| | # 21 | |
| Registriert seit: 10.08.2003
Beiträge: 191
| Zitat:
Ist aber nur wichtig, wenn man auf sowas wie eine Wissensallmende Wert legt und sich auch beim Softwarekauf Gedanken macht. Ob es sich angenehmer mit DRM, Quasi-Monopolen und Kontrolle durch Konzerne lebt, wird aber wohl doch jeder selbst entscheiden müssen. Solange jedenfalls, wie es noch was zu entscheiden gibt. | |
|
| | # 23 |
| Registriert seit: 10.08.2003
Beiträge: 191
| Mich erinnert es eher an die Frage ob "Warum fahren rote Autos schneller als grün lackierte" In den Diskussionen um Betriebsysteme werden oft technische Eigenschaften verglichen. Bei Kaufentscheidungen und bei Diskussionen um Betriebsysteme selbst spielen aber noch weitere Dinge eine Rolle: - Sympathiefaktoren - Beeinflussbarkeit durch Werbung/Marketing - das Empfinden darüber, welcher Statusgruppe man zugehört - repräsentativer "Wert" des Produktes selber Beispiel: Da die Produkte von Apple im Marketing und in der Preisgestaltung eher "mittelschichtsorientiert" beworben werden, glauben manche sie gehörten zu eben dieser Schicht, wenn sie sich deren Produkte leisten, man "gönne sich ja sonst nichts. Das Auftreten "millitanter" Fanboys ist dann eben auch entsprechend, denn es geht auch darum die vermeintliche "Schichtzugehörigkeit" und die eigene Rollen zu verteidigen. Wie man im wahren Leben wirklich postioniert ist, spielt für solche Identifikationen der Marken-, Produkt- und Verkaufspsychologie eigenlich kaum eine Rolle. Kann man eigentlich Artikelserien, die sich mit Betriebsystem-Vergleichen beschäftigen, überhaupt ernst nehmen, die den Aspekt "Werbekosten pro verkaufter Einheit" nicht näher beleuchten? Image ist zwar heutzutage alles, anderseits gibt's genügend Leute, die durch Zufälle zu ihren Betriebsystem gekommen sind. Das einzige was ich immer wieder feststelle ist, das sich für jedes populäre Betreibsystem genügend Nutzer melden, die mit dem was sie haben zufrieden sind. |
|
| | # 24 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.167
| Zitat:
Denn gäbe es ein Betriebssystem mit dem kaum ein oder gar kein Nutzer zufrieden ist, so würde sich dieses Betriebssystem kaum im Markt halten. IBM's OS/2 ist das beste Beispiel dafür. Das Betriebssystem an sich war ja nicht schlecht, der Support dafür umso grausamer. Keine Treiber, kaum Anwendungssoftware. Und teuer war es auch. Und es war reine Glückssache, bei Problemen jemanden von der IBM zu finden, der sich damit auskennt. Meiner Meinung nach sollte man bei der Wahl eines Betriebssystems sich erst einmal darüber im Klaren sein, was mit dem Computer gemacht werden soll, dann sich Gedanken über die passende Anwendersoftware machen und - zuletzt - das Betriebssystem passend dazu aussuchen. Genau diese Vorgehensweise ist in anderen Bereichen längst üblich: Wenn man sich z.B. einen Fotoapparat zulegen will, so überlegt man sich doch auch vorher was man aufnehmen möchte und entscheidet danach. Es wäre zumindest nicht klug, einen Apparat zu kaufen, um dann hinterher festzustellen, daß er z.B. keine Nahaufnahmen bewältigt. Jedenfalls dann nicht, wenn man Gänseblümchen fotografieren will. Der Aspekt "Prestige" spielt aber wohl nicht so eine entscheidende Rolle. Linux steht, wenn ich die verschiedenen Beiträge in diesem Thread richtig interpretiere, für erfahrene Benutzer, die wissen, was sie tun. Windows hat hingegen wohl eher das Image: CD rein, Knopf drücken und los gehts. Also, meiner Meinung nach ist der Prestigefaktor doch etwas, was eher für Linux als für Windows spricht. Dafür ist Windows teurer. Aber Portemonnaie auf ist für viele Leute einfacher, als Gehirn einschalten. Aber ist es auch pestigeträchtiger? Ich glaube nicht. Die Zufriedenheit mit einer Sache, z.B. Betriebssystem, beruht aber auch darauf, daß der Anwender sich dafür entschieden hat und nicht gern zugeben möchte, daß seine Entscheidung falsch, oder zumindest problematisch gewesen ist. Dieses Phänomen kann man am deutlichsten beim TÜV beobachten. Viele Fahrer empfinden es als Angriff auf ihre Person, wenn die Karre die HU nicht besteht. Schließlich haben sie sich das Auto gekauft und bewußt dafür entschieden. Noch ein Punkt ist vielleicht die Unkenntnis der Materie. Viele User kennen einfach gar nichts anderes, als ihr Windows. Das war schon auf dem Rechner, als sie ihn gekauft haben, und es funktioniert ja auch. Linux? Ja, schon mal gehört, aber noch nie gesehen. Die Zufriedenheit ist also durchaus eine ziemlich relative Angelegenheit und nur in den seltesten Fällen durch fundiertes Fachwissen manifestiert. Und genau deshalb halte ich einen Streit über "das beste" Betriebssystem für ziemlich müßig. Das beste Betriebssystem gibt es ebenso wenig, wie das beste Auto - oder die beste Farbe desselben. | |
|
| | # 25 |
| Registriert seit: 10.08.2003
Beiträge: 191
| Der Prestigefaktor war auch eher auf den MAC und Apple OSX bezogen. Hardware als auch Software sind teuer. Bei OS/2 hat mich der fehlende Support nicht gestört, für Windows haben die meisten ja auch keinen regulären Support (Stichwort OEM). Problematisch war, daß für Windows 95 mehr Software existierte, weshalb ich 1999 auch OS/2 aufgabe, weil nur noch Star Office 4 verfügbar war und das Lotus Office immer noch nicht verfügbar war. Ansonsten kann ich mich über OS/2 nicht beklagen, es hat seinen Dienst immer zuverlässig erfüllt und die von mir gekaufte Hardware wurde immer unterstützt. |
|
| | # 26 | |
| Registriert seit: 31.03.2004 Ort: Bonn
Beiträge: 958
| Zitat:
OS/2 war ohne Frage gut, aber offensichtlich waren die wenigsten Leute dieser Meinung. Sonst würde man hier wohl über Sinn und Unsinn von OS/4 XP oder so spekulieren | |
|
| | # 27 | ||
| Registriert seit: 10.08.2003
Beiträge: 191
| Zitat:
Man erlaube mir einen kleinen Seitenhieb, aber normalerweise schafft es ein "brauchbares Betriebssystem" sich so gut verkaufen, daß es seinen Unterhalt selbstverdient und dessen Weiterentwicklun nicht aus den Verkäufen des iMac und des iPod finanziert werden muss. Nichtsdestotrotz leistet dieses Betriebsystem beachtliches, was aber wohl dran liegt, daß es aus einer BSD-Variante (Unix) hervorging, also in nicht geringem Maße auf der Arbeit freier Programmierer aufbaute. Schade, dass diese Umstände nur allzu oft in Vergessenheit geraten und meist allzu oft "dumm dahergeredet wird" und nicht wenige Apple-Fanboys nur allzu schnell welcher Reihe günstiger Umstände und Zufälle Apple seine heutige Existenz verdankt. Selbstverständlich soll auch meinerseits die Arbeit von Steve Jobs gewürdigt werden. Gerade in Hinblick auf nachfolgenden Kommentar sollte man obige Umstände aus genau dieser Zeitperiode nicht unter den Tisch fallen lassen. Zitat:
Wahr ist aber auch, daß man sich mittels REXX (einer betriebsysteminternen Scriptsprache) und einer sehr großen Sharewareszene (leider nur englischsprachig) doch weitreichend versorgen konnte. Mittels eines X11-Servers konnte man "originäres" Linux unter OS/2 fahren. Weiterhin bestand die Möglichkeit Windows 3.1x-Software zu installieren. Mir jedenfalls genügte das OS/2-Betriebssystem bis etwa 1998/1999, danach war es einfach zu mühselig und zeitraubend die vielen "Service Packs" und Patches einzuspielen um es an aktuelle Hardware anzupassen. Zu dem Zeitpunkt hatte es aber bereits seinen Lebenszyklus "überlebt", also die 3 Jahre überstanden, von denen ich ausging. Ich habe es gewissermaßen zusammen mit der in 1996 angeschafften Hardware "entsorgt". Der Kaufpreis meiner Version von 159 DM hat sich gegenüber den damaligen netzwerkfähigen Alternativen gelohnt. Zur Wahl standen damals ~ Warten auf NT ~ Windows 95 ~ Novell Netware ~ Weiterbenutzung von OS/2 3.x auf einer neuen Hardware Ich jedenfalls kann nur gute Erfahrungen berichten, insbesondere die integrierte funktionierende Sprachsteuerung und die "Verknüpfungen, die immer ihr Ziel fanden und den Speicherort der Zieldateien sogar verfolgen konnten" sind mir ni leiber Erinnerung. Darüberhinaus gab eine gut ausgebaute OS/2-Konsole, die im Funktionsumfang für mich genauso komfortabel war, wie ich es unter IBM AIX gewohnt war. Allerdnigs habe ich mit dem IBM Unix nicht genug zu tun gehabt um den Vergleich aus der Eronnerung heraus näher zu beschreiben. In Punkto Vernetzung jedenfalls haben sich damals alle meine Wünsche erfüllt. Auch in Punkto Zuverlässigkeit gabs nichts zu meckern. OS/2 hatte jedenfalls nicht mit den vielen Unzulänglichkeiten und kaum reproduzierbaren Abstürzen von MacOS 7 und 8 zu kämpfen, die auf fehlendes Multitasking fehlende Abgrenzung der Speicherbereiche gegeneinander zu kämpfen. In der Zeit als NT 4.0, OS/2 und das MacOS 7/8.x um Marktanteile kämpften, hatte man mit dem IBM OS keinesfalls eine schlechte Wahl getroffen, im Gegenteil man hatte 1994-1999 in jedem Falle ein zukunftsorientiertes und hochentwickeltem Betriebssystem zu tun. Es wäre geschichtsrevisionistisch diesen Entwicklungsstand nicht anzuerkennen, der sich sicher auch jederzeit mittels der Fachzeitschriften des Heise-verlags oder anderer ernstzunehmender Publikationen aufzeigen ließe. Mit OS/2 konnte man jedenfalls locker die Wartezeit aushalten, bis die ersten wirklich brauchbaren Betriebsysteme von Microsoft (Windows2000) und Apple (MacOSX) erschienen. Aus der heutigen Rückschau hat man natürlich "gut reden" und kann vieles verklären. Ich hingegen kann mich noch genau erinnern als ich die Anschaffung einer ISDN-Karte für den Apple MAC anstand. Für Windows 210 DM für den Mac etwa 1500, sowas würde ich nur ungern verklärt hören. Auch heute sind die Kosten nahezu für ein OS irrelevant, wenn ich nur ausreichend viel für Hardware ausgibt bekommt man wunschgemäß das BS der Wahl als kostenlose Dreingabe. Bei Apple und Dell mag das anders sein, allerdings hatte ich bisher nur wenig mit beiden zu tun. EDIT Übrigens ist in NT (Vorgänger von XP) nicht unwesentlich OS/2-Knowhow eingeflossen. Microsoft und IBM waren bis etwa 1994 Kooperationspartner um ein 32-OS auf den Markt zu bringen. | ||
|
| | # 28 | |
| Registriert seit: 31.03.2004 Ort: Bonn
Beiträge: 958
| Zitat:
Übrigens ist es ja in anderen Bereichen andersrum: Kein Hersteller kommt gegen die Marktmacht des iPod an, obwohl der meist weniger leistet, als seine Mitbewerber. Wenn ein Hersteller einen großen Teil des Marktes beherrscht, haben es Mitbewerber immer schwer, ein neues Produkt zu platzieren. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder, man ist massiv besser und billiger, oder der Monopolist dankt ab. | |
|
| | # 29 |
| Registriert seit: 10.08.2003
Beiträge: 191
| Wir werden es in der Zukunft ja sehen, welche Chancen MacOSX auf der Intel-Plattform nutzt um seinen Marktanteil zu erweitern. Ich denke mal, daß es einem nicht geringen Teil der Konsumenten schlichtweg egal ist, auf welchem BS das MS-Office oder Photoshop läuft. |
|
| | # -- |
| News Flash | Das könnte Dich auch noch interessieren:
Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen. |




