Alt 17.08.2009, 16:26   # 1
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Rechtsstreit um installiertes Windows-Betriebssystem

Ein Entwickler des Betriebssystems FreeBSD hatte ein Lenovo-Notebook gekauft, auf dem Microsoft Vista installiert war. Als der Hardware-Hersteller der Afforderung die Software auszutauschen nicht nachkam, zog der Entwickler vor Gericht.
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Diskussion zu: Windows Vista: FreeBSD-Entwickler verklagt Lenovo
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Alt 17.08.2009, 16:26 # --
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Alt 17.08.2009, 23:24   # 2
Gelbsucht
 
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Zitat:
Das Brüsseler Globalisation Institute forderte bereits im September 2007 vor der EU-Kommision ein europaweites Verbot des Verkaufs von PCs mit installiertem Betriebssystem. Auch andere Unternehmen setzen sich für ein solches Verbot ein. Eine einheitliche gesetzliche Regelung steht noch aus.
Das wäre toll, wenn das durchginge. Dann würde der Bürger endlich mal zu schätzen wissen, was es heißt ein Servicetechniker zu sein.

Diese Dienstleistung würde um ein vielfaches mehr beansprucht, da längst nicht jeder im Bekanntenkreis nen Experten hat und es würden hoffentlich keine PCs mehr in Lebensmittelmärkten verkauft.

Dann könnte Otto DAU-Anwender auch nicht mehr argumentieren, das einfach die vorinstallierte Crapware genutzt wird, weil sie halt drauf war. Die Qualität der Softwareinstallationen dürfte demnach auch steigen -sowie die Sicherheit der Systeme.

Allerdings würde Deutschland auch den Vorteil der frei kaufbaren SB-Versionen bei Windows verlieren und es würden nur noch die normalen Vollversionen angeboten werden. Was eine nicht unerhebliche Verteuerung bedeutet. Damit die Piraterie mit Windows nicht wieder ansteigt, müßte MS also dezent am Preis drehen.
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Alt 18.08.2009, 00:51   # 3
N-Traxx
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@Gelbsucht

Wenn man kolektiv so denken würde, wie Du das hier schilderst, dann würden die Menschen komplett verblöden. Meinst Du wirklich, dass sich ein User auf Linux nicht spezialisieren kann? In welcher Welt lebst Du? Wie ich das sehe, gehörts Du wohl zu den Usern, die lediglich über Windows schimpfen, weil sie damit nicht zurecht kommen.

Dass viele Hersteller ihre Produkte mit Windows im Bundle verkaufen, ist eine Sache. Allerdings gibt es auch genug Notebooks und PCs, die man auch ohne Windows kaufen kann. Ich vermute in der Handlung des BSD-Entwicklers eher eine geschäftliche Taktik dahinter, denn sollte er mit der Klage durchkommen, könnte man nach und nach eventuell eine Gegenreaktion der PC-Hersteller provozieren, die dazu führen könnte, dass man in Zukunft alle Fertig-PCs und Notebooks auch ohne Betriebssystem anbieten würde. Das würde sicherlich nach Ansicht der Anti-Microsoftler den Markt für andere Betriebssysteme öffnen. Hier stellt sich aber wiederum die Frage, ob denn wirklich ein Ottonormalverbraucher sich ein Linux auf den Rechner installieren würde, wenn er doch nur spielen will? Ich denke, das wäre nicht der Fall.

Das Heim-Windows ist ein Multimediasystem, welches eine sehr breite Palette an Hard und Software unterstützt und zudem eine einfache Bedienung und Systempflege integriert. Solange Linux hier nicht nachbessert, wird es eben nur einen kleinen Marktanteil behaupten können. Übrigens gibt es auch Windows-Versionen, die mehr können, als nur Klicki-Bunti und peng peng. Schon mal was vom Windows Server gehört?

Die hirnrissige Argumentation von wegen der Sicherheit findet sich allerdings immer öfter in Kreisen, in denen Leute argumentieren, die nicht wirklich Ahnung von der Materie haben. In dem Fall solltest Du Dich einfach mal in einen Hacker hineinversetzen können, dann würdest Du erkennen, weshalb Windows so gerne angegriffen wird und Linux nicht. Das hat definitiv nichts mit Sicherheitslücken und Fehlern zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass eine auf Windows programmierte Schadsoftware immer die Masse trifft und sich nicht eben nur mit ein paar Linux-PCs begnügen muss.

Die Klage des Poul-Henning Kamp finde ich dennnoch begründet, allerdings würde mich hier interessieren, was Lenovo mit der EULA von Microsoft zu tun hat. Müsste denn Lenovo hier nicht selbst etwas in den AGBs stehen haben, oder gibt es da bestimmte Verträge zwischen der Softwareschmiede und dem PC-Hersteller, die solche Passagen in der EULA ermöglichen?

Gruß, Sebastian.
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Alt 18.08.2009, 05:38   # 4
I am root
Gastposter
 
"Die hirnrissige Argumentation von wegen der Sicherheit findet sich allerdings immer öfter in Kreisen, in denen Leute argumentieren, die nicht wirklich Ahnung von der Materie haben"....

Bist du eigentlich sicher dass du Ahnung von der Materie hast? Vermutlich nicht. Warum schauen die Windwows Entwickler sich alles von Unix ab um Sicherer zu werden? Vistas UAC hat nicht zufällig ähnlichkeit mit sudo... Die abschaltbare Grafische Oberfläche von Server 2008 kenn ich auch irgendwoher...hm...
Und dann noch der Quatsch mit der Multimediauntauglichkeit von Linux, ha,ha!
Es gibt noch tausend weitere Beispiele, aber sowas kann
man einem Klicki-Bunti liebhaber nicht beibiegen.
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Alt 18.08.2009, 11:55   # 5
N-Traxx
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Meine Güte, jetzt hast Du Dich wirklich innovativ ausgedrückt.
Ist es allerdings mit Linux mittlerweile doch nicht so, dass man sich die benutzerfreundlichkeit der Windows-Systeme auch abschaut? Wenn Du schon argumentierst, dann versuche mal sachlich zu bleiben.
In der Softwarewelt wird schon, seit es PCs gibt, von anderen abgeschaut und kopiert. Das ist kein Argument, welches über die Qualität eines Betriebssystems eine Aussage macht, sondern vielmehr ein Argument eines Unwissenden, der sich starr auf einem System festgefahren hat.

Um eines klarzustellen, bin ich sicherlich kein Klicki-Bunti-Liebhaber, obwohl ich mit Windows viel arbeite. Ich hatte allerdings auch schon in meiner IT-Laufbahn einiges mit Linux zu tun und bin sicherlich der letzte, der sich zwischen beide Systeme stellen würde. Linux hat seine Vorteile und Windows auch. Je nachdem, welche Anwendungsbereiche man hat, ist mal das eine System besser anzuwenden und mal das andere. Die Wahl entscheidet sich darin, was man mit seinen Rechnern machen will und nicht darin, welches System besser ist!
Hier treffen die meisten Leute nämlich die falschen Entscheidungen, denn sie überlegen nicht, was für sie zutreffend wäre. Manchmal werden sie aber auch falsch beraten. Diese Fehler schiebt man dann der Einfachheit halber natürlich dem Betriebssystem zu. Ist ja klar, denn das OS kann sich ja nicht wehren.

Was Sicherheit angeht, so war es mit Windows schon viel früher möglich, mit eingeschränkten Rechten zu arbeiten, nur die wenigsten User wussten, wie man das richtig anstellt. Dass viele über Windows schlecht denken, liegt nicht darin, dass das System schlecht ist, sondern darin, dass sie sich nicht genügend damit auskennen. Mit einigen Handgriffen lässt sich nämlich jedes Betriebssystem den Ansprüchen anpassen. Abstürze von Windows sind in den meisten Fällen nicht mal auf das Betriebssystem zurückzuführen, sondern erklären sich sehr oft an anderen Stellen.
Egal ob Windows, oder Linux ... wenn ein unbedarfter User vor dem Rechner sitzt und nicht weiss, was er tut, hilft ihm das beste System nicht. Das grösste Sicherheitsrisiko sitzt nämlich immer noch vor dem Bildschirm.

Ein unerfahrener User kann sein Linux auch schnell genug zerschiessen, wenn er sich damit nicht auskennt. Es gibt auch für Linux/Unix genug Schadprogramme, die sich derart in den Kernel integrieren können, dass sie selbst von erfahrenen Systemintegratoren nur noch schwer entfernt werden können. Und auch Linux leidet unter Bugs.
Studie: Linux hat 985 Bugs in 5,7 Mio. Code-Zeilen - PC-WELT
Was sollen also diese dünnen Argumente hier!?

Multimediafähigkeit gehört nicht zu den Stärken der Linux-Gemeinde, obwohl ich auch hier anmerken muss, dass sich in letzter Zeit hier schon viel getan hat und Linux schon einiges aufgeholt hat, aber es fehlt halt noch einiges, um auf das Windows-Niveau zu kommen.
Die Hardwareunterstützung, vor allem bei sehr neuer Hardware lässt einfach oft zu wünschen übrig. Entweder gibt es oft nur rudimentär funktioniernde Treiber, oder es gibt gar keine. An dieser Stelle muss man aber dafür nicht unbedingt Linux, sondern vielmehr die Hardwarehersteller verantwortlich machen. Andererseits muss man allerdings auch betrachten, dass die Treiberentwicklung immer eine Kostenfrage für den Hersteller ist und er natürlich auch zuerst für die breite Masse entwickelt, denn Geld verdienen muss man ja auch irgendwo.

Diese alten und blödsinnigen Streitigkeiten zwischen Windows- und Linuxanhängern sollte doch wirklich langsam passé sein, denn das ganze Herumgezanke führt wirklich zu nichts.
Die c't hat sich auch schon vor Jahren mit diesem Thema befasst.
Das kam dabei raus: Linux und Windows: eine Ist-Aufnahme - c't

Ich frage mich nur hierbei: Würde man von einem Szenario ausgehen, in dem Linux 90% der Marktanteile hätte und Windows nur 10%, was wäre dann? Wäre Linux jetzt auch noch Open Source? Wie würde das Gejammer der Anwender dann aussehen? Würde Linux dann heute so aussehen, wie es jetzt aussieht?
Sind alles Fragen, die man nur schlecht beantworten kann.

In diesem Sinne meine ich doch, bleiben wir doch einfach mal beim Thema und lassen die alten Hasen ruhen.

Gruß, Sebastian.
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Alt 28.01.2012, 22:51   # 6
Harald Kaufmann
Gastposter
 
Die Diskussion, darüber was besser ist, Windows oder Linux ist Geschmackssache. Persönlich habe ich mich komplett von Microsoft Windows-Betriebssystemen verabschiedet. Ich sehe es einfach so, was Sicherheit angeht, ist Linux wesentlich sicherer vor äußeren Angriffen, als Windowssysteme. Nicht etwa, weil Windows, Weltmarktführer ist und sich alle und jeder auf dieses System einschießt, sondern weil es unkonfortabel und Virendurchlässig ist. Windows, kennt zwar auch das Administratorensystem, nur ist es jeder installiernder User und es ist sehr schwer, die Rechte unter Windows zu vergeben. Linux wird als User installiert und wenn dieser Systemrelavante verändern will, muss dieser sein Adminstratorenkennwort eingeben um in das Rootsystem zu kommen. Ausserdem kann vieles auf einfachsten Weg verschlüsselt werden und bietet zusätzlichen Schutz. Im Serverbereich ist Linux, eindeutig den Microsoft-Systemen haushoch überlegen. Um einen Vergleich anzugeben: Ich kaufe mir ein Auto für sehr viel Geld. An diesem Auto fehlen aber die Bremsen, die meiner Sicherheit dienen. Also muss ich Bremsen kaufen und muss dafür sorgen, dass ich es kostenpflichtig installieren muss. Es gibt noch sehr viel mehr Vorteile, die man über Linux berichten könnte. Wer keine Ahnung hat, ist derjenige, der versucht, Linuxsysteme schlecht zu reden. Und so etwas nennt sich Informatiker oder Fachinformatiker. Ich denke der FreeBSD-Entwickler hat Recht. Wenn ich einen PC kaufe, muss ich nicht zwangsläufig auch das Betriebssystem dazu kaufen, wenn ich es nicht haben will. Es sollte noch sehr viel mehr von solchen mutigen Entwickler geben und eines Tages, wenn Microsoft seine Mafiaähnlichen Vertriebsstrategien nicht ändern wird, wird es vom Markt verschwinden. Dieses kann noch sehr lange dauern, aber ich bin mir sicher, dass die Leute aus Redmond, nicht für ewige Zeiten Erfolg damit haben werden. Und ausserdem, wer sagt denn, dass Linux, Weltmarktführer werden will oder sein möchte? Und noch etwas, Linux ist nicht Windows. Wer es ausprobiert und es haben möchte, muss es erlernen. Mit Microsoft, habe ich überwiegend nur schlechte Erfahrungen gemacht. Aber dieses ist meine persönliche Meinung, die niemand mit mir teilen muss. Wer auf Microsoft schwört und gerne Spiele zockt, soll meinen Segen haben.
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Alt 20.05.2013, 07:28 # --
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