Wer sich Pornofilme und entsprechende Fotos "reinzieht" und/oder das Rotlichtmilieu von innen aufsucht, ist höchstwahrscheinlich sexuell unbefriedigt. Beim Surfen und Chatten im Internet ist es kaum zu vermeiden, durch entsprechende "Aufmachungen" und visuelle sowie verbale "Anmache" in seiner sexuellen Fantasie angeregt zu werden. Die sexuell-erotisch "angeturnte" Fantasie will praktisch angewandt werden und sucht nach Wegen der Befriedigung. Auch da ist der menschliche Einfallsreichtum nahezu unerschöpflich, wenn es darum geht, erotisches und/oder sexuelles Verlangen ausgiebig zu erfüllen.
Spätestens seit Sigmund Freud ist bekannt, dass unbefriedigte Sexualität - auch Libido genannt - bei talentierten Menschen in künstlerische oder kulturelle Leistungen umgesetzt wird. Sehnsucht nach Liebe und das fokussierte "begehrte Objekt" haben schon immer Dichter, Maler und Musiker inspiriert, ihre Werke zu schaffen und der "großen Liebe" zu widmen. Allerdings gilt höchstwahrscheinlich auch die Umkehrung dieser Erkenntnis: Wer sexuell und erotisch total befriedigt ist, hat auch keine Lust zum Dichten, zum Malen oder zum Musizieren... vielleicht nur noch das "Herunterspulen" eines musikalischen Repertoires ohne Begeisterung...
Ein Troubadour vergangener Zeiten konnte direkt live beim Anblick einer schönen Hofdame seine leidenschaftliche Sehnsucht "lauthals" singend zum Ausdruck bringen und unmittelbar das weibliche Lächeln als Beifall und Zustimmung deuten. Heute gibt es natürlich durch die Multimedia-Technik viel mehr Möglichkeiten, den begehrten "Beifall" zu erheischen. Aber bei einem Live-Auftritt "Standing Ovation" zu bekommen, ist eine beeindruckende Bestätigung für den Musiker. Wer engagiert Musik macht und Beifall erntet, erlebt unmittelbar eine Genugtuung und Befriedigung seiner Bedürfnisse. So verwundert es nicht, wenn ein Musiker seinem Publikum zuruft: "I love you all"... "Ich liebe euch alle"... und schon hat sich ein Quantum unbefriedigten Liebesverlangens wohltuend und wohlklingend in Schall und Beifall verwandelt. Der Wunsch und Drang nach Wiederholung kann zur musikalischen Sucht werden... Vielleicht erlebt der eine oder die andere MusikerIn einen Höhepunkt "auf den Brettern, die die Welt bedeuten"?!
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"Hot Love"</A>
Philos60