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| Redakteur Registriert seit: 08.09.2003
Beiträge: 18.372
| "Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt" Die Innenminister von Bund und Ländern fordern ein Verbot von so genannten Killerspielen. Nach ihrem Willen solle der Bundestag noch im Sommer ein "ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot" beschließen. Lesen Sie den ganzen Artikel » Werbung Diskussion zu: Innenminister wollen Gewalt in Computerspielen verbieten |
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| | # 10 |
| Registriert seit: 22.11.2007
Beiträge: 16
| @sn00py603 Ist doch ganz einfach: Köche dürfen eben in Zukunft erst mit 21 die Dinge zubereiten, für die man Messer braucht... das geht selbstverständlich auch nur dann, wenn sie vorher einen "Messerschein" gemacht haben und ihre Küchen mit Messerschränken ausrüsten, die biometrisch gesichert sein müssen. Da der Messerschein eine richtig hohe Hürde sein wird, bekommen diese ganzen Ritterrestaurants wieder einen neuen Schub und so bekommt man sein Essen in Zukunft wieder viel öfter in einem großen Stück und kann endlich auch wieder mit den Händen essen, ohne dass man schief angeschaut wird... das freut auch die ganz Kleinen... So schlecht ist diese ganze Geschichte also gar nicht. |
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| | # 12 | |
| Gastposter | Zitat:
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| | # 13 |
| Gastposter | Jetzt kommt erstmal der Bayrische Spieleabend am 17.06 im Landtag da können Politiker sich selbst ein bild machen keine Sorge nicht jeder Politiker denkt so wie die Innenminister wer Briefe geschrieben hat bekommt sogar antworten und die sind mehr als POsitiv also es Gibt Politiker die nicht eine ganze generation Kriminilasiert, solange es keine eindeutige fundierte beweise gibt wird kein Bundestagsabgeordneter für ein Verbot stimmen, asogar der Wiefelpütz der SPD finden unseren Jugendschutz mehr als ausreichend.. |
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| | # 15 | |
| Registriert seit: 14.04.2007 Ort: Berliner Umland
Beiträge: 10
| Zitat:
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| | # 16 | |
| Gastposter | Zitat:
Der Begriff "egoshooter" ist doch wohl irgendwann mal geprägt worden, um damit zu verdeutlichen, daß das betreffende game aus der "Ich-Perspektive" bedient wird. S. Freud sagt dazu treffend, daß das "Ego" neben dem "Es" und dem "Über-Ich" dasjenige Teilsystem in der Persönlichkeitsstruktur sei, das die Realitätsanpassung des Menschen ermögliche. Nun kannte Freud noch keine Computerspiele; er hat es aber trotzdem vorweggenommen: Mit dem "Über-Ich-Teilsystem" kann er ja dann nur den "Arcade Modus" gemeint haben??!! Ich selbst spiele auch gern mal ein racing-game oder eine Flugsimulation; am liebsten aus er Ego-Perspektive. Bei den meisten Simulationen kann man ja bekanntlich zwischen Ego- und Arcade-Modus wechseln; der Ego-Modus ist für mich sehr viel realistischer, obgleich bei Flugsimulationen z.B. ein Start oder eine Landung im Arcade- (also: Über-Ich) Modus einfacher sind (man sieht mehr!). Nun ist es (oder war es) natürlich sehr einfach, den schon negativ klingenden Begriff "Ego" (egozentrisch, Egomanie, Egoistiker, Egotrip als Akt geistiger Selbstbefriedigung u.s.w.) auf eine Stufe mit dem wohl von den Kritikern geprägten Begriff "Killerspiel" zu stellen. Bei den Racing-games oder den Flight-simulations ist offenbar noch niemand auf die Idee gekommen, obgleich hier entweder reihenweise Fußgänger "umgenietet" oder feindliche Flugzeuge mit Kanonen und Raketen in Brand geschossen werden. Weiterhin hat die Diskussion über diese Thematik dazu geführt, daß sich die Liebhaber der hier in Frage stehenden Spiele selbst hier im Forum nur in Ausnahmefällen überhaupt noch zu erkennen geben. Das sage ich so daher, weil ich mit vd. usern pn´s ausgetauscht habe, in denen einer mich sogar darum gebeten hat, hier "nicht zu sagen, was er denn so am liebsten spielt". So langsam, denke ich, haben die Liebhaber dieser games das Gefühl, mit Pädophilen auf eine Stufe gestellt zu werden?! Gruß antiTank | |
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| | # 17 | ||
| Gastposter | Zitat:
Ich selber würde mir auch nie im Fernsehen und schon gar nicht solche Videofilme ansehen. Mich beschäftig das Leid und Elend was dem Anderen zugefügt wird zu sehr. Ich habe eben im Internet einen Bericht gelesen den ich selber sehr gut finde. Da ist mir dieser Satz besonders aufgefallen. Zitat:
Die meisten Menschen die solche Spiele verurteilen sind ja bestimmt älteren Datum. Ich bin ein Berliner Blockade Kind. Bei uns in der Familie wurd viel über den Krieg und das Elend gesprochen. Ich habe mir als junges Mädchen auch viele Dokumentarfilme angesehen. Wen man in den Spielen zum Beispiel zeigen würde ,wie es ist ,wenn der Gegner im Bauch getroffen wird und dieser Gegner dann alles was sonst darin ist festhält, damit es nicht runter fällt.......... Oder ein anderes Beispiel. Die Mauer : l """Peter Fechter""""" Erst nach fast einer Stunde wurde der Verblutende von den Grenzsoldaten der DDR abtransportiert. Was ich damit sagen will ist, dass die meisten Spieler darauf losballern aber nicht darüber nachdenken wie es dem Gegner ergeht. Wir aber sehen noch das Elend was dahinter steht. Vielleicht liege ich aber auch falsch. Hier mal ein Bericht den ich selber sehr gut finde. "Warum macht Gewalt uns so viel Spaß?" | ||
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| | # 18 |
| Gastposter | Ist ja alles nachzuvollziehen, was Du da sagst. Aber, nochmal, warum ausgerechnet die Spiele und nicht die anderen? Kannst doch nehmen, was Du willst: Den Reiz des Ganzen machen doch bei den meisten games, und nicht etwa nur bei den sogenannten "Killerspielen", die kriegerischen Handlungen aus. Ob nun "Pirates" aus früheren Krawallzeiten oder die ganze "Silent Hunter" Serie aus den U-Boot Kriegen des letzten Weltkrieges: Da werden z.B. in dem letztgenannten auf taktisch kluge Weise Frachtschiffe torpediert, alles in einem Szenario, das dem tatsächlich geführten U-Boot Krieg sehr nahe kommt. Aus zeitgenössischen Berichten weiß man, daß die gesamte ca. 50köpfige Besatzung eines U-Bootes zwar zunächst laut gejubelt hat, wenn ein Schiff versenkt wurde, der eine oder andere sich aber hinterher sehr wohl Gedanken über die im kalten Atlantikwasser im ausgelaufenen und z.T. brennenden Öl des eigenen sinkenden Schiffes langsam verreckenden Seeleute gemacht hat. Über diese games, und es gibt sehr viele davon, redet niemand. Warum nicht? Muß ich das so verstehen, daß anonymes Massensterben salonfähig ist, die Niederringung eines einzelnen Gegners, der es ja im Spiel letztlich auf mich abgesehen hat, dagegen nicht??? Gruß antiTank |
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| | # 19 |
| Gastposter | Nur mal meine bescheidene Meinung dazu. Woher kommt so viel Hass und Aggression wirklich ? Ich glaube das liegt ganz einfach in der Entwicklung der Gesellschaft. Früher durch die Bandarbeiten und die kleinen Handwerksbetriebe hatten fast alle Menschen Arbeit gehabt. Durch die Automatisierung haben immer mehr Menschen den Arbeitsplatz verloren. Die Kinder aus dieser Schicht und die heute in der Schule nicht mehr so mithalten können , haben weniger Chancen, sich selbst zu entwickeln, Jobs zu kriegen oder überhaupt an dem Leben richtig teilzunehmen. Der Jugendliche beginnt mit seinem Schicksal zu hadern .Aus der Wut und den Neid auf die Anderen , wird langsam Hass. Wenn einer körperlich stark ist, wird er sich auf Kosten Schwächerer aufwerten. Das ist der allgemeine Trend in unserer Gesellschaft. Denkt mal nur an die Handyfilme die von den Kids und Jugendlichen gedreht werden.Pure Gewalt. Desto mehr Gewalt desto mehr Anklang bei vielen Mitschülern. Wer heute keine Arbeit , Autos oder moderne Technik vom feinsten in der Wohnung hat und auch nicht jedes Jahr in den Urlaub fahren kann , der zählt doch in unser Gesellschaft nicht mehr dazu. Wieviele von den Kids trauen sich gar nicht mehr zu sagen, dass ihre Eltern arbeitslos sind. Solange das Miteinander untereinander so gestörrt ist ,wird es immer wieder dazu kommen das einer mal ausklinkt. Aber das kann die Regierung nicht ändern. Da sind wir ALLE gefragt. Aber dann müssten wir uns ja ändern. Da ist es doch leichter von der Regierung eine Lösung für das Problem zu fordern. Also schiebt man es auf die Killerspiele. Ich glaube denen ist es ganz egal welche Spiele sie da sperren. Haupstache es sieht so aus, als wenn man eine Lösung für das Problem gefunden hat und man sagen kann , seht her wir machen ja was dagegen. Bis zum nächsten Zwischenfall. Dann kommen vielleicht auch die anderen Spiele an die Reihe. Ich selber muss gestehen, dass ich solche Spiele auch nicht schön finde |
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| | # 20 |
| Gastposter | Als Kind habe ich schon wie fast alle anderen Kinder auch das sogenannte Cowboy/Indianer gespielt. Im Sommer draußen mit Plastikpistolen und selbstgebauten Flitzbogen und im Winter drinnen mit Figuren etc. . Es waren nach meiner Erinnnerung zuweilen auch Mädchen dabei, wenngleich die eigentlich lieber mit Puppen gespielt haben. Das war so, die wurden keineswegs gezwungen, mit Puppen zu spielen. Mit zunehmendem Alter waren wir, so habe ich es in Erinnerung, fasziniert und gefesselt von den damaligen Edgar-Wallace-Filmen. Wird da nicht auch geschossen und gemordet? Ich glaube schon, das macht einen Krimi ja schließlich aus. Sieh Dir doch heute nur mal "John Rambo" an; absoluter Topfilm; die Kauf-DVD geht weg wie warme Semmeln. Hatte das wirklich etwas mit Hass und Agression zu tun? Glaube ich einfach nicht. Im Übrigen wirst Du in allen sozialen Schichten Liebhaber von PC-Spielen, welcher Art auch immer, finden. Der einzige Unterschied liegt evtl. noch darin, daß ein Kind wohlhabenderer Eltern sich das kaufen wird, während das andere Kind es entweder aus dem web saugt oder kopiert. Natürlich geht inzwischen eine tiefe Spaltung durch unsere Gesellschaft, und sie wird tiefer und tiefer. Die von Dir angesprochenen "handyfilme" und die zunehmende Gewalt unter den Jugendlichen sind mit absoluter Sicherheit nicht auf den Konsum irgendwelcher PC-Spiele zurückzuführen; das glaube ich einfach nicht. Eher schon glaube ich, daß sich die Perspektivlosigkeit und das damit verbundene "Gehenlassen" der Eltern auf die Jugendlichen überträgt. Im Übrigen bin ich Deiner Meinung. Der nächste Vorfall kommt bestimmt. Und: Das erste, was man suchen wird, sind Hinweise auf mögliche Motive auf dem Computer des Täters. Die Millionen anderer, sagen wir doch mal "actiongameliebhaber", müssen dann wieder mit der Befürchtung leben, daß sie mit irgendwelchen Amokläufern in einen Topf geworfen werden. Gruß antiTank |
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