Alt 15.02.2010, 16:27   # 1
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Alternative Zugangstechniken im Überblick

Viele Haushalte in Deutschland surfen noch immer mit dem Traktor auf der Datenautobahn. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche DSL-Alternativen, um die Breitband-Lücken zu schließen. Welche Lösung in Frage kommt, hängt vom jeweiligen Wohnort ab.
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Diskussion zu: Breitband: Ohne DSL auf die Datenautobahn
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Alt 15.02.2010, 21:38   # 2
Gelbsucht
 
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Gute Auflistung, übrigens bietet sich vereinzelt auch SDSL (G.SHDSL) an. Es gibt bundesweit viele Projekte, in denen kleinere Käffer an schnelles Internet angebunden wurden bzw noch werden. Im Westen als auch im Osten der Republik herrscht an vielen Flecken Nachholbedarf.

Ich wohne zwischen Rhein-Main und Rhein-Neckar, genauer: Im lautertal gleich hinter Bensheim an der Bergstraße. Hier ist es teils verheerend. Die nächsten beiden HvTs sind in Gadernheim und Bensheim. Ich wohne genau dazwischen in Reichenbach. In der oberen Hälfte Richtung Lautern. Die Situation mit klassischem DSL ist total komplex: Während in Gadernheim fast überall 16000 geht, geht in Lautern nebenan nur 3000. In Reichenbach oben (östlich und topologisch gesehen) wo ich wohne, nicht mal 1000 -während das westlichere Unterdorf (näher Richtung Bensheim) schon 1500 bekommt. Obwohl die Entfernung von dort nach Bensheim mehr Kilometer sind, als von mir nach Gadernheim. Muß ich das verstehen?

Nächstes KO: Vodafone HSDPA ist laut deren Karte nur bis zur Hälfte des Ortes verfügbar und reines UMTS als Randbereich ist eh fast nie vorhanden. Folge: Als ich vor etwa einem Jahr mit dem Netbook hier war, zeigte es nur EDGE an. Viel zuwenig fürs moderne Surfen. Also fällt auch das flach, zumal es dank der bundes- und anbieterweiten 5GB-Drosselung eh inakzeptabel als vollwertiger DSL-Ersatz ist. Es gibt Firmen, die Richtfunkstrecken errichten würden und natürlich wollen die einige Vorverträge sehen, damit es wirtschaftlich wird. Tja, aber statt ordentlich gegen die digitale Spaltung Sturm zu laufen, wird von seiten der Dorfbewohner (Reichenbach und Elmshausen daneben) gegen den Bau eines Krematoriums gekämpft und der Gemeinderat massiv bedroht! Zusätzliche Gewerbesteuer ade... bleiben wir lieber weiterhin geschwindigkeitsmäßig 7-8 Jahre hinterher...

Im Sommer 09 habe ich den Landrat des Kreises Bergstrasse angeschrieben, wie es denn mit der Breitbandförderung aussähe, denn immerhin ist man sich des Problems durchaus bewußt. Selbiges konnte man im regionalen Blättchen nachlesen. Die Antwort war wenig überraschend: Man wüßte nichts von einem Förderprogramm und hätte auch keine Pläne fürs Lautertal. SDSL ist auch kein Thema, denn es gibt keins. Weder von der T noch von QSC oder Arcor oder sonstwoher. Firmen kommen erst garnicht bzw es sind schon einige abgewandert, weil zB der Versand von Projektdateien einen ganzen Arbeitstag in Beschlag nimmt. Stichwort entgangene Gewerbesteuer...

Die Heag Medianet besitzt zwar ihr eigenes LWL-Netz, dieses läuft aber nicht hier lang. Und da die Chancen, 50-200 Leute als Vertragspartner zu finden, weniger als realistisch sind, habe ich mein Fazit schon 2009 gezogen= Sollen die alle hier glücklich werden, ich werd es nicht. Ich habs satt, mindestens 3x die Woche ins Internetcafe zu gehen und 2€/Std für ne 16k Leitung hinzulegen! Wir haben ne Leitung von 1&1, die knapp unter 1000 snyct. Ein Line Reset war an Weihnachten 09 auch fällig, weil über 280.000 (!) FEC Fehler an einem Tag... es läuft, aber einige Tausend FECs kommen pro Tag zusammen. Muß 3x am Tag neu syncen und mir kommts vor, als ob die leitung immer schlechter wird, weil über die Monate noch mehr Teilnehmer geschaltet werden. Und das wo wir schon immer 55dB hier hatten.

Ich ziehe dieses Jahr weg und zwar nach Möglichkeit in eine VDSL-Zelle. Dann kommt Entertain und alle Probleme sind gegessen. Echte Flatrate, fairer Preis für die Leistung, bester Service bei der T und endlich genug Upload. Frau ist zwar nicht begeistert, aber ich ziehe auch ohne sie weg hab ich ihr klar gemacht. Ich werde nicht warten, bis in 5-10 Jahren hier mal ne LWL-Ader durchgezogen wird oder LTE kommt. Ich hab mit ISDN angefangen und mich bis Ende 08 auf 6000 gesteigert, was angenehm war. Jetzt ein Jahr ausgebremst, es reicht. Für keine billige Miete oder Frau der Welt nochmal zurück ins Internet-Mittelalter.
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Es ist kein wirkliches Flame-post, aber so sieht die Situation kurz hinter der Stadt aus. Und hier wird mittelfristig nix passieren. Also ziehen die, die nicht auf Internet verzichten wollen, weg vom Land -und wenns nur kurz hinter einem Ballungsraum bzw der nächsten Stadt ist. Landflucht nennt man das, auch die Jugend zieht vom Land weg -unter anderem deswegen. Bürgermeister und Landräte schauen hilflos bzw unfähig zu. Pech gehabt.

Da kein ISP langfristig denkt und mal in die Breite geht, wird die Spaltung bestehen bleiben. Die paar Projekte, die weiße Flecken stopfen, liegen im Promillebereich und fallen da net auf. Und so geht die Verstädterung weiter...
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Alt 27.05.2012, 09:34 # --
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