ogg. Das beste Format ?

Alt 17.01.2008, 18:02   # 1
geldmann3
 
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Ich habe heute eine WMA Datei die ursprünglich 5,8 Mb gemessen hat ( 192Kb/s)
mithilfe von den MediaCoder in eine ogg Datei umgewandelt (16Kb/s). Diese ist nun nur noch 1.34 MB groß. Allerdings kann ich kein Unterschied zum Original hören. Bei WMA erkenne ich schon bei weniger als 128KB/s einen leicht Dumfpen Klang. Nun frage ich mich, welche nacheile dieses Format hat. Ansonsten würde ich meine ganzen Musikstücke zukünftig als OGG speichern.

Finde ich krass, denn bei einer WMA oder MP3 gleicher Größe hört sich das ganze verdammt kacke an.

Was habt ihr für Erfahrungen mit ogg gemacht ?

(Das ist das erste mal das ich Erfahrungen mir diesen Format gemacht habe vielleicht irre ich mich ja irgendwie...)
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Alt 18.01.2008, 07:38   # 2
tripleM
 
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Sehr interessant ist der wikipedia Artikel zu Vorbis, dort steht u.a.:
"2005 veröffentlichte Microsoft eine Lizenz für das damals neue DRM-System Janus, in dem Hardwareherstellern die Unterstützung alternativer Audioformate wie Vorbis untersagt wurde. Dieser Bedingung wurde aber im Oktober 2005 durch Richterin Colleen Kollar-Kotelly widersprochen."

Ogg Vorbis hat auf jeden Fall einiges an Potential. Der Encoder arbeitet anders als mp3 und erzeugt auch bei sehr niedrigen Bitraten noch ein brauchbares Abbild der Originalaufnahme. Anders als bei MP3, wo man im niedrigen kbps Bereich dumpfen Klang und störende Klangartefakte (hört man häufig als klirren, rauschen oder "wabern") hat, sind beim moderneren Ogg Vorbis Encoder auch bei einer Datei mit niedrigster Bitrate noch keine Verzerrungen oder Rauschen hörbar.

Man muss beim vergleich einer ogg mit der Originalquelle auf andere Dinge achten als bei mp3. Früher beim mp3 probehören achtete ich meistens auf die Snares und Hi-hats (Schlagzeug). Bei Ogg muss man wesentlich besser hinhören und auf andere Dinge achten, meinem empfinden nach hören sie sich bei Q niedriger als 3 irgendwie weichgespült an. Wie das Original klingt es für mich erst ab Q4, was etwa ~112 kbps entspricht. Allerdings kann es sein dass der Encoder mittlerweile wieter verbessert wurde, als ich das letzte mal probehören gemacht habe, war der encoder bei V 1.1

Ich denke, aufgrund dieser Eigenschaften ist Ogg Vorbis das ideale Format für Webradios, denn die klingen mit den etablierten Formaten meistens furchtbar. Vorbis, so heißt der encoder eigentlich (Ogg ist der Container, Ogg <-> Vorbis ist wie Avi <-> Xvid), nutzt auschließlich VBR (variable Bitrate).
Leider sind Ogg Dateien noch nicht sehr verbreitet, daher können auch die wenigsten Player etwas damit anfangen, obwohl die Implementierung eines Decoders sogar ohne Lizenzgebühr möglich ist. Allerdings gibt es schon Geräte die sowohl Vorbis als auch Flac abspielen können, und ich hoffe der Trend geht in diese Richtung weiter.

Ich selber hatte vor längerem auf Ogg umgestellt, bin mittlerweile aber leider aus Kompatibilitätsgründen (mp3 Stick, Handy) wieder bei mp3. Wenn Ogg allerdings endlich mal breite Hardwareunterstützung hat bin ich sofort wieder dabei.
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Alt 18.01.2008, 17:12   # 3
geldmann3
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Vielen Dank, tripleM dein Beitrag hat mir sehr weiter geholfen.

Falls jemanden noch etwas wichtiges ein fällt was ich über ogg wissen sollte bitte posten. Die Qualität bei diesem Format ist für mich schon etwas zu klar um wahr zu sein, sollte ich in naher Zukunft nicht doch irgendeinen großen Nachteil an Vorbis entdecken werde ich wohl früher oder später auf dieses Format umsteigen...

Ist Vorbis in hohen Bitraten eigentlich auch MP3 und WMA derart überlegen oder gilt das eher nur für niedrige ?
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Alt 22.01.2008, 05:38   # 4
tripleM
 
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ganz früher noch, als ich auf ogg gestoßen bin (etwa 2002) hieß es, es sei nur für niedrige bitraten zu empfehlen und für "archivqualität" wäre weiterhin der mp3 codec lame 3.90.3 erste Wahl (mit --alt-preset standard) . Das war aber Damals, seither hat sich Ogg Vorbis enorm weiterentwickelt und wurde zunächst mit dem gt2, vor allem aber durch die aoTuV-Releases ein ernster Konkurrent für mp3, auch bei höherer Qualität. Heute heißt es, spätestens mit Q6 (~ 190 kbps) sei Ogg Vorbis überlegen gegenüber lame 3.97 mp3 mit -V 2 --vbr-new (~210 kbps).
Ich allerdings muss zugeben, dass ich selbst mit Q5 sehr zufrieden bin, und auch bei Q4 nur in Ausnahmefällen Abweichungen feststellen kann. Es spielt nämlich auch die Art der Musik die man codiert eine Rolle, so ist beispielsweise elektronische Musik wie Techno und Trance oder aber auch Hip-Hop weniger problematisch wie große (klassische) Orchester oder Punk und Thrashmetal. Letztgenannten sind immer ein Härtefall für die Encoder, weswegen ich da sicherheitshalber ein wenig nach oben gehe mit der Qualität.

mehr zum Thema Audioformate und Qualität findest du vielleicht bei AudioHQ -> Audioformate, Encoder und Einstellungen
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Alt 07.02.2008, 11:25   # 5
geldmann3
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Ich speichere meine Musik seit über einer Woche im OGG Format und bin damit rundum zufrieden.

Das wollte ich nur mal so als ersten kleinen Erfahrungsbericht schreiben
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Alt 27.05.2012, 05:15 # --
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