Überall liest man zur Zeit von HDR, HDR-Fotografie und HDRI. Aber wie wird das richtige Ausgangsmaterial für derartige Bilder fotografiert? Wie geht es danach weiter, und kann ein HDR-Bild noch zusätzlich optimiert werden? Begleiten Sie mit netzwelt ein HDR-Foto von dessen Planung über die Fotografie bis hin zur finalen Bearbeitung. weiter »
die Anleitung ist sehr verständlich und logisch dargelegt. Ich würde jedoch gern noch einen Schritt weiter gehen. Dazu folgende Frage:
Gibt es eigentlich irgendwo eine Software oder einen Workflow (Script), mit der man nicht nur Bilder, sondern auch Filme (avi oder mpeg) zu HDR verarbeiten kann?
Sinnvoll wäre das z.B. bei der Digitalisierung von Schmalfilmen über eine Videokamera. Das Problem: Schmalfilme haben in der Regel ein Kontrastverhältnis von ca. 1:3000, gute Videokameras können aber in einem Bild höchstens ein Kontrastverhältnis von 1:1000 verarbeiten.
Das führt dazu, dass entweder die Lichter "ausbrennen" oder die Schatten "absaufen".
Würde man den Schmalfilm 2 mal digitalisieren - einmal hochbelichtet und einmal niedrig belichtet - könnte das Problem gelöst werden. Sofern es eine entsprechende Software gäbe, welche auch Filme (inkl. Interlacing) verarbeiten könnte.
Manuell habe ich das Problem schon mal mit Photoshop CS3 hinbekommen.
Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:
1.Hochbelichteten und niedrig belichteten Film mit AFTER FX in psd-Bilderfolge zerlegen. (ACHTUNG: nur das psd-Format zerstört nicht die Halbbildreihenfolge. Alle anderen Formate wie flm, bmp, tif usw. verlieren die Interlacing-Infos)
Danach steht in Photoshop folgende Aufgabenstellung: Es soll eine Bilderfolge von HDR-Bildern aus jeweils einem hoch belichteten und einem dazugehörigen niedrig belichteten Ausgangsbild (Format psd, 8 Bit) via Stapelverarbeitung zur automatische Abarbeitung ohne Unterbrechung generiert werden.
Die hochbelichteten Quell-Bilder befinden sich im Ordner "HIGH" mit dem Syntax "high0001.psd" bis "high9999.psd" und die niedrig belichteten Quell-Bilder im Ordner "LOW" mit dem Syntax "low0001.psd" bis "low9999.psd". Der Zielordner soll "TARGET" sein, die bearbeiteten Bilder sollen den Syntax "end0001.psd" bis "end9999.psd" haben.
Alle Ausgangsbilder haben das gleiche Format und die gleiche Größe. (8 Bit, psd, RGB)
Die Aktionen sollen folgendermaßen ablaufen:
1. Öffnen des ersten "low-Bildes" aus dem Ordner "LOW"
2. Öffnen des ersten "high-Bildes" aus dem Ordner "HIGH"
3. In Photoshop DATEI>AUTOMATISIEREN>"Zu HDR zusammen fügen". Option: Bilder ausrichten: ein / Verwenden:geöffnete Dateien / ok
4. Im sich öffnenten Fenster "EV manuell einstellen" soll dem "high-Bild" der EV-Wert 3 zugewiesen werden, und dem "low-Bild" der EV-Wert 0. OK. Fenster: Zu HDR zusammenfügen mit ok bestätigen.
5.In 8-Bit-Bild konvertieren mit Methode: Histogramm equalisieren (Menü Bild>Modus>in 8 Bit wandeln)
6.Bildgröße bikubisch nicht propotional auf 720x576 Pixel umrechnen. (Menü Bild>Bildgröße)
7.Speichern des ersten Endbildes im Ordner "TARGET" .
8.Alle Bilder schließen.
Danach soll das Ganze für das 2. Bild usw usf. bis zum letzten Bild automatisiert erfolgen.
Trotz langem experimentierens ist es mir weder gelungen, eine funktionierende (durchlaufende) Stapelverarbeitung oder ein funktionierendes Droplet zu erstellen.
Manuell funktioniert das jedoch sehr gut, wenn auch sehr aufwendig.
Die Target-Bilderfolge wird in PREMIERE wieder zu einem avi zusammengefügt. Das Ergebnis ist SUPER.
Leider fehlt mir das Wissen, um ein Script zur Automatisierung zu schreiben. Kann jemand helfen? Oder gibt es schon eine Lösung?
Es wäre schön, wenn jemand helfen könnte.
Gruß Thomas
03.09.2008, 19:53
#
3
celebHD.net.tc
Registriert seit: 03.09.2008
Beiträge: 2
Direkt helfen kann ich dir nicht, aber es gibt AviSynth, eine skriptbasierte Videobearbeitung/Verarbeitung. Schau dir das mal an.
15.04.2009, 02:09
#
4
wwbs
Gastposter
"Einen Schritt weiter ein Häckchen bei "Ausrichten der Bilder" machen und die Bearbeitung starten." (Zitat Ende)
Tolle Anleitung, aber mit einem "Häckchen" dürfte hier keinem gedient sein.
Ein "Häckchen" ist die Verkleinerungsform eines altbekannten Gartenuntensils - einer Hacke.
Bestenfalls könnte es auch die Verkleinerungsform eines Teils des menschlichen Fußes sein, obwohl hierfür "der Hacken" gebräuchlicher sein dürfte als "die Hacke".
Gemeint war sicher ein kleiner "Haken". Schlicht und ergreifend nur mit "K" geschrieben, nicht mit "CK". Man hört es auch schon: "Häckchen" spricht sich anders aus als "Häkchen".
Ein bißchen Orthographie tut immer gut. Oder ließ hier Pisa schon wieder grüßen?
28.04.2009, 11:31
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5
Netjer
Gastposter
Generell sind viele Schreibfehler drinn - zum Beispiel wird einmal von Blendenstufen geredet, wo Belichtungsstufen gemeint sind - tödlicher Fehler für die HDRßs wenn man da mit der Blende rumspielt
Aber sehr nettes Tutorial!
13.10.2009, 21:32
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6
mir
Gastposter
Drin wird normalerweise auch gerne nur mit einem n geschrieben
Wobei enthält ja sicher die schönere Formulierung gewesen wäre....
20.10.2009, 12:56
#
7
X-PaX
Registriert seit: 20.03.2009
Ort: Bad Schwartau
Beiträge: 35
Die meisten Kameras bieten mittlerweile auch die Möglichkeit eine automatische Belichtungsreihe zu erstellen.
Dadurch wird die Erstellung von HDR-Fotos auch noch einmal vereinfacht.
25.10.2009, 11:43
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8
einfach ich
Gastposter
Ich finde, wenn man sich dafür interessiert und keinen blassen Schimmer hat, dann kann man vielleicht einen Fehler machen bei der Verwechslung der Blendenstufen und der Belichtungsstufen. Aber ich glaube die restlichen eventuellen Rechtschreibfehler werden das Ergebnnis des Bildes nicht wirklich beeinflussen.
Daher sollte sich jeder Kritiker hier vielleicht die Frage stellen, ob mit derartigen Kommentaren wirklich geholfen wurde oder ob es nur zur Folge hat, das demnächst nicht mehr so gute und umfassende Tutorials frei verfügbar sind.
Ich fand den Artikel sehr gut und mir persönlich hat er sehr gut geholfen.
Weiter so und Gruß
25.11.2009, 16:09
#
9
Susanne.
Gastposter
Was ist nicht verstehe:
Den Fernauslöser verwendet man, um die Verwackler beim Auslösen zu vermeiden. Aber, wenn jedes mal Änderungen an den Einstellungen der Kamera (in meinem Fall ein Rädchen) vornimmt, dann verwackelt die Kamera doch viel mehr, als nur beim Auslösen?
Belichtungsreihenautomatik geht bei mir über nur 3 Stufen und das ist meistens zu wenig.
Viele Grüße,
Susanne
13.01.2011, 02:20
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10
Wernersen
Gastposter
Hi Susanne
Beim auslösen können die Bilder verwackeln, aber beim einstellen löst du ja nicht aus! folglich können die Bilder auch nicht verwackeln. Aber trotzdem mußt vorsichtig sein, nicht das die Kamera verstellt wird!
VGWerner
P.S. seh ja gerade das dies schon ne weile her ist
.
29.07.2011, 23:10
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11
Witchblade83
Gastposter
Hi!
Eine Frage hab ich als SLR-Anfänger trotzdem:
Wenn ich doch zum Messen der Belichtungsmessung auf Spotmessung umschalten soll - und wie im Beispiel Architektur sich für ein HDRI gut eignet -, sollte ich dann nicht nach der Belichtungsmessung wieder auf Mehrfeldmessung o. ä. umstellen, damit ich auch ein komplett scharfes Bild bekomme!?
So rein vom Verständnis her...
Sorry für die doofe Frage, aber hatte vorher eine Lumix FZ8. Da konnte man zwar auch schon viel dran "rumspielen", aber mit meiner Eos 550D ist es doch ein bisschen mehr. Und bislang konnte mir noch keiner genau erklären, was die "Blende" genau macht.... das ist z. B. so ein Mysterium, wofür ich ein Buch bräuchte: Fotografie für Dummies ;D
17.08.2011, 13:27
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12
Pottkieker
Gastposter
Hallo! Die Blende regelt die einfallende Lichtmenge. Große Blende (kleine Zahl)-> Es kann viel Licht auf den Sensor gelangen, was zum einen einen eine kürzere Belichtung, zum anderen einen geringen Schärfentiefenbereich zur Folge hat. Kleine Blende (große Zahle) -> Es fällt weniger Licht auf den Sensor, die Belichtungszeit verlängert sich, aber es wird auch mehr scharf abgebildet auf den Bildern. Machst du ein Portrait, willst du die Augen im Fokus haben, den Hintergrund verschwommen. Hierzu biete sich dann eine Blende z.B. f/5.6 an. Fotografierst du nachts eine Kirche, willst du evt. viel von der Kirche scharf haben. Also Blende f/11.0 z.B...
Wenn du die 550D wirklich verstehen willst, nimm die Kreativprogramme Tv, Av und M. Probier doch mal aus: Ein Püppchen auf den Tisch im Wohnzimmer, dann mit jeder möglichen Blende die Puppe ablichten (am besten die Cam steht dabei fest). Dann verstehst du schnell, was eine Blende macht.. Tipp am Rande: Haarmeyer /Westphalen: Canon EOS 550D, Galilelopress
Zum HDR:
Ich stelle nach den Spotmessungen in der Tat wieder auf Mehrfeldmessung.