Alt 25.01.2010, 16:32   # 1
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Datenflatrates für mobile Vielsurfer

Egal ob Notebook oder Smartphone - das mobile Internet wird immer günstiger. Und die Mobiltarife kommen dank hoher Geschwindigkeiten auch als DSL-Ersatz in Frage. Für Vielnutzer empfiehlt sich eine Datenflatrate - netzwelt nimmt zwölf Tarife unter die Lupe.
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Diskussion zu: Internet für unterwegs: 12 UMTS-Tarife im Vergleich
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Alt 25.01.2010, 16:32 # --
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Alt 26.01.2010, 00:35   # 2
Gelbsucht
 
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Zitat:
Das Ergebnis: Das momentan günstigste Angebot ist eine Datenflatrate von Aldi Talk für 14,95 Euro monatlich. Bei einem großen Teil der Provider werden rund 20 Euro monatlich für ein entsprechendes Angebot fällig. Am meisten verlangt O2 - dort kostet der entsprechende Tarif 25,00 Euro im Monat, bei Bestellung im Online-Shop 21,25 Euro monatlich.
Bitte mal realistisch bleiben. Reines UMTS eignet sich niemals als DSL-Ersatz, da es nominell DSL-Light entspricht. Selbst HSDPA-Zugänge eignen sich nur bedingt, dazu weiter unten mehr.

Wie ihr schon richtig aufgelistet habt, bietet Alditalk grundsätzlich erstmal nur reines UMTS. Das liegt daran, das Alditalk das nachteilige E+-Netz nutzt. Nachteilig deshalb, weil dieses Netz in Sachen HSDPA & HSUPA einfach im Vergleich zu den anderen dreien hierzulande DAS Schlußlicht ist. Was nützen einem die kleinsten Preise, wenn die Bits und Bytes nur tropfenweise hereinkommen? E+ war zwar das erste Netz mit DCS1800 damals, hat aber wohl gegelaubt, das niedrige Preise alle Nachteile wett und den Kunden zufrieden machen und entsprechend den Anschluß verpennt. Ich kann keinem zu dem Netz raten, wenns um Datentarife geht.

Ich habe im Frühjahr selbst ein LG Netbook mit einem Zugang zu UMTS mit HSDPA gehabt. Glücklicherweise habt ihr den Tarif "Mobile Connect Flat" von Vodafone nicht gelistet, denn sonst wäre der der teuerste gewesen. Wobei: für Schüler, Studenten und Azubis kostet er übrigens laut Vodafone-Shop Darmstadt 29,95. Reines Lockangebot, die 5€ machen keinen wirklichen Unterschied. Einfach mal sonntags kein Zigarettenpäckchen kaufen (oder öfters mal zu Fuß einkaufen), dann hat man das Geld wieder drin.

Aber zu den Fakten, die ich bei Vodafone selbst sammeln konnte und die auch in einigen Teilen grob gesehen für alle anderen HSPA-Zugänge ebenfalls gelten. Ob man ein Netbook mit eingebautem Modem oder einen Stick nutzt, macht nur platzmäßig einen Unterschied.

Argumente PRO mobiles Internet=
  1. Ab einem Netbook recht bequemer Internetzugang
  2. Fallback auf nächstniedrigeren Standard vorhanden (HSPA -> UMTS -> EDGE)
  3. Schnell genug für das meiste, was unterwegs zu tun ist
  4. HSPA-Netzausbau mittlerweile recht gut bei D1 & D2 -o2 holt gewaltig auf
  5. Empfang war ansich immer gut (getestet mit dem VF Huawei Stick und internem Ericssonmodem des LG X110) -auch indoor.
  6. Die Software "mobile Connect Lite" von Vodafone ist recht benutzerfreundlich und man kann damit auch SMS verschicken sowie empfangen. Das ging mit dem Connection Manager des LG-internen Modems nicht.

Argumente GEGEN mobiles Internet=
  1. Ein Netbook ist eben kein Notebook, dafür aber eben kleiner und leichter
  2. Fallback zwar vorhanden, aber große Randzonen mit UMTS gibt es zumindest bei D2 nicht, es kommt fast gleich EDGE. Und dabei zählt heutzutage im modernen Web jedes bissel Bandbreite
  3. Schnell genug ja, aber ich kenne keinen, der mal das Maximum geschafft hat. Ich selbst kam mitten in Darmstadt, in Frankfurt und woanders auch im Schnitt auf nie mehr als 300KB/s
  4. Der Ausbau ist zwar brauchbar, aber so wie es niemals 100% DSL-Versorgung gibt, wird es niemals 100% HSPA-Abdeckung geben
  5. Es gibt keine garantierte oder tariflich eingeteilte Mindestgeschwindigkeit und auch nicht andersrum. Jeder bekommt die Bandbreite die grad frei ist dynamisch zugeteilt

Weitere Argumente und Begründung, warum derzeit mobiles Internet KEIN vollwertiger DSL-Ersatz ist (abgesehen davon, das es oft in DSL-freien Gebieten auch kein HSPA gibt)=

  1. Der Ping war bei D2 damals grottig, im Schnitt um die 150
  2. Es gibt keine echten Flarates mehr! Alle deutschen Anbieter bremsen den Nutzer ab überschreiten der 5GB-Grenze künstlich ein. o2 hatte mal 10GB, aber auch das ist Geschichte... Bei Vodafone herrschen dann 64Kbit/s, man fühlt sich in die 90er zurückgeschleudert. Wie damals mit der Fritzcard -nur ohne Kanalbündelung
  3. Einige Anbieter verbieten in den AGBs die Nutzung von VoIP (noch verständlich), Messenger und/oder Filesharingtools (nicht verständlich)
  4. Einige Anbieter filtern den Datenverkehr zum Kunden
  5. Es gibt noch viel zuwenig Auswahl an 3G-Routern mit LAN & WLAN am Markt und abgesehen davon macht oft eine Außenantenne Sinn

Kurzes Fallbeispiel: Familie Müller (Vater, Mutter sowie Sohn (14) und Tochter (16)) wohnen zuweit außerhalb für Erdboden-DSL. Kabelinternet gibts nicht, weil auch der Anbieter die Gegend nicht erschlossen hat und Internet per Satellit ist dem Vater zu teuer und zu aufwendig. WiMax hält man dort für ne Erfindung von Nintendo und Richtfunk ist nichtmal in Planung.

  • Mutter verfolgt DSDS, BB usw auf den bekannten Videoportalen -sie nutzt es wie einen Videorecorder. Ab und zu RTLnow muß auch sein
  • Vater saugt den einen oder andren Updatepack, pflegt eine private Sammlung der wichtigsten Installer für den Fall des DatenGAU und besorgt sich heimlich den einen oder andren Porno-Rip über Torrent
  • Sohn spielt gern online, Shooter, Rennspiele und RTS
  • Tochter kann nicht ohne ihren "MSN" leben und ist dauer-eingeloggt im SchülerVZ
Welcher Mensch mit gesundem Menschenverstand (Telekommitarbeiter und Politiker mal von der Auswahl ausgenommen) wüde denen mobiles Internet als Zugang empfehlen?
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Alt 26.01.2010, 14:52   # 3
Mr. X
Gastposter
 
Kann meinem Vorredner weitestgehend zustimmen. Der hier gezeigte Vergleich hinkt leider. Was mich doch interessiert sind die Gesamtkosten für ein Mobile Internet Angebot, d.h. vergleichbare Tarife inklusive Hardware und vergleichbarer Leistung. Daher sollten die Kosten für den UMTS-Stick schon mit einberechnet werden. Zudem kann man nun wirklich nicht das Netz von e+ mit dem von T-Mobile, Vodafone und O2 vergleichen. Wenn ich im Internet bin will ich surfen und nicht warten! Schaut euch dazu doch mal den Connect Test 11/2009 an. O2 hat zu den anderen beiden aufgeholt und ist jetzt gleichwertig, und bei Daten sogar teils Bester von allen. Ich nutze seit Jahren O2 und bin zufriedener Kunde. Die Investitionen von denen in ihr eigenes Netz haben sich wirklich gelohnt. Bezüglich Preis sind die auch immer doch deutlich günstiger als Vodafone und T-Mobile. Also bitte liebe netzwelt, in Zukunft nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen sondern umfassend und gut recherchiert.
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Alt 26.01.2010, 16:43   # 4
Gelbsucht
 
Registriert seit: 15.09.2008
Beiträge: 67
Habe eben eine Antwort von o2 erhalten auf meine Frage hin, warum es überall nur noch diese 5GB-Volumentarife gibt=

Zitat:
Guten Tag Herr [...],
vielen Dank für Ihre E-Mail.

Aufgrund der insgesamt zur Verfügung stehenden Netzkapazität ist es derzeit leider nicht möglich, eine mobile Datenflatrate ohne Drosselungsgrenze anzubieten, da dies zu permanenten Netzüberlastungen für alle Nutzer führen könnte. Wir bedauern, Ihnen daher keinen Tarif ohne eine Drosselungsgrenze anbieten zu können.

Freundliche Grüße

Ihr o2 Team
T. Lohse
Obwohl ich ne allgemeine Anfrage an den Support gestellt hab, kam dieser Text von prepaidkunden-kontakt@cc.o2online.de

Naja, schöne neue Internetwelt. Da frag ich mich aber doch, warum die Netze dann schneller werden, wenn doch keine wirkliche Kapazität vorhanden ist?
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Alt 24.05.2013, 17:21 # --
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