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| Ehemaliger Moderator Threadstarter Registriert seit: 01.10.2002 Ort: bei Bamberg
Beiträge: 1.931
| ![]() ist aber ne große Kompaktkamera Naja, muss mich mal umschauen. Mein Vater meinte, ich solle keiner Spiegelreflex nehmen. Sein Argument fällt mir aber grad nicht mehr ein. Muss nochmal nachfragen. Danke Spatzenei gruß, Markus |
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| Ehemaliger Mod Registriert seit: 21.06.2005 Ort: Berlin
Beiträge: 1.325
| Das ist natürlich richtig. Aber streng genommen ist es wirklich eine Kompaktkamera. (Wobei das Wort "Kompaktkamera" irgendwie so abwertend klingt, was aber gerade im Falle der Lumix absolut nicht gerechtfertigt ist. Zur Spiegelreflex fehlt ihr aber eben nur noch das wechselbare Objektiv.) Und natürlich hat sie viele Ähnlichkeiten mit DSLR-Modellen. Und das wiederum spricht eindeutig für sie. Wenn da nur das Rauschen nicht wäre... Zitat:
Was mir immer zu erst einfällt, ist das Handling. Immer mit Objektiven und Gegenlichtblenden und Filtern und all so Zeug herumzuhantieren kann manchmal nervig sein. Insbesondere, wenn man die Objektive aufgrund von wechselnden Motiven ständig wechseln muss. Ebenso spricht der Preis in gewisser Weise nicht unbedingt für eine Spiegelreflex. Denn mit einem Kit für 700 Euro ist es oftmals nicht getan - das Objektiv im Kit lässt sich nur bedingt für speziellere Zwecke verwenden. Daher muss dann schonmal ein neues Objektiv her, was reichlich teuer werden kann. (Insbesondere, wenn man Originalzubehör kauft.) Auch das ganze andere Zubehör ist zwar im einzelnen nicht allzu teuer, aber alles zusammen ergibt es dann doch eine recht stattliche Summe. Diese "Zubehör-Probleme" gibt es bei einer Kompakten nicht. Zumindest nicht in dem Ausmaß. PS: Zitat:
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| | # 8 |
| Ehemaliger Mod Registriert seit: 21.06.2005 Ort: Berlin
Beiträge: 1.325
| Kennen tu ich sie nicht. Daher hab ich mich mal im Netz schlau gemacht. Von der Ausstattung und den "Fähigkeiten" her sieht sie ja absolut gut aus. Und du hast recht: Der Zoom klingt in der Tat verlockend. Aber auch hier ist das Rauschverhalten ab ISO 400 nicht mehr so richtig akzeptabel. Unter folgendem Link kannst du dir haufenweise Testbilder ansehen: Lawrence Ripsher's Photo Journal: Olympus SP-550 Review - Part 3 (Image Quality) Insbesondere die Bilder unter dem Punkt "ISO and Noise" solltest du dir ansehen. Dabei solltest du dir auf jeden Fall immer die 100%-Crop-Variante ansehen. Dafür gibt's bei jedem Bild einen Link, der etwa so heißt: "ISO 100 (with 100% crop):" <-- da musst du dann auf "with 100% crop" klicken. Dann bekommst du deinen Bildausschnitt in 100%iger Bildgröße. Und spätestens bei ISO 800 siehst du deutliche Bildfehler. Ob diese dich stören, musst du selbst entscheiden. Aber für geringe Empfindlichkeiten ( <200mm) ist das Teil absolut zu empfehlen! Was mir auch aufgefallen ist: Bei vollem Zoom gibt's manchmal diese mehr oder minder hässlichen Farbverläufe an den Objektkanten. (siehe hier: zoom-comparison2-telefoto-crop.jpg photo - Lawrence Ripsher photos at pbase.com <-- da kannst du an der Oberkante von den Bäumen deutlich einen lila Streifen erkennen.) Schau dir einfach mal die Bilder an und entscheide selbst. Bis zu einem gewissen Maße kann man das Rauschen auch noch im Photoshop korrigieren. Wobei natürlich mit jeder Korrektur die Bildqualität auch wieder leidet. Entscheide also für dich, ob dich das Bildrauschen stört, oder ob du es tolerieren kannst. Wenn es für dich akzeptabel ist, lohnt sich ein Kauf dieser Kamera mit Sicherheit. Ansonsten hilft nur eines: Weitersuchen. |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 8.842
| Da muß ich mich direkt auch mal einmischen. Das Rauschen ist in erster Linie auf die elektronische Bildverstärkung zurückzuführen. Alle elektrischen Komponenten haben ein gewisses thermisches Grundrauschen. Das ist physikalisch bedingt (Stichwort: Braun'sche Molekularbewegung) und läßt sich durch keine Maßnahme eliminieren oder auch nur vermindern. Das Nutzsignal (sprich: Digitalbild, welches der Sensor liefert) ist stets von diesem Rauschen überlagert. Wird nun an der Kamera die Empfindlichkeit hochgestellt, so wählt die Automatik eine Zeit - Blendenkombination, die weniger Licht auf den Sensor fallen läßt. Das Nutzsignal wird geringer und muß von der Kameraelektronik deshalb höher verstärkt werden. Zwangsläufig wird dabei das Grundrauschen mit verstärkt, so daß sich alles in allem eine schlechtere Bildqualität ergibt. Die Empfindlichkeitseinstellung ist deshalb nur ein Notbehelf, wenn mit dem vorhandenen Licht fotografiert werden muß und die Verschlußzeit nicht vergrößert werden kann (z.B. wegen Verwacklungsgefahr). Grundsätzlich sollte die Empfindlichkeitseinstellung so niedrig wie möglich gewählt werden. Die Farbsäume bei dem Bild mit der Turmuhr überraschen mich keineswegs, ich wäre eher überrascht, wenn sie nicht auftreten würden. Jedes Objektiv besteht aus Glaslinsen - und die haben Linsenfehler. Diese äußern sich einmal in einer verzerrten Abbildung, andererseits in der sogenannten Chromatischen Aberration. Um überhaupt eine vernünftige Abbildung hinzubekommen, müssen diese Linsenfehler durch eine weitere Linse korrigiert werden - die dann ihrerseits auch wieder Linsenfehler hat usw. Aus diesem Grund besteht bereits ein 50 mm Kleinbild-Standardobjektiv ohne Zoom aus 6 (bei Leica und Minolta 7) Linsen. Erst damit erreicht man einerseits eine hohe Lichtstärke, andererseits einen Gesamtfehler unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Bei einem Zoom kommt noch hinzu, daß der Gesamtfehler über den kompletten Zoombereich möglichst gering gehalten werden muß. Selbstverständlich müssen bei der Konstruktion Kompromisse eingegangen werden: Das Objektiv muß einerseits eine akzeptable Lichtstärke haben, der Zoombereich sollte möglichst groß sein, die Abbildungsleistung muß zumindest in dem Bereich, der am meisten genutzt wird (leichtes Weitwinkel bis mittleres Tele) möglichst optimal sein, während Gewichts- und Preisvorgaben die Anzahl der Linsen begrenzen. So verwundert es nicht, daß überhaupt nur renommierte und gute Hersteller in der Lage sind, ein bezahlbares Zoomobjektiv mit einem derart wahnsinnigen Zoombereich anzubieten. Daß unter den ungünstigsten Bedingungen (äußerster Brennweitenbereich bei gleichzeitig voll aufgerissener Blende und ein Motiv mit scharfen, kontrastreichen Kanten) sichtbare (aber durchaus noch erträgliche) Fehler auftreten, kann nicht verwundern. Bereits das Fehlen eines dieser ungünstigen Umstände (zum Beispiel der Wegfall des scharfen Kontrastes, wie bei dem Katzenfoto) führt dazu, daß der Fehler, wenngleich noch vorhanden, nicht mehr sichtbar ist. Ich denke, mit dem Kompromiß kann man leben. Olympus gehört zweifellos zu den "besseren" Herstellern und kann sich durchaus mit allen anderen messen. Mit der SP-550UZ machst du absolut nichts falsch - mit der Lumix aber auch nicht. P.S. Das Argument gegen eine Spiegelreflex interessiert mich aber nun wirklich. Ich selbst fotografiere seit über 30 Jahren mit nichts anderem ... Die extremen Brennweiten (ich habe Objektive von 24 - 500 mm) sowohl im Tele- wie auch im Weitwinkelbereich benutze ich recht selten. Und da wird es den meisten Fotografen auch nicht anders ergehen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 10 | |
| Ehemaliger Mod Registriert seit: 21.06.2005 Ort: Berlin
Beiträge: 1.325
| Zitat:
Denn für Naturaufnahmen braucht man schonmal riesige Bildwinkel oder eben für die Makrofotografie (z.B. Blüten) sehr große Brennweiten. Und bei Veranstaltungen wird man auch schon mal die 500 mm aus seinem Objektiv herauskitzeln, vermute ich einfach mal. (Hängt natürlich stark von der Art der Veranstaltung ab.) | |
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| | # 11 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 8.842
| Für das, was du hauptsächlich aufnimmst, sicher. Da sind lange Brennweiten ein absolutes Muß. "Riesige Bildwinkel", also mit extremen Weitwinkelobjektiven gemachte Bilder zeigen meist alles - und nichts. Ich sehe eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit für Weitwinkellinsen fast ausschließlich beim Fotografieren in engen Räumen und bei Architekturaufnahmen, wenn man vom Objekt der Begierde keinen größeren Abstand nehmen kann. Eindrucksvoller, als mit dem Katzenfoto läßt sich der Unterschied zwischen einer Weitwinkel- und Teleaufnahme kaum demonstrieren. Die WW-Aufnahme demonstriert für meine Begriffe recht deutlich, was man alles falsch machen kann: ein langweiliger, gepflasterter Hof, der Schatten des Fotografen und einer weiteren Person mit im Bild (die Gefahr besteht bei WW immer), stürzende Linien und viel zu hoher Kontrast, wodurch die Schatten "absaufen". Und in der Mitte ein unscharfes, überbelichtetes Etwas, das sich erst auf dem (gelungenen) Telefoto als Katze entpuppt. Das Foto "Haus am See" demonstriert den gleichen Sachverhalt. Bei dem WW-Foto weiß man einfach nicht, was der Fotograf eigentlich ablichten wollte. Das Wasser im Vordergrund? Eins der Boote? Das Haus? Die Landschaft? Den Himmel mit den Wolken? Oder alles auf einmal? Erst das Telebild bringt Klarheit. Naturaufnahmen sind ein weites Feld, aber m.E. nicht für Weitwinkelanwendungen. Mit einem WW bekommst du stets eine "Totale", Objekte im Vordergrund werden meist zu klein abgebildet oder, wenn man zum Ausgleich näher heran geht, verzerrt. Na gut - ein Alpenpanorama kannst du mit einem WW sinnvoll aufnehmen, aber für die meisten Aufnahmen braucht man es nicht. Ich jedenfalls fotografiere 90% aller Bilder im Standard- oder leichten bis mittleren Telebereich, d.h. im Bereich 50 - 200 mm. Vom Rest sind die meisten Aufnahmen mit dem 500er geschossen. Für Weitwinkelaufnahmen bleibt nur ein kleiner Rest. Makrofotos sind wieder etwas anderes: Hier brauchst du ein Objektiv, das es dir erlaubt, nahe an das Objekt heranzugehen, um einen möglichst großen Abbildungsmaßstab zu erreichen. Eine etwas längere Brennweite ist dabei ganz hilfreich, durch deren Vergrößerung braucht man dann nicht ganz so nah heranzugehen. Mit einer sehr langen Brennweite bekommst du aber Makroaufnahmen auch schlecht hin. Die Tiefenschärfe wäre in diesem Fall praktisch gleich 0. Für analoge Spiegelreflexkameras gibt es spezielle Makroobjektive, diese haben fast immer einen Brennweite zwischen 50 und 100 mm. Das ist für Makroaufnahmen optimal. Hat man keine Makroausrüstung, kann man ein Standardobjektiv als Makrolinse mißbrauchen. Hier gibt es gleich zwei Möglichkeiten: Den Auszug des Objektivs verlängern indem man "Zwischenringe" verwendet, oder aber, indem man durch eine Sammellinse (Brillenglas für Weitsichtige) fotografiert. In beiden Fällen verringert man die minimal mögliche Entfernung zwischen Objektiv und Objekt, leider aber ein wenig auf Kosten der Bildqualität. In Ermangelung einer vernünftigen Makroausrüstung (brauche ich normalerweise auch nicht) mußte für diese Fotos die Brille meiner Mutter als Nahlinse herhalten - nicht ideal, aber für den beabsichtigten Zweck vollkommen ausreichend. Ich denke, wir sollten nach dem kleinen Exkurs wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen: Welche Digitalkamera soll es sein? Vielleicht hilft folgende Aussage des Fotografen, der die Kamera getestet hat: Zitat:
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