Guten Tag, hiermit möchte ich mich in die lange Liste der Beschwerdeführer gegen Vertriebsmethoden der DTAG einreihen und wissen, wer noch solche Erfahrungen gemacht hat.
Als langjähriger (sehr lange!) Telekom-Kunde hatten wir einen Anschluß ohne Vertragsbindung. Das heißt, wir wollten weder wechseln noch was ändern, und waren wie gesagt schon ewig bei der Telekom. Eigentlich alles bestens.
Bis 2006.
Von Anfang 2007 bis Sommer 2007 wurden wir unablässig von Telekom Call Centern telefonisch belästigt.
Auch massive Drohungen hielten diese Call Center nicht davon ab, uns telefonisch immer wieder zu "bearbeiten". Wir brauchten nichts neues und einen neuen 24 Monatsvertrag schon mal gar nicht. Wir wollten einfach in Ruhe gelassen werden. Die machten den Telefonterror ständig weiter.
Bis es schließlich im Juni 2007 einem besonders rhetorisch geschulten Mitarbeiter tatsächlich gelang, daß telefonisch einem Tarifwechsel zugestimmt wurde (Mehr oder weniger, eigentlich hat er sich den Auftrag selber zugesprochen und unseren Akzept einfach unterstellt. Dreist, einfach frech).
Pikant an der Sache ist, daß nicht der Anschluß-Inhaber selber am Telefon war, sondern der Lebenspartner!
Es wurde telefonisch versprochen, alles sei Flatrate, Internet und Telefon inklusive. Alles perfekt geeignet für unseren "Bedarf".
Es erfolgte sodann auch schleunigst eine Auftragsbestätigung.
Naja dachten wir, endlich Schluß mit den Terrorisierungen am Telefon.

Die AuftragsBEARBEITUNG jedoch ließ mehr als 2 Monate auf sich warten. In der Zwischenzeit haben wir dann den bisherigen Internetzugang (das war eine uralte T-Online Kennung ohne irgendwelche Volumina oder Zeiten, und ohne irgendeine physikalische Anschlußzuordnung) auf den neuen Tarif Call&Surf umgestellt, War ja als Flatrate verkauft worden...
Dann kam mit einer Latenz von 3 Monaten nach Tarifwechsel eine Rechnung mit Nachzahlung für Internetnutzung in Höhe von 214 Euro, weil nach diesem Tarif eine Volumengebühr berechnet wurde.

Telefonische Nachfragen ergaben, daß der Tarif Call&Surf abgeschlossen wurde, es sei jedoch inzwischen ein Tarif Call&Surf"2" im Angebot, bei dem keine Volumenbegrenzung bestehe. Bei ansonsten gleichem Leistungsumfang und gleicher Gebühr! Wir waren sprachlos.

Das gibt es
DENSELBEN Tarif in 2 Versionen: ohne und mit Volumenbegrenzung, und man hat uns natürlich den mit Volumenbegrenzung aufgebrummt. Für 24 Monate.
Aufgrund meines Beschwerdeschreibens vom August 2007 schickte die Telekom uns dann im September 2007 eine Gutschrift in Höhe von 25,- Euro und der Tarif wurde auf Call&Surf"2" umgestellt.
Fazit: Telekom hat uns eine 24-monatige Vertragsbindung aufgebrummt und das beste: Die monatlichen Gebühren sind um ca. 100% mehr als vorher!
Darauf hin habe ich gekündigt und den DSL bei einem anderen Anbieter angeschlossen. Für die Portierung der Telefonnummern
beharrte die Telekom auf der Kündigungsfrist bis September 2009.
Man beachte
SEPTEMBER 2009, weil ja erst im September 2007 auf Call&Surf"2" umgestellt wurde und die von da an einfach die 24 Monate neu rechnen.
Dann habe ich 2 lange Jahre lang Call&Surf"2" bezahlt und den DSL garnicht benutzt. Muß noch dazusagen, daß ich mit dem neuen Anbieter QSC (separate Hauseinführung, also quasi eigene 2. Leitung) sehr zufrieden bin. Hohe Performance, hohe Bandbreite, perfekter Service

Aufgrund der Tatsache, daß
1. die telefonischen Belästigungen vom Frühjahr 2007 als äußerst grenzwertig anzusehen sind
2. dieser Call&Surf Doppeltarif Trick zur Gebührengenerierung genutzt wurde und 25 Euro Schweigegeld reichlich läppisch sind
3. nachweislich eine Falschberatung erfolgte
habe ich mich entschieden, die Telekom posthum auf Wandlung zu verklagen.
Da ich mit einer Nichtzahlung während des 24 Monats-Knebels eine Anschußsperrung provoziert hätte, habe ich erstmal brav weitergezahlt (auch für nichtgenutztes DSL), um die 24 Monate "abzusitzen".
Nun aber ist alles portiert und umgeschaltet. Die Telekom hat keine Abschalt- bzw. Sperr-Macht mehr über uns.
Jetzt kann ich schadlos klagen.
Meine Frage hier im Forum:
Wer hat ähnliches erlebt oder auch noch eine "Abrechnung" mit der Telekom offen" ? Wer hat mit der Telekom noch ein Hühnchen zu rupfen? Ich biete die Möglichkeit einer Sammelklage. Unser Anwalt sammelt derzeit gleiche Fälle.
Wie beschrieben, es geht
1. um Call Center Belästigungen im Auftrag der DTAG (hauptsächlich im Zeitraum 2006/2007)
2. Falschberatung Tarifierung Call&Surf
3. Unberechtigter Vertragserfüllungsanspruch der DTAG mit dem Druckmittel der Anschlußsperre.
Grüße
DDF