Alt 20.08.2009, 10:23   # 1
Redakteur
 
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"Weg vom Öl" statt Abwrackprämie

Die Bundesregierung setzt das Elektroauto auf die Agenda und verkündet einen nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität. Bis 2020 sollen eine Million Batteriefahrzeuge unterwegs sein. Gleichzeitig hat Umweltminister Gabriel den Startschuss für einen "Flottenversuch zur Elektromobilität" in Berlin gegeben.
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Diskussion zu: Bundesregierung: Förderplan für Elektroautos
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Alt 20.08.2009, 11:15   # 2
xonra
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Schneller,Weiter, Höher sind Parameter von vorgestern. Mobilität von Morgen kommt leicht,langsam und leise und vor allem Effizient daher. Die Batterietransporter zur Erreichung von Höchstgeschwindigkeit und Tagesreichweiten von hunderten Kilometern sind nicht Zukunftsfähig. Leider hat die Bundesregierung keine besonderen Entwicklungskriterien für die Förderfähigkeit vorgegeben. So wird das ganze zur Absatzförderung von Atom und Braunkohlestrom. Nicht zuletzt profitieren die reichen Energieversorger davon.
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Alt 20.08.2009, 11:29   # 3
Arthur Spooner
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Schöne Idee aber ich fürchte es wird schwierig sein die Mehrheit von einem Elektroauto zu überzeugen solange die Reichweite und Ladezeit nicht stimmt. Wir, ich zähle mich dazu, sind es zu sehr gewohnt, dass wir ohne Probleme lange Strecken zurücklegen können und die Reichweite jeder Zeit erhöhen können, durchs Tanken. Bei einem Elektroauto hätte ich, glaube ich, ein ungutes Gefühl, wenn ich längere Strecke vor mir hätte bezüglich Staus und Co.

Na ja, bis 2020 ist es noch etwas hin, vielleicht findet bis dahin ein Umdenken statt, wenn die ersten Modelle erschienen und sich bewiesen haben. Ich lasse mich da gerne Überraschen und drücke dem Fortschritt die Daumen.
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Alt 20.08.2009, 11:38   # 4
Kommentator
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Aber genau dafür gibt es doch das Konzept mit erweiterter Reichweite. Elektrofahrzeug das zusätzlich einen kleinen Verbrennungsmotor an Board hat, der nach ca. 60km anspringt und Strom liefert. Chevy Volt oder Opel Ampera
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Alt 20.08.2009, 11:41   # 5
Hans Der Driver
 
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Stimmt - das Elektroauto von heute stellt sich noch fast so dar, wie zum Zeitpunkt seiner Erfindung im vorigen Jahrtausend. Aber es gibt neue Ansätze (http://www.elektroauto-forum.de (interessante Links), die jetzt konsequent genutzt und weiter entwickelt werden müssen.

Das setzt sehr eindeutige politische Richtlinien voraus - nicht heute wie doll und verrückt die Vernichtung von Volksvermögen per Abwrackprämie fördern, ohne Rücksicht auf die Umweltdaten dieser "NEU"-Fahrzeuge und morgen mit dem grünen Fähnchen wedeln.

Es ist ein Mangel aller Umweltbilanzen, dass hinsichtlich seiner Umweltverträglichkeit nur das fertige Produkt gesehen wird, welche Umweltbelastung der gesamte Produktionsprozess, einschließlich künftiger Entsorgung (alle Akkus sind hochgiftiger Sondermüll) und die Erzeugung des jeweiligen Energieträgers verursachen, bleibt nicht nur bei Autos vollkommen aussen vor.
__________________
Übrigens ist es nicht schlimm, wenn dir nichts einfällt, aber eine Schande ist es, wenn du das dann auch noch aufschreibst.Joachim Panten 1947-2007
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Alt 20.08.2009, 11:44   # 6
Golf-Fahrer
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Elektroautos? Ich bezweifle mal, dass die Umweltschonender sind, angenommen in ein paar Jahren fährt jeder zweite Autofahrer ein Elektroauto...aus welchen "erneuerbaren" Energien soll den bitte schön der benötigte Strom kommen? Und was ist mit der Entsorgung der Akkus?

Warum werden "saubere" Energien, wie Autogas oder Erdgas nicht höher gefördert? Was ist mit alternativen Antriebsarten wie Wasserstoff?

Meiner Meinung nach werden hier nur wieder Konzerne wie EON und Co. subventioniert und Gründe gesucht, die Mineralölsteuer und irgendwelche Umweltsteuern noch weiter voranzutreiben um den Steuerzahler noch mehr ausbluten zu lassen...!
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Alt 20.08.2009, 12:14   # 7
butti
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Was ich nicht verstehe, aber vielleicht kann mir da jemand auf die Sprünge helfen.
Über Stromheizung/Nachtspeicher in Haushalten wird seit langer Zeit in der Politik mächtig diskutiert (Abschaffung, Umweltbelastend.. usw.). Bis 2020 sollen Mehrfamilienhäuser umgerüstet werden müssen….
Warum ist der Stromantrieb oder betrieb bei Fahrzeugen die neue Umwelt Wunderwaffe??
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Alt 20.08.2009, 12:46   # 8
Grausam!
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Wo soll denn die neue Energie herkommen? Wäre ich Energieanbieter, würde ich nun schmunzeln. Und die Städte werden wohl kaum sauberer werden. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass der Wind jemals um eine Stadt herum geblasen hat. Analog dazu die Frage von Brad Pritt aus seinem Film Troja: Ist das wirklich alles?
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Alt 20.08.2009, 13:30   # 9
Neugier
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hm.....in sachsen-anhalt sollen ortschaften umgesiedelt werden um braunkohle abzubaun.....diese wird dann, mit ihrem niedrigen heizwert, verbrannt, u.daraus wird strom gewonnen, ok....den verfahren wir dann...ok....u.das is umweltschonend? ich besuch auch gern meine schwester, sie wohnt etwa 300 kilometer autobahn entfernt.....muss ich dann ihre stomrechnung hochreissen um nach haus zu kommen?was is mit nem bayern urlaub, mach ich 5 stunden zwangspause an der raststätte zum "tanken" ?
warum nicht ethanol? in südamerika fahren 80% aller fahrzeuge damit, selbst motorräder werden dafür entwickelt.....aba wir können das nicht?
oder bio gas....ich kenn bauern die könnten mit ihrer anlage ortschaften versorgen.....die machen aus sch...sse strom u.wärme.....

*kopfkratz u.weiter arbeit*
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Alt 20.08.2009, 14:41   # 10
P.G.
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1. Zum Thema Elektroheizung: hier wird elektr. Energie in Konvektion also Wärme umgewandeln dieser Prozess ist deßhalb sehr ineffizient da nicht nur Wärme sondern auch Licht bei der Umwandlung entsteht. Also ein ganz anderer Prozeß als im E-Motor hier ist der Wirkungsgrad extrem gut.

2. Zum Thema Gesamtwirkungsgrad/emission: Ja es ist richtig das ein Elektroauto keine CO2-Bilanz von 0 hat dies wäre selbst dann nicht der Fall wenn die Energie zu 100% aus regenativen Energien kommen würde aber
selbst unter einbezug dieser Faktoren können selbst heutige E-Autos schon eine bessere Bilanz/wirkungsgrad als Autos mit Verbrennugsmotor aufweisen (dies hängt aber auch vom Verwendungszweck ab, das E-Auto ist nicht für den Fahrer mit 30000km/Jahr oder mehr gedacht sondern für den Fahrer der meist Kurze Wege innerhalb der Stadt zurück legt)

3. Thema Reichweite: wie schon oben gesagt das E-Auto ist für den Stadtverkehr gedacht nicht für riesen Entfernung. Hier Bestände allerdings die Möglichkeit eines Rangeextenders der die Reichweite beliebig erweitert. Oder einfacher auf Zug/Flugzeug ausweichen.

Abschließend das Problem der Entsorgung das sicher noch ungelöst besteht aber wer richtitg ließt erfährt, dass besonders an den Batterien geforscht werden soll

=> Also bietet das E-Auto ein großes Potential, das wenn die deutsche Automobilindustrie hier nicht mitzieht in Zukunft weit größere Probleme als die Heutige Wirtschaftskrise haben könnte.
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Alt 20.08.2009, 15:21   # 11
Helmutk
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Und wieder ein Logistik Streich höchster Polit-Intelligenz. Öl wird knapp, aber Strom gibt es überall. Der kommt einfach aus der Steckdose. Oh, ihr Mächtigen in den Energiekonzernen. Wir, die Politiker Kaste, danken euch auf diese Weise für den fürstlichen Bakschisch den wir empfangen durften.
Ob die immensen Kosten der Umstellung auf Strom je ein Autofahrer bezahlen kann, ist doch Wurscht. Hauptsache eure Profite stimmen.
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Alt 20.08.2009, 18:59   # 12
butti
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Zitat:
Zitat von P.G. Beitrag anzeigen
1. Zum Thema Elektroheizung: hier wird elektr. Energie in Konvektion also Wärme umgewandeln dieser Prozess ist deßhalb sehr ineffizient da nicht nur Wärme sondern auch Licht bei der Umwandlung entsteht. Also ein ganz anderer Prozeß als im E-Motor hier ist der Wirkungsgrad extrem gut.


=> Also bietet das E-Auto ein großes Potential, das wenn die deutsche Automobilindustrie hier nicht mitzieht in Zukunft weit größere Probleme als die Heutige Wirtschaftskrise haben könnte.
@P.G
Vielleicht bin ich auf dem Holzweg, aber meinem Wissen nach besteht/entsteht die Ineffizienz der Stromheizung durch die Stromerzeugung im Kraftwerk und nicht durch die Umwandlung zu Hause.
Wir haben eine Elektro-Fußbodenheizung, die wahrscheinlich 100% der Zugeführten Energie in Wärme umwandelt (Nix Licht).
Der Wirkungsgrat ist also (währen nicht die unheimlich hohen Verluste bei der Stromerzeugung im Kraftwerk) ziemlich hoch.

Aber genau diese hohen Verluste im Kraftwerk habe ich bei einem Elektrofahrzeug auch.
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Alt 20.08.2009, 20:53   # 13
P.G.
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@butti
Falsch das Kraftwerk hat seine Verluste bei der Verbrennung der Kohle nicht beim Generator (dieser hat einen wirkungsgrad von fast 1). Und Trotz der Verluste bei der Verbrennung ist der Wirkungsgrad trotzdem immer noch besser als der eines Vebrennungsmotors da der Brennwert der Kohle besser ausgenutzt wird als der beim Benzin/Diesel in Motoren.

Zu der Heizung für den Fußboden kann ich nichts sagen. Für Heißluftgebläse oder änliche Geräte stimmt allerdings meine Aussage da hier die Energie in Wärme und licht umgewandelt wird sieht man einfach an den glühenden Heizspulen.
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Alt 21.08.2009, 10:42   # 14
Olli91
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Umweltfreundlich ist die ganze Lösung nur, wenn die Fahrzeuge ausschließlich mit Ökostrom geladen würden. Dies ist natürlich NICHT das Ziel der Großkonzerne, die jetzt auf einmal dieses Projekt angestoßen haben. Jahrelang hat es niemanden interessiert, da es in der Tat auch relativ uninteressant ist. Die Akkus entwickeln sich seit 10 Jahren kaum mehr weiter, jeder winzigste Fortschritt wird riesig gefeiert, weil es keine großen mehr gibt.
Ganz zu schweigen vom gigantischen Stromnetzausbau, der vorgenommen werden müsste, um das ganze massenfähig zu machen. Die Ladestationen sind kein Problem, nur wenn jeder deutsche Autofahrer jetzt mit seinem Akkuflitzer durch die Gegend saust wird der Stromverbrauch, besonders in Ballungsräumen, gigantisch steigen.
Für solche Belastungen ist das deutsche Netz aktuell nicht ausgelegt. Und ich bezweifle stark, dass die großen Stromkonzerne, die sich ja überall beim Ausbau und Modernisierung sehr schwer tun dies vorhaben. Aber wenn eine kleine Masse mit Elektroautos fährt verdienen sie ja schon gut. Und vielleicht lassen sich Förderungen von der Regierung einsacken. Aktuell tun die Großkonzerne jedenfalls nichts für einen NEtzausbau. Und selbstverständlich wollen sie den neu entstehenden gigantischen Verbrauch nicht durch alternative Energien, sondern durch hochmoderne Techniken wie Kohle und Kernkraftwerke decken, deren Ökobilanz besser aussehen könnte. Aber hey, wir haben ja jetz Co2-Speicherung, auch, wenn die vor 2020 nicht serienreif sein wird, wenn überhaupt......aber wen interessiert das schon?
Wozu hat man CO2-Einsparpläne? Klar, damit sie nicht eingehalten werden! Dieses Projekt läuft jedenfalls in eine völlig falsche Richtung.
Genau wie beim Sahara-stromprojekt haben die Großkonzerne jetzt erkannt, dass man die Ökoschiene gut ausnutzen kann um richtig dick Kohle zu scheffeln und Förderungen einzusacken. Der Umweltaspekt ist absolut uninteressant für sie, muss in den öffentlichen Werbekampagnen und in den (manipulierten) Nachrichten natürlich in den Vordergrund gestellt werden. Wieder ein Schritt der Großkonzerne auf dem Weg zu ihrem Ziel: Raus mit dem Gedanken von einer dezentralen Stromversorgung aus den Köpfen der Leute!

Ich würde solch ein Auto (wenn denn die Reichweite bei einem Schitt von 100km/h wenigstens 400km reichen würde) ausschließlich an einer Steckdose aufladen: bei mir zu Hause, mit Co2-freiem Ökostrom. Nur sind solche Autos sowieso nicht an normalen Steckdosen oder 400V-Drehstromsteckdosen aufladbar. Dafür sind neue Steckdosen wie auch neue Leitungen nötig.....das Interesse der Konzerne ist natürlich groß, dass man möglichst viel an öffentlichen "Tankstellen" aufläd, wo man natürlich mit dem dreckigen Konzernstrom vorlieb nehmen muss.

Für mich vorerst keine Alternative, vor allem wenn man die aktuellen Fahrzeugpreise auch noch beachtet. Aber man wird ja sehen, wie die Entwicklung voranschreitet. Aktuell gefällt sie mir, genau wie beim Sahara-Projekt überhaupt nicht!
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Alt 22.08.2009, 01:55   # 15
H.M.
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@P.G.
Da präsentierst Du aber eine tolle Milchmädchen-Rechnung. Die Gesamtverluste eines Elektroautos bei Befeuerung über z.B. ein Kohlekraftwerk setzen sich leider aus sehr viel mehr Einzelverlusten zusammen an als Du angibst. Da wären neben dem Verbrennungsprozess im Kraftwerk selbst der Generator, das Umspannwerk, welches eine hohe Spannung erzeugt, die Hochspannungsleitung, welche den Strom transportiert und das Umspannwerk, welches wieder eine niedrige Spannung erzeugt. Damit hast Du den Strom mal an der Steckdose. Das ist aber leider nicht alles. Auch der Wirkungsgrad heutiger Batterien ist äusserst miserabel. Alles in allem kann da der Elektromotor den Wirkungsgrad betreffend (wohlgemerkt bei nicht-ökologischer Stromerzeigung) mit einem Dieselmotor nicht mithalten. Leider!

Übrigens: Jede der genannten Komponenten hat noch eine Steuerung/Regelung. Und die verbrauchen auch Strom und verschlechtern damit den Wirkungsgrad.
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Alt 27.05.2012, 05:33 # --
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