Alt 05.07.2008, 10:36   # 1
Redakteur
 
Benutzerbild von News Flash
 
Registriert seit: 08.09.2003
Beiträge: 19.938
"Alles was ich wissen will sagt mir mein Handy"

Was soll man einem Jugendlichen auch antworten wenn er oder sie fragt: Wieso studieren, Papa? Alles was ich brauche ist ein internetfähiges Handy und eine Datenflatrate. Damit finde ich in sekundenschnelle Antworten auf alle Fragen . Nur ein Wort: W i k i p e d i a.
Lesen Sie den ganzen Artikel »


Diskussion zu: Verkehrte Netzwelt: Studieren vs. Wikipedia
  Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2008, 16:29   # 2
Gabro
 
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 10
Ich bin Informatik-Student und muss leider sagen das man in der Uni nichts gescheites lernt. Abolut kein Praxisbezug. Ich kann das beurteilen weil ich viele Monate neben der Uni meinen zukünftigen Beruf ausgeübt habe. Die Professoren interessieren sich nicht für die Studenten und die Benotung des ganzen Studiums hängt von Klausuren ab, die man auf zwei Händen abzählen kann. Das ganze System ist insgesamt eine inmense legalisierte Abzocke!

Alles was ich lerne, der ganze Stoff kommt entweder von Büchern oder von Skripten der Professoren. Man bräuchte die Uni nicht, wenn man Zugriff auf alle Bücher und Skripte hätte. Das schlimme ist, das Uni's jetzt auch noch Studiengebühren in höhe von 700€ verlangen. Jetzt nachdem ca. 1 Jahr oder mehr seit der Einführung der Studiengebühren vergangen ist, hat sich immer nocht nichts in meiner Uni verbessert. Wo geht das Geld hin?

Wikipedia ist eine nette Enzyklopedie die ich häufig verwende. Aber die richtig schwere Themen werden meist nur ansatzweise erklärt und wenn sie erklärt werden dann nur sehr unverständlich. Wikipedia ist im fachspezifischen Bereich nichts für Studenten.

Ich bin insgesamt von beiden Systemen enttäucht. Denn sowohl in der Uni mit der angeblichen besonderen Atmosphäre, als auch bei der allwissenden Wikipedia-Enzyklopedie fühle ich mich am Ende komplett auf mich allein gestellt. Nirgens ist man so allein wie in einem Vorlesungssaal während der Vorlesung. Denn dort versteht man meistens nichts. Genauso ist es bei den fachspezifischen Wikipedia-Artikeln.
  Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2008, 16:35   # 3
perdita
Hat immer ein offenes Ohr
 
Benutzerbild von perdita
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.981
ich habe in meinem leben sehr oft die schulbank gedrückt und mußte, gerade während meiner umschulung zur IT-Systemkauffrau feststellen, dass man sich wissen fast nur in der praxis aneignet! nach meinem 6 monatigen praktikum konnte ich meinen dozenten gefaltet in die tasche stecken und konnte schulungen abhalten, wo er noch richtig viel hätte lernen können!

wiki in ehren ( ich nutze es fast täglich) aber gerade in spezifischen fragen ist es nicht ganz so stark! ich würde beiträge schreiben, wenn ich die zeit und die lust hätte, aber allen ernstes, ich habe keine lust!
__________________
965 augen 9 von 10 stimmen in meinem kopf sagen, ich bin irre, eine summt!2237 fliege
das ist perdita!
proggi: verkleinern von bildern anleitungen: alben und bilder bilder hochladen statt direktverlinken
  Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2008, 14:49   # 4
safexy
 
Registriert seit: 12.09.2007
Beiträge: 2
Ich habe erfolgreich mein Informatikstudium abgeschlossen, die Zustände waren katastrophal. Überholte Sachen musste man pauken, was unter dem Deckmantel Grundlagenwissen verkauft wurde. Dass dieses "Grundlagenwissen" inziwschen total falsch ist (ja es gibt sowas wie Weiterentwicklung und Fortschritt), hat wohl niemand dran gedacht. Die meisten Profs die Informatik (90%) unterrichtet haben, an der Uni wo ich war, haben gar kein Informatik studiert und kamen aus anderen Fachrichtungen (den meisten hatten dann auch keinerlei bezug zu den anderen Fachgebieten der Informatik und die Informatik besteht sicherlich nicht aus einer Einzeldisziplin). Dann wurden ganze Inhalte von Vorlesungen aus Büchern gek...t. Wusste man, aus welchem Buch die Sachen kamen, hat man sich lieber das Buch gekauft und das schlechte Skript in die Tonne geworfen.

Mein Wissen das ich derzeit besitze stammt zu 90% aus Büchern und dem Internet und nicht durch das Studium. (In der Zeit die ich für das Studium aufbringen musste, hätte ich über andere Quellen, viel mehr Wissen und Praxiserfahrungen erlangen können)

Das man aber auch durch das Studium etwas lernen kann, zeigt mein Nebenfach bei der Fakultät Maschinenbau. Dort gibt es sehr wenig Kritik zu äußern. Sehr moderne Inhalte und Lehrmethoden (Ok, bei dem Nebenfach konnte ich den Großteil meiner Veranstaltungen frei wählen...).

Man sollte mal einsehen, das Faktenwissen keinem etwas nützt. Es sollte lieber vermittelt werden wie man an Probleme rangeht und diese lösen kann / sollte, bzw. wie man Strategien entwickelt.

safexy
  Mit Zitat antworten

Alt 27.05.2012, 07:44 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 
   
Antwort

Stichworte
verkehrte netzwelt
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:44 Uhr.