Wie hoch darf Sicherung sein?

Alt 02.10.2011, 13:45   # 1
Schachtscheisser
 
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Hallo werte Community,

ich habe eine Elektrotechnische Frage. Im netz fand ich zwar einiges an Infos, doch bleibt mir einiges unberatnwortet.

Zur Sache:
Ich habe einen Garten, der mit Lichstrom versorgt wird. Ein Stromverteiler mit den Zählern steht ca. 200-300 Meter entfernt. Von dort geht ein altes Erdkabel (ALU, 4 polig) zu meinem Gartenhaus. An der Rückseite dieses wurde ein weiterer Sicherungskasten angebracht, wo das Kabel mit je zwei Adern aufgeklemmt wurde. Dort befindet sich eine 16A Sicherung.

Im Hauptverteiler (wo die Zähler sind) ist ein Sicherungsautomat 16A geschraubt. So nun habe ich hin und wieder das Problem, das mir die Sicherung fällt und meistens eben die am Hauotzähler.^^ Dies ist natürlcih jedesmal ärgerlich, weil ich dann immer den ganzen Weg nach vorn laufe, um den Automat wieder zu aktivieren. Warum sie fällt kann ich nicht genau sagen. Ich denke sie ist flink und einige Gerätschaften im Garten (wie Häcksler) brauchen gerade diese 16A. Nun ist aber wohl der Einschaltstrom im Moment so hoch, dass sie jedesmal gleich kommt!

Meine Idee wäre nun, kann ich am Hauptverteiler eventuell eine 20A Sicherung schrauben, so dass ich nur am Gartenhaus slebst die Sicherung aktivieren muss?

Achso, die komplette Elektrik im Gartenhaus wurde auch neu installiert, da sie nicht mehr zeitgemäß und auf dem aktuellen Sicherheitsstand (FI etc.) war.

Ich danke euch im voraus für eure Ideen oder Anregungen.
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Alt 02.10.2011, 13:45 # --
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Alt 15.01.2012, 14:51   # 2
King W.
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Sorry, habe den Beitrag jetzt erst gelesen.

Eine Sicherung einfach durch eine stärkere ersetzen, ist gefährlich das solltest du nicht tun. Wer weiß, ob und wie das der alten Alu-Leitung bekommt.

Ich schlage mal eine etwas pragmatische Lösung vor: Hindere den Häcksler doch einfach daran, einen übermäßigen Anlaufstrom zu ziehen.

Unterbrich die Phasenleitung zum Häcksler mit einem Schalter, der Schalter selbst wird mit einer Steckdose überbrückt. An diese Steckdose schließt du einen Stromverbraucher mit relativ hoher Stromaufnahme an, z.B. ein Bügeleisen. Nun muß der Einschaltstrom zuerst durch das Bügeleisen und fließt erst dann in den Häcksler. Dieser wird jetzt etwas langsamer anlaufen, aber die Sicherung bleibt drin.

Ist er angelaufen, betätigst du einfach den Schalter, das Bügeleisen wird kurzgeschlossen und der Häcksler bekommt den vollen Strom.

Ich skizziere mal, wie es funktioniert.
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Albert Einstein
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Alt 15.01.2012, 20:45   # 3
Schachtscheisser
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Hallo,

Vielen Dank für Deine Mühe und diese wirklich geniale und einfache Idee!

Eine Frage wäre da noch. Ich sollte doch dann sicher dafür sorgen, das die Phase durch einen Schalter unterbrochen ist oder? Sonst würde doch bei einer Verdrehung des Steckers als Beispiel auch wieder das Problem auftauchen.

Oder habe ich jetzt was nicht richtig gepeilt?
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Alt 17.01.2012, 20:43   # 4
King W.
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Bei normalem Netzstrom ist das egal. Aus Prinzip würde ich allerdings auch die Phase unterbrechen. So habe ich es auch gezeichnet. Bei üblichen Kabeln ist die schwarze oder braune Ader die Phase und die blaue oder selten auch graue Ader der Nulleiter.

Der Schutzleiter ist immer grün-gelb und für irgendwelche Bastelarbeiten tabu, will sagen, daß der grün-gelbe Leiter mit den Federkontakten beider Steckdosen verbunden sein muß.
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Alt 17.01.2012, 20:55   # 5
Schachtscheisser
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Naja, egal ist das sicher nicht. Denn der stromführende Leiter müsste ja anhandt Deiner Zeichnung sicher eher getrennt sein. Da doch der Strom zuerst das Eisen erreichen sollte, oder? Ja ich weis auch die farbigen Bezeichungen einzuzordnen und die Tatsache, dass es sich hierbei auch um Wechslestrom handelt. Dient aber der Vorsorge deinerseits, dass verstehe ich! Denn mit "Bastelarbeiten" in diesen Späheren ist es kein Spiel mehr! Da bin ich mir sehr bewusst!

Habe bereits mein komplettes Gartenhaus neu verdrahtet mit extra Sicherungskasten. Aber wie gesagt, so eine geniale Möglichkeit fällt halt keinem Laien auf diesem Gebiet ohne weiteres ein! Dafür Danke nochmal.

Sogar an einem FI-Schalter habe ich gedacht. Allerdings ist das teils verhänglich, da ich noch im Außenbereich diverse alte Lichtquellen habe, die aber wegen ihres Erscheinens nicht entfernt wurden. Hier habe ich das Problem, dass bei regnerischen Tagen und anschliessendem Wärmen durch Sonne, diese beschlagen und daher eventuell einen Fehlstrom auslösen. Das bringt dann immer das Auslösen der Sicherung mit sich.

Mancher Vorteil wegen Sicherheit, erweisst sich dann manchmal auch als objektiven Nachteil.^^

OK, ich werde, sobald das Wetter mit spielt, diese Möglichkeit ausprobieren. Werde Dir dazu dann meinen Erfolg mitteilen. ;O)

Gruß saffi
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Alt 14.02.2012, 00:47   # 6
sn00py603
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Zitat:
Zitat von Schachtscheisser Beitrag anzeigen
Hallo werte Community,

ich habe eine Elektrotechnische Frage. Im netz fand ich zwar einiges an Infos, doch bleibt mir einiges unberatnwortet.

Zur Sache:
Ich habe einen Garten, der mit Lichstrom versorgt wird. Ein Stromverteiler mit den Zählern steht ca. 200-300 Meter entfernt. Von dort geht ein altes Erdkabel (ALU, 4 polig) zu meinem Gartenhaus. An der Rückseite dieses wurde ein weiterer Sicherungskasten angebracht, wo das Kabel mit je zwei Adern aufgeklemmt wurde. Dort befindet sich eine 16A Sicherung..
Das ist aber eine Ganz schön lange Leitung. Das da überhaupt noch etwas ankommt, ist schon ein Wunder. Intressant wäre zu wissen, wie groß der Querschnitt der Aluleitung / Kabel ist. Daraus kann man dann errechnen wie hoch abgesichert werden darf.

Zitat:
Zitat von Schachtscheisser Beitrag anzeigen
Im Hauptverteiler (wo die Zähler sind) ist ein Sicherungsautomat 16A geschraubt. So nun habe ich hin und wieder das Problem, das mir die Sicherung fällt und meistens eben die am Hauotzähler.^^ Dies ist natürlcih jedesmal ärgerlich, weil ich dann immer den ganzen Weg nach vorn laufe, um den Automat wieder zu aktivieren. Warum sie fällt kann ich nicht genau sagen. Ich denke sie ist flink und einige Gerätschaften im Garten (wie Häcksler) brauchen gerade diese 16A. Nun ist aber wohl der Einschaltstrom im Moment so hoch, dass sie jedesmal gleich kommt!

Meine Idee wäre nun, kann ich am Hauptverteiler eventuell eine 20A Sicherung schrauben, so dass ich nur am Gartenhaus slebst die Sicherung aktivieren muss?
Da haben wir das Problem der Selektivität. Man kann keine Leitung, kein Kabel an der Hauptverteilung, sowie an der Unterverteilung gleich stark Absichern, das Ergebnis hast du jetzt.

Zitat:
Zitat von Schachtscheisser Beitrag anzeigen
Achso, die komplette Elektrik im Gartenhaus wurde auch neu installiert, da sie nicht mehr zeitgemäß und auf dem aktuellen Sicherheitsstand (FI etc.) war.

Ich danke euch im voraus für eure Ideen oder Anregungen.
Ich hätte mir jetzt einen Elektriker meines Vertrauens gesucht und ihn die ganze Anlage mal überprüfen lassen. Irgendwie ist da der Wurm drin.

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Bei normalem Netzstrom ist das egal. Aus Prinzip würde ich allerdings auch die Phase unterbrechen. So habe ich es auch gezeichnet. Bei üblichen Kabeln ist die schwarze oder braune Ader die Phase und die blaue oder selten auch graue Ader der Nulleiter.

Der Schutzleiter ist immer grün-gelb und für irgendwelche Bastelarbeiten tabu, will sagen, daß der grün-gelbe Leiter mit den Federkontakten beider Steckdosen verbunden sein muß.
Nach den allgemein verbindlichen Regeln der Elektrotechnik gibt es in 2 adrigen Leitungen die Aderfarben braun und blau. Bei 3 Adern sind es die Farben braun, blau und grüngelb. Seid geraumer Zeit ist in den Mehradrigen Leitungen wieder ein grauer Draht vorhanden. Sehr zum Leidwesen vieler Elektriker hier in Deutschland. Hatte man doch diese Farbe gegen Ende der 60er Jahre aus Kabeln und Leitungen verbannt.Bei einer 4 adrigen Leitung mit Schutzleiter (grüngelb), ist kein Blauer sondern ein grauer Draht vorhanden. Dieser wird dann vorzugsweise als Nullleiter verwendet. Der grüngelbe Draht ist für nichts anderes als den Schtuzleiter zu verwenden.

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------

Zitat:
Zitat von Schachtscheisser Beitrag anzeigen
Naja, egal ist das sicher nicht. Denn der stromführende Leiter müsste ja anhandt Deiner Zeichnung sicher eher getrennt sein. Da doch der Strom zuerst das Eisen erreichen sollte, oder? Ja ich weis auch die farbigen Bezeichungen einzuzordnen und die Tatsache, dass es sich hierbei auch um Wechslestrom handelt. Dient aber der Vorsorge deinerseits, dass verstehe ich! Denn mit "Bastelarbeiten" in diesen Späheren ist es kein Spiel mehr! Da bin ich mir sehr bewusst!

Habe bereits mein komplettes Gartenhaus neu verdrahtet mit extra Sicherungskasten. Aber wie gesagt, so eine geniale Möglichkeit fällt halt keinem Laien auf diesem Gebiet ohne weiteres ein! Dafür Danke nochmal.

Sogar an einem FI-Schalter habe ich gedacht. Allerdings ist das teils verhänglich, da ich noch im Außenbereich diverse alte Lichtquellen habe, die aber wegen ihres Erscheinens nicht entfernt wurden. Hier habe ich das Problem, dass bei regnerischen Tagen und anschliessendem Wärmen durch Sonne, diese beschlagen und daher eventuell einen Fehlstrom auslösen. Das bringt dann immer das Auslösen der Sicherung mit sich.

Mancher Vorteil wegen Sicherheit, erweisst sich dann manchmal auch als objektiven Nachteil.^^

OK, ich werde, sobald das Wetter mit spielt, diese Möglichkeit ausprobieren. Werde Dir dazu dann meinen Erfolg mitteilen. ;O)

Gruß saffi
Wie gesagt, ich würde mir an deiner Stelle einen Fachmann holen
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Alt 14.02.2012, 18:03   # 7
Schachtscheisser
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Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Das ist aber eine Ganz schön lange Leitung. Das da überhaupt noch etwas ankommt, ist schon ein Wunder. Intressant wäre zu wissen, wie groß der Querschnitt der Aluleitung / Kabel ist. Daraus kann man dann errechnen wie hoch abgesichert werden darf.
Das Kable stammt noch aus Zonezeiten. Ich denke der Querschnitt dürfte so ca. 10 mm sein. Es sind vier Adern im Kabel vorhanden. Jeweils zwei der Adern wurden für Leiter und Nulleiter verwendet. Demnach dürfte der verlust minimal sein. Das Ganze ist aus Alu.

Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Da haben wir das Problem der Selektivität. Man kann keine Leitung, kein Kabel an der Hauptverteilung, sowie an der Unterverteilung gleich stark Absichern, das Ergebnis hast du jetzt.
Die Absicherung beruhte noch vom Vorgänger. Das Erdkabel, was vom Verteiler der Strasse zum Gartenhaus geht, wurde aussen am Haus in einem Sicherungskasten (oder Hausverteiler) angeklemmt. Das sind drei Anschlüsse für Schraubsicherungen. Wobei nur eine verwendet wurde. Davon habe ich dann eine Kupferleitung von 3x6 mm in die Hausverteilung nach innen verlegt. Dort sitzt nun der eigentliche Sicherungskasten, für die einzelnen Stromkreise. Abgesichert mit 10 bzw. 16A. Dazu ein FI-Schutzschalter.

Mir ist klar, dass bei gleichgroßer Absicherung das Phänomen eben auftritt. Darum meine Frage.

Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Ich hätte mir jetzt einen Elektriker meines Vertrauens gesucht und ihn die ganze Anlage mal überprüfen lassen. Irgendwie ist da der Wurm drin.
Das anklemmen der einzelnen Stromkreise im Verteilerkasten, wurde fachmännisch ausgeführt. War ein guter Kollege, der auch Elektriker ist. Ihn aber wegen dieser Angelegenheit nochmals kommen zu lassen, wollte ich halt vermeiden.^^ Es ging ja auch anfangs.

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------


Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Nach den allgemein verbindlichen Regeln der Elektrotechnik gibt es in 2 adrigen Leitungen die Aderfarben braun und blau. Bei 3 Adern sind es die Farben braun, blau und grüngelb. Seid geraumer Zeit ist in den Mehradrigen Leitungen wieder ein grauer Draht vorhanden. Sehr zum Leidwesen vieler Elektriker hier in Deutschland. Hatte man doch diese Farbe gegen Ende der 60er Jahre aus Kabeln und Leitungen verbannt.Bei einer 4 adrigen Leitung mit Schutzleiter (grüngelb), ist kein Blauer sondern ein grauer Draht vorhanden. Dieser wird dann vorzugsweise als Nullleiter verwendet. Der grüngelbe Draht ist für nichts anderes als den Schutzleiter zu verwenden.
Vieradrige Zuleitungen sind mir nicht weiter bekannt. Habe vieradrige Leitungen nur Verwendet von Verteilerdose zu Kombi (Steckdose + Schalter). Ansonsten sind mir nur 5-adrige bekannt für Drehstrom.

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------

Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Wie gesagt, ich würde mir an deiner Stelle einen Fachmann holen
Siehe oben.
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Alt 15.02.2012, 00:11   # 8
sn00py603
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Also, ich bin Fachmann und das was du hier so schilderst, kann einfach nicht Fachgerecht sein. Wenn du da eine 4 adrige Aluleitung/Kabel ins Gartenhaus hast, vermutlich 10mm², und dann zwei Adern für Phase L und zwei für den Nullleiter, wo ist denn da der Schutzleiter? Ohne Schutzleiter geht das nicht. Oder hat dir dein Kumpel beim Gartenhaus einen Erder in den Boden geprügelt?
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Alt 15.02.2012, 18:04   # 9
Schachtscheisser
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Halloo mein Bester,

Also, der gute Kollege ist ein Elektriker und er installiert auch Stromleitungen jenseits der 1000V! Also Hausanschlüsse oder Versorgunesleitungen für Betrieb etc. macht er auch hin und wieder.

Ich werde nicht das Leben meiner Familie und mir auf die Waage stellen! Darum ja vom Fachmann verklemmt! Er hatte schon Bauchschmerzen beim Anklemmen, weil ich die Leitungen selbst verlegt habe. Ich wollte eben Geld sparen. Und das verlegen bekomme ich nun wirklich selber sehr gut hin. Im Gartenhaus musste ich halt alle leitungen über den Dachboden zur Verteilung im haus durchziehen. Und der Dachboden war eher ein Spitzboden, wo man nicht mal aufrecht stehen konnte. Alles im liegen! ^^

naja und das wollte ich ihm nicht zumuten! Davor habe ich aber alles mit ihm abgesprochen, wo welche Leitung und wieviel Quadrat! Gerade in der Küche habe ich beispielsweise drei Stromkreise! Und das in einem Gartenhaus! Das habe andere für die gesamte Laube! Dies war notwendig, weil ich eine Kochfläche mit zwei Herdplattem habe, einen Boiler und dann noch eine Steckdosenleiste (dreier Unterputz) für diverse Gerätschaften! Der Boiler zieht ja allein schon einiges an Strom und auch die Herdplatten! Auch für die nebenstehende Werkstatt habe ich extra eine Leitung aus der Verteilung gezogen. 3x2,5 quadrat und 16A.

Das Thema mit der Erdung und dem Nullleiter: Dies ist eine klassische Nullung nach altem Prinzip und sollte Dir als Fachmann bekannt sein!

Und die Leitung (alu) liegt aussen am Haus an! Da ist so ein Metallkasten angebracht, wo die Leitung angeklemmt ist. Dort hat man 2x2 Leitungen angeklemmt. Kommend mit null und Phase. Ab da wurde von mir/ uns eine Kupferleitung 3x6 quadrat ins Hausinnere gelegt. Zuleitung quasi für die Hausverteilung. Ab da wurden dann einzelne Stromkreise aufgesplittet. Die Kupferleitung wurde Phase (braun) zu Phase (die ersten beiden Leitungen der Aluleitung/ vorher ausgemessen!) geklemmt und der Nullleiter und die Erdung wurden auf die beiden anderen Zuleitungen geklemmt.

Realisiert wird ja der FI durch das "Messen" des Fehlerstroms also quasi dem "Unterschied" zwischen Rückstrom (null) und der Phase!

Und er bzw. wir haben auch Tests an den Stromkreisen durchgeführt! Das funktioniert! Ich habe es sogar teilweise als Problem empfunden, da ich ausser der Innenverteilung auch Aussensteckdosen mit aufgeklemmt habe. Diese laufen auch über den FI. Wenn ich aber nun Schwitzwasser in diesen Dosen habe (aufgrund der Witterung), dann fällt da sogar der FI. Ist dann ärgerlich, wenn man im Kühlschrank Essen für das nächste WE noch liegen hatte. :O/

Viele Grüße
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Alt 17.02.2012, 20:54   # 10
sn00py603
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Na ja, die "klassische Nullung" ist heute eigentlich garnicht mehr üblich, deswegen meine Äußerung nicht Fachgerecht. Das mit dem FI (heute RCD)kannst du insofern lösen, das du die Außensteckdosen über einen separaten FI schaltest. Also getrennt von den restlichen Stromkreisen. Dann fällt dir bei schlechtem Wetter auch der Kühlschrank nicht aus. Wegen dem Schwitzwasser in den Außensteckdosen, da musst du mal gucken, ob da nicht so ein kleiner Schniepel ausgebrochen oder abgeschnitten werden kann. Dann hat sich das Problem auch gelöst.
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Alt 17.02.2012, 22:14   # 11
sn00py603
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Wie gesagt, man kann mit dem Leitwert, der Leitungslänge, dem Querschnitt und einem Spannungsabfall von 3% die Belastbarkeit einer Leitung errechnen. Das sollte dein Elektriker mal machen. Dann weißt du auch wie hoch die Leitung im Hausanschlußkasten abgesichert werden darf. Auf keinen Fall genauso hoch, wie die Sicherung in deinem Gartenhaus. Im Anschlußkasten muss die Sicherung mindesten eine Stufe höher ausgelegt sein, als am Endverbraucher.
Könntest du mal ein Bild eistellen, dass ich mir den Querschnitt deiner Aluleitung mal schätzen kann?
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Alt 18.02.2012, 15:12   # 12
Schachtscheisser
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Hallo und danke nochmal.

Ja, sobald das Wetter besser ist, werde ich mich in den Garten begeben und mal ein paar Bilder machen. Dazu werde ich den Weg mal abschreiten und die Entfernung benennen. Auch wenn ich nicht genau weis, wo die damals das Kabel in die Erde gebracht haben. Vorallem damals (DDR-Zeiten) waren sicher in den Schrebergärten nicht alle TGLs befolgt worden. ^^

Schau mer mal. Ich werde Dir aber gern nähere Infos geben.

Im Anhang habe ich mal zwei Bilder getan, wo Du sehen kannst wie es gemeint ist. Innen der Verteiler (hier noch ohne Schienen und Sicherungen) und aussen dieser Hausanschlusskasten. Innen wurde einfach eine Steckdose mit Leitung an der Hauptleitung angeschlossen, um wenigsten erstmal "Baustrom" zuhaben. Hier kann man eventuell die Kupferleitung erkennen. Naja, ist halt nicht besonders gut zusehen. Mache auf jeden Fall noch Bilder.

Gruß schachtscheisser
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Alt 19.02.2012, 17:51   # 13
sn00py603
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Hast du fein gemacht, mit den Bildern. So wie ich das sehe, ist das mindestens 4x4mm². Da kann man dann schon etwas machen. Brauche aber die genaue Länge der Leitung vom Anschlußkasten bis in die Verteilung. Nur abschreiten bringt da garnichts.
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Alt 19.02.2012, 20:47   # 14
Schachtscheisser
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Hallo,

da müsste ich vielleicht mal beim Liegenschaftsamt hier in unserer Stadt fragen. Vielleicht können Dir mir was dazu sagen. Der Garten ist reines Pachtland und gehört der Stadt. Demnach vermute ich mal, das weitere Unterlagen zum Terrain bei denen noch liegen. Werde mich mal dahin gehend kümmern.
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Alt 21.02.2012, 17:58   # 15
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Zitat:
Zitat von Schachtscheisser
Und die Leitung (alu) liegt aussen am Haus an! Da ist so ein Metallkasten angebracht, wo die Leitung angeklemmt ist. Dort hat man 2x2 Leitungen angeklemmt. Kommend mit null und Phase. Ab da wurde von mir/ uns eine Kupferleitung 3x6 quadrat ins Hausinnere gelegt. Zuleitung quasi für die Hausverteilung.
Du hast Kupfer und Alu einfach so verbunden? Grrr.

Lutz

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------

Zitat:
Zitat von sn00py603
Na ja, die "klassische Nullung" ist heute eigentlich garnicht mehr üblich, deswegen meine Äußerung nicht Fachgerecht. Das mit dem FI (heute RCD)kannst du insofern lösen, das du die Außensteckdosen über einen separaten FI schaltest.

KN und RCD schliessen sich aus. Das geht gar nicht.

Lutz

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------

Zitat:
Zitat von Schachtscheisser
Im Anhang habe ich mal zwei Bilder getan, wo Du sehen kannst wie es gemeint ist.
So weit ich das erkennen kann geht das aussen überhaupt nicht, die Einführung ist eine Katastrophe…

Lutz

---------- Doppelpost zusammengeführt ----------

Zitat:
Zitat von sn00py603
Hast du fein gemacht, mit den Bildern. So wie ich das sehe, ist das mindestens 4x4mm².
Wo? Alu? Alu ist nicht gleich Kupfer.

Lutz
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Alt 21.02.2012, 19:05   # 16
sn00py603
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Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
KN und RCD schliessen sich aus. Das geht gar nicht.
Schließen sich nicht aus, wenn du, soweit ich das verstanden habe, den PEN-Leiter dann wieder aufteilst in PE und N-Leiter. Wird doch heute immernoch gemacht, wenn eine 4-Adrige Zuleitung gezogen wird und du 3 Phasen und nen PEN hast.





Zitat:
Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
Wo? Alu? Alu ist nicht gleich Kupfer.

Lutz
Dass Alu nicht gleich Kupfer ist, brauchst du niemandem zu erklären, deswegen habe ich ja nach genaueren Angaben gefragt. Dass man Alu und Kupfer nicht direkt zusammen klemmt, sollte sein Elektriker ja wissen. Jedenfalls gehe ich davon aus.
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Alt 21.02.2012, 19:55   # 17
Schachtscheisser
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Also ich weis nicht was das für ein Post sein soll, aber nur Zitate kommentieren nützt mir garnichts! Besser wären Infos oder gar Entscheidungshilfen zugeben.

Wie schon oben geschrieben steht, wird der Nullleiter und die Erdung getrennt. Und das ist meines Wissens immer noch die übliche Vorgehensweise! Mein Großvater war Elektromeister und ich habe einiges von ihm gelernt. Doch auch in meinem Gartenhäuschen habe ich nichts dem Zufall überlassen. Deswegen auch ein guter Bekannter, der vom Fach ist.

Und das Alu nicht auf Kupfer enden kann, halte ich für sehr weit hergeholt. Sicher haben die beiden Materialien verschiedene Leitfähigkeiten. Dies wird/ kann aber mit entsprechender Wahl des Leitungsquerschnitts "aufgehoben"/ angepasst werden. Viele Erdkabel sind heute noch aus ALU, da Kupfer eben auch sehr teuer ist. Alu hat nur die etwas prikäre Eigenschaft, zu fliessen. Das ist aber fast nicht spürbar. Aber gerade bei Schraubklemmen, sollte nach einigen Jahren auch eine Überprüfung auf richtigen Sitz vorgenommen werden.

Zurück zum Thema: Wie man etwas auf den Bildern erkennen kann, wurde der Querschnitt des Kupferkabels im Verhältnis zum Alukabel kleiner gewählt. Auch ist das ALUkabel zwar 4-adrig, aber letzlich nur Phase und Null (jeweils 2 Adern). Erst ab dem Hausanschluss aussen, wurde der Nullleiter und die Erdung gesplittet. IM Verteiler ist dann der FI vor allen Stromkreisen.

Der FI-Schalter wird in meinem Fall keineswegs ausgeschlossen. Denn er prüft im "geschlossenen" Stromkreis den Fehlerstrom.

Sorry, für die vielleicht etwas laienhafte Darlegung. Aber so konnte ich das jetzt nicht stehen lassen.

Danke auch an sn00py603!
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Alt 25.02.2012, 21:11   # 18
sn00py603
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Zitat:
Zitat von Schachtscheisser Beitrag anzeigen

Danke auch an sn00py603!
Nicht der Rede wert. Aber du musst auch verstehen, dass es schwierig ist, einem Laien die fachliche Situation zu erklären.

Jetzt mal zu dem Problem Kupfer und Alu. Es ist in der Tat so, dass man Kupfer und Alu nicht direkt miteinander verbinden kann. Sollte dein Fachmann aber wissen. Dafür gibt es spezielle Verbindungshülsen, sogenannte Cupalhülsen oder klemmen, die auf der einen Seite aus Alu und auf der anderen Seite aus Kupfer sind. Denn nach der chemischen Spannungsreihe lösen sich Kupfer und Alu gegenseitg auf. Deswegen der Kommentar von @elo22, weil man das nicht so einfach macht. Für Installationsklemmen, gibt es eine Paste, die für Aluleiter in die Klemme gepresst wird.
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Alt 27.02.2012, 12:48   # 19
Schachtscheisser
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Ja, das ist mir bekannt! Die Leitungen wurden auch nicht direkt verbunden, wie vielleicht per Lüsterklemme oder ähnliches. Sie wurden aber schon parallel auf Stromschienen geklemmt. Meines Wissens sind die wohl aus Messing. Oder? Egal, sie wurden aber nicht direkt verbunden!
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Alt 29.04.2012, 21:11   # 20
Schachtscheisser
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So wie versprochen ein paar detailierte Bilder zur Situation.

Bilder vom Verteilerkasten Selbst habe ich nicht gemacht, da dort alles nach den geltenden Richtlinien angeschlossen wurde. Von oben wurde das neue 4-adrige Kupferkabel eingeführt. Von unten liegt das alte Erdkabel 4-adrig aus Alu an. Wie man sehen kann wurden zwei Adern zusammen geschlossen. In dem Falle der Leiter. Entgegen dem gelben Sicherungsring in der linken Halterung ist eine 16A Sicherung im Einsatz. Wurde von mir wegen Fotos entfernt, da darüber eine Abdeckung noch sitzt. Diese Sicherung fiel noch nicht einmal! Dafür eben die andere Am Hauptverteiler an der Strasse. Wie oben beschrieben.^^
Angehängte Grafiken
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Alt 02.08.2014, 06:36 # --
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