Welcher Audio-Codec ist der beste - 2007

Alt 12.10.2007, 09:03   # 1
_THE_ONE_
 
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Beiträge: 2
Hi!

Hab im Forum schon herumgestöbert aber keine passende Antwort auf meine Frage gefunden. Gibt es sowas wie "State of the Art" Liste im Internet, oder weiß von euch einer bescheid?
Um immer informiert zu sein was der derzeit beste Codec am Markt ist. Gibt es vielleicht irgendwo Vergleiche damit ich mir selber ansehen kann was derzeit das Beste ist.
Habe hier (Artikel 2005): http://www.netzwelt.de/forum/audiofo...ight=mp3+codec gelesen das OGG die Zukunft sein könnte, bis heute habe ich, was natürlich nichts heißen mag, noch nichts davon mitbekommen, obwohl ich Informatik Student bin, was aber auch nichts heißen mag.
Hab ja nichtmal gewusst dass es den gibt, vielleicht mal gehört. Aber sicher hat sich das Wort, bis heute zumindest, nicht in meinem Kopf verankert. Denkt man 2007 noch immer so darüber, wird OGG beliebter, verbreiteter?
Unterstützen dieses Format die heutigen MP3 Player - Schon alleine das man MP3 Player sagt und nicht OGG Vorbis Player oder AAC PLayer sagt einiges aus, oder? Dieser Ausdruck (MP3 Player) wird auch sicher noch in 10Jahren verwendet werden.

Habe das auch gelesen (Feb 2007): http://www.netzwelt.de/forum/audiofo...umsteigen.html, sagt auch nicht wirklich viel aus, außer vielleicht das sich noch nix geändert hat seit 2005. Könnte doch AAC der Nachfolger von MP3 werden??

Hab gesehen (hier im Forum gefunden) das mal ein paar Freaks einen Vergleich zwischen verschiedenen AudioCodecs gemacht haben, nur leider gibt es denn link nicht mehr, und außerdem ist dieser Test aus dem Jahr 2004 was ja eigentlich eh nicht mehr recht aussagekräftig ist.

Hab mal von FLAC gehört, ist Verlustfreie Audiokomprimierungen. Nur glaube ich dass dieses Format noch nicht recht weit verbreitet sein dürfte.
Derzeit, eigentlich schon seit langem, verwende ich für die Audioarchivierung:
folgendes:

attachment

Soll ich mit dem so weitermachen, soll ich was umstellen, oder soll ich gar einen anderen besseren (bezogen auf die Qualität) Codec verwenden.

MFG _THE_ONE_
Angehängte Grafiken
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Alt 12.10.2007, 09:47   # 2
Blindenhund
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Hallo One!

Aus meiner Sicht sind deine Codier-Einstellungen sehr gut. Die neusten Lame-Versionen holen wohl schon so gut wie das Maximum aus dem MP3-Format heraus.

Aber das Format an sich hat doch einige spezifische Nachteile (z.B. nur max 320kbit).
MP3 ist das meistverbreitete Format und hat sich sehr weit durchgesetzt, bis hin zu Autoradios und DVD-Playern mit MP3-Funktion usw. - alles Dinge, die MP3 sehr alltagstauglich machen.
Deshalb hat jedes andere Format es zunächst schwer, weil die Infrastruktur fehlt.

Von der Qualität her finde ich mit Lame kodiertes MP3 mit >200kbit schon prima. So gut, dass ich zugeben muss, persönlich keinen echten Unterschied zu Lossless-Formaten zu hören. Mit anderen MP3-Codecs oder AAC/WMA... sieht das anders aus. Und da Platz doch irgendwie eine Rolle spielt, sind mir 350MB pro Album dann doch zu viel.

Viel wichtiger ist meiner Meinung nach das Gesamtpaket. Es gibt ja Leute, die schwören auf unkomprimiertes PCM, hören dann aber über den onboard-Soundchip und ein 29,99€-Boxenset Musik .
Ich denke, in der Praxis nutzen die meisten die komprimierte Musik so, dass es keinen Unterschied zwischen MP3 oder FLAC gäbe. Viele MP3-Player klingen gar nicht gut genug, um die Unterschiede herauszustellen. Oder es liegt an den Kopfhörern/Lautsprechern...

Die offenen, freien Formate sind aber noch aus einem ganz anderen Grund schon interessant. Denn sie garantieren, dass es auch in Zukunft keine Probleme mit Lizenzen und Patenten (und den dazugehörigen Gebühren) geben wird. Das ist ein enormer Vorteil, auch wenn der Endverbraucher zunächst nicht so viel davon merkt. Das spricht für Vorbis und FLAC.

Kurz gesagt: ich halte Lame-MP3 für den besten Komprimiss zwischen Qualität, Platz und vor allem Kompatibilität.
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Alt 12.12.2007, 17:01   # 3
geldmann3
 
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Im Moment ist die am meisten verbreitete Audioform WMA. Schlicht weil eben Microsoft auf den PC Bereich herrscht und die Bordmittel des Betriebssystems entsprechend ausgestattet sind z.b Windows Media Encoder ETC. Dicht dahinter folgt MP3 welches wenn man wenn man unparteiisch ist wohl als das Format mit dem größten Zukunftspotenzial sehen kann, man denke an Mp3pro welches bei halber bitrate dieselbe Qualitat wie MP3 liefert ausserdem ist MP3 mit Abstand mit den meisten Playern kompatibel.
Weitere Formate Infos: MP3 Pro
An dritter Stelle befindet sich momenthan AAC
wohl auch weil sich Diverse Anbieter like--- I Tunes Musik Store---
welche den Markt beherrschen auf ihr Format verschossen haben und nur dieses zum Download anbieten. Zu Vorbis und FLAC würde ich sagen das diese Formate durchaus sehr große Zukunftsaussichten haben, allerdings müssen sich diese erst einmal massenkompatibel machen bevor sie mitreden können. Ich selbst stehe schon lange in Konflikt mit mir ob ich zukünftig nicht meine Musik in einen von diesen Formaten speichern soll weil es durchaus Qualität und platzsparend wäre. Jedoch habe ich beschlossen auch in Zukunft meine Musik noch im WMA Format zu speichern weil meine Musik im aktuellen Zustand noch lange lauffähig sein soll. Laut Microsoft hat WMA bei 64kilobits pro Sekunde schon CD Qualität (Lach glaubt doch keiner mehr vielleicht Schallplattenqualität Lach)
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Alt 12.12.2007, 22:04   # 4
FreewareGuide
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Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
Im Moment ist die am meisten verbreitete Audioform WMA.
Geht das schon wieder los (wie hier), woher nimmst Du diese Info? Was verstehst Du unter "meisten verbreitet"? Hast Du mal eine passende Statistik parat? Was die Nutzung angeht, da gehe ich doch mal stark davon aus, dass MP3 immer noch die Oberhand hat, aber nein, ich habe keine Statistik zur Hand. Trotzdem, solange Du das nicht belegst (und daran scheiterst Du ja öfter, bei angeblichen Malware-Schleudern und bei Klimakatastrophen-Verschwörung, wo Du Dich verpisst hast, als es konkret werden sollte), so lange glaube ich Dir kein Wort mehr.
Zitat:
man denke an Mp3pro welches bei halber bitrate dieselbe Qualitat wie MP3 liefert
Wie in oben verlinktem Thema bezüglich Deiner WMA/MP3-Thesen schon mal gesagt hängt das stark von der Qualitätseinstellung ab. MP3pro spielt seine Stärken nur in eher geringen Bitraten aus, und spart eher nur 35%, die gleiche Qualität bei halber Bitrate ist wohl eher eine Mär. Siehe Wikipedia.

Ciao,
Thorsten
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Alt 13.12.2007, 05:51   # 5
geldmann3
 
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Eine entsprechende Statistik befindet sich in der PC Praxis 12/2007. Diese beruht auf der Anzahl der Downloadmöglichkeiten im Netz. Und diese ist so wie es mich auch gewundert hat WMA. Wieviel WMAs sich im Moment auf HOME PCs befinden kann ich wirklich nicht sagen allerdings ist das Angebot als WMA am größten.
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Alt 13.12.2007, 06:33   # 6
FreewareGuide
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Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
Eine entsprechende Statistik befindet sich in der PC Praxis 12/2007. Diese beruht auf der Anzahl der Downloadmöglichkeiten im Netz. Und diese ist so wie es mich auch gewundert hat WMA. Wieviel WMAs sich im Moment auf HOME PCs befinden kann ich wirklich nicht sagen allerdings ist das Angebot als WMA am größten.
Etwas mehr konkrete Info wäre trotzdem nicht schlecht, nur deswegen werde ich ein Käseblatt wie die "PC Praxis" bestimmt nicht kaufen. Was heißt "Downloadmöglichkeiten"? Legale, außerhalb von Tauschbörsen? Dann wundert mich das wenig, da setzt sich MP3 erst ganz langsam durch, weil sich darin kein Kopierschutz/DRM integrieren lässt, in WMA und so schon. Da gibt es dann nur wenige Kandidaten, WMA (Musicload, Napster etc.), für iTunes AAC und quasi bedeutungslos noch RealMusic und Sonys ATRAC3 (der Onlineshop Connect wird Anfang nächsten Jahres eingestellt). MP3 kann höchstens mit Wasserzeichen versehen werden, d.h. frei kopierbar, aber man kann zur Not irgendwann feststellen, wer es war der es illegalerweise weiterverbreitet hat. Das wird mehr werden, z.B. akuma (die Schwester der Netzwelt) wird seinen Katalog in Kürze immens aufstocken mit Major-Musik.

Verbreitung, und das ist, was Du behauptet hast, hängt für mich aber nicht an Kaufmöglichkeiten sondern an realer Nutzung. Wie die Musik bei den Leuten daheim auf der Festplatte liegt. Wie die Leute ihre MP3-Player füttern (da ist schon der Name Synonym, auch wenn viele inzwischen auch andere Formate zusätzlich spielen - wobei grade da die DRM-Probleme dann auftauchen). Und genau dazu kannst Du nichts sagen, erklärst Du jetzt. Warum wohl gibt es Produkte, die Kaufmusik in MP3 umzuwandeln versuchen? Wie heißt es so schön: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast".

Grüße,
Thorsten
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Alt 26.12.2007, 12:30   # 7
Zoli
 
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Beiträge: 3
Meiner Ansicht nach ist MP3 sowohl für die Archivierung als auch für das Anhören von "High-End-Musikstücken" (z.B. Klassik) völlig ungeeignet. Dennoch, wenn Du die Stereo-Information in Deinen MP3's besser erhalten willst, nimm lieber die Einstellung "Stereo" anstatt "Joint Stereo", letzterer ist nur "gefühltes Stereo", und somit schlechter.

Das von mir verwendete Format ist OGG Vorbis ebenfalls mit VBR.

OGG klingt im Vergleich zu MP3 um Welten dynamischer, und "verschleißt" die Höhen nicht, wie es MP3 jedoch selbst bei 256kbit oder VBR tut, auch bei bester Qualitätseinstellung. OGG kann bei richtiger Einstellung (=VBR-Qualitätstufe ab 6) fast schon mit CDs mithalten. Es sei jedoch angemerkt, daß selbst OGG ein sogenanntes "psychoakustisches Modell" zum Komprimieren von Audiodaten verwendet, genau wie MP3 auch, bloß ist das Modell bei OGG eben besser. Das soll bedeuten, daß das Encoding selbst bei OGG etwas verlustbehaftet ist, der Verlust jedoch im Vergleich zu MP3 nur noch extrem schwer herauszuhören wenn nicht sogar nur mit einem Spektrumanalyzer feststellbar ist.

Ein Kumpel und ich haben auch mal mit HE-AAC (NICHT einfaches AAC, ohne "HE") experimentiert, und es mit OGG Vorbis verglichen. Als Format für Audiospuren bei Video-Dateien eignet sich AAC besser, vor Allem, weil dieser Raumklang, wie z.B. 5.1 kann. Außerdem komprimiert HE-AAC viel stärker.

Grüße

Zoli
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Alt 18.01.2008, 08:15   # 8
tripleM
 
Registriert seit: 30.07.2003
Beiträge: 89
Zitat:
Zitat von Zoli Beitrag anzeigen
(...)wenn Du die Stereo-Information in Deinen MP3's besser erhalten willst, nimm lieber die Einstellung "Stereo" anstatt "Joint Stereo", letzterer ist nur "gefühltes Stereo", und somit schlechter.
grundsätzlich: BLÖDSINN!

Faktisch gibt es zwei Techniken für Joint Stereo (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Joint_stereo):

Mid/Side Stereo
Diese Verfahren arbeitet völlig verlustfrei und wird von Lame, OGG Vorbis und sogar von FLAC (Free LOSSLESS Audio Codec) verwendet.

Intensity Stereo
Diese verfahren wurde von älteren Codecs (Xing, Fhg/Radium) bei niedrigen Bitraten (128 und niedriger) verwendet, hierbei gingen Informationen verloren; heutige Encoder verwenden diese Technik aber nichtmehr! Beim Fraunhofer /Radium konnte man in der Systemsteuerung das gewünschte Verfahren je Bitrate sogar einstellen.

Zitat aus Wikipedia:
"Vor allem in der Anfangszeit dieser Komprimierungstechnik wurde von sehr vielen Verfechtern „puren“ Stereos argumentiert, Joint Stereo zerstöre das Stereogefühl und beeinträchtige so das Hörerlebnis.
Oft wurden jedoch bei solchen Argumentationen Intensity Stereo und MS Stereo in einen Topf geworfen, was teilweise auf der unglücklichen Vereinigung der beiden Techniken unter einem Namen beruht haben dürfte.

Mittlerweile scheint die Anzahl der strikten Ablehner des Algorithmus aber rückläufig; dieses ist auch auf geschicktere Implementierungen in modernen Audiocodecs zurückzuführen. Vor allem in verlustfreien Algorithmen und bei niedrigeren Datenraten ist die Technik praktisch etabliert.
Dennoch werden die meisten Encoder dem Nutzer auch in Zukunft die Wahl zwischen Stereo und Joint-Stereo ermöglichen – denn teilweise ist noch Skepsis gegenüber „vereintem“ Stereo vorhanden.
"

Im Klartext: wer mit "Stereo" oder auch "Simple Stereo" komprimiert, verpulvert unnötig die Kapazität der Bitrate und erhält im Ergebnis eine schlechter klingende mp3, als es eigentlich nötig wäre

Zitat:
Zitat von Zoli Beitrag anzeigen
Ein Kumpel und ich haben auch mal mit HE-AAC (NICHT einfaches AAC, ohne "HE") experimentiert, und es mit OGG Vorbis verglichen. Als Format für Audiospuren bei Video-Dateien eignet sich AAC besser, vor Allem, weil dieser Raumklang, wie z.B. 5.1 kann. außerdem komprimiert HE-AAC viel stärker.
Das AAC HE-Profile (High Efficiency) ist sowas wie mp3 pro, also nur für niedrigste Bitraten (unter 96) gedacht, um hier noch ein bisserl Klang rauszuholen. Dabei werden hohe Frequenzen ausgefiltert und später beim abspielen wieder hinzugerechnet, was natürlich zur Verfälschung der Audioinformation gegenüber dem Original führt. Für höhere Bitraten ist das LC-Profile (Low Complexity) gedacht, da hier keine Hochfrequenzen kastriert werden.
Ogg kann 5.1 genauso, allerdings wir Vorbis nicht vom AVI Format unterstützt, von MKV und OGM (ist ja die Hausmarke) schon.
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Alt 27.05.2012, 05:12 # --
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