Alt 05.06.2009, 18:31   # 1
News Flash
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Beiträge: 18.372
"Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt"

Die Innenminister von Bund und Ländern fordern ein Verbot von so genannten Killerspielen. Nach ihrem Willen solle der Bundestag noch im Sommer ein "ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot" beschließen.
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Diskussion zu: Innenminister wollen Gewalt in Computerspielen verbieten
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Alt 05.06.2009, 22:42   # 2
noname99
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Solange cagefight (Mixed Martial Arts, im Prinzip regelloser
Totschlag im Käfig vor Zuschauern), legal ist, das
Waffenrecht nicht wirklich reformiert wird, die Massnahmen
gegen Kinderpornografie im Netz eine reine Kosmetik
darstellen reiht sich diese Idee ein in die Rat- und
Hilflosigkeit, die unsere gegenwärtige Regierung leider kennzeichnet. Populistische Wahlkampkosmetik ist hier
noch der harmloseste begriff, der mir dazu einfällt.
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Alt 06.06.2009, 01:27   # 3
MiMa
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Wohl gesprochen,

dem ist von mir (jahrelanger "Killerspiel"-Spieler und trotdem geistig normal geblieben) eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Einfach nur traurig mitanzusehn dieser ratlose Fähnlein-in-Volksgunst-Strom. Keine Ahnung - aber die Schützenvereinslobby wird nicht angestastet - wieso müssen Waffen nicht dort im Panzerschrank eingesperrt werden, sondern dürfen überall in Papis Nachtschränkchen zuhause aufbewahrt werden?

Und so einen haufen Deppen muss man demnächst wieder "wählen"!
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Alt 07.06.2009, 01:59   # 4
kai71
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wieso "muss" man demnächst wählen? man muss überhaupt nicht wählen....sterben muss ich...irgendwann mal, oder auf klo gehen, aber wählen "muss" ich nicht.
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Alt 08.06.2009, 07:21   # 5
Unregistriert User
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Ein Verbot ist doch total sinnlos. Dann werden die Shooter halt per Import gekauft oder illegal geladen.
Und zu einem Amoklauf braucht man wohl eher eine Waffe und keine Spiele. Also lieber ein absolutes waffenverbot für privatpersonen. Dazu sind die Politiker aber anscheinend zu blöd, oder sind Spieler als Feindbild besser geeignet?
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Alt 08.06.2009, 10:00   # 6
Göre
 
Benutzerbild von Göre
 
Registriert seit: 23.02.2006
Beiträge: 123
Wenn die Herrschaften der Politik nicht mehr weiter wissen dann müssen Sie eben sowas anleiern.

Es sind immer die PC-Spiele an allem Schuld aber nie wird die Schuld bei etwas anderem gesucht.

Wie der Zufall auch immer so will finden Sie natürlich auch die Killerspiele auf den Rechner, wobei ich langsam glaube, dass dies nur ein Vorwand ist.

Na mal abwarten was wirklich passiert.
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Alt 08.06.2009, 10:17   # 7
antiTank
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Die sollten sich doch auch mal die primitiven Gewaltfilme, die täglich, aber vor allem nachts (dafür gibt es aber recorder) auf den Privatsendern so laufen. Da kann ich oft, wenn ich früh hoch und am durchzappen bin, gar nicht so schnell weiterklicken, wie es mir übel wird. Nur, da beschränkt sich das "interaktive Eingreifen" auf das Spiel mit der Fernbedienung. Und es kommt hinzu: Es kann niemand nachprüfen, was man da so gesehen hat, während auf dem Rechner die in Frage stehenden Spielchen natürlich leicht zu finden sind.

Nun haben wir ja in Deutschland erheblich mehr Unfalltote im Straßenverkehr als Opfer von Amokläufen. Ist da noch niemand auf die Idee gekommen, bei den Unfallverursachern vielleicht mal nachzusehen, ob die sowas wie "Need for speed" oder ähnliche Rennspiele auf ihren Rechnern haben? Da hätte man doch dann n Ansatz, von Seiten der Politik lenkende Maßnahmen zu ergreifen??!!!

Gruß
antiTank
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Alt 09.06.2009, 15:55   # 8
Spock
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na ja, nach dem geplanten Verbot von Killerspielen ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis im Fernsehen alle Filme verboten werden, in denen ein Schuss fällt, oder jemand mit einem Messer erstochen wird. Dann ist es an der Zeit in Privathaushalten alle Messer zu verbieten, ausgenommen so'n Plastezeug wie im Flugzeug. Armes Deutschland.
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Alt 09.06.2009, 16:26   # 9
sn00py603
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Zitat:
Zitat von Spock Beitrag anzeigen
... bis im Fernsehen alle Filme verboten werden, in denen ein Schuss fällt, oder jemand mit einem Messer erstochen wird. Dann ist es an der Zeit in Privathaushalten alle Messer zu verbieten, ausgenommen so'n Plastezeug wie im Flugzeug. Armes Deutschland.
Plastezeug kann auch gefährlich sein. Dann sollten doch die da oben ganz woanders anfangen, nämlich in den Spielzeugläden. Da kannst du doch für deinen 3jährigen ne Spielzeugpistole kaufen, oder nen Blasrohr für Knete, dann sollte man doch auch gleich die Einmachgummis verbieten. Aus denen und ner schönen Astgabel kann man sich nen Katchi bauen und mit Steinchen auf Leute schießen..., also mir fällt da auch nix mehr ein

Ach, eh ich´s vergesse, @Spock, wie soll den ein Koch dann noch nen Huhn zerlegen welches er kochen will, wenn die Messer verboten werden?
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Alt 09.06.2009, 17:20   # 10
mthobee
 
Registriert seit: 22.11.2007
Beiträge: 16
@sn00py603

Ist doch ganz einfach: Köche dürfen eben in Zukunft erst mit 21 die Dinge zubereiten, für die man Messer braucht... das geht selbstverständlich auch nur dann, wenn sie vorher einen "Messerschein" gemacht haben und ihre Küchen mit Messerschränken ausrüsten, die biometrisch gesichert sein müssen.
Da der Messerschein eine richtig hohe Hürde sein wird, bekommen diese ganzen Ritterrestaurants wieder einen neuen Schub und so bekommt man sein Essen in Zukunft wieder viel öfter in einem großen Stück und kann endlich auch wieder mit den Händen essen, ohne dass man schief angeschaut wird... das freut auch die ganz Kleinen...

So schlecht ist diese ganze Geschichte also gar nicht.
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Alt 09.06.2009, 20:17   # 11
antiTank
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Nun ist ja aber gerade bei Parlamentarischen Debatten im Bundestag das Agressionspotential unter den Abgeordneten der vd. Parteien ganz besonders hoch. Deswegen schlage ich vor, in den Kantinen dort nur noch Suppen anzubieten.
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Alt 10.06.2009, 01:25   # 12
sn00py603
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Zitat:
Zitat von antiTank Beitrag anzeigen
Nun ist ja aber gerade bei Parlamentarischen Debatten im Bundestag das Agressionspotential unter den Abgeordneten der vd. Parteien ganz besonders hoch. Deswegen schlage ich vor, in den Kantinen dort nur noch Suppen anzubieten.
Das ist ja schön und gut mit den Suppen, aber die kriegen keinen Suppenlöffel, damit die nicht noch auf die Idee kommen, mit Erbsen oder Bohnen zu schiessen.
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Alt 10.06.2009, 21:59   # 13
Master Of Darkness
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Jetzt kommt erstmal der Bayrische Spieleabend am 17.06 im Landtag da können Politiker sich selbst ein bild machen keine Sorge nicht jeder Politiker denkt so wie die Innenminister wer Briefe geschrieben hat bekommt sogar antworten und die sind mehr als POsitiv also es Gibt Politiker die nicht eine ganze generation Kriminilasiert, solange es keine eindeutige fundierte beweise gibt wird kein Bundestagsabgeordneter für ein Verbot stimmen, asogar der Wiefelpütz der SPD finden unseren Jugendschutz mehr als ausreichend..
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Alt 10.06.2009, 22:23   # 14
sarazena
Plaudertasche
 
Benutzerbild von sarazena
 
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Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Ach, eh ich´s vergesse, @Spock, wie soll den ein Koch dann noch nen Huhn zerlegen welches er kochen will, wenn die Messer verboten werden?
Er kocht es erst und zerlegt es dann, dann braucht man kein Messer - mache ich beim Frikassee auch immer so
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Alt 14.06.2009, 00:25   # 15
anonymous007
 
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Ort: Berliner Umland
Beiträge: 10
Zitat:
Zitat von antiTank Beitrag anzeigen
Nun haben wir ja in Deutschland erheblich mehr Unfalltote im Straßenverkehr als Opfer von Amokläufen. Ist da noch niemand auf die Idee gekommen, bei den Unfallverursachern vielleicht mal nachzusehen, ob die sowas wie "Need for speed" oder ähnliche Rennspiele auf ihren Rechnern haben? Da hätte man doch dann n Ansatz, von Seiten der Politik lenkende Maßnahmen zu ergreifen??!!!
Habe das 'mal aufgegriffen und abgeordnetenwatch.de gefragt. Auf die Antwort bin ich ja mal gespannt...
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Alt 14.06.2009, 05:38   # 16
antiTank
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Zitat:
Zitat von anonymous007 Beitrag anzeigen
Habe das 'mal aufgegriffen und abgeordnetenwatch.de gefragt. Auf die Antwort bin ich ja mal gespannt...
Da wirst Du vielleicht irgendwann ein höfliches Antwortschreiben erhalten, aber dabei wird´s dann auch bleiben. Wäre trotzdem nett, wenn Du uns davon berichten würdest.

Der Begriff "egoshooter" ist doch wohl irgendwann mal geprägt worden, um damit zu verdeutlichen, daß das betreffende game aus der "Ich-Perspektive" bedient wird. S. Freud sagt dazu treffend, daß das "Ego" neben dem "Es" und dem "Über-Ich" dasjenige Teilsystem in der Persönlichkeitsstruktur sei, das die Realitätsanpassung des Menschen ermögliche. Nun kannte Freud noch keine Computerspiele; er hat es aber trotzdem vorweggenommen: Mit dem "Über-Ich-Teilsystem" kann er ja dann nur den "Arcade Modus" gemeint haben??!!
Ich selbst spiele auch gern mal ein racing-game oder eine Flugsimulation; am liebsten aus er Ego-Perspektive. Bei den meisten Simulationen kann man ja bekanntlich zwischen Ego- und Arcade-Modus wechseln; der Ego-Modus ist für mich sehr viel realistischer, obgleich bei Flugsimulationen z.B. ein Start oder eine Landung im Arcade- (also: Über-Ich) Modus einfacher sind (man sieht mehr!).
Nun ist es (oder war es) natürlich sehr einfach, den schon negativ klingenden Begriff "Ego" (egozentrisch, Egomanie, Egoistiker, Egotrip als Akt geistiger Selbstbefriedigung u.s.w.) auf eine Stufe mit dem wohl von den Kritikern geprägten Begriff "Killerspiel" zu stellen. Bei den Racing-games oder den Flight-simulations ist offenbar noch niemand auf die Idee gekommen, obgleich hier entweder reihenweise Fußgänger "umgenietet" oder feindliche Flugzeuge mit Kanonen und Raketen in Brand geschossen werden.
Weiterhin hat die Diskussion über diese Thematik dazu geführt, daß sich die Liebhaber der hier in Frage stehenden Spiele selbst hier im Forum nur in Ausnahmefällen überhaupt noch zu erkennen geben. Das sage ich so daher, weil ich mit vd. usern pn´s ausgetauscht habe, in denen einer mich sogar darum gebeten hat, hier "nicht zu sagen, was er denn so am liebsten spielt".
So langsam, denke ich, haben die Liebhaber dieser games das Gefühl, mit Pädophilen auf eine Stufe gestellt zu werden?!
Gruß
antiTank
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Alt 14.06.2009, 13:30   # 17
schnippewippe
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Zitat:
Zitat von antiTank Beitrag anzeigen
Weiterhin hat die Diskussion über diese Thematik dazu geführt, daß sich die Liebhaber der hier in Frage stehenden Spiele selbst hier im Forum nur in Ausnahmefällen überhaupt noch zu erkennen geben. Das sage ich so daher, weil ich mit vd. usern pn´s ausgetauscht habe, in denen einer mich sogar darum gebeten hat, hier "nicht zu sagen, was er denn so am liebsten spielt".
So langsam, denke ich, haben die Liebhaber dieser games das Gefühl, mit Pädophilen auf eine Stufe gestellt zu werden?!
Gruß
antiTank
Was ich sehr schade finde. Denn nur ihre Erklärungen könnten dazu beitragen, dass wir besser verstehen wieso diese Spiele so beliebt sind.

Ich selber würde mir auch nie im Fernsehen und schon gar nicht solche Videofilme ansehen. Mich beschäftig das Leid und Elend was dem Anderen zugefügt wird zu sehr.
Ich habe eben im Internet einen Bericht gelesen den ich selber sehr gut finde. Da ist mir dieser Satz besonders aufgefallen.
Zitat:
Spiegel Online
Virtuelle Gewalt ist also nicht per se unterhaltsam, sondern nur deren irritationsfreie Inszenierung. "Die Leute hätten weniger Spaß am Schießen, wenn die Leiden der Opfer in Videospielen realistisch dargestellt würden", sagte Vorderer. "aber das macht die Industrie nicht, weil sie sonst keine Spiele verkaufen würde."
Und genau das stelle ich mir dabei vor . Ich glaube ,so wie es mir geht , ist es bei vielen Menschen. Darum können wir auch so schwer verstehen wieso diese Spiele so beliebt sind.
Die meisten Menschen die solche Spiele verurteilen sind ja bestimmt älteren Datum.
Ich bin ein Berliner Blockade Kind. Bei uns in der Familie wurd viel über den Krieg und das Elend gesprochen. Ich habe mir als junges Mädchen auch viele Dokumentarfilme angesehen.

Wen man in den Spielen zum Beispiel zeigen würde ,wie es ist ,wenn der Gegner im Bauch getroffen wird und dieser Gegner dann alles was sonst darin ist festhält, damit es nicht runter fällt..........

Oder ein anderes Beispiel.
Die Mauer : l """Peter Fechter"""""
Erst nach fast einer Stunde wurde der Verblutende von den Grenzsoldaten der DDR abtransportiert.

Was ich damit sagen will ist, dass die meisten Spieler darauf losballern aber nicht darüber nachdenken wie es dem Gegner ergeht.

Wir aber sehen noch das Elend was dahinter steht.

Vielleicht liege ich aber auch falsch.

Hier mal ein Bericht den ich selber sehr gut finde.
"Warum macht Gewalt uns so viel Spaß?"

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Alt 14.06.2009, 14:18   # 18
antiTank
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Ist ja alles nachzuvollziehen, was Du da sagst. Aber, nochmal, warum ausgerechnet die Spiele und nicht die anderen? Kannst doch nehmen, was Du willst: Den Reiz des Ganzen machen doch bei den meisten games, und nicht etwa nur bei den sogenannten "Killerspielen", die kriegerischen Handlungen aus. Ob nun "Pirates" aus früheren Krawallzeiten oder die ganze "Silent Hunter" Serie aus den U-Boot Kriegen des letzten Weltkrieges: Da werden z.B. in dem letztgenannten auf taktisch kluge Weise Frachtschiffe torpediert, alles in einem Szenario, das dem tatsächlich geführten U-Boot Krieg sehr nahe kommt. Aus zeitgenössischen Berichten weiß man, daß die gesamte ca. 50köpfige Besatzung eines U-Bootes zwar zunächst laut gejubelt hat, wenn ein Schiff versenkt wurde, der eine oder andere sich aber hinterher sehr wohl Gedanken über die im kalten Atlantikwasser im ausgelaufenen und z.T. brennenden Öl des eigenen sinkenden Schiffes langsam verreckenden Seeleute gemacht hat. Über diese games, und es gibt sehr viele davon, redet niemand. Warum nicht? Muß ich das so verstehen, daß anonymes Massensterben salonfähig ist, die Niederringung eines einzelnen Gegners, der es ja im Spiel letztlich auf mich abgesehen hat, dagegen nicht???
Gruß
antiTank
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Alt 14.06.2009, 16:19   # 19
schnippewippe
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Nur mal meine bescheidene Meinung dazu.

Woher kommt so viel Hass und Aggression wirklich ?
Ich glaube das liegt ganz einfach in der Entwicklung der Gesellschaft.
Früher durch die Bandarbeiten und die kleinen Handwerksbetriebe hatten fast alle Menschen Arbeit gehabt. Durch die Automatisierung haben immer mehr Menschen den Arbeitsplatz verloren. Die Kinder aus dieser Schicht und die heute in der Schule nicht mehr so mithalten können , haben weniger Chancen, sich selbst zu entwickeln, Jobs zu kriegen oder überhaupt an dem Leben richtig teilzunehmen.
Der Jugendliche beginnt mit seinem Schicksal zu hadern .Aus der Wut und den Neid auf die Anderen , wird langsam Hass.
Wenn einer körperlich stark ist, wird er sich auf Kosten Schwächerer aufwerten. Das ist der allgemeine Trend in unserer Gesellschaft.
Denkt mal nur an die Handyfilme die von den Kids und Jugendlichen gedreht werden.Pure Gewalt. Desto mehr Gewalt desto mehr Anklang bei vielen Mitschülern.
Wer heute keine Arbeit , Autos oder moderne Technik vom feinsten in der Wohnung hat und auch nicht jedes Jahr in den Urlaub fahren kann , der zählt doch in unser Gesellschaft nicht mehr dazu.
Wieviele von den Kids trauen sich gar nicht mehr zu sagen, dass ihre Eltern arbeitslos sind.
Solange das Miteinander untereinander so gestörrt ist ,wird es immer wieder dazu kommen das einer mal ausklinkt.

Aber das kann die Regierung nicht ändern. Da sind wir ALLE gefragt.

Aber dann müssten wir uns ja ändern. Da ist es doch leichter von der Regierung eine Lösung für das Problem zu fordern.

Also schiebt man es auf die Killerspiele. Ich glaube denen ist es ganz egal welche Spiele sie da sperren. Haupstache es sieht so aus, als wenn man eine Lösung für das Problem gefunden hat und man sagen kann , seht her wir machen ja was dagegen.

Bis zum nächsten Zwischenfall.
Dann kommen vielleicht auch die anderen Spiele an die Reihe.

Ich selber muss gestehen, dass ich solche Spiele auch nicht schön finde
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Alt 14.06.2009, 18:02   # 20
antiTank
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Als Kind habe ich schon wie fast alle anderen Kinder auch das sogenannte Cowboy/Indianer gespielt. Im Sommer draußen mit Plastikpistolen und selbstgebauten Flitzbogen und im Winter drinnen mit Figuren etc. . Es waren nach meiner Erinnnerung zuweilen auch Mädchen dabei, wenngleich die eigentlich lieber mit Puppen gespielt haben. Das war so, die wurden keineswegs gezwungen, mit Puppen zu spielen. Mit zunehmendem Alter waren wir, so habe ich es in Erinnerung, fasziniert und gefesselt von den damaligen Edgar-Wallace-Filmen. Wird da nicht auch geschossen und gemordet? Ich glaube schon, das macht einen Krimi ja schließlich aus. Sieh Dir doch heute nur mal "John Rambo" an; absoluter Topfilm; die Kauf-DVD geht weg wie warme Semmeln.

Hatte das wirklich etwas mit Hass und Agression zu tun? Glaube ich einfach nicht. Im Übrigen wirst Du in allen sozialen Schichten Liebhaber von PC-Spielen, welcher Art auch immer, finden. Der einzige Unterschied liegt evtl. noch darin, daß ein Kind wohlhabenderer Eltern sich das kaufen wird, während das andere Kind es entweder aus dem web saugt oder kopiert.

Natürlich geht inzwischen eine tiefe Spaltung durch unsere Gesellschaft, und sie wird tiefer und tiefer. Die von Dir angesprochenen "handyfilme" und die zunehmende Gewalt unter den Jugendlichen sind mit absoluter Sicherheit nicht auf den Konsum irgendwelcher PC-Spiele zurückzuführen; das glaube ich einfach nicht. Eher schon glaube ich, daß sich die Perspektivlosigkeit und das damit verbundene "Gehenlassen" der Eltern auf die Jugendlichen überträgt.

Im Übrigen bin ich Deiner Meinung. Der nächste Vorfall kommt bestimmt. Und: Das erste, was man suchen wird, sind Hinweise auf mögliche Motive auf dem Computer des Täters. Die Millionen anderer, sagen wir doch mal "actiongameliebhaber", müssen dann wieder mit der Befürchtung leben, daß sie mit irgendwelchen Amokläufern in einen Topf geworfen werden.

Gruß
antiTank
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