Alt 19.04.2009, 09:22   # 1
Redakteur
 
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Beiträge: 19.938
Was würden Sie von einer Kulturflatrate halten?

Die Betreiber des weltgrößten Filesharing-Portals The Pirate Bay sind verurteilt worden. Eindämmen lässt sich die Piraterie im Internet damit wohl kaum. Was glauben Sie, könnte eine Kulturflatrate das Problem lösen?
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Diskussion zu: Sonntagsfrage: Legales Filesharing im Abo?
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Alt 19.04.2009, 14:13   # 2
MATExA
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Es haben tatsächlich Leute Antwortmöglichkeit 2 gewählt. Da kann man sich wirklich an den Kopf fassen.
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Alt 19.04.2009, 15:41   # 3
Agnag
 
Registriert seit: 09.11.2008
Beiträge: 11
Grundsätzlich wäre ich für eine solche Kulturflatrate, wenn die Kosten in Ordnung sind und eventuell gestaffelt (warum solle jemand, der sich nur ein paar Lieder im Monat herunterlädt genauso viel zahlen, wie jemand der mehr herunterlädt, als er überhaupt in der Zeit anschauen / hören kann)

Allerdings glaube ich nicht, dass diese Flatrate das Allheilmittel wäre, weil die MAFIA (Music And Film Industry Association)[1] sicher trotzdem die Raubkopierer verfolgen und zur kasse bitten werden.
Außerdem wird auch das Argument kommen, dass sich so jeder um x Eur/Monat medien herunterladen kann, die im Handel (Download, CD, DVD) mehrere huntert Eur kosten würden. => "Die Musiker verdienen nichts"


[1]www.mafiaa.org Aprilscherz über den zusammenschluss von RIAA und MPAA zur MAFIAA
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Alt 19.04.2009, 15:51   # 4
Morneweg
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Das Problem ist symptomatisch für die aktuelle Krise des Kapitalismus, und hierauf gibt es wohl keine abschließende Antwort. Verkürzt: einerseits gibt es ein Hauen und Stechen seitens der "Rechte-Inhaber", andererseits ist "geistiges Eigentum", einmal aus der Flasche gelassen, frei und nicht mehr zu halten. Das ist das Dilemma aller Schaffenden: was sie hervorbringen, gehört ihnen eben nicht selbst - sie müssen sich damit abfinden, dass sie einmal inspiriert worden sind. Der Geist, der ihnen ihr Werk einflößte, schert sich wohl herzlich wenig um ihre Altersvorsorge.
Haben die "Künstler" sich damit einmal arrangiert, wird auch den "Rechtewerwesern", sprich GEMA und anderen Parasiten, automatisch die Grundlage entzogen, und es bleibt nur das moralische Gebot an den Einzelnen, dem Autor eine Dankesspende zukommen zu lassen. Eingedenk der menschlichen Gier ist dies allerdings eine unrealistische Perspektive - und diese kann letztlich kein Gesetz regeln.
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Alt 19.04.2009, 17:05   # 5
flatitall
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Die Diskussion um eine Kulturflatrate erübrigt sich solange, wie wir in Deutschland noch eine Lizenzen Rangelei aus der Gutenberg-Zeit haben. Das digitale Gut wird immernoch völlig falsch behandelt um die antiquierten analog Medien noch ein paar Jahre am leben zu halten. Nur keinen Wandel, Veränderung und vielleicht mal neue Möglichkeiten in Betracht ziehen...

Da wird Gerd Leonhards: "Music like water" noch ne weile auf sich warten lassen bis die Entscheider endlich den Zahn der Zeit erkannt haben.

Schade schade das man hier mal wieder nicht mit der Dynamik der neuen Medien mithalten kann oder will.
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Alt 20.04.2009, 07:48   # 6
geri
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Ich bin koch, meine Gerichte werden auch nur einmal Bezaht,
10 euro schlag mich tot,und nicht eine milonen euro:und ich gehe trotzdem weiter arbeiten.
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Alt 20.04.2009, 09:07   # 7
burnout150
Hardwareklempner
 
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Registriert seit: 11.02.2006
Beiträge: 1.667
Seit dem ersten aufkommen der Idee bin ich für eine Kulturflatrate.

Wieso?
Das Problem bekommt man ohnehin nicht in den Griff und die meisten Leute die Filesharing betrieben kaufen wirklich Interessante CDs, DVDs, Spiele noch immer.

Eine Verbindung mit dem verursachten Downlaodvolumen wäre evtl. sinnvoll. Es ist zwar klar, dass einige Leute dabei durchfallen (Downloader von Spieldemos und Linuxdistributionenen usw.), jedoch halte ich das trotzdem noch für die gerechteste Lösung.

Wenn die Familie die nur 30 Stunden im Monat (1 GB download) online ist gleich viel zahlt wie die Familie mit 300 Stunden (30 GB download) wäre das etwas ungerecht.
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Alt 20.04.2009, 12:49   # 8
Hagbard
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Wir haben doch längst die Kulturflatrate...

Ich meine mich zu erinnern, dass eben jener Begriff vor ein paar Jahren viel, als unsere "Ministerium für Wahrheit" händeringend nach einer Daseinsberechtigung für seine GEZ-Eintreibung suchte.

Vielleicht könnte man ja hier noch einmal ansetzen und die fragwürdigen Gebühren in etwas nützliches umwandeln. Dann müsste allerdings das GEZ-Geld auch auf einmal nachvollziehbar an die richtigen Stellen geleitet werden und nicht mehr im großen Stil "vaporisiert" werden.
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