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| Redakteur Registriert seit: 08.09.2003
Beiträge: 18.372
| Suse - das klingt nach ungepflegter Bauerstochter. Doch Suse ist mehr, Suse ist Linux. Und zwar die bekannteste und größte Distribution auf dem deutschen Linux-Markt. Jeder Linux-Einsteiger hat wohl als Erstes den Einstieg über die Suse-Linux gewagt und die besonders gute Dokumentation und den Support in Anspruch genommen. Trotzdem scheiterten viele, denn obwohl Suse Linux in Deutschland neben Knoppix die populärste Distribution ist, ist sie doch kein Optimal-Linux. weiter » Werbung Diskussion zu: Suse Linux: Platzhirsch, wenig einsteigerfreundlich |
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| Gastposter | Daß Suse so absolut überhaupt nicht benutzerfreundlich sein soll kann ich mir auch nicht grade vorstellen. So wie ich den Artikel verstanden habe wird das hauptsächlich damit begründet, daß die Auswahl der Softwarepakete, die bei Suse bereits mitgeliefert sind zu kompliziert und unübersichtlich ist. Ich persönlich sehe das als einen nicht so wahnsinnig großen Nachteil. Na klar, wenn man in alle Untermenüs reingeht sich alles anschaut was es da zur Auswahlt gibt wird man "von der Masse erschlagen". Tausende Programme bei denen man meistens nicht weiß wozu sie gut sind. Ich stimme zu daß das so erstmal zu unübersichtlich und schlecht dokumentiert ist. Allerdings kann man dieses Problem leicht umgehen. Man kann schließlich einfach die Standardeinstellung nehmen, ohne sich um die tausende von Paketen kümmern zu müssen und erhält trotzdem ein funktionierendes Betriebsystem. Und wenn man z.B. jetzt einen emule-client nachinstallieren will öffnet ruft man halt yast auf, benutzt die Suchfunktion und wählt das entsprechende Paket zur Installation aus. Ich verteh nicht was daran so kompliziert sein soll. Eine andere Sache die im Artikel vorkam fand ich dagegen viel interessanter: Zitat:
Hab früher immer gedacht rpm wäre ein einheitliches Dateiformat das sich bei jeder Distribution gleichermaßen verwenden lässt. Einen Song im mp3-Format kann man ja auch auf jedem mp3-Player gleich gut abspielern, es muss nicht zwanzig verschiedene Versionen davon geben um es auf zwanzig verschiedenen Playern hören zu können - sondern nur eine. Bei Linux-Softwarepaketen ist das leider momentan nicht so, einer der größten Nachteile von Linux. Wenn einen Software herausgegeben wird, sind die Entwickler dazu gezwungen, ein eigenes rpm-Paket für jede Distro zu machen, weil jede Distro ihr eigenes Ding dreht und nicht darauf geachtet wird zueinander kompatibel zu sein. Dabei gibt es ja bereits Ansätze um dieses Problem zu lösen, ich sag mal Stichwort Linux Standard Base. Das ist, soweit ich das verstanden habe, ein Standard bei dem bestimmte Sachen vereinheitlicht werden, so daß ein rpm-Paket sich auf allen Distros installieren lässt die diesem Standard entsprechen (was bis jetzt aber nur wenige sind). Ich verstehe nicht, warum nicht mehr daran gearbeitet wird, rpm zu einem einheitlichem Format zu machen. Das würde für alle beteiligten Vorteile bringen: Software-Entwickler könnten sich auf`s entwickeln von Software konzentrieren und das Ergebnis ihrer Arbeit in einem Paket veröffentlichen, das überall läuft, anstatt dutzende verschiedene pakete machen zu müssen. Benutzer könnten jedes Paket das sie in die Hände kriegen benutzen und wären nicht auf speziell für sie gemachte Pakete angewiesen. | |
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| Gastposter | Es wundert mich doch immer wieder wie die sogenannte Fachpresse immer wieder danebenliegt. Ich gucke schon seit Suse 6.0 über den Tellerrand von MS und war jedesmal erstaunt. Erstaunt deswegen weil Linux einfach in vielen Dingen besser als Windows ist. Leider wurde nicht immer jegliche Hardware meines Pcs anerkannt, es gab da immerwieder Probleme mit Linux. Doch Windows bildet da keine Ausnahme. Suse ist meines Erachtens nun nicht gerade besonders Einsteigerfreundlich aber mit ein bisschen Netztrecherche läßt es sich sehr gut und schnell installieren, sofern man es bei der Standartinstallation beläßt. Sicher hat hier was Umsteigerfreundliche User anbelangt Ubuntu die Nase vorn, weil es ist recht spartanisch was die Softwarepakte angeht. Doch wer etwas mehr will als nur im Inet zu surfen der sollte ruhig zu Suse greifen. Allerdings was Linux von Grundauf falsch macht ist keine Schnittstelle für Games anzubieten. Denn die Emus die es für Linux gibt, mit verlaub taugen nicht recht viel. Da muß oder sollte die Linuxgemeinde endlich mal was ändern. Denn nur so hat Linux die Möglichkei endlich mal den Durchbruch zu schaffen. |
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| Gastposter | Leider ein wenig objektiver Bericht! Dass die Vielfalt und freien Entscheidungsmöglichkeiten einer Linux-Distribution - sei es nun SUSE oder eine beliebige andere - als Nachteil gesehen werden, zeugt wohl von einer gewissen Faulheit seitens des Autors. Und von einem grundlegenden Missverständnis zwischen der Welt der freien und der der kommerziellen Software. Ein kleiner Vergleich: Wenn ich Hunger habe, kann ich mir ein Fertiggericht im Supermarkt nebenan kaufen, um schnell satt zu werden. Kein Problem soweit. Ich kann mir aber auch ein Essen selber kochen. Da muss ich allerdings überlegen, was rein soll und worauf ich Appetit habe. Und, nicht zu vergessen, ich brauche Grundkenntnisse, was das Kochen anbelangt. Das Fertigessen geht da natürlich schneller - aber schmeckt es auch besser? Und ist es nicht ein etwas beunruhigendes Gefühl, nicht zu wissen, was genau da alles drin ist? Jemand, der sich ein wenig mit freier Software befasst hat, sollte eigentlich zu anderen Schlüssen kommen, als dem, dass Vielfalt und Entscheidungsfreiheit Nachteile sind. Ein sehr schöner Text, den ich dem Autor dieses Berichtes ans Herz legen möchte, darin besonders den Abschnitt "Subproblem 3b" und "Problem 5": linux.oneandoneis2.org/LNW.htm Eine deutsche ÜS gibts hier: felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/ |
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