Der sicherererere Weg online zu zahlen?

Alt 11.02.2012, 17:39   # 1
Ralph1
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Ich möchte von meiner Erfahrung mit PayPal berichten:

Das Zahlen mit PayPal geht kinderleicht und schnell. Allerdings ist man bei manchen shops/Verkäufern dann kein angesehener Kunde mehr.
Es ist doch praktisch, wenn man als eBay viele der guten deutschen Verbraucherschutz-Bestimmungen (z.B. "Erst die Ware, dann das Geld") aushebelt und dann empfiehlt: Bezahlt mit PayPal! Sowohl die eBay-Gebühren (bei eBay-Sofort-Kauf), als auch die PayPal-Gebühren sind bereits im Verkaufs-Endpreis einkalkuliert und letztendlich vom Kunden aufzubringen.

Richtig problematisch ist es bei mir geworden, als tatsächlich einmal der Fall der Fälle eingetreten ist (keine eBay-Auktion). Ein spezielles Formular für "einen Fall melden oder ähnlich" habe ich seinerzeit nirgends auf der PayPal-website gefunden. Deshalb wurde der Antrag auf Rückerstattung von mir in das Kontaktfeld auf der PayPal-website eingegegeben mit der ausdrücklichen Forderung, mir das Geld zu erstatten einschl. der weiteren wichtigen Angaben und termingerecht zugesandt. Der Eingang einer e-Mail an diesem Tag wurde von PayPal auch (automatisch) bestätigt.
Als weder eine Antwort noch Geld bei mir eintrafen, habe ich bei PayPal nachgefragt. Jetzt schrieb mir PayPal: Erstattung abgelehnt, weil die Antragsfrist versäumt wurde. Ich habe anhand der Bestätigungs-Mail nachgewiesen, dass die o.g. e-Mail von mir noch innerhalb der Frist bei PayPal eingegangen ist. PayPal wollte aber nicht zugeben, welchen Inhalt sie hatte. Jetzt wurde herumgeeiert, dass ich z.B. ein bestimmtes Formular ausfüllen hätte müssen.
Nach deutschem Recht reicht es m.E. zur Wahrung ein Frist aus, wenn man eine konkret formulierte Forderung formlos übermittelt (es sei den es ist eine besondere Form gesetzlich vorgeschrieben) und den Zugang nachweist. Einen Vordruck kann man dann immer noch nachreichen. Den PayPal-Mitarbeitern, die diesen Fall bearbeiteten, waren offensichtlich die entsprechenden deutschen Rechtsgrundsätze nicht geläufig. Ich habe kein Geld zurückerhalten und werde auch nichts mehr bekommen.

Jetzt wäre mir nur die Möglichkeit verblieben, PayPal zu verklagen; aber wegen 20 Euro war mir das zu riskant -hier wieder: Ausland Luxemburg(!), Anwaltskosten dort usw. und e-Mail-: PayPal sagte mir, dass eine elektronische Übermittlung des entsprechenden Vordruckes ausreicht. Damit mag sich PayPal abgesichert fühlen (Einloggen, IP des PC). Ich als Kunde und Vertragspartner, habe aber in diesem Fall keine Beweise in der Hand und bin im Streitfall auf verlorenem Posten. Die andere Möglichkeit wäre evtl., von PayPal zu verlangen, dass PayPal auch den Inhalt der Fallmeldung in der Bestätigungs-Mail aufführt. Wer ganz sicher gehen will, müßte solche Anträge an PayPal per Einschreiben gegen Rückschein senden (aber wohin?) und dann kostet es erneut.

Ich zahle zwar weiterhin mit PayPal -wenn es nicht anders geht-, mache mir von jedem Eintrag in Kontakt-Formulare einen screen-shot, aber ich habe immer ein ungutes Gefühl (fehlendes Vertrauen) dabei. Hier ist es ja für PayPal nur um 20 Euro gegangen - stellen sie sich vor, es wären Tausende gewesen.

Man sollte sich auch unbedingt informieren über den Wust von "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" bei PayPal", denen sich jeder Kunde zu unterwerfen hat (s.https://cms.paypal.com/de/cgi-bin/ma...locale.x=de_DE). Allein die PayPal Nutzungsbedingungen haben schon 33 Seiten (DIN A 4). Daneben gibt es noch mind. sechs andere wichtige PayPal-Richtlinien.
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Alt 11.02.2012, 17:39 # --
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Alt 29.08.2014, 22:15 # --
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