Alt 05.06.2009, 11:14   # 1
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Wähler und Politiker sollen direkt miteinander kommuniziern

Über drei Monate vor der nächsten Bundestagswahl laden das ZDF und Youtube Politiker und Wähler zur Diskussion ein. Mit dem Kanal "Open Reichstag" auf Googles Videoportal hoffen sie vor allem Jungwähler für die Politik zu interessieren.
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Diskussion zu: Open Reichstag: ZDF und Youtube starten Kanal zur Bundestagswahl
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Alt 05.06.2009, 11:14 # --
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Alt 07.07.2009, 17:10   # 2
Kristina
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Eine nette Idee, aber alleine die Aktion "Open Reichstag" zu nennen und nicht "Open Bundestag" finde ich sehr unglücklich gewählt.
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Alt 07.07.2009, 18:54   # 3
antiTank
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Ja, warum denn das nun wieder nicht? Sollen wir denn nun jedes Wort aus unserem Sprachschatz streichen, das irgendwann vor 70 Jahren in irgendeinem unseligen Zusammenhang einmal gefallen ist???
Dann lieber gleich bei den Tatsachen bleiben und den Ort dort "Quasselbude" nennen, das trifft vielleicht am ehesten den Kern der Sache. Aber, geht auch wieder nicht, weil Wilhelm zwo das schon mal gesagt haben soll.
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Alt 09.07.2009, 08:26   # 4
peterkae
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Ich finde die Idee von ZDF- Youtube ganz prima.
Wünschen würde ich mir eine ehrlich geführte Debatte zum Thema: "Wie viel "DDR" verträgt die Bundesrepublik Deutschland"?
Wie kann es sein, dass die Machthaber von einst schon wieder an den Schaltstellen der Macht sitzen und denen, die gegen den Unrechststaat DDR gekämpft hatten, heute den Vogel zeigen? Warum lehnen die Regierungsparteien eine erneute Stasiüberprüfungen ihrer Parteimitglieder ab???
Das wären die Themen mich wirklich interessieren und ich bin mir sicher, damit nicht allein zu sein. Ich möchte keine DDR-LIGHT nach der Wiedervereinigung Deutschlands.
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Alt 09.07.2009, 13:16   # 5
antiTank
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Zitat:
Zitat von peterkae Beitrag anzeigen
Wie kann es sein, dass die Machthaber von einst schon wieder an den Schaltstellen der Macht sitzen und denen, die gegen den Unrechststaat DDR gekämpft hatten, heute den Vogel zeigen? Warum lehnen die Regierungsparteien eine erneute Stasiüberprüfungen ihrer Parteimitglieder ab???
Das wären die Themen mich wirklich interessieren und ich bin mir sicher, damit nicht allein zu sein. Ich möchte keine DDR-LIGHT nach der Wiedervereinigung Deutschlands.
Schon mit Beginn der Gründung beider Deutscher Staaten gab es heiße Diskussionen darüber, inwieweit es verantwortbar sei, ehemalige Mitglieder des Verwaltungsapparates der Nazi-Diktatur in die neuen Regierungen einzubinden. Diese Diskussionen wurden im Westen geführt, wenn mal herauskam, daß jemand auch im Dritten Reich eine wichtige Funktion ausgefüllt hatte, im Osten natürlich nicht. Verzichten konnte man aber in beiden Staaten nicht auf kompetente Verwaltungsfachleute aus dem "Großdeutschen Reich". Adenauer & Co. haben das auch offen zugegeben.
Bestes Beispiel (lief kürzlich erst auf Phoenix wieder ein längerer Filmbericht drüber): Reinhard Gehlen, unter Hitler Leiter der Abteilung "Fremde Heere Ost" des militärischen Nachrichtendienstes ist er später dann unter Adenauer 1. Präsident des BND geworden.
Weitere Beispiele gibt es zur Genüge.
So, meine ich, dürfte auch zu einem vernünftigen Verwaltungsaufbau nach westlichem Vorbil in der ehemaligen DDR das Wissen und die Kenntnis vieler ehemaliger SED-Angehöriger unverzichtbar gewesen sein. Eine Ausgrenzung dieser Leute käme für meinen Geschmack dagegen natürlich sehr wohl dann in Frage, wenn sich herausstellt, daß jemand von ihnen gravierende Straftaten oder gar Menschenrechtsverletzungen begangen hat.
Das ist im Falle Gehlen oder auch anderer führender Nazi-Beamter in der jungen Bundesrepublik nicht einmal dann passiert und, deswegen haben wir trotzdem kein Großdeutschland-Light.

Gruß
antiTank
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Alt 09.07.2009, 13:28   # 6
sn00py603
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Zitat:
Zitat von Kristina Beitrag anzeigen
Eine nette Idee, aber alleine die Aktion "Open Reichstag" zu nennen und nicht "Open Bundestag" finde ich sehr unglücklich gewählt.
Erst mal muss gesagt werden, das dieses Gebäude, in welchem der Bundestag sitzt, mal irgendwann "Reichstag" genannt wurde, weil dort das Parlament des damaligen Deutschen Reiches getagt hat. Der Reichstag, d.h. das Gebäude steht schon über 100 Jahre -->Reichstagsgebäude ? Wikipedia , warum sollte man das jetzt umbenennen? Außerdem bezieht sich das ja wohl auf das Gebäude, oder?

Zitat:
Zitat von antiTank
Diese Diskussionen wurden im Westen geführt, wenn mal herauskam, daß jemand auch im Dritten Reich eine wichtige Funktion ausgefüllt hatte, im Osten natürlich nicht.
Im Osten wurden natürlich auch die Leute aus dem dritten Reich mit rangezogen, um den Wiederaufbau des Verwaltungsapparates voranzutreiben. Es wurde natürlich nicht so Publik gemacht, wenn da einer in der Versenkung verschwunden ist, weil dann irgendwann mal raus kam, welchen Mist derjenige zwischen 1933 und 1945 gebaut hat.
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Alt 09.07.2009, 14:49   # 7
schnurri_
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Zitat:
Zitat von antiTank Beitrag anzeigen
Ja, warum denn das nun wieder nicht? Sollen wir denn nun jedes Wort aus unserem Sprachschatz streichen, das irgendwann vor 70 Jahren in irgendeinem unseligen Zusammenhang einmal gefallen ist???
Dann lieber gleich bei den Tatsachen bleiben und den Ort dort "Quasselbude" nennen, das trifft vielleicht am ehesten den Kern der Sache. Aber, geht auch wieder nicht, weil Wilhelm zwo das schon mal gesagt haben soll.
lol, perfekt ausgesprochen und den Kern getroffen
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Alt 10.07.2009, 08:59   # 8
antiTank
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Zu den möglichen ehemaligen Stasi-Mitarbeitern hier nochmal folgender link:

Stasi-Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst - Selbstgerechte Debatte - Politik - sueddeutsche.de
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Alt 10.07.2009, 10:48   # 9
sn00py603
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Das ist ja eine haarsträubende Debatte, die da geführt wird.
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Alt 30.07.2009, 17:22   # 10
heinrichVIII
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Leider ist die Wortwahl Reichstag und nicht Parlament(Bun-
destag) im Reichstagsgebäude von äußerster Unkorrektheit
und als gedanklich anknüpfend an hoffentlich vergangene
Zeiten.Diese Debattiermöglichkeit ist zu begrüßen,wenn
auch zu einem Zeitpunkt,an dem ca.30-40 % möglicherweise
Nichtwähler sind,zu spät kommend.Es wäre zu wünschen,wenn
viele Internetbenutzer (-user) aus Ihrer politischen Passi-
vtätsecke in eine Beteiligungsaktivität (nicht unbedingt
innerhalb von Parteien) hinüberbewegt weden könnten.Die Vor
stellung urdemokratischer Meinungsbildung dürfte reizvoll sein.
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Alt 30.07.2009, 18:54   # 11
antiTank
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Zitat:
Zitat von heinrichVIII Beitrag anzeigen
Leider ist die Wortwahl Reichstag und nicht Parlament(Bun-
destag) im Reichstagsgebäude von äußerster Unkorrektheit
und als gedanklich anknüpfend an hoffentlich vergangene
Zeiten.Diese Debattiermöglichkeit ist zu begrüßen,wenn
auch zu einem Zeitpunkt,an dem ca.30-40 % möglicherweise
Nichtwähler sind,zu spät kommend.Es wäre zu wünschen,wenn
viele Internetbenutzer (-user) aus Ihrer politischen Passi-
vtätsecke in eine Beteiligungsaktivität (nicht unbedingt
innerhalb von Parteien) hinüberbewegt weden könnten.Die Vor
stellung urdemokratischer Meinungsbildung dürfte reizvoll sein.
Moment mal, wie sollen wir denn das verstehen???? Im Reichstag tagt der Bundestag. Erstmalig in der Geschichte, daß darin ein Bundestag, und nicht ein Reichstag tagt.

Zitat:
Zitat Wikipedia:
Reichstag des Heiligen Römischen Reiches (deutscher Nation) (754–1806 in teils lockerer Folge, wechselnde Tagungsorte in Deutschland mit wenigen Ausnahmen)
Reichstag des Norddeutschen Bundes (1867–1871)
Reichstag des Deutschen Kaiserreichs (1871–191
Reichstag der Weimarer Republik (1919–1933)
Reichstag in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945, ab 1938 umbenannt in Großdeutscher Reichstag aufgrund des „Anschlusses“ Österreichs, nur 20 Sitzungen, letzte Sitzung 1942)
Der Rest Deines Beitrags ist mir so nicht verständlich. Zu Deinen 30-40 % Nichtwählern: Viele von denen, so z.B. die user hier, die schon ihre Gedanken darüber ausgetauscht haben, sind nicht aus dem Grunde "Nichtwähler" (ich bin übrigens auch einer davon), weil sie in irgendeiner "Passivitätsecke" vor sich hin schmollen. Vielmehr, so glaube ich, träumen die von "urdemokratischer" Meinungsbildung und fühlen sich schlichtweg über den Tisch gezogen, ignoriert, nicht für voll genommen und schließlich von allen politischen Parteien betrogen.

Gruß
antiTank
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Alt 30.07.2009, 20:22   # 12
immorb
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Zitat:
Zitat von heinrichVIII Beitrag anzeigen
Leider ist die Wortwahl Reichstag und nicht Parlament(Bun-
destag) im Reichstagsgebäude von äußerster Unkorrektheit
und als gedanklich anknüpfend an hoffentlich vergangene
Zeiten.
[..]
Wäre es möglich das man sich an die genaue Bezeichnung hält!
Es ist das Reichtagsgebäude!
In der Umgangssprache wird es der Reichstag genannt.

Man sollte schon die Beiträge anderer User
"aufmerksam" lesen.
Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Erst mal muss gesagt werden, das dieses Gebäude, in welchem der Bundestag sitzt, mal irgendwann "Reichstag" genannt wurde, weil dort das Parlament des damaligen Deutschen Reiches getagt hat. Der Reichstag, d.h. das Gebäude steht schon über 100 Jahre -->Reichstagsgebäude ? Wikipedia , warum sollte man das jetzt umbenennen? Außerdem bezieht sich das ja wohl auf das Gebäude, oder?
[....]
Ps.
Die ewig Gestrigen waren vor mehr als 60 Jahren,und sind es auch Heute noch unter uns.
Genauso sind die "Gestrigen" des Osten auch Heute noch aktiv.

m.f.G.
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Alt 31.07.2009, 05:58   # 13
antiTank
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Zitat:
Zitat von immorb Beitrag anzeigen
Man sollte schon die Beiträge anderer User
"aufmerksam" lesen.
Ps.
Die ewig Gestrigen waren vor mehr als 60 Jahren,und sind es auch Heute noch unter uns.
Genauso sind die "Gestrigen" des Osten auch Heute noch aktiv.
m.f.G.
Mein ich auch. Aber: Das sogen. "Erste Reich" wurde schon vor 138 Jahren gegründet. Da war ein gewisser Herr aus einer Österreichischen Kleinstadt noch gar nicht geboren.
Wieso sind nur die "Gestrigen" des Ostens heute "noch" aktiv??? Wenn ich mich recht entsinne, so waren es vor der Wende ausschließlich die "Gestrigen" des Westens, oder hab ich da was falsch verstanden?? Heute sind sie, so meine ich, das verstanden zu haben, im Osten und im Westen aktiv.

Gruß
antiTank
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Alt 31.07.2009, 11:35   # 14
sn00py603
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Zitat:
Zitat von immorb:
Die ewig Gestrigen waren vor mehr als 60 Jahren,und sind es auch Heute noch unter uns.
Genauso sind die "Gestrigen" des Osten auch Heute noch aktiv.
Die ewig gestrigen des Ostens sind nach 1989 entstanden und die ewig gestrigen des Westens sind nach 1945 nicht ausgestorben.
Leider...
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Alt 18.06.2013, 08:33 # --
netzwelt.de
 
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