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| Gastposter | Hi, mein Bruder hatte von Dezember 2005 bis Juni 2009 das gleiche Problem: Der Router (egal welcher) synchronisiert nur langsam, d.h. er startet die Synchronisation über Stunden wieder und wieder. Hat er dann einmal synchronisiert, bricht die Verbindung irgendwann wieder ab. Der Telekom-Techniker kam ein paar Mal zu Besuch und ging unverrichteter Dinge wieder. "Mit der Leitung ist alles in Ordnung". Der Provider (Freenet) begrenzte dann die Bandbreite auf 1 Mbit/s. Half nicht wirklich. Vor einer Woche überprüfte ich seine Telefondose. Ich vermutete oxidierte Kontakte oder gerissene Lötstellen. Beim Ausbau der TAE (TelefonAnschlussEinheit) bemerkte ich dann aber, dass die Telekom bei Inbetriebnahme vor vielen Jahren (1993) einen sogenannten Überspannungsschutz einbaute - ein kleines, schwarzes Plastikteil, das an die Klemmen 1,2 und 6 der TAE angeschlossen ist. Im Gehäuse befindet sich eine Zenerdiode, die mit einem Widerstand in Reihe geschaltet ist. Dieser primitive Überspannungsschutz führt in Verbindung mit DSL zu Störungen und muss entfernt werden. Hierzu einfach mit einem kleinen Schraubendreher die Klemmen 1, 2, 6 lösen, Bauteil abziehen und Schrauben wieder anziehen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Drähte an den Klemmen 1 und 2 bis zum Anschlag gesteckt werden. Bei dieser Gelegenheit könnte man, falls die TAE schon etwas betagt wirkt, diese gleich Tauschen. In den meisten fällen ist dies die Lösung des Problems. *** für Perfektionisten *** Weil der Trend Richtung entkoppeltem DSL-Anschluss geht, das ist ein DSL Anschluss, der keinen Splitter benötigt, da auch Telefonie übers Internet stattfindet (VoIP), ist an dieser Stelle zu überlegen, ob statt der altmodischen TAE nicht besser eine 8-polige Netzwerkdose (UAE - UniversalAnschlussEinheit) gesetzt werden sollte. Denn in N-F-N kodierten TAEs (drei Buchsen) befinden sich an den Kontakten 1,2 + 5,6 kleine Schalter, bei denen es durch Alterungsprozesse zu ungewollten Unterbrechungen oder Wackelkontakten kommen kann. Bei Netzwerkdosen fällt diese Fehlerquelle aus. Bei vielen Routern wird die DSL-Leitung am Modem über einen so genannten RJ45-Stecker (8-poliger Westernstecker) angeschlossen. Hier werden die beiden mittleren Pins (4,5) belegt und sind genau so auch in der Netzwerkdose zu verdrahten. Einige Routerhersteller machen bei der Pinbelegung eine Ausnahme und verwendet die Pins 1,2 bzw. 1,8. In diesen Fällen belegen wir in der Netzwerkdose die entsprechenden Pins. Oft lässt sich die Pinbelegung im Handbuch nachschlagen oder ist einfach bei Betrachten des Anschlusssteckers zum Router festzustellen. |
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| Registriert seit: 25.07.2010
Beiträge: 1
| Muss dann auch mal etwas Leiche schänden, denn was andi.h schrieb, sollte man nicht so stehen lassen. Bei dem "kleinen schwarzen Plastikteil" handelt es sich nicht etwa um einen Überspannungsschutz sondern um den sogenannten PPA, den passiven Prüfabschluss des Netzbetreibers. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass dieses Teil direkt für eine Störung verantwortlich ist, nicht mal im Falle eines Defekts. Eher tippe ich auf eine schlechtere Kontaktgabe, da die Anschlussbeinchen des PPA unter den selben Klemmen stecken, wie die Adern der Amtsleitung. Übrigens ist der PPA in annähernd moderne TAE-Dosen integriert (damit sind Netzabschlussdosen der Netzbetreiber gemeint und kein Baumarkt-Sondermüll) und somit nicht mehr ohne Weiteres entfernbar - wozu auch? Nachdem bei mir nach 4 Jahren plötzlich ein bis dato reibungslos laufendes DSL ausfiel, brachte es sofortige Abhilfe, bei allen festverlegten Kabeln die Adern neu abzusetzen und aufzulegen sowie die fliegenden Leitungen auszutauschen. |
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