ja, ich habe schon angefangen. muss aber noch einiges testen. es fehlen noch diverse informaitonen, die ich mit frontier labs abklären möchte. und auch die datenübertragung und den mp3-modus habe ich noch nicht richtig ausführlich getestet, aber hier mal vorab ein paar infos:
Einleitung
Der deutsche Partner von Frontier Labs, Himbeersoft, war so freundlich und hat uns zeitgleich mit den ersten Auslieferungen einen NEX ia zum Testen überlassen. Der NEX ia ist der Nachfolger der beiden erfolgreichen NEX II und IIe und wurde komplett überarbeitet. Neben einer neuen Optik hat der ia auch eine neue Navigation: einen Joystick. Grund genug, den neuen Spross der NEX-Familie einmal genauer anzusehen.
Lieferumfang
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Player die benötigte Software, eine Tragetasche mit Gürtelschlaufe, ein Kopfhörer, eine optional anschliessbare Kabel-Fernbedienung, USB-Kabel und ein Akku-Ladegerät. Der NEX ia wird in unterschiedlichen Grössen mit Compactflash-Karten von 0 - 1.024 MB ausgeliefert. In unserem Fall handelt es sich um einen NEX ia mit 256 MB Speicher ohne Akkupack. Die Batterien waren vor dem Transport schon im Player eingelegt gewesen. Ich denke nicht, dass das Absicht vom Vertrieb war, für gewöhnlich werden die Batterien separat verpackt mitgeliefert. Die beigefügte Bedienungsanleitung verlangt Englischkenntnisse. Für die Vorgängermodelle hat Himbeersoft einen interaktiven Userguide im Internet bereitgestellt. Auf die Schmutzanfällige weisse Neopren-Tasche wurde auch verzichtet, dafür gibt es jetzt eine grau-schwarze Nylontasche. Design-Individualisten werden ein wenig enttäuscht sein, im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wird der neue NEX ia nicht mit austauschbaren Oberflächen (Skins) ausgeliefert, da dieses Gimmick nicht mehr unterstützt wird.
Optik
Vom klassischen NEX II Design ist nicht viel übrig geblieben. Der NEX ia ist fast quadratisch und besitzt ein weisses Gehäuse mit einer durchsichtigen Hart-Plastik-Schicht als Überzug. Wie bereits erwähnt gibt es nicht mehr die Möglichkeit die Oberfläche des Players mittels Skins selbst zu gestalten. Dafür ist das Display ein wenig grösser geworden. Mit nun 132 x 64 Pixel (B/H) ist es noch einmal 20 Pixel breiter. Das achtzeilige Display lässt sich teilweise vom Benutzer konfigurieren. So kann die blaue Hintergrundbeleuchtung immer zugeschaltet oder komplett ausgeschaltet werden oder der Kontrast variabel festgesetzt werden. Insgesamt wirkt das Display sehr grosszügig gestaltet und bietet auf seinen acht Zeilen Platz für genügend Informationen. Auch die blaue Hintergrundbeleuchtung ist zeitgemäss und reicht zur Beleuchtung des Players vollkommen aus.
Eine aussergewöhnliche Form haben die Kopfhörer, die keine Ohrstöpsel sind und auch keinen Bügel besitzen. Sie werden einfach hinter die Ohren "geklemmt". Das dürfte vor allem für Sportler interessant sein, die Bügel über den Kopf oder hinter dem Kopf als störend empfinden. Verwendet man keine Fernbedienung, die sich optional zwischen Player und Kopfhörer einklinken lässt, ist das Kabel ein wenig kurz. Der Player kann dann nur noch in der Tasche spazieren getragen werden. Mit Fernbedienung lässt sich der Player aber problemlos am Gürtel befestigen, das Kabel reicht dann aus.
Batterielaufzeit
Wie auch schon beim Vorgänger werden beim NEX ia zwei (!) AA Batterien benötigt. Eine ungewöhnliche Sache, meist verwendet man in diesem Bereich nur eine AA Batterie oder zwei AAA Micro Zellen. Die Batterieversorgung ist dann auch einer der Kritikpunkte am NEX. Das Gerät wird durch die zwei AA Batterien sehr schwer. Aus den Fehlern der Vorgängermodelle hat Frontier Labs gelernt, das Batteriefach ist nun grosszügiger gestaltet, so dass man nicht mehr das Akkupack oder das Gehäuse beschädigt, wenn man die Akkus austauschen möchte. Dies ist nach wie vor nötig, da die Akkus nicht im Player aufgeladen werden können. Nach Herstellerangaben reichen die zwei AA-Batterien durchschnittlich für 13 Stunden Laufzeit.
Display
Ein Riesen-Display! 132 x 64 Pixel sind mehr als ausreichend für die benötigten Informationen. Das Menü zeigt beim Start ein Menü, wo sich Radio, Player oder Formatierungs-Menü auswählen lassen. Generell zeigt der Player die Lautstärke, Key Lock (aus oder angeschaltet), Batterielebensdauer und den aktuellen Modus (Aufnahme, MP3 oder Radio) an. Im Playmodus werden zusätzlich ID3-Informationen wie Titel und Dauer angezeigt. Entsprechend ändern sich natürlich die Titelanzeigen im Radiomodus, dort sind Frequenz und Speicherplatz die Hauptinformationen. Im Aufnahmemodus werden Aufnahmedauer und Dateiname angezeigt.
Das Display nutzt ein Laufband, wenn ein Feld zu klein ist um die entsprechende Information komplett anzuzeigen. Es ist aussergewöhnlich detailiert und bietet viele Informationen ohne überfüllt zu wirken. Die Einteilung und die Anordnung bestimmter Informationen an immer gleichen Plätzen sorgen für ein geordnetes Bild ohne den Benutzer zu verwirren.
Radio
Das Radio einfach über das Menü zu erreichen. Ganz intuitiv kann man die Frequenz mit dem Joystick in der Mitte des Players verändern. Ein längerer Druck in eine Richtung startet den automatischen Sendesuchlauf, der auch meist passend anhält. Wir hatten in unserer Region keine Probleme die gängigen Sender zu empfangen, der Empfang war durchweg gut. Das dürfte aber im Wesentlichen vom Standort abhängen, weshalb wir hier keine kaufentscheidende Aussage fällen können. Die gefundenen Sender lassen sich auf insgesamt neun Senderplätzen speichern.
Eine Besonderheit des NEX ia ist die Aufnahmefunktion, die sich auch im Radio-Modus einsetzen lässt. Während dem Betrieb des Radios genügt ein Knopfdruck um den aktuell gespielten Titel als MP3 zu speichern. Die Titel werden mit genormten Dateinamen (Rec_001.MP3 usw.) abgespeichert und erscheinen dann in der Playlist. Während der Aufnahme springt die Titelanzeige um, so dass man nun nicht mehr die Frequenz angezeigt bekommt sondern die Aufnahmedauer.
Aufnahme/Diktiergerät
Wie oben bereits beschrieben lassen sich während dem das Radio spielt Titel aufnehmen. Natürlich funktioniert die Aufnahme auch mit normalen Spracheingaben. Hierfür ist auf der Gehäuseoberseite (unter dem Display) ein Mikrofon integriert. Während der Aufnahme empfiehlt sich eine ruhige Hand, da ansonsten die Geräusche leicht mit aufgenommen werden. Das Mikrofon scheint sehr empfindlich zu sein.
Die aufgenommenen MP3s werden mit 64 kbps enkodiert. Das ist für Musik-MP3s deutlich zu wenig, für einfache Sprachaufnahmen reicht es aber durchaus.
Handhabung
Der MP3-Player liegt gut in der Hand. Er wirkt ein wenig schwer - zumindest für die Aufgaben, für die er eigentlich entwickelt wurde. Der Hauptgrund für das Gewicht dürfte das Batteriefach sein, immerhin stecken da zwei Batterien drin und nicht nur eine. Wie bei den meisten MP3-Playern, hat auch der NEX ia seine Haupt-Steuerungs-Elemente auf der Gehäuseoberseite. Das Jog dial (Joystick) kann in vier verschiedene Richtung navigiert werden und wird gleichzeitig auch als Auswahlknopf genutzt. Zusätzlich befindet sich unter dem Jog dial ein Menü-Button. An der rechten Seite wurde der Aufnahme-Button neben einem weiteren Menü-Button platziert. Die linke Seite bietet einen Schalter um den Player an, aus oder auf "hold" zu stellen.
Das Jog dial erlaubt den Ein-Hand-Betrieb. Das gleiche Jog dial mit den gleichen Funktionen befindet sich übrigens auch auf der Fernbedienung. So lassen sich über die Fernbedienung Lautstärke, Sender, Titelsprung und einige weitere Dinge einstellen. Lediglich die Aufnahmefunktionen befinden sich nur am Gehäuse.
Das Batteriefach geht leider nur schwer zu öffnen, hier benötigt man ein wenig Kraft und den richtigen Griff, da der eingezeichnete Pfeil keinen ausreichenden Halt bietet. Nun gut, so oft sollte man die Batterien ja nicht wechseln

Erstaunlich leicht lässt sich aber das Speicherkartenfach öffnen. Hier genügen ein paar Erschütterungen am Gerät um die Klappe zu öffnen. Glücklicherweise ist diese fest montiert und kann von daher nicht verloren gehen, den Sinn erfüllt sie aber dennoch nicht hundertprozentig. Im Vergleich zu den alten NEX II Geräten, die überhaupt gar keine Schutzklappe hatten, ist der Deckel wenigstens ein Beweis dafür, dass sich Frontier Labs Gedanken darüber gemacht hat - leider aber auch nicht mehr. Der USB-Stecker am Gerät wurde ohne "Deckel" versehen, bleibt also Schmutzanfällig.
Der Schieber um die Speichermedien zu entfernen wirkt auch mehr als robust. Genau wie beim Batteriefach, lässt er sich nur mit Kraftaufwand von der Stelle bewegen.
Die schicke Tasche, die beigefügt wurde, hat einen kleinen "Formfehler". Wenn man diese richtig verwendet ist der Klettverschluss nach unten geöffnet. Beim Joggen könnte das gefährlich sein, immerhin kann der - nicht billige - Player so leichter aus der Tasche fallen als wenn die Öffnung oben angebracht wäre. Alternativ kann man die Tasche falsch herum am Gürtel anbringen. Dann steht zwar das Display auf dem Kopf, aber der Player ist sicherer verstaut und das Kopfhörer-Kabel hat seinen Ausgang nun oben.
... :wink: