Hamburger Supercomputer leistet 158 Teraflop pro Sekunde
Der bedeutendste Supercomputer im Dienste der Klimaforschung geht heute in Hamburg an den Start. Der 35 Tonnen schwere Supercomputer von IBM soll auch regionale Aussagen zu Klimaveränderungen möglich machen. Lesen Sie den ganzen Artikel »
"damit lassen sich auch regionale Wetterphänomene genauer vorhersagen".
Das ist fachlich falsch. Es geht beim Supercomputing um eine besagte Auflösung, die im lokalen Bereich bei zirka 1,5 Kilometern pro Quadranten liegt. Wird das Netz demnach enger und feiner, sind die Fehleraussagen der Maschine auch kleiner. Um so größer die Entfernung, umso größer auch die ungenaue Aussage auf beispielsweise ein Wetterphänomen. Der Rechner kann also mehr Daten verarbeiten. Ob der Rechner allerdings auf eine solche Leistung fährt ist eher fraglich. So ist der Energieverbrauch, anders als bei Euch in der Meldung geschildert, auch weiterhin immens hoch und wirtschaftlich auf Dauer nicht tragbar. Daher werde nur spezielle Projekte auf volle Leistung gefahren, daher auch nur bis um den Faktor 60. Zurzeit können diese Berechnung alle Rechner in den Top50. Das Besondere an dem DKRZ ist das Archiv und das Netzwerk. So sind am Rechenzentrum in Hamburg vier wissenschaftliche Gesellschaften angeschlossen. Das ist wahrlich einzigartig. Das Gerechnete ist so alt, wie der Rechner 2010 schon wieder sein wird. Im Bereich Superrechner sind daher GRIDs im kommen. Sie sind kostengünstiger, platzsparender, da nicht am Standort gebunden und sie fahren einzeln mit viel weniger Leistung - besitzen im Kollektiv aber viel Rechen-Power.
"ein Großteil der wissenschaftlichen Grundlagen für die Weltklimakonferenz in Kopenhagen aus den Berechnungen des DKRZ"
Das ist absolut falsch. Die Grundlagen für die Klimakonferenz kommen bestimmt nicht vom neuen Rechner. Das wäre ein Wunder der Technik, das alte System in ein paar Monaten so zu ersetzen, dass brauchbare Daten gespeichert werden. Dazu sind erst heute mit der Einweihung Knoten angefahren, die für den Klimabericht, IPCC, Daten sammeln. Mehr war nicht. Die Installation und den brauchbaren Datenfluss trennen Monate. Diese Aufgabe übernahmen beispielsweise das meteorologische Institut in Wien, ZAMG, und das in Toulouse, wo der französische MET-Service installiert ist. Die letzten beiden Standorte berechnen beispielsweise die Klimaregion Osteuropa. Soviel zum einzigen Klimarechner - und dann wäre da noch der Earth Simulator, der ebenfalls in Japan für reine Klimamodelle installiert worden ist.
11.12.2009, 17:39
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betocool
Gastposter
Ich finde es sehr witzig dass beim "Klimarechner" nicht einmal erwähnt wird wieviel es an Strom verbraucht, nicht vom CO2 austoss zu reden...
11.12.2009, 17:50
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Arthur Spooner
Halb Mensch, halb Admin
Registriert seit: 10.05.2006
Beiträge: 4.100
Guter Einwand @betocool, das wäre interessant zu erfahren.
12.12.2009, 12:19
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5
Markus Henkel
Gastposter
MFLOPS/W 89,94 = 1288.69 kW
Er ist also nicht wirklich stromsparend. Da bringt auch kein Ökostrom Linderung.
18.12.2009, 17:41
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6
Maraquinn
Registriert seit: 03.07.2009
Beiträge: 32
Der Artikel sagt lediglich, dass nach Aussagen der DKRZ "ein Großteil der wissenschaftlichen Grundlagen für die Weltklimakonferenz in Kopenhagen aus den Berechnungen des DKRZ" stamme. Dass diese Grundlagen vom neuen IBM-Rechner kämen, wird nicht behauptet. Insofern ist diese Textpassage korrekt.
Bei der Aussage, dass sich auch regionale Wetterphänomene vorhersagen lassen, stützt sich der Beitrag auf die Mitteilung des DKRZ. Die Aussage "Es geht beim Supercomputing um eine besagte Auflösung, die im lokalen Bereich bei zirka 1,5 Kilometern pro Quadranten liegt. Wird das Netz demnach enger und feiner, sind die Fehleraussagen der Maschine auch kleiner" scheint das ja zu belegen.
21.12.2009, 01:01
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Markus Henkel
Gastposter
Der Rechner Blizzard wird niemals genauer rechnen, als sein Vorgänger. Wenn das so wäre, würde die Stadt HH den grünen Daumen verlieren. Der Rechner müsste sämtliche Knoten anfahren. Das macht in der Regel kein Supercomputer. Bis der Rechner überhaupt eigene Daten so errechnet und archivieren kann, bis daraus was ordentliches wird, dauert es meist 6-12 Monate. Daher ist die Aussage einfach falsch. Bis der Rechner genauere KM-Netze ziehen kann dauert es Jahre - und dann gehört der Rechner wieder zum alten Eisen. Diese 1,5 Km schafft man auch mit viel kleineren Vektorrechner. Nur besteht eher die Schwierigkeit die Variablen einzubauen, sie in bestimmte Simulationen zu berücksichtigen.
Die Masse an Daten, die gesammelt werden, ist wirklich klasse. Der wichtige Akt des Rechners wurde leider nicht beachtet, weil man der PR von IBM glaubt. Daher weiß ich, dass der Blizzard zwar ein guter Rechner ist, aber kein Weltwunder in Sachen Supercomputing. Seinen Platz 33 wird er Leistungs-technisch nie wieder fahren. Fakten wären hier viel wichtiger....Wenn man nachgelesen hätte, wüsste man, dass keinerlei Daten vom Rechner irgendwo eingeflossen sind. Daher ist das Annehmen des Schreibers nicht angebracht, Der muss das nämlich hinterfragen. Bei Rechnern ist das doch immer so einfach, da die Leistung bereits feststeht. Bei den Superrechnern auch, wenn man halt den Linpack-Test nicht wirklich berücksichtigt. Der Chef von Met-France sagte mal zu mir; Das ist schummeln auf großer Bühne...