Jaaa, solche Rechnungen sind momentan allgemein ziemlich populär, aber irgendwie hinkt das doch, oder?
Es ist zwar richtig, dass man sich für das Geld, was man im Laufe eines zweijährigen Vertrages ausgibt, oft das Gerät, welches man (vergünstigt oder umsonst) dazubekommen hat auch so hätte kaufen können. Was dabei aber immer ausser Acht gelassen wird ist, dass man zusätzlich zum Gerät ja aber auch zwei Jahre Vertragsleistungen von Seiten des Anbieters mit drin hat, was natürlich auch nicht umsonst ist.
Eine richtige Vergleichsrechnung müsste also die alternativen Kosten in den Vergleich miteinbeziehen, die durch den Handykauf ohne Vertrag + die Kosten für vergleichbare Leistungen im anderen Vertrag über die Laufzeit hinweg entstehen, da man einen Vertrag ja so oder so braucht. Bzw. ggf. Prepaid, was ja aber auch alles andere als kostenlos ist.
Ein folgerichtiger Vergleich wäre also:
Kosten eines Zweijahresvertrages mit Inklusivleistungen+ die evtl. Zusatzzahlung für's iPhone - Vergünstigungen durch Onlineabschluss o.ä.
zu
Kosten für's iPhone (obwohl es allgemein schwer sein dürfte ohne Vertrag und trotzdem legal eins zu bekommen) + die Kosten des unabhängig abgeschlossenen Vertrages über zwei Jahre bei vergleichbarer Nutzung
(Wobei dann logischerweise nicht nur Zahlen verglichen werden können, sondern die Leistungen, die man im Vertrag für sein Geld bekommt auch gegenübergestellt werden müssen!)
Ich persönlich denke momentan über ne Verlängerung meines T-Mobile-Vertrages in Verbindung mit nem iPhone 3G nach und muss zugeben, dass mich die aktuelle Auswahl der möglichen Tarife auch nicht hundertprozentig glücklich macht, aber solche Rechnungen wie hier (oder in letzter Zeit auch öfter im TV) hauen so doch auch nicht hin, oder hab ich da jetzt nen Denkfehler?
Ich gehe bei dieser Überlegung von Benutzern aus, die ihr Gerät auch wirklich benutzen. Für jemanden, der nicht telefoniert, keine Nachrichten schreibt, nicht mobil surft usw. sind teurere Verträge mit Inklusivleistungen natürlich nicht sinnvoll und es sollte ein günstiger Tarif gewählt werden, bei dem man immer nur das im Nachhinein bezahlt was man verbraucht hat. Aber jemand, der nicht regelmäßig die Funktionen des Telelfons nutzt, der braucht auch kein iPhone, oder?
Also Fazit: Es stimmt schon, dass man zu den aktuellen T-Mobile "iPhone-Tarifen" nicht unbedingt sagen kann, sie wären Schnäppchen und ihr Geld wird die Telekom natürlich auch daran verdienen. Ist ja kein Wohlfahrtsverband!

Aber ich denke man kann sagen, es gibt Menschen für die diese Angebote passen und Menschen, die sich lieber anderweitig umschauen sollten, da nicht jeder die Inklusivleistungen brauchen. Jedoch funktionieren solche gegenüberstellende Rechnungen in dieser Form ja nu auch nicht, wa!?