil auf den Rest mit umlegt.


Ansonsten noch ein technischer Nachtrag, nachdem ich gerade ein bisschen in den Produktbeschreibungen rumgelesen habe:

"Der Jultec JPS0501-8TN kann auch die Signale von einer terrestrischen Antenne den Receivern zuführen. Alternativ kann hier der Kabelanschluss mit eingeschleust werden."

Bedeutet dass, dass wir über diesen Multischalter parallel auch das Hauskabelsignal in die Verteilung einspeisen können, um dann beispielsweise mit der Stereoanlage weiter die UKW-Sender abgreifen können, die dort zur Verfügung gestellt werden? Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein!

Micah
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Alt 26.04.2012, 00:23   # 7
King W.
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Ja, das mit den UKW-Sendern funktioniert. Eventuell müßten die Signale durch einen kleinen Verstärker etwas angehoben werden, um die Verteildämpfung auszugleichen.

Zitat:
Zitat von Micah
... dass wir olle Schrottkabel haben. ...


Ganz so schlimm sehen die Kabel auf dem Bild gar nicht aus. Wie sieht denn der Innenaufbau aus? Ungefähr mit diesem hier vergleichbar, oder fehlt die Abschirmfolie? Wie sieht der Innenisolator aus (weiß, aufgeschäumt wie auf dem Bild oder glasig trüb). Wenn ihr wirklich noch uraltes 60 Ohm Kabel habt, sieht die Sache nicht ganz so gut aus.
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Alt 26.04.2012, 22:41   # 8
Micah
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Ja, das mit den UKW-Sendern funktioniert. Eventuell müßten die Signale durch einen kleinen Verstärker etwas angehoben werden, um die Verteildämpfung auszugleichen.



Zitat:
Ganz so schlimm sehen die Kabel auf dem Bild gar nicht aus. Wie sieht denn der Innenaufbau aus? Ungefähr mit diesem hier vergleichbar, oder fehlt die Abschirmfolie? Wie sieht der Innenisolator aus (weiß, aufgeschäumt wie auf dem Bild oder glasig trüb). Wenn ihr wirklich noch uraltes 60 Ohm Kabel habt, sieht die Sache nicht ganz so gut aus.
Wie in meinem Eingangsbeitrag schon geschrieben, jünger als 20 Jahre ist wohl keines. Wo ist denn so die "Altersgrenze", ab der es kritisch wird?

Habe nochmal ein PDF angehängt von einem größeren Fotoausschnitt, auf dem man ein bisschen was vom Innenleben der Kabel sieht. Beim lose hängenden sieht der Innenisolator eindeutig glasig-trüb aus, das ist allerdings wohl auch das Kabel, das direkt beim Hausbau, d.h. vor vielleicht 35 Jahren, verbaut wurde. Es ist heute funktionslos und hängt da nur noch 'rum, weil es sich nicht rausziehen ließ.

Bei den Kabeln am rechten Verzweiger sieht es auf dem Foto auch eher trüb aus, bei einer "Live-Betrachtung" fand ich sie dem verlinkten Kabel aber sehr ähnlich und eher weiß. Woanders komme ich ohne Schrauberei jetzt nicht dran, aber wir schauen natürlich noch danach.

Micah
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Alt 27.04.2012, 09:15   # 9
Dipol
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Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Bei den Kabeln am rechten Verzweiger sieht es auf dem Foto auch eher trüb aus, bei einer "Live-Betrachtung" fand ich sie dem verlinkten Kabel aber sehr ähnlich und eher weiß. Woanders komme ich ohne Schrauberei jetzt nicht dran, aber wir schauen natürlich noch danach.
Bei den Kabeln mit unverzinnten Kupfergeflecht handelt es sich zweifelsfrei um nur einfach geschirmte Altkabel mit 60 Ohm Impedanz. Die sind auch schauderhaft angeschlossen. Die haben kaum Massekontakt und das Dielektrikum ist großflächig sichtbar.

Das linke Kabel hat ein verzinntes Geflecht mit dichter Bedeckung. Ob sich dahinter eine Folie befindet ist nicht zu erkennen. Dazu muss man nur das Geflecht etwas aufschlagen. Wenn keine Folie vorhanden ist dürfte auch das ein normwidriges 60 Ohm Altkabel sein. Kabel mit diesem festem glasigem Dielektrikum haben eine deutlich höhere Dämpfung als Kabel mit geschäumtem Dielektrikum.

In dieses nicht normgerechte Verteilnetz hätten -wie in zahllose andere 60 Ohm Altanlagen- nach EMV-Vorschriften niemals BK-Signale eingespeist werden dürfen.
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Alt 04.08.2012, 19:10   # 10
Micah
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Hallo zusammen,

leider muss ich diesen Thread wieder beleben...

Kurzes Update mit Erklärung meiner langen Funkstille: Es wurde ein umfangreiches Schreiben an den Hauskabelnetzbetreiber geschickt, in dem dargelegt wurde, dass wir das Ultima... Angebot für unrechtmäßig halten, und ein Kompromissvorschlag zur Beteiligung einzelner Haushalte an dem digitalen Angebot gemacht wurde. Danach sind wir wieder mal ewig hingehalten worden, telefonisch wurde zwischenzeitlich behauptet, man würde auf den Kompromissvorschlag eingehen, nur um uns jetzt doch wieder die alte Lösung "alle gemeinsam Vertrag unterschreiben und zahlen, ansonsten Abschaltung des Digitalsignals" mit Fristsetzung von 4 Wochen bis zum 15.08.2012 - mitten in der Ferienzeit - vorzusetzen.

Ich habe jetzt keinen Nerv mehr, mich weiter ergebnislos mit denen 'rumzuschlagen. Ein Nachbar hat die Sache zwar mal seinem Anwalt gegeben, aber ich gehe nicht davon aus, dass dabei (außer vielleicht einer Fristverlängerung) viel rauskommt. Es wird also wohl tatsächlich darauf hinauslaufen, dass der Hauskabelnetzbetreiber mit seiner Sauerei durchkommt und jede der betroffenen Parteien sieht, wie sie eine eigene Lösung hinkriegen, wenn ihnen die 11 Sender nicht ausreichen. (Ja, es sind jetzt nur noch 11 statt der zuerst angekündigten 14 Sender, weil man sich da wohl irgendwie "vertan" hat, wie viele Sender von der Anlage umgesetzt werden...)


Wir beschäftigen uns jetzt also wohl oder übel intensiver mit dem dankenswerterweise von King W. gemachten Vorschlag und haben dazu inzwischen ein paar Fragen.

Zunächst mal zum Thema Antenne / Anbringung. Wir sind da sowohl von den möglichen Anbringungsstellen als auch vom Platz sehr eingeschränkt. Im Anhang mal ein Screenshot von dishpointer.com für 19,2 E Astra. Wie darauf zu erkennen ist, ist unser Haus dummerweise um 2 m in die "falsche" Richtung gegenüber dem Nachbarhaus versetzt. An der Fassade oder auf dem Balkon geht daher gar nichts, und auch im Garten ist effektiv nur eine Position möglich, wo dann aber ein Durchgang beengt wird. Noch dazu kommt, dass wir eigentlich ein grundbuchliches Verbot für das Anbringen von Antennen haben und die Sache deswegen gerne so unauffällig wie möglich hätten.

Das brachte uns auf die platzsparenden Flachantennen wie die von Selfsat. Daher zunächst einmal die Frage, ob die vorgeschlagene Unicable-Verteilung damit grundsätzlich möglich wäre (wenn ja mit welcher Antenne?) und ob das, wenn es möglich ist, ratsam wäre (Stichworte Signalstabilität und Schlechtwetterreserve).


Ein weiterer Punkt ist, dass wir einen TV (Blaupunkt LED-TV 58 cm / 23" Modell-Nr. 23/189N) haben, der die gesamte Palette von Receivern von DVB-T, DVB-C und DVB-S2 an Bord hat, aber kein Hinweis zu finden ist, dass er unicable-tauglich ist. Ich habe mal an den Hersteller geschrieben, rechne aber angesichts der geringen Verbreitung dieser Funktion bei Fernsehern damit, dass er es nicht ist.

Natürlich wäre es blöd, diesen TV dann doch an einen Receiver hängen zu müssen, deshalb die Frage, ob es bei der unicable-Lösung möglich wäre, einen Kabelstrang mit dem "normalen" Sat-Signal zu belegen.

Soweit erstmal für heute & schon einmal vielen Dank für alle Antworten.

Micah
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Alt 04.08.2012, 20:32   # 11
Dipol
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Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
(Ja, es sind jetzt nur noch 11 statt der zuerst angekündigten 14 Sender, weil man sich da wohl irgendwie "vertan" hat, wie viele Sender von der Anlage umgesetzt werden...)
Wie kann man sich bei einer Umsetzanlage "vertun"? Wer 14 Sender in einer Aufbereitungeanlage umsetzen will, der kann das auch. Selbst über DVB-T bekommt man in den meisten Regionen 12 Programme.
Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Zunächst mal zum Thema Antenne / Anbringung. Wir sind da sowohl von den möglichen Anbringungsstellen als auch vom Platz sehr eingeschränkt. Im Anhang mal ein Screenshot von dishpointer.com für 19,2 E Astra. Wie darauf zu erkennen ist, ist unser Haus dummerweise um 2 m in die "falsche" Richtung gegenüber dem Nachbarhaus versetzt.
An der Stelle hast du aber ein knackiges Erdungsproblem. Die Antenne ist eindeutig erdungspflichtig und die Erdung nur höchst aufwändig sicher und normkonform zu gestalten.
Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Das brachte uns auf die platzsparenden Flachantennen wie die von Selfsat. Daher zunächst einmal die Frage, ob die vorgeschlagene Unicable-Verteilung damit grundsätzlich möglich wäre (wenn ja mit welcher Antenne?) und ob das, wenn es möglich ist, ratsam wäre (Stichworte Signalstabilität und Schlechtwetterreserve).
Je weniger Blech oder auch je kleiner die Fläche einer Planarantenne, umso geringer ist die Schlechtwetter-Reserve. Die Selfsat ist eine Notlösung und funzt in der Quadversion nur mit einer quadtauglichen Einkabekmatrix. Zur Versorgung einer WE je nach Leidensfähigkeit noch tolerierbar, aber nicht zur Speisung einer Gemeinschaftsanlage.

Sofern auch noch die normwidrigen 60 Ohm-Kabel verwendet werden sollen, bitte die geschätzten Längen, Anzahl der Steckdosen pro Stammleitung posten und wo Twin-Betrieb gewünscht wird.

Was den Blaupunkt-Tuner betrifft: Man kann UniCable-Matritzen auch mit Multischaltern kombinieren und es gibt auch Matritzen mit einem oder mehreren Legacy-Anschlüssen.

Grüße vom Hopfensee

Dipol
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Alt 05.08.2012, 17:24   # 12
Micah
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Hallo Dipol,

vielen Dank für die Antwort!


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wie kann man sich bei einer Umsetzanlage "vertun"? Wer 14 Sender in einer Aufbereitungeanlage umsetzen will, der kann das auch. Selbst über DVB-T bekommt man in den meisten Regionen 12 Programme.
Ich kann mir drei mögliche Erklärungen vorstellen:

1. geballte Inkompetenz (bei manchen Antworten auf technische Fragen wundert man sich nämlich schon sehr...)
2. bewusste Täuschung von uns ungeliebten Stiefkindern, die man am liebsten loswerden will
3. seit der Umrüstung der Anlage im August 2009 sind Teile kaputtgegangen, die man nicht mehr reparieren / ersetzen will, da sie nur noch von uns ungeliebten, loszuwerdenden Stiefkindern gebraucht werden


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
An der Stelle hast du aber ein knackiges Erdungsproblem. Die Antenne ist eindeutig erdungspflichtig und die Erdung nur höchst aufwändig sicher und normkonform zu gestalten.
King W. war auf die Erdungsproblematik ja schon eingegangen. Einzige Alternative wäre wohl noch die östliche Dachseite, wo nicht die Dachkante des vorspringenden Nachbarhauses im Weg ist. Da müssen wir aber auch erst schauen, ob wir an dem strategisch äußerst ungünstig platzierten Hochhaus vorbei bzw. darüber hinweg peilen können (siehe neuer Screenshot).

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, gibt es ja aber auch erdungspflichtige Dachantennen. Worauf kommt es da an bzw. was muss man dabei beachten?


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Je weniger Blech oder auch je kleiner die Fläche einer Planarantenne, umso geringer ist die Schlechtwetter-Reserve. Die Selfsat ist eine Notlösung und funzt in der Quadversion nur mit einer quadtauglichen Einkabekmatrix. Zur Versorgung einer WE je nach Leidensfähigkeit noch tolerierbar, aber nicht zur Speisung einer Gemeinschaftsanlage.
Ja, das habe ich mir aufgrund der Infos, die ich mir zu den Flachantennen zusammengesucht hatte, schon gedacht. Also abgehakt, die Leidensfähigkeit ist in diesem fernsehversessenen Haushalt nämlich eher gering ausgeprägt.


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Sofern auch noch die normwidrigen 60 Ohm-Kabel verwendet werden sollen, bitte die geschätzten Längen, Anzahl der Steckdosen pro Stammleitung posten und wo Twin-Betrieb gewünscht wird.
Die Anzahl der Steckdosen usw. geht aus dem oben schon geposteten PDF zur TV-Verteilung und King W.s Vorschlag hervor. Mit den Kabeln wollen wir erst noch sehen, wir wissen ja noch gar nicht, ob damit überhaupt vernünftiger Empfang möglich ist; ggf. müssen wir eben doch einige oder alle ersetzen.

Die Längen eruiere ich noch.


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Was den Blaupunkt-Tuner betrifft: Man kann UniCable-Matritzen auch mit Multischaltern kombinieren und es gibt auch Matritzen mit einem oder mehreren Legacy-Anschlüssen.
Jetzt bitte nochmal in verständlich für Dummies.

Nein, schon okay. King W. hatte ja schon einen Multischalter von Jultec vorgeschlagen:
seh1 - 5x 1, Jultec, JPS0501-8TN 10100

Ebenfalls im Anhang habe ich mal die Anschlüsse eingetragen, wie ich das jetzt verstanden habe. Passt das so? (Wie ich gerade sehe, hatte King W. den Kelleranschluss sowieso schon am Legacy-Ausgang vorgesehen.)

Micah
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Alt 05.08.2012, 19:10   # 13
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
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Das mit dem Hochhaus sollte kein Problem sein. Aufgrund der Entfernung müßte es mehr als 8 - 9 Etagen haben, um in die Sichtlinie zu ragen. Ich kenne das Haus zwar nicht, anhand der Schatten schätze ich es aber nicht so hoch ein.

Die Zeichnung mit den Anschlüssen ist soweit OK. Man sollte es generell so machen, aber wegen des alten Kabels ist in eurem Fall die Frequenzvergabe besonders wichtig. Die Kanäle mit den niedrigsten Frequenzen werden an die am weitesten vom Router entfernten Receiver vergeben, die nächstgelegenen Receiver bekommen die höheren Frequenzen. Der Kelleranschluß kommt, wie in der Zeichnung dargestellt, an den Legacy-Ausgang.

Noch ein Wort zu den Dosen und der Antenne:
Bei wohnungsübergreifender Installation ist es im Sinne eines störungsfreien Empfangs besser, anstelle der Axing SSD 5-xx Dosen die programmierbaren SSD 6-xx bzw. die baugleichen Jultec JAP3xxTRS zu verwenden. Ein falsch angeschlossener oder falsch konfigurierter Receiver wird von einer solchen Dose einfach abgeblockt und stört die anderen Teilnehmer nicht. Die Dosen sind, gegen eine kleine Gebühr auch fertig programmiert, bei SEH zu bekommen.
Mit einer zu kleinen Antenne werdet ihr nicht glücklich, erst recht nicht mit einer Selfsat. Von der Empfangsleistung her würde unter Umständen schon eine 45er reichen, wenn die Anforderungen an die Schlechtwetterreserve nicht allzu hoch sind. Das Problem ist der zu große Öffnungswinkel einer derartigen "Puppenstuben-Antenne". Nähere siehe hier. Das unten auf der Seite angeführte Sonderangebot - eine hochwertige Gibertini XP mit Quattro-LNB für 69,90€ gilt noch. Wenn die Farbe eurer Dachziegel in etwa dem Foto entspricht, wäre die Antenne in anthrazit am unauffälligsten.

Die Erdungsproblematik kannst du etwas entschärfen, wenn du die Anlagen konsequent voneinander trennst, also auf das Einspeisen der UKW-Sender verzichtest. Der Verzicht ist nicht einmal besonders groß, denn nahezu alle gängigen Radiosender in Deutschland werden über Astra geliefert, in ausgezeichneter Digitalqualität. Zum Empfang der Lokalsender tut es auch ein einfacher UKW-Dipol, notfalls unter dem Dach. Eventuell ist ein kleiner Verstärker erforderlich, um die Verteildämpfung auszugleichen.
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Alt 05.08.2012, 20:00   # 14
Micah
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Ergebnis Familienrat beim Abendessen: Eine Kabelerneuerung ist so gut wie beschlossen.

Was die Aufstellung der Antenne betrifft, da war meine Angabe "im Garten" vielleicht missverständlich. Die Antenne soll nicht freistehend sein, sondern an einem (noch zu verstärkenden) Mast angebracht werden, der in einer Betonmauer verankert ist, die wiederum in die Hausfassade einbindet.

Anbei ein Foto, das die Konstellation zeigt. Ich hoffe, dass die Erdungsproblematik damit entschärft wird.

Auf die Antwort von King W. gehe ich dann morgen noch ein. Jetzt will ich erstmal in Ruhe Olympia gucken (noch funktioniert's ja! ).

Micah
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Alt 05.08.2012, 21:41   # 15
King W.
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Die Montage an einem viereckigen Mast dürfte problematisch sein, weil man ja die Antenne nicht drehen kann. Wahrscheinlich brauchst du solch einen Halter.
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Alt 06.08.2012, 08:44   # 16
Dipol
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Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Ergebnis Familienrat beim Abendessen: Eine Kabelerneuerung ist so gut wie beschlossen.


Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Anbei ein Foto, das die Konstellation zeigt. Ich hoffe, dass die Erdungsproblematik damit entschärft wird.
Aus dem Bild ist nicht zu erkennen, ob sich Antenne, Kabel und auch die Metallkonstruktion vollständig innerhalb der Schutzzone befinden.
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Alt 06.08.2012, 19:17   # 17
King W.
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Dann nimm direkt vernünftiges Kabel, also eins mit Kupfer-Innenleiter und einem Abschirmgeflecht ebenfalls aus Kupfer. Laß dich nicht von übertriebenen Werten für die Schirmdämpfung blenden - alles nur Werbegetöse. 100 dB ist jedenfalls mehr als genug. Mit einem guten Markenkabel, z.B. dem KOKA 110 machst du nichts falsch.

So, wie das Bild aussieht, handelt es sich bei der Metallkonstruktion um eine überdachte Kellertreppe. Die 2m Abstand zur Dachkante werden wohl gegeben sein, aber nicht der Höchstabstand von 1,50m zur Fassade. Ich würde die Konstruktion an deiner Stelle auf jeden Fall erden. Zum Beispiel könnte man eine der Befestigungsschrauben lösen und durch eine längere ersetzen. Das Kabel wird zu einer Öse gebogen und mittels zweier dicker Unterlegscheiben angebracht. Auf guten Kontakt achten und die Verschraubungsstelle vor Korrosion schützen, z.B. durch sorgfältiges Lackieren.

Das Erdkabel könntest du z.B. unter den Terrassenbrettern verschwinden lassen, dann unterhalb der Terrasse ins Haus gehen und auf kürzestem Weg zum Fundamenterder. SEH hat passendes 16 mm² Kabel vorrätig, auch zur direkten Verlegung im Freien oder im Erdreich. Die Antennenkabel müßten mit etwas Abstand (> 50 cm) zum Erdkabel geführt werden.
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Alt 06.08.2012, 20:16   # 18
Micah
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Dann will ich mal noch auf die Antworten von gestern und die neue von heute eingehen:

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Das mit dem Hochhaus sollte kein Problem sein. Aufgrund der Entfernung müßte es mehr als 8 - 9 Etagen haben, um in die Sichtlinie zu ragen. Ich kenne das Haus zwar nicht, anhand der Schatten schätze ich es aber nicht so hoch ein.
Je nachdem, was man mitzählt, sind es genau diese 8-9 Etagen. Aber im Gegensatz zur Kabelerneuerung ist mit der Dachmontage im Familienrat absolut nichts zu machen.


Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Noch ein Wort zu den Dosen und der Antenne:
Bei wohnungsübergreifender Installation ist es im Sinne eines störungsfreien Empfangs besser, anstelle der Axing SSD 5-xx Dosen die programmierbaren SSD 6-xx bzw. die baugleichen Jultec JAP3xxTRS zu verwenden. Ein falsch angeschlossener oder falsch konfigurierter Receiver wird von einer solchen Dose einfach abgeblockt und stört die anderen Teilnehmer nicht. Die Dosen sind, gegen eine kleine Gebühr auch fertig programmiert, bei SEH zu bekommen.
Es ist alles unter unserer direkten Kontrolle, insofern sollte das nicht nötig sein. Ich finde auch weder die SSD 6er noch die Jultec-Dosen im SEH-Shop.


Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Das unten auf der Seite angeführte Sonderangebot - eine hochwertige Gibertini XP mit Quattro-LNB für 69,90€ gilt noch.
Das Angebot bezieht sich allerdings auf eine 65er-Antenne, während Du uns eine 85er vorgeschlagen hattest. Nicht, dass wir etwas gegen eine kleinere "Schüssel" hätten, denn 85 cm ist schließlich ein ganz schönes Monstrum... Aber zur Sicherheit die Frage, welche Abstriche wir ggf. bei der kleineren Variante machen müssen.

Ich habe auch gesehen, dass es bei den Gibertini-Antennen erhebliche Unterschiede in Preis und damit wohl auch Qualität gibt, die von Dir vorgeschlagene OP 85 SE kostet 100 Euro (seh1 - 0,85m, Gibertini, OP 85 SE, Alu, hellgrau 10070), während es auch 85er-Antennen für 49 Euro gibt (seh1 - 0,85m, Gibertini, Alu-Offset, anthrazit, 88x82cm 7794).

65er-Antennen von Gibertini finde ich dort dagegen gar nicht, deswegen außerdem noch die Frage, wo die Antenne aus dem Angebot in der Qualitätsskala steht.


Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Die Erdungsproblematik kannst du etwas entschärfen, wenn du die Anlagen konsequent voneinander trennst, also auf das Einspeisen der UKW-Sender verzichtest. Der Verzicht ist nicht einmal besonders groß, denn nahezu alle gängigen Radiosender in Deutschland werden über Astra geliefert, in ausgezeichneter Digitalqualität. Zum Empfang der Lokalsender tut es auch ein einfacher UKW-Dipol, notfalls unter dem Dach. Eventuell ist ein kleiner Verstärker erforderlich, um die Verteildämpfung auszugleichen.
Nach dem Nervkram mit dem Fernsehen hat hier irgendwie keiner Lust, auch noch für's Radiohören Receiver anschaffen und jedes Mal anschalten zu müssen. Außerdem ist es zumindest momentan für uns auch durchaus noch von Interesse, die 11 analogen Sender weiter empfangen zu können.


Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Die Montage an einem viereckigen Mast dürfte problematisch sein, weil man ja die Antenne nicht drehen kann. Wahrscheinlich brauchst du solch einen Halter.
Der Heimwerker der Familie sagt, dass er dafür schon einen Plan hat.


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Man könnte fast auf die Idee kommen, dass Du Kabelfirmenvertreter bist.


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Aus dem Bild ist nicht zu erkennen, ob sich Antenne, Kabel und auch die Metallkonstruktion vollständig innerhalb der Schutzzone befinden.
Ich verstehe davon nichts, aber der Heimwerker der Familie sagt: Sind sie...


Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Dann nimm direkt vernünftiges Kabel, also eins mit Kupfer-Innenleiter und einem Abschirmgeflecht ebenfalls aus Kupfer. Laß dich nicht von übertriebenen Werten für die Schirmdämpfung blenden - alles nur Werbegetöse. 100 dB ist jedenfalls mehr als genug. Mit einem guten Markenkabel, z.B. dem KOKA 110 machst du nichts falsch.
Bei der günstigeren (Noname?)-Variante hier seh1 - Koaxkabel, 100dB, 6.8mm, 2xSchirm., 100m 334 sind die Abstriche dann v.a. bei den möglichen Kabellängen zu sehen (maximal 20 vs. 40 m)?


Vielen Dank für die Vorschläge zur Erdung, ich werde sie an den Heimwerker der Familie weitergeben.

Micah
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Alt 06.08.2012, 23:57   # 19
King W.
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Zitat:
Zitat von Micah Beitrag anzeigen
Je nachdem, was man mitzählt, sind es genau diese 8-9 Etagen. Aber im Gegensatz zur Kabelerneuerung ist mit der Dachmontage im Familienrat absolut nichts zu machen.
Der geplante Aufstellungsort ist natürlich etwas tiefer, als das Dach. Zur Sicherheit würde ich an deiner Stelle vorsichtshalber zuerst ermitteln, ob das Hochhaus nicht doch im Weg ist. Das geht recht einfach. Zunächst ist die Elevation des Satelliten zu ermitteln. Das kannst du mit der Faustformel "82 - Breitengrad des Aufstellungsortes = Elevation" oder, genauer, mit dem AZ-EL Rechner von Satlex ermitteln.

Anschließend schneidest du dir aus einem DIN A4 Blatt ein Dreieck aus. Die längere Seite ist die Grundseite, auf der kürzeren Seite wird die Höhe eingezeichnet. Die müßtest du selbst berechnen, mit dem Windows-Rechner kein Problem. Schalte den Rechner auf wissenschaftliche Ansicht und gib einfach ein:

297[*] Elevationswinkel [tan] =

Das Ergebnis ist die Höhe in mm. Verbinde die Höhe mit der gegenüberliegenden Ecke, schneide das Ganze aus und du bekommst ein Dreieck, wobei der kleinste Winkel der Elevationswinkel ist.

Klebe dieses Dreieck entsprechend auf eine Wasserwaage, halte sie waagerecht (bzw. lasse sie waagerecht halten) und peile über den Winkel auf das Hochhaus. Wenn du in den Himmel blickst, eignet sich der Ort zum Aufstellen, wenn du das Hochhaus triffst, ist es im Weg und du mußt einen anderen Aufstellungsort finden. (Oder das Hochhaus abreißen - duck und weg)

Zitat:
Es ist alles unter unserer direkten Kontrolle, insofern sollte das nicht nötig sein. Ich finde auch weder die SSD 6er noch die Jultec-Dosen im SEH-Shop.
Die programmierbaren Dosen sind etwa doppelt so teuer wie die Standarddosen von Axing und werden auch nicht so oft verkauft. Die wird sich kaum ein Händler in größeren Stückzahlen ins Lager legen. Ob SEH ausreichend viele dieser Dosen gerade vorrätig hat, weiß ich nicht, sie können aber auf jeden Fall kurzfristig besorgt werden. Bei Bedarf einfach telefonisch bestellen.

Ähnliches gilt auch für die Antenne aus dem Angebot. Sie gehört nicht zum Standardsortiment von SEH und war ursprünglich nur dazu vorgesehen, das Empfangsproblem durch zu kleine Antennen zu lösen, so wie es in dem Beitrag beschrieben ist. Das Angebot erfreute sich auf Anhieb überraschend hoher Beliebtheit, so daß SEH bereits nach wenigen Tagen noch etliche Antennen nachbestellen mußte. Davon sind noch einige auf Lager und das Angebot bleibt auch noch so lange aufrecht, bis die abverkauft sind.

Zitat:
Das Angebot bezieht sich allerdings auf eine 65er-Antenne, während Du uns eine 85er vorgeschlagen hattest. Nicht, dass wir etwas gegen eine kleinere "Schüssel" hätten, denn 85 cm ist schließlich ein ganz schönes Monstrum... Aber zur Sicherheit die Frage, welche Abstriche wir ggf. bei der kleineren Variante machen müssen.
Weniger "Blech" bedeutet natürlich, daß auch weniger "Saft" am LNB ankommt. Normalerweise reicht eine 65er zum einwandfreien Empfang vollkommen aus, auch die Trennschärfe zum Nachbarsatellit ist groß genug. Leichte Abstriche gibt es bei der Schlechtwetterreserve. Bei Starkregen wird eine kleinere Antenne schneller schlappmachen, als eine größere.

Nach meiner Erfahrung passieren wetterbedingte Empfangsstörungen so etwa 2 - 3 mal pro Jahr, und dann auch nur für ein paar Minuten, jedenfalls hier im Ruhrgebiet. Und dann ist der Blick aus dem Fenster sowieso viel interessanter, als das Fernsehprogramm.

Zitat:
Ich habe auch gesehen, dass es bei den Gibertini-Antennen erhebliche Unterschiede in Preis und damit wohl auch Qualität gibt, die von Dir vorgeschlagene OP 85 SE kostet 100 Euro (seh1 - 0,85m, Gibertini, OP 85 SE, Alu, hellgrau 10070), während es auch 85er-Antennen für 49 Euro gibt (seh1 - 0,85m, Gibertini, Alu-Offset, anthrazit, 88x82cm 7794).
Ja, so ist es. Gibertini hat 4 Qualitätsstufen, nämlich E, L, XP und SE.
E steht wohl für economy, vielleicht auch für ebay, und ist die niedrigste Qualitätsstufe. Diese Antennen führt SEH nicht.
L ist die Standardqualität, eine ganz brauchbare Mittelklasse-Antenne.
XP ist bereits eine gehobene Qualität, gegenüber der L mit verstärktem Feedarm und einem LNB-Halter aus Metall anstelle von Kunststoff.
SE ist die beste und teuerste Qualität mit einem doppelten, in sich verstrebten Feedarm, ähnlich wie bei den Kathrein-Antennen. Die Antenne ist sehr stabil, über 5 kg schwer und eignet sich auch zur Montage auf dem Dach unter erschwerten Wetterbedingungen (z.B. Sturm und Regen an der Küste).

Zitat:
65er-Antennen von Gibertini finde ich dort dagegen gar nicht, deswegen außerdem noch die Frage, wo die Antenne aus dem Angebot in der Qualitätsskala steht.
Bei der Antenne aus dem Angebot handelt es sich um eine XP, also entsprechend dieser Antenne nur kleiner.
Die SE wird erst ab 75 cm Größe hergestellt. Mir ist auch, außer Kathrein, kein anderer Hersteller bekannt, der Antennen mit Doppel-Feedarm in der Größenordnung 60 - 65 cm baut. Meiner Meinung nach macht das auch nicht allzu viel Sinn.

Zitat:
Nach dem Nervkram mit dem Fernsehen hat hier irgendwie keiner Lust, auch noch für's Radiohören Receiver anschaffen und jedes Mal anschalten zu müssen. Außerdem ist es zumindest momentan für uns auch durchaus noch von Interesse, die 11 analogen Sender weiter empfangen zu können.
Der Router hat ja einen terrestrischen Eingang, worüber die Signale eingespeist werden können. Wenn also Bedarf dafür besteht - nur zu.

Zitat:
Man könnte fast auf die Idee kommen, dass Du Kabelfirmenvertreter bist.
Ist er nicht.
Hat aber in seiner langen Berufspraxis schon so manches Schrottkabel auswechseln müssen (abgesoffen, zu hohe Signaldämpfung usw.). Zudem ist seit dem 13. Mai 2009 die SchuTSEV in Kraft, siehe hier. Zwar wird hier hauptsächlich von "TV Kabelnetzbetreiber" gesprochen, jedoch macht die SchuTSEV keinen Unterschied zwischen einem großen Anbieter von Kabelfernsehen und einem Privatmann, der sich eine SAT-Anlage aufbaut. Auf Seite 6 ist eine Tabelle mit Grenzwerten, die einzuhalten sind, damit sicherheitsrelevante Funkdienste (in der Hauptsache Flugfunk) nicht beeinträchtigt werden. Mit einfach geschirmtem Uralt-Kabel hast du kaum eine Chance. Wechsle es gegen gutes SAT-Kabel, z.B. diese hier und du hast Ruhe...

Zitat:
Bei der günstigeren (Noname?)-Variante hier seh1 - Koaxkabel, 100dB, 6.8mm, 2xSchirm., 100m 334 sind die Abstriche dann v.a. bei den möglichen Kabellängen zu sehen (maximal 20 vs. 40 m)?
Die Materialqualität ist bei dem Hirschmann-Kabel deutlich besser. Bei dem Billigkabel mußt du auf einen Innenleiter aus massivem Kupfer verzichten, außerdem ist das Abschirmgeflecht aus Alu anstelle Kupfer. Die Klasse A Norm wird zwar eingehalten, mehr aber auch nicht. Wie es um die Langzeitstabilität bei diesem Kabel bestellt ist, weiß ich nicht. Funktionieren würde es zwar, aber wirklich empfehlen kann ich es nicht.
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Alt 07.08.2012, 14:56   # 20
Micah
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Hallo King W.!

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Der geplante Aufstellungsort ist natürlich etwas tiefer, als das Dach. Zur Sicherheit würde ich an deiner Stelle vorsichtshalber zuerst ermitteln, ob das Hochhaus nicht doch im Weg ist.
Vom Garten aus können wir westlich am Hochhaus vorbeipeilen. Das kann man aus dem Screenshot schon erkennen, wenn man sich die grüne Linie parallel verschoben mit einem Ansatzpunkt im Garten vorstellt. Außerdem hatten wir an dem Mast schon testweise eine kleine Campingantenne mit ca. 35-40 cm hängen, mit der es auch funktioniert hat.


Zitat:
Weniger "Blech" bedeutet natürlich, daß auch weniger "Saft" am LNB ankommt. Normalerweise reicht eine 65er zum einwandfreien Empfang vollkommen aus, auch die Trennschärfe zum Nachbarsatellit ist groß genug. Leichte Abstriche gibt es bei der Schlechtwetterreserve. Bei Starkregen wird eine kleinere Antenne schneller schlappmachen, als eine größere.

Nach meiner Erfahrung passieren wetterbedingte Empfangsstörungen so etwa 2 - 3 mal pro Jahr, und dann auch nur für ein paar Minuten, jedenfalls hier im Ruhrgebiet. Und dann ist der Blick aus dem Fenster sowieso viel interessanter, als das Fernsehprogramm.
Ich denke, gelegentliche Ausfälle bei Extremwetter muss man einfach einkalkulieren, die hatten wir bisher über das Hauskabel ja auch. Wichtig ist aber natürlich, dass die 65er für unsere geplante Verteilung grundlegend ausreicht, sonst erweisen wir uns mit dem Angebot einen Bärendienst.


Zitat:
Ist er nicht.
Es war ja auch nicht ernst gemeint.


So, dann habe ich mal noch eine Reihe weiterer Fragen gesammelt...

Stecker werden wir ja in größerer Zahl benötigen, würden da z.B. diese passen:
seh1 - F-, 7.0mm, FF-0 7870

Außerdem zwei Abschlusswiderstände, dazu habe ich das hier gefunden:
seh1 - Abschlu

Und ein 2fach- und ein 3fach-Verteiler, z.B.:
seh1 - Splitter, SV-200F, 2-fach 51
seh1 - Splitter, SV-300F, 3-fach 8517

Du schreibst in dem PDF allerdings "mit DC-Durchlass", das finde ich nur bei diesem erwähnt, allerdings ist der offenbar nicht für Einkabel-Betrieb geeignet:
seh1 - Splitter, 2-fach, Neuhaus, DC-Durchlass 263


Dann habe ich mal die Versandkosten bei SEH nachgeschaut. Wenn ich das richtig verstanden habe, zahlt man für jeden unterschiedlichen Artikel, den man bestellt, unabhängig von Artikelgröße/gewicht und der Anzahl, 6,50 Euro. Das bedeutet, dass es bei dem Kleinkram (wie den Steckern und Widerständen) und preisgünstigeren Teilen, die wie je nur einmal benötigen (wie die Verteiler), aber u.U. auch den Dosen (mit Ausnahme der 4fach benötigten 5-10er) keinen Sinn macht, dort zu bestellen. Da müssten wir wohl doch auf einen Baumarkt oder ggf. Fachhändler vor Ort zurückgreifen. Was da dann jeweils für Fabrikate angeboten werden, müssen wir erstmal schauen.


Was war noch? Ach ja, wenn wir den mit "EP5" gekennzeichneten Anschluss weglassen würden (hier wollen wir evtl. DVB-T nehmen), hätte das irgendwelche Konsequenzen, abgesehen davon, dass EP4 dann wohl auch mit einem Abschlusswiderstand ausgestattet werden müsste?


Übrigens ist der Blaupunkt LED-TV 58 cm / 23" (Modell-Nr. 23/189N) mit allen drei Digitalreceivern laut Herstellerangabe unicabletauglich. Man müsse bei den Einstellungen nur "LNB Power" auf "aus" stellen. Ich bin mal sehr gespannt.

Micah
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Alt 24.05.2013, 10:10 # --
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