Alt 13.05.2009, 11:57   # 1
News Flash
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Wer illegal Dateien tauscht wird aus dem Internet ausgeschlossen

"Three-Strikes-and-Out!" Die alte Baseball-Regel gilt jetzt auch in Frankreich. Wer zum dritten Mal beim illegalen Tausch von urheberrechtlichen geschützten Dateien erwischt wird, dem droht eine Sperre des Internetzugangs für ein Jahr.
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Diskussion zu: Frankreich: Internetsperren für Filesharer beschlossen
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Alt 13.05.2009, 12:00   # 2
schnurri_
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Na denn dürfte es ja auch hierzulande nicht mehr lange dauern, bis so etwas hier eingeführt wird - [ironie an] deutschland kann solch eine tolle Diskriminierung doch nicht einfach so an sich vorbei gehen lassen [ironie aus]
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Alt 13.05.2009, 12:03   # 3
Frank2009
 
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Zumindest eine wirksame Methode, den Abmahnabzockern den Wind aus den Segeln zu nehmen, auch wenn es meiner Meinung nach weitaus bessere und Internetnutzer-freundlichere Möglichkeiten gibt, das Filesharing illegaler Dateien zu unterbinden - ohne Abmahnungen und sonstige Sanktionen gegen p2p-Nutzer zu verhängen. Aber die Denkweise vieler politisch Verantwortlicher erscheint mir doch sehr beschränkt und engstirnig zu sein.
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Alt 13.05.2009, 12:30   # 4
ulrich
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Zitat:
Zitat von Frank2009 Beitrag anzeigen
Zumindest eine wirksame Methode, den Abmahnabzockern den Wind aus den Segeln zu nehmen, auch wenn es meiner Meinung nach weitaus bessere und Internetnutzer-freundlichere Möglichkeiten gibt, das Filesharing illegaler Dateien zu unterbinden
Was schlägst Du da für eine Methode vor?
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Alt 13.05.2009, 13:30   # 5
Frank2009
 
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Zitat:
Zitat von ulrich Beitrag anzeigen
Was schlägst Du da für eine Methode vor?
Kontrollierte zentrale Keyserver (durch Behörden kontrolliert oder von der Telekom) (beim ed2k-Netz z.B. würden die ähnlich der jetzigen Edonkeyserver funktionieren, die Keys bestehend aus Filehash&Filesize), auf die nur Lizenzinhaber Schreibzugriffsrechte hätten über Lizenzinhaber-bezogene protokollierte Zugangskonten. Jegliche Clientsoftware müßte (vermutlich per Gesetz) verpflichtend, bevor ein Download beginnen könnte, den jeweiligen Key mit einem Server abgleichen.
Die Lizenzinhaber könnten jederzeit beliebige Keys auf den Servern eintragen, was protokolliert würde. Natürlich dürften sie nur Keys zu Dateien eintragen, zu denen sie die Rechte besäßen. Tragen sie jedoch Dateien ein, zu denen sie keine Rechte besitzen (und stellen das durch einen schnellstmöglichen Download nicht fest, zwecks gegebenenfalls Löschung des zu Unrecht eingetragenen Keys), wäre das im Protokoll nachvollziehbar und entsprechend müßten Bußgelder gezahlt werden, sobald solche Fälle bekannt werden (und das würden sie auch recht schnell).

Vorteil:
Sobald Kontrollberechtigte der Lizenzinhaber (z.B. die jetzigen Keylogger) mutmaßlich illegale Dateien im Netz feststellen würden (und das ist innerhalb weniger Stunden je Datei möglich, meistens schon innerhalb einer Stunde), könnten diese Keys sofort auf dem/den Lizenzserver/n eingetragen werden (die weitere Verbreitung wäre dadurch unmittelbar blockiert), und die verdächtige Datei runtergeladen, überprüft und der Releaser könnte gegebenenfalls gezielt zur Rechenschaft gezogen werden.

Der "normale" Filesharer, der keine Releases illegaler Dateien einstellt, bräuchte somit auch keine Angst vor Abmahnungen zu haben, auch wenn er bei der Dateiauswahl illegale Dateien auswählen sollte.

Natürlich kann es so immer noch zu illegalen Downloads kommen, innerhalb des Zeitraumes vom Release bis zur Blockade. Das sollte aber gegenüber der jetzigen Situation keine Relevanz haben.
--

Die Kosten-/Nutzenrechnung spricht eindeutig für eine solche Lösung.

-----Doppelpost zusammengeführt am 13.5.2009 um 12:47:29-----

Diese "Idee" ist natürlich nur grob und kann an vielen Stellen verfeinert werden (länderabhängige Keys, Lizenzbedingungs-abhängige Keys (z.B. Download möglich, aber Upload nur von bestimmten IPs), wegen immer weiter steigender Bandbreite könnte man per Gesetz für die ersten 4 Stunden des Downloads einer Datei eine Downloadrate von maximal z.B. 8 KByte/Sekunde festlegen und die Uploadrate für diesen Zeitraum auf 0 KByte/Sekunde begrenzen, damit den Lizenzinhabern ausreichend Spielraum gegeben wird, einen illegalen Release schon in der Startphase festzustellen, bevor größere Stücke verteilt wurden).
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Alt 13.05.2009, 14:59   # 6
Johannes B,
Gastposter
 
Sorry Frank: die Idee hat keinen wirklichen Taug, wenn die Dateien verschlüsselt werden. Denn dann kann gar nicht überprüft werden, ob die Dateien etwas illegales enthalten.
Im übrigen verstößt das an mehreren Punkten gegen den Datenschutz.
UND es hillft gegen eine Sache gar nicht, nämlich, wenn jetzt wie z.B. PirateBay diverse VPN-Netze aufgebaut werden, über die dann munter getauscht werden kann. Dann ist soweiso der Ofen aus. Verbieten kann man die VPN Netze auch nicht, denn dann müsstest du auch z.B. Onlinebanking/SSL generell verbieten.

Kurz und gut: eine wirksame Kontrolle von Filesharing wird in Zukunft immer schwieriger werden. Die Know-How-Träger im Hintergrund sind zu gut ausgebildet und ideologisch (von Open Access angefangen bis hin dann zu Kopimi) zu überzeugt von ihrem Handeln.

Das einzige was helfen würde, wäre ein gesellschaftliches Umdenken, aber das ist auf breiter Front nicht zu erkennen.

Johannes
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Alt 13.05.2009, 22:41   # 7
Frank2009
 
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Zitat:
Zitat von Johannes B, Beitrag anzeigen
Sorry Frank: die Idee hat keinen wirklichen Taug, wenn die Dateien verschlüsselt werden. Denn dann kann gar nicht überprüft werden, ob die Dateien etwas illegales enthalten.
Das ist ziemlich weit gefaßt, wenn Du es genauer beschreibst, könnte man darauf antworten.

Zitat:
Im übrigen verstößt das an mehreren Punkten gegen den Datenschutz.
In welchen Punkten denn bitte? Was verstößt da mehr gegen den Datenschutz als beim jetzigen Keylogging?

Zitat:
UND es hillft gegen eine Sache gar nicht, nämlich, wenn jetzt wie z.B. PirateBay diverse VPN-Netze aufgebaut werden, über die dann munter getauscht werden kann. Dann ist soweiso der Ofen aus.
Das ist so nicht korrekt. Ob die Verbindungen verschlüsselt sind oder nicht, spielt doch keine Rolle. Die Frage ist immer: Handelt es sich um ein geschlossenes Netz oder um ein offenes. Bei einem offenen nützt eine Verschlüsselung der Übertragung nichts. Um Daten von einem Ort zum anderen zu übertragen, benötigt es immer noch eine Quelladresse und eine Zieladresse. Und wenn sich da wie jetzt auch die Keylogger reinhängen, bekommen die genauso schnell die Dateien zu greifen wie alle anderen.

Die Lösung, die ich beschrieben habe, betrifft das Internet - ein offenes Netz. Natürlich können im Internet über VPN virtuelle geschlossene Netze aufgebaut werden. Die bekämen die Keylogger aber heutzutage auch nicht auf den Bildschirm.

Zitat:
Kurz und gut: eine wirksame Kontrolle von Filesharing wird in Zukunft immer schwieriger werden.
Da wird überhaupt nichts schieriger werden. Weshalb auch? Man überträgt von A nach B. Ob verschlüsselt oder unverschlüsselt.

Die Problematik geschlossener Netze ist völlig losgelöst von der Problematik von Filesharing. Natürlich kann innerhalb eines geschlossenen Netzes auch Filesharing betrieben werden. Dazu hab ich ja soweit alles gesagt.

Zitat:
Die Know-How-Träger im Hintergrund sind zu gut ausgebildet und ideologisch (von Open Access angefangen bis hin dann zu Kopimi) zu überzeugt von ihrem Handeln.
Kriminelle gab es immer und wird es immer geben. Die müssen gezielt ermittelt werden. Aber was derzeit läuft ist nichts Anderes als die Kriminalisierung eines jeden p2p-Nutzers - nicht einmal auf Verdacht - sondern auf Basis reiner Willkür. Und die eigentlichen Kriminellen stopfen sich die Taschen voll.

Zitat:
was helfen würde, wäre ein gesellschaftliches Umdenken, aber das ist auf breiter Front nicht zu erkennen.
Eben drum sind Lösungen gefragt, mit denen möglichst viele Menschen klar kommen und nicht nur einige Auserwählte.
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Alt 13.05.2009, 23:44   # 8
burnout150
Hardwareklempner
 
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Die großen Fische fangen sie mit dieser Maßnahme nicht. Auch Nutzer die seit Jahren Filesharing betreiben dürften nicht ins Netz gehen und so trifft es wohl nur die technisch nicht so versierte Allgemeinheit.

Das ganze ist vergleichbar mit zu schnell fahren.

Ich habe mal gehört, dass nur eine von 500 Geschwindigkeitsübertretungen auch eine Strafe nach sich zieht. Beim unsicheren Filesharen ist die Gefahr jedoch mittlerweile weitaus höher.

Raser die sich etwas mit der Technik auskennen fahren zudem mit Radardetektoren um nicht den Führerschein zu verlieren.


Ich bin seit jeher für eine Kulturflatrate, weil verhindern kann man Filesharing ohnehin nicht. Man macht es nur zu einem ähnlich profitablen Geschäft für die Mafia wie es Drogen schon sind und dann wird die Sache noch schwerer in den Griff zu bekommen sein.

Auch die Server von bekannten illegalen Torrent-, One-Click-Hoster-Seiten könnte man bei veränderter Rechtslage abschalten. An diesen Stellen sollte man eher den Hebel ansetzen.

Der Klang und das Feeling im Kino sind ohnehin nicht mit jenem vor dem heimischen Rechner vergleichbar. Musiker verdienen zudem das meiste Geld mit Konzerten. Eine wirkliche Gefahr sehe ich unter Umständen bei den ebooks.
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Alt 14.05.2009, 21:00   # 9
GesunderMenschenverstand
Gastposter
 
Vorschlag, um das "Problem" ein für alle mal zu beseitigen: Das Übel bei der Wurzel packen. Wenn irgendwelche vor Geld strotzende Industriemoguln der Meinung sind, es gäbe so etwas wie illegale Dateien, warum werden die denn dann nicht verboten, wenn sie doch so illegal sind. Also Musiker und Regisseure, die Kunst mit Geldgötzenkult verwechseln und sich deshalb von der Film- und Musik"industrie" prostituieren lassen (sprich "illegale" Dateien herstellen), sollten doch lieber prophylaktisch in Gewahrsam gesteckt werden, bevor sie den Teil der Menschheit, die das globale Kommunikationsnetz für ernsthafte Dinge benutzt, durch Generalverdacht in Gefahr bringt. Dateien sind Zahlen, nicht mehr und nicht weniger. Keine einzige MP3 Datei, kein einziger avi Film ist irgendwas anderes als eine schlichte Zahl...Wenn Zahlen aber patentierbar sind, wem gehört dann die 2? Und die 14? Bei der 666 habe ich ja einen Verdacht, aber wenn wir daran glauben, dass die MAthematik vor dem Menschen da war (evtl. von Gott ...), führt wohl kein Weg dran vorbei, anzuerkennen, dass "Künstler" nun mal keine Schöpfer sind. Jede Zahl, die sie "erfinden" können, ist bereits seit Anbeginn aller Zeiten vorhanden gewesen (Wenn wir an so was wie einen Anfang aller Zeiten glauben, aber jetzt verlieren wir langsam das Thema, glaube ich...
Die Revolution wird kommen und sie wird siegen!!! Vergelts Gott!
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Alt 14.05.2009, 22:25   # 10
Hadron
 
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Zitat:
Zitat von GesunderMenschenverstand Beitrag anzeigen
Keine einzige MP3 Datei, kein einziger avi Film ist irgendwas anderes als eine schlichte Zahl...
Aber keine beliebige Zahl. Eine mp3-Datei ist eine ganz bestimmte Zahl, die eine ganz bestimmte Bedeutung hat. Diese Bedeutung trennt sie von allen anderen Zahlen und nimmt ihr die Beliebigkeit. Irgendwer hat Arbeit aufgewendet, um eben diese Zahl von allen anderen zu trennen. Wenn man so will, hat er diese Zahl im Schweiße seines Angesichts gefunden.

Deine DNS könnte man auch als Zahl kodieren. Dennoch bist du etwas besonderes und nicht einfach nur eine schlichte Zahl.

Zitat:
[...] dass "Künstler" nun mal keine Schöpfer sind. Jede Zahl, die sie "erfinden" können, ist bereits seit Anbeginn aller Zeiten vorhanden gewesen
Wenn man sie nicht als Zahlenschöpfer bezeichnen will, dann vielleicht als Zahlenfinder. Man könnte das Schaffen von Kunst dann sogar als einen Suchprozess im unendlich großen chaotischen Zahlenraum verstehen. Die Suche schafft Ordnung und Ordnung schafft Bedeutung.

Der Maler Paul Klee hat mal gesagt: "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." Mit etwas Mut kann man hier einen Vergleich ziehen: Der Künstler bildet keine Zahlen ab, sondern er macht bestimmte Zahlen sichtbar, indem er sie im unerschöpflichen Zahlenraum aufspürt.

Eine ganz andere Frage ist dann die nach der Weitergabe und Veröffentlichung solcher besonderen, einmal aufgefundenen Zahlen. Welche Rechte hat der Zahlenfinder durch seinen Suchprozess an dieser bestimmten Zahl erworben?

"Keine" als Antwort erscheint mir da zu einfach.
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