| Guden Tach Herr Schnitzler,
bei allem Verständnis für ihre gespielte "verzweifelte Lage", aber sie neigen mit ihrer inszenierten "Klage" über das Überangebot sowie die Anhäufung zweifelhafter Sub-Optionen stark zur Übertreibung. Sie machen sich lustig über diejenigen, die durch nachvollziehbare Orientierungslosigkeit und fehlende Entschlusskraft bei Kaufentscheidungen auffallen, also eigentlich uns alle, die wir die endlosen Featurelisten und Weiterentwicklungsmöglichkeiten kaum mehr überblicken können, aber dennoch ständig von allen Seiten darauf gestoßen werden, "weil man sie gefälligst mitzunehmen hat", so man Kaufentscheidungen für Dritte, Freunde, Verwandte, den Chef die Ex-Freundin und alle Beteiligten sichtbar "richtig, verständlich und plausibel auflösen möchte". Sobald man sich aber ernsthaft mit solchen Listen und Sub-Optionen auseinandersetzt, verliert man fast zwangsläufig die eigenen Bedürfnisse aus den Augen. Man macht zu oft das Tapetenmuster des Kinderzimmers zu einem Thema, während man noch den ersten Knutsch vor sich hat. Einem/r Jugendlichen kann man diese Voreiligkeit noch verständlich machen, für Hardware-Käufer sind solche Überlegungen aber nur Zeitverschendung.
"Haarklein das Für und Wider abzuwägen" klingt schlicht albern, fast schon melodramatisch als wollten sie irgendjemanden gerecht werden, aber eigentlich wollten sie sich doch auf die Suche nach einem Produkt begeben, welches zu ihren Bedürfnissen passt. Letzteres erfordert ordentliche und bezahlte Beratung um eine ebenso ernsthafte Lösung zusammenzustellen. Die wenigsten wollen dies bezahlen, also wird diese auch nicht mehr seitens der Händler angeboten, Fertig. Der Mainstream- oder besser Consumer-Markt wird, kann und will dem was sie so anklingen lassen (ohne konkret zu werden) jedenfalls kaum folgen wollen, weil Stückzahl und Abverkauf gefragt sind, Stückzahl kriegt man aber nur hin, wenn man uniforme Bedürfnisse bedient oder wie Apple über Werbung den Verbraucher passend auf die eigenen Produkte konditioniert.
Würden Sie wirklich wissen was sie brauchen, so wäre es doch ein leichtes für Sie über ein Beratungsgespräch eine passende Hardware zu finden. Gebrauchtes und Auslaufgeräte bekannter Markenhersteller genügen sicher völlig, denn ihnen ist ganz sicher nicht mit einer schnelleren aber nutzloseren HighEnd-CPU, welche "noch schneller" auf ihre Benutzereingaben warten muss, gedient.
Lösen sie sich doch bitte erst einmal von dem Gedanken, ihnen ginge etwas ab, wenn sie nicht jedem windigen Schlagwort Folge leisten und konzentrieren sie sich auf ihre Bedürfnisse. Auch sollten sie sich von dem Gedanken lösen, jedem Trend und jeder Suboption zu ihrem Vorteil folgen zu wollen oder gar zu müssen, eben jenen die man "fürs selbe Geld mal eben mitnehmen kann".
Sie machen sich dadurch unabhängiger und können ohne Druck einem "Survival of the Fittest" entgehen, der durch die vielen Google-Linkfarmen und kaum miteinander vereinbaren "Testberichte" entsteht. hierdurch entgehen sie einem Wettbewerb den sie gar nicht bestehen können, weil er nur imaginär existiert.
Ich gehe davon aus, dass sie mit einemk preiswerten aber bewährtem und ausgetestetem XP-Notebook Auslaufmodell vom Jahresanfang 2007 und einem preiswerten Desktop-Rechner für max. 500 Euro mit einem kleinen DualCore-Basis sowie 1GB Arbeitspeicher bestens bedient wären.
Gruß |