| Stretch-Funktion bei 4:3 Programmen? Was soll denn das bewirken? Man könnte das Bild breit ziehen - echt super, wenn jeder Kopf um 33% verbreitert wird. Da wird noch jeder Schauspieler zum Breitmaulfrosch. Andere Möglichkeit: Das 4:3 Bild soweit aufzoomen, dass der ganze Bildschirm ausgefüllt ist. Man verliert dabei leider wichtige Bildanteile oben und unten. Ein ungehöriger Schlag für jeden Kameramann und Regisseur. Nein, ein Kamerabild entsteht nicht rein zufällig, das weiss jeder, der schon mal ein Foto gemacht hat. Der Bildausschnitt wird sorgfältig gewählt. Ein 4:3 Format ist eben ein 4:3 Format und sollte auch nur so betrachtet werden!! Da entstehen schwarze Balken rechts und links. Na und? Seit 40 Jahren sehen wir schwarze Balken oben und unten, wenn ein Kinofilm für's Fernsehen adaptiert wird. Wen stört's?
Einen Fernseher mit 720 Zeilen für 720p Darstellung wird man vergeblich suchen. Doch leider sind gerade die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf diesen Zug aufgesprungen. Die Erwähnung, dass ein "leistungsfähiger Scaler" im Gerät vorhanden sein sollte, um das Bild dann zu vergrößern, halte ich für irreführend. Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass ein Gerät in der professionellen Fernsehtechnik, das lediglich dazu dient, Bilder zu vergrößern, nicht unter 5.000,- EUR zu haben ist. Was soll man also von einem Scaler-Chip erwarten, der auf dem internationalen Markt nicht mal 5,- EUR kostet? Bilder vergrößern bleibt immer Gift für die Schärfe, und was war es noch, was uns HDTV bringen sollte? |